Immer mehr Menschen verzichten auf Gluten - sei es aus gesundheitlichen Gründen wie Zöliakie oder einfach aus Wohlbefinden. Zum Glück musst du auf deine geliebte Pizza nicht verzichten. In diesem Artikel erfährst du alles über Pizza glutenfrei, wie man sie bestellt, welche Alternativen es gibt und wie du sogar einen leckeren Pizzateig glutenfrei zu Hause zubereiten kannst.

Warum Pizza glutenfrei immer beliebter wird
Gluten steckt in Weizen, Roggen und Gerste - und damit auch im klassischen Pizzateig. Wer an Zöliakie leidet oder eine Glutensensitivität hat, kann darauf mit Unverträglichkeiten reagieren. Doch die gute Nachricht: Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, eine köstliche Pizza glutenfrei zu genießen, sei es im Restaurant, per Lieferung oder selbst gemacht.
Glutenfreie Pizza im Restaurant
Viele Pizzerien haben mittlerweile glutenfreie Optionen auf der Speisekarte. Wenn du also eine „Pizza glutenfrei“ suchst, frage nach, ob der Teig tatsächlich glutenfrei ist und ob in der Küche auf Kreuzkontamination geachtet wird.
Tipp: Sag bei der Bestellung immer ausdrücklich, dass du eine glutenfreie Pizza möchtest, damit sie separat zubereitet wird.
Pizza glutenfrei selber machen: der perfekte Teig
Wenn du sicher sein möchtest, dass deine Pizza absolut glutenfrei ist, kannst du sie selbst backen. Mit dem richtigen Pizzateig glutenfrei und frischen Zutaten gelingt dir eine Pizza, die locker, knusprig und unglaublich lecker schmeckt.
Hier kommt unser erprobtes Pizzateig Rezept glutenfrei, das garantiert gelingt und auch für Anfänger geeignet ist.
Zutaten für glutenfreien Pizzateig:
- 250 g glutenfreie Mehlmischung (am besten mit hohem Stärkeanteil)
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 1 TL Salz
- 1 TL Zucker
- 2 EL Olivenöl
- ca. 180-200 ml lauwarmes Wasser
Zubereitung:
- Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel vermischen.
- Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und zum Mehl geben.
- Öl hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Pizzateig glutenfrei abdecken und mindestens 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
- Den Teig auf Backpapier ausrollen, nach Belieben belegen und bei 220 °C (Ober-/Unterhitze) etwa 12-15 Minuten backen.
Tipps für den perfekten glutenfreien Pizzateig
- Verwende glutenfreie Mehlmischungen, die für Brot und Pizza geeignet sind.
- Lasse den Teig genug Zeit zum Aufgehen - auch glutenfreie Teige profitieren davon.
- Backe auf einem heißen Pizzastein, um einen besonders knusprigen Boden zu bekommen.
