Pfanne raucht: Ursachen und Prävention

Beim Kochen spielen Öle und Fette eine wichtige Rolle: Sie helfen beim Anbraten, sind Teil von Marinaden und geben extra Geschmack. Genau wie Salz und Pfeffer gehören auch Öle und Fette zur Grundausstattung jeder Küche. Die Anzahl an Pflanzen, Früchten, Nüssen und Samen, aus denen man Öl und Fett gewinnen kann, ist schier endlos.

Man sollte sich immer an die Anwendungsempfehlungen der Hersteller halten. Egal, was für eine Pfanne man besitzt: In jedem Fall sollte man sich an die Angaben des Herstellers halten, um möglichst lange etwas von dem Kochgeschirr zu haben.

Ursachen für rauchende Pfannen

Eine häufige Ursache dafür, dass eine Pfanne raucht, ist die Überhitzung von Öl oder Fett. Wird Fett zu lange erhitzt, beginnt es zunächst zu rauchen - ein deutliches Warnsignal. Wird es trotzdem weiter erhitzt, kommt es zur Selbstentzündung.

Ein Fettbrand entsteht, wenn Speiseöl oder Bratfett zu stark erhitzt wird und sich selbst entzündet. • Unbeaufsichtigtem Kochen, wenn z. B. • Verwendung von stark erhitzbaren Fetten (z. B. Wichtig ist die Verwendung des richtigen Öls. Ein Fettbrand ist nie ein „Zufall“, sondern immer auf bestimmte Verhaltensmuster oder Umstände zurückzuführen. • Verwendung des falschen Fetts: Nicht jedes Fett ist zum Braten oder Frittieren geeignet.

Hier sind einige Faktoren, die dazu beitragen können:

  • Fahrlässiges Verhalten: In Münsingen BE führte fahrlässiges Verhalten mit einer Pfanne, in der Öl erhitzt wurde, zu einem Hausbrand.
  • Falsche Temperatur: Auf gar keinen Fall darf Fett so stark erhitzt werden, dass es raucht.
  • Falsches Öl: Nicht jedes Öl ist zum Braten geeignet.

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Eine Bratpfanne mit Öl beim Kochen.

Die wichtigsten Öle zum Kochen

Grundsaetzlich: Bezeichnungen von Oelen «Nativ» = «vergine» = kaltgepresst. Hinter diesen Begriffen versteckt sich eine Information zum Säuregehalt. Dieser darf bei «nativ» bzw. «vergine» nicht höher als 2 % sein, was einen angenehmen Geschmack garantiert. Noch hochwertiger wird᾽s mit der Bezeichnung «extra vergine» bzw. «extra nativ». Hier darf der Säuregehalt sogar nur 0,8 % betragen. Native Öle sind ausserdem kalt gepresst. Das heisst, die Zutat wird vor dem Pressen nicht erhitzt, wertvolle Inhaltsstoffe und das natürliche Aroma bleiben erhalten. Raffiniert Bei raffinierten Ölen werden die Zutaten vor dem Pressen erhitzt. Dadurch ist der Ertrag höher. Allerdings gehen Inhaltsstoffe und der Grossteil des Eigengeschmacks verloren. Raffinierte Öle sind hoch erhitzbar und eignen sich daher auch zum Frittieren.

  • HOLL-Rapsöl und HO-Sonnenblumenöl: Beide Öle sind fast geschmacklos, hitzestabil und eignen sich bestens fürs Anbraten.
  • Olivenöl: Ein gutes Olivenöl ist aromatisch, fruchtig und nussig. Natives Olivenöl kann zum Andünsten verwendet werden. Fängt es in der Pfanne allerdings an zu rauchen, ist der Rauchpunkt erreicht und das Öl ist zu heiss.
  • Öle mit Eigenaroma: Sesamöl ist vor allem in der asiatischen Küche sehr beliebt und Kürbiskernöl verleiht dem Essen eine nussige Note. Diese Öle erst nach dem Garen zum Essen geben, da sie meist einen sehr tiefen Rauchpunkt haben.

Rauchtabelle von Ölen und Fetten

Öl oder Fett Rauchpunkt
Olivenöl extra vergine 130 - 175 °C
Raffiniertes Olivenöl ca. 220 °C
HOLL-Rapsöl ca. 210 °C
HO-Sonnenblumenöl ca. 210 °C
Natives Sesamöl ca. 170 °C
Butter ca. 175 °C
Bratbutter ca. 205 °C

Umgang mit Fettbränden

Trotz aller Vorsicