Pizza backen bei 300 Grad: So gelingt der perfekte Genuss

Pizza selber machen? Nichts Einfacheres als das. Hier erfahren Sie, wie Sie eine köstliche Pizza bei 300 Grad backen können, egal ob im Ofen oder auf dem Grill.

Der perfekte Pizzateig

Hochwertiges Mehl ist die Basis. In Italien wird gerne das Typ 00-Mehl genommen. Dieses Mehl ist sehr fein gemahlen.

Durch den hohen Glutengehalt (Klebereiweiss) wird der Teig elastisch und lässt sich leicht dehnen, ohne zu reissen. Das sorgt für einen luftig, weichen Rand und eine knusprige Kruste.

Die Wassermenge beeinflusst die Konsistenz des Teigs. Ein hydratisierter Teig (mit hohem Wasseranteil) ist weicher und leichter zu dehnen, was zu einer luftigeren Kruste führt.

Sie sorgt für die Lockerung des Teigs. Frische Hefe oder Trockenhefe kann verwendet werden. Wichtig ist, dass der Teig ausreichend Zeit zum Gehen hat (und deshalb wenig Hefe verwendet werden kann), damit er die richtige Textur und einen aromatischen Geschmack entwickeln kann.

Es verstärkt den Geschmack und stärkt das Glutennetzwerk im Teig, was zu einer besseren Struktur führt.

In manchen Rezepten, so auch hier, wird Olivenöl hinzugefügt, um den Teig geschmeidiger zu machen und ihm mehr Geschmack zu verleihen.

Das optimale Kneten des Teigs ist entscheidend, um dem Gluten die Möglichkeit zu geben, zu arbeiten. Dadurch wird der Teig elastisch und dehnbar.

Eine Knetzeit von gut 10 Minuten mit der Maschine ist sinnvoll. Falls du von Hand knetest, addiere noch ein paar Minuten dazu. Wie weisst du, ob der Teig genug geknetet ist? Mach den Fenstertest: Nimm ein kleines Stück Teig und dehne es vorsichtig zu einer dünnen „Fensterscheibe“ aus.

Geduld ist beim Pizzateig ein wichtiger Faktor. Ein guter Teig sollte mindestens 24 im Kühlschrank gehen. Ich habe den Teig auch schon nach 12 Stunden verwertet, er ist dann einfach noch nicht so gut dehnbar.

Eine hohe Temperatur des Ofens ist entscheidend, um den Teig schnell und gleichmässig zu backen. Idealerweise sollte der Ofen auf mindestens 250-300 Grad Celsius vorgeheizt werden.

Die gängigen Öfen in Schweizer Haushalten erreichen meist nur 240-250 Grad, aber auch das reicht aus. Ein Pizzastein kann dabei helfen, eine besonders knusprige Kruste zu bekommen.

Teigzubereitung Schritt für Schritt

  1. Das Mehl komplett in die Probaker geben und ca.
  2. Das Mehl-Wasser-Gemisch ganz grob ankneten auf Stufe 20-30% und danach für ca.
  3. Nun das Olivenöl dazu geben und für ca.
  4. Jetzt nochmal 5min ruhen lassen und dann die letzte Zutat, das Salz, hinzugeben und den Teig für 15 Minuten auf 50-70% gut kneten.
  5. Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und nach 1-2 Stunden den Teig in Teiglinge zu je 260-280 Gramm portionieren und mit genügend Spannung in eine Teig- bzw. Pizzaballenbox legen, anschließend luftdicht für min 16-20Std.
  6. Jetzt müssen die Teiglinge bevor Sie weiter verarbeitet werden noch ca.

Wichtig zu wissen ist, dass die Ruhezeiten und die daraus resultierenden Ergebnisse variieren können, da der Prozess stark von der Raumtemperatur abhängig ist.

Nachdem der Teig nun fertig ist, könnt Ihr eure Pizza nach belieben Formen und belegen. Darauf drückt Ihr euren Pizzaballen nun langsam etwas flach, von der Mitte nach Aussen.

Ihr solltet jetzt das übrige Semola auf die Seite schieben und nur soviel am Pizzaboden haben, dass sich der Teig noch immer bewegen lässt auf der Arbeitsfläche ohne festzukleben, so bekommt Ihr den Teig auch gut auf die Pizzaschaufel, ohne das ganze Semola mit aufzunehmen.

Wir lieben unsere Pizza mit einer Tomatensosse aus San Marzano Tomaten, Fior di Latte, etwas Oregano, frischer Knoblauch und eine italienische Salami.

Der Pizzastein muss ca.

Pizza backen auf dem Grill

Grillen im eigenen Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon begeistert grosse wie kleine Grillfans und ist für viele zum Hobby geworden, dem sie nicht nur im Sommer nachgehen.

Wer Pizza draussen grillen möchte, kann dies in einem extra dafür vorgesehenen Pizzaofen aus Stein machen. Möchtest du auf diese Investition verzichten oder hast sowieso nicht genügend Platz im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon, kannst du Pizza beispielsweise auch auf einem Holzkohle- oder Gasgrill backen.

Grundsätzlich benötigst du keinen bestimmten Grill, um eine Pizza darauf backen zu können. Wichtig ist jedoch, dass dein Grill über einen Deckel verfügt, damit die Hitze im Grill gestaut wird und die Pizza auch von oben gebacken wird.

Bei einem Gasgrill oder Elektrogrill heizt du das Gerät rechtzeitig vor, sodass du eine Temperatur von 300 °C erreichst. Bereite die Pizza mit Tomatensosse und Belag vor und gib sie auf den Pizzastein.

Wenn dein Gasgrill über zwei Brenner verfügt, platzierst du den Pizzastein in der Mitte des Grillrostes. Bei drei oder vier Brennern schaltest du die Brenner, die sich direkt unter dem Pizzastein befinden, ab, sobald die Pizza auf dem Grill ist.

Bei einem Holzkohlegrill kümmerst du dich zunächst ebenfalls um das Vorheizen auf die genannte Temperatur, indem du die Kohle im hinteren Bereich des Grills halbkreisförmig anrichtest und anzündest.

Wenn eine Glut entstanden ist, stellst du den Grillrost mit der Pizza vor den Halbkreis aus Holzkohle und schliesst den Deckel des Kugelgrills. Auch hier kannst du deine gegrillte Pizza nach etwa fünf Minuten geniessen.

Pizza auf dem Grill mit Pizzastein

Ein Pizzastein erleichtert dir das Backen der Pizza auf dem Grill. Die runde oder rechteckige Steinfläche ist einige Zentimeter dick und dient als mobile Kochfläche.

Der Schamottestein hält Hitze bis zu 1.500 °C problemlos stand. Damit deine Pizza später optimal gegrillt wird, muss der Pizzastein eine Temperatur von etwa 300 °C erreichen.

Lege den Pizzastein immer in den kalten Backofen oder auf den kalten Grill, damit er möglichst schonend erhitzt wird. Der Pizzastein speichert die Hitze, sodass du beim Gasgrill einige Brenner abschalten kannst und bei Verwendung eines Holzkohlegrills keine Holzkohle mehr nachlegen musst.

Nach dem Ausrollen des Teigs platzierst du die Tomatensosse, den Belag sowie den Käse darauf. Am besten rollst du den Pizzateig auf etwas Hartweizengriess oder Mehl aus, damit sich die Pizza später noch besser vom Pizzastein nehmen lässt.

Für die Reinigung lässt du den Pizzastein nach dem Grillen vollständig auskühlen. Entferne eventuelle Reste von Belag oder Tomatensosse, die auf dem Stein gelandet sind, mit einem Ceranfeld-Kratzer. Den kalten Stein säuberst du anschliessend mit einem trockenen Lappen.

Verfügt dein Backofen über eine Selbstreinigungsfunktion, dann kannst du den Pizzastein beim nächsten Reinigungsvorgang mit in den Backofen legen. So lösen sich auch starke Verbrennungen.

Pizza grillen ohne Pizzastein

Wenn du keinen Pizzastein besitzt, aber dennoch nicht auf eine köstliche Pizza vom Grill verzichten willst, zeigen wir dir Möglichkeiten für das Grillen der Pizza ohne Pizzastein.

Anstatt einer grossen Pizza backst du besser mehrere kleine Pizzen. Ohne Stein und Pizzaschaufel lassen sich kleine Teigstücke besser vom Grill lösen als ein grosses Stück.

Bestreiche den Grillrost am besten mit etwas Olivenöl, damit der Teig nicht festklebt. Lege die rund ausgerollten Pizzateigstücke dann für etwa eine Minute auf den Grill. Hat dein Grill einen Deckel, dann schliesse diesen während des Backens.

Tipps und Tricks für den perfekten Teig

Du benötigst Tipps, wie man den Tipp optimal formt?