Belagideen für deine glutenfreie Pizza
Bei den Belägen kannst du dich austoben - die meisten sind ohnehin glutenfrei. Achte nur auf verstecktes Gluten in Fertigprodukten wie Salami oder Soßen. Hier ein paar Ideen:
- Klassisch: Tomatensauce, Mozzarella, Basilikum
- Mediterran: Zucchini, Paprika, Oliven, Feta
- Pikant: Scharfe Peperoni, Rucola, Parmaschinken
Rezept für vegane und glutenfreie Quinoa-Pizza
Vegane und glutenfreie Pizza – Der ultimative Genuss mit Rezept 👇
Ich habe mich schon lange darauf gefreut, diesen Artikel zu schreiben. Denn ein Rezept für eine vegane und glutenfreie Pizza wollte ich erst dann veröffentlichen, wenn ich das optimale Rezept gefunden habe. Im Vorfeld hatte ich schon intensiv recherchiert, was es alles für Möglichkeiten gibt, eine vegane, glutenfreie Pizza herzustellen. Einiges von dem, was ich so im Netz gefunden habe, war für mich der totale Unsinn, anderes wiederum hat mich eher unsicher gemacht. Zum Beispiel die Frage, ob man für vegangen Pizzateig Hefe verwenden darf. Der eine meint so, der andere so. Als ich diesen Satz zu meiner Frau sagte, meinte sie nur: „Oh je, oh je, oh je, du experimentierst wieder rum… Vegane, glutenfreie Pizza - kann so was schmecken?“ Ich grinste nur und sagte zu ihr: „Baby, du bist immer am Meckern. Das war natürlich ein Grund mehr, diese vegane, glutenfreie Pizza so zu machen, dass es auch meiner Frau schmeckt. Als ich jedoch die ersten Versuche hinter mir hatte, war ich schon ziemlich am Boden. Nichts wollte klappen oder schmecken, geschweige denn halten. Entweder war der Teig eine geschmackliche Vollkatastrophe oder die Zutaten so exotisch, das ich sie nirgends kaufen konnte. Es half alles nichts und ich rief einen Freund an, der absoluter Hardcore-Veganer ist und bat ihn um Hilfe. Und siehe da, er gab mir den Tipp, es mal mit Quinoa zu probieren. Gesagt, getan, Quinoa gekocht, auskühlen lassen, gemixt mit Mehl verarbeitet, ausgerollt und voller Vorfreude die erste vegane, glutenfreie Pizza gebacken :-). Sie können mir glauben, mich Perfektionisten bringen solche Situationen echt an den Rand der Verzweiflung. Was blieb mir also anderes übrig, als erneut das Internet zu durchforsten, um endlich doch das ultimative Rezept für eine vegane, glutenfreie Pizza zu finden. Nach langem Suchen stieß ich auf ein Rezept, siehe da, das auch mit Quinoa hergestellt wird, jedoch ohne sie zu kochen. Dieses Pizzarezept hatte sofort meine Aufmerksamkeit gewonnen und ich konnte kaum abwarten, es zu probieren. Falls jetzt der Gedanke in Ihrem Kopf auftaucht: „8 Stunden für eine Pizza? Herr Prenz, sind Sie besoffen?“, kann ich Sie beruhigen - nein, natürlich nicht. Was es mit den 8 Stunden auf sich hat, erfahren sie weiter unten bei der Zubereitung. Denn nach langem Tüfteln habe ich mein Rezept für eine vegane Pizza gefunden und das Beste daran ist nicht nur, dass diese glutenfreie Pizza hammermässig schmeckt, sondern dass selbst meine Frau bis heute davon schwärmt und im Bekanntenkreis erzählt, wie fein diese vegane Pizza ist. Neugierig geworden? Dann schauen Sie sich jetzt die Zubereitung an.
Cashewmus unbedingt bei Zimmertemperatur stehen lassen, damit es nicht so fest ist. Zuerst Spinat in Olivenöl anziehen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen, beiseite stellen und auskühlen lassen. Zwiebel in Streifen schneiden, die Cherry-Tomaten halbieren und die Süßkartoffel in dünne Scheiben schneiden.
Quinoa mit reichlich kaltem Wasser abspülen, in einen Mixer geben und mit dem Wasser, Paprikapulver, Salz und dem Oregano zu einem sehr feinen Brei mixen. Geben Sie nun diesen breiartigen Teig mit einer Kelle auf das Backpapier und bringen Sie ihn durch Kreisbewegungen eine runde Form. Quinoa-Teig nun im Ofen 7 Minuten backen. Heraus nehmen, den Teig vorsichtig wenden und von der anderen Seite nochmals 2 Minuten backen, anschließend auskühlen lassen.
Jetzt können Sie den Teig mit der Tomatensauce bestreichen und mit Spinat, Zwiebeln, Süßkartoffel und den Cherry-Tomaten belegen und mit dem Cashewmus (Käseersatz) und den Cashewkernen belegen. Geben Sie nun die vegane Pizza für ca. 5 - 8 Minuten in den Ofen. Zum Schluss die Avocado halbieren, schälen, in etwas dickere Scheiben schneiden und damit die Pizza belegen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl beträufeln.
Glutenfreier Pizzateig nach Davide Civitiello
Der Schöpfer dieses Rezepts ist Davide Civitiello aus Neapel, ein ausgezeichneter Pizzaweltmeister. Im Video kannst du ihm genau über die Schulter schauen, während er den Teig zubereitet.
Zutaten:
- 700 g Wasser, eiskalt (4 °C)
- 1000 g glutenfreies Mehl
- 10 g Trockenhefe
- Salz
- 50 ml Olivenöl
Zubereitung:
- Vorteig & Kneten: Das gesamte Mehl in die Knetschüssel geben. Trockenhefe hinzufügen, und das Wasser nach und nach auf niedriger Stufe (oder von Hand) vermischen und dann einige Minuten auf höherer Stufe zu einem homogenen Teig verkneten.
- Salz und Olivenöl einarbeiten: Den Teig mit einem Teigspatel zusammenkratzen, das Salz hinzufügen und erneut einige Minuten kneten. Sobald das Salz vollständig eingearbeitet ist, 50 ml Olivenöl nach und nach unterkneten, bis der Teig eine glatte Konsistenz hat.
- Stockgare (Teig geht als Ganzes): Den Teig abgedeckt 10-20 Minuten ruhen lassen.
- Stückgare (portionierter Teig geht): Den Teig mit eingeölten Händen in Stücke à 300-320 g portionieren. Die Teiglingportionen zu Kugeln formen und einzeln locker in leicht geölte Frischhaltefolie wickeln. Die Teiglinge bei 4 °C für 40 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Glutenfreier Teig unterscheidet sich in seiner Struktur grundlegend von klassischem Pizzateig, da ihm das Klebereiweiß fehlt. Gluten sorgt normalerweise für die Elastizität und Bindung des Teigs. Da diese Struktur fehlt, fühlt sich glutenfreier Teig oft feuchter und klebriger an. Anstelle eines gewöhnlichen Knethakens, den du für normalen Pizzateig verwendest, kommt bei glutenfreiem Teig ein Flachrührer zum Einsatz.
Auf 1 Kilo Mehl verwendet dieses Rezept 10 Gramm Trockenhefe. Das mag nach viel Hefe klingen, aber glutenfreier Pizzateig benötigt diese Menge, um gut aufzugehen. Für diesen Teig kommen außerdem 700 Gramm kaltes Wasser - idealerweise bei 4 Grad - auf ein Kilo Mehl.
Semola (Hartweizengrieß) wird oft verwendet, um Pizzateig darauf zu formen. Allerdings enthält Semola Gluten. Wird es dennoch verwendet, könnte es bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie zu Beschwerden führen. Stattdessen sollte zum Formen der Pizza immer ein glutenfreies Mehl, z. B. Reismehl oder eine glutenfreie Mehlmischung, verwendet werden - aber nur in Maßen, da zu viel zusätzliches Mehl die Konsistenz des Teigs verändern kann.
Ja, das ist sogar empfehlenswert! Glutenfreier Teig profitiert von einer längeren Ruhezeit, da sich die Zutaten so besser verbinden und die Struktur stabiler wird. Nach der Herstellung kann der Teig direkt im Kühlschrank gelagert werden - idealerweise luftdicht verpackt oder in einer leicht geölten Frischhaltefolie eingeschlagen.
Häufige Fragen zu glutenfreier Pizza
Schmeckt glutenfreie Pizza anders?
Nicht unbedingt - wenn der Teig gut gemacht ist, merkst du kaum einen Unterschied. Der Boden wird oft etwas knuspriger.
Kann man glutenfreien Pizzateig einfrieren?
Ja! Einfach nach dem Gehen portionieren, in Frischhaltefolie wickeln und einfrieren.
Wie lange ist glutenfreie Pizza haltbar?
Im Kühlschrank hält sich gebackene Pizza 1-2 Tage, am besten im Backofen kurz aufwärmen.
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