  • Mehl: Hochwertiges Mehl ist die Basis. In Italien wird gerne das Typ 00-Mehl genommen. Dieses Mehl ist sehr fein gemahlen.
  • Wasser: Die Wassermenge beeinflusst die Konsistenz des Teigs. Ein hydratisierter Teig (mit hohem Wasseranteil) ist weicher und leichter zu dehnen, was zu einer luftigeren Kruste führt.
  • Hefe: Sie sorgt für die Lockerung des Teigs. Frische Hefe oder Trockenhefe kann verwendet werden. Wichtig ist, dass der Teig ausreichend Zeit zum Gehen hat (und deshalb wenig Hefe verwendet werden kann), damit er die richtige Textur und einen aromatischen Geschmack entwickeln kann.
  • Salz: Es verstärkt den Geschmack und stärkt das Glutennetzwerk im Teig, was zu einer besseren Struktur führt.
  • Olivenöl: In manchen Rezepten, so auch hier, wird Olivenöl hinzugefügt, um den Teig geschmeidiger zu machen und ihm mehr Geschmack zu verleihen.
  • Kneten: Das optimale Kneten des Teigs ist entscheidend, um dem Gluten die Möglichkeit zu geben, zu arbeiten. Dadurch wird der Teig elastisch und dehnbar.
  • Gehzeit: Geduld ist beim Pizzateig ein wichtiger Faktor. Ein guter Teig sollte mindestens 24 im Kühlschrank gehen.
  • Backen: Eine hohe Temperatur des Ofens ist entscheidend, um den Teig schnell und gleichmässig zu backen. Idealerweise sollte der Ofen auf mindestens 250-300 Grad Celsius vorgeheizt werden.

Der Teig ist im Kühlschrank bis zu 5 Tagen haltbar. Du musst, also nicht direkt allen Teig verwenden.

Zu viel frische Mozzarella macht die Pizza wässrig. Tupfe frische Mozzarella vorher gut ab, damit überschüssige Feuchtigkeit nicht auf der Pizza liegen bleibt.

Weniger ist mehr.

Hast du keine Frischhefe zur Hand, kannst du auch Trockenhefe verwenden. Die Umrechnung ist im 3:1-Verhältnis (Frischhefe zu Trockenhefe). Ca. 1 Gramm Trockenhefe reichen also aus.

Rezept für Pizzateig

Hier ein einfaches Rezept, um den perfekten Pizzateig selber zu machen:

  1. Das Mehl und Salz in eine grosse Rührschüssel geben. Hefe dazu krümeln.
  2. Nun das Wasser und Olivenöl hinzugeben und mit der Maschine oder von Hand für mindestens 10 Minuten gut kneten.
  3. Wenn ein glatter Teig entstanden ist, diesen zu einer Kugel formen.
  4. In einer Frischhaltebox, eingepinselt mit wenig Olivenöl, in den Kühlschrank geben. Und für 24 Stunden gehen lassen.
  5. Eine, besser zwei Stunden, vor der Zubereitung den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Die gewünschte Menge abtrennen und zur Kugel formen. Bei Zimmertemperatur zugedeckt gehen lassen.
  6. Nun wird mit den Händen geformt. Den Teig auf etwas Mehl (besser Griess) geben. Drücke mit den Fingern aus der Teigmitte die Luft gegen den Rand, bis ein grosser Kreis entsteht. Immer den Rand stehen lassen. Den Teig über den Handrücken dehnen.
  7. Ist die gewünschte Grösse erreicht, den Teig auf ein Backpapier transferieren und nach Wunsch belegen.
  8. Den Ofen auf mindestens 240 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ich heize das Backblech mit auf, und ziehe die Pizza dann samt Papier auf das Blech rüber. Für 5-8 Minuten auf der untersten Schiene backen.

Um ihn weiter zu dehnen, kann man den Teig auch hochheben, und über die Rückseite der Hände ziehen.

Meine liebste Kombi ist eine gute Pizzasauce, mit etwas Parmesan und Cherrytomaten. Ich verwende diese Menge Teig für 2x für 2 Personen. D.h. ich lassen die Hälfte des Teigs so lange im Kühlschrank ruhen, bis ich ihn aufbrauche.

Zutaten für Tomatensugo

  • Zwiebel
  • Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • Tomatenpüree
  • gehackte Tomaten (ca. 400 g)
  • Oregano
  • Lorbeerblatt
  • Zucker
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung Tomatensugo

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen, Zwiebel fein hacken, Knoblauch pressen. Öl in einer Pfanne warm werden lassen.
  2. Zwiebel und Knoblauch andämpfen, Tomatenpüree kurz mitdämpfen.
  3. Tomaten, Oregano, Lorbeer und Zucker beigeben, aufkochen, würzen.
  4. Hitze reduzieren, unter gelegentlichem Rühren ca. 40 Min. köcheln.
  5. Oregano und Lorbeer entfernen, Sauce pürieren, auskühlen.

Backen im Big Green Egg

Nicht wenige Menschen kaufen sich deshalb ein Big Green Egg, weil man darauf die perfekte Pizza zubereiten kann. Denn mit einem Big Green Egg können Sie nicht nur grillen, schmoren, Wokgerichte zubereiten, räuchern und bei niedrigen Temperaturen garen, sondern in Kombination mit dem ConvEGGtor auch backen.

Erstens ist es ein Mythos, dass Pizza bei möglichst hohen Temperaturen gebacken werden sollte. In Neapel, wo die Pizzaböden sehr dünn sind, werden die meisten Pizzen bei etwa 300 °C gebacken.

Aber bei einem Boden, der 2 mm oder dicker ist, muss die Pizza bei geringerer Hitze gebacken werden, weil der Boden sonst schon verbrennt, bevor der Teig überhaupt gar ist. Bei einem Teigboden von 2 mm oder mehr reicht eine Temperatur 250 bis 275 °C vollständig aus.

Füllen Sie das Big Green Egg mit ausreichend Holzkohle, und zwar bis knapp über den Rand des Feuerkorbs. Achten Sie darauf, dass die Holzkohlestücke nicht zu gross sind.

Zünden Sie die Holzkohle mithilfe von drei Anzündwürfeln an. Schliessen Sie dann den Deckel, setzen Sie das Abluftventil auf und bringen Sie die Temperatur mithilfe des Zu- und Abluftventils auf 300 °C.

Setzen Sie nach etwa 5 Minuten den convEGGtor ein und legen Sie den Flat Baking Stone darauf. Schliessen Sie den Deckel und lassen Sie den flachen Back- und Pizzastein in 15 bis 20 Minuten gut heiss werden.

Nach dem Einsetzen des ConvEGGtors und des flachen Back- und Pizzasteins können Sie das Zu- und das Abluftventil wieder etwas weiter öffnen, damit mehr Zug und damit mehr Hitze entsteht. Schliesslich hat sich die Temperatur durch das Einsetzen der kalten Gegenstände wieder reduziert.

Die erste, “sichere” Methode ist es, wenn Sie den ConvEGGtor (auf die bekannte Weise) mit den Füssen nach oben in das Big Green Egg stellen und darauf den Stainless Steel Grid mit dem flachen Back- und Pizzastein legen. So können Sie im Prinzip den ganzen Nachmittag lang Pizzen zubereiten, weil der Pizzastein niemals extrem heiss werden wird. Denn der flache Back- und Pizzastein wird ja nur indirekt durch die heisse Luft erhitzt.

Bei der zweiten Methode setzen Sie den ConvEGGtor mit den Füssen nach unten ein und legen den flachen Back- und Pizzastein direkt darauf, also ohne Rost. Dadurch entsteht mehr Zug und eine bessere Kontakthitze, wodurch der Stein heisser wird. Sie können die Pizza dann bei höherer Temperatur in kürzerer Zeit backen.

Bestreuen Sie den Stein, kurz bevor Sie die Pizza auf den flachen Back- und Pizzastein gleiten lassen, mit etwas (Mais-)Mehl. Denn wenn das Mehl sich nicht verfärbt, ist der Stein noch nicht heiss genug. Das Mehl sollte langsam leicht braun werden und einen leckeren Duft verbreiten.

Wenn es sofort verbrennt, ist der Stein viel zu heiss. In dem Fall sollten Sie mit einem angefeuchteten Geschirrtuch dreimal mit kreisenden Bewegungen über den flachen Back- und Pizzastein wischen. Die Oberflächentemperatur des Steins wird dadurch sofort um 20 bis 25 °C zurückgehen. Diesen Vorgang bei Bedarf noch einmal wiederholen und den Stein erneut mit (Mais-)Mehl bestreuen.

So formst du Pizza perfekt - Tipps vom Weltmeister

Mit diesen Tipps und Tricks gelingt Ihnen die perfekte Pizza wie vom Profi. Viel Spass beim Backen und Geniessen!

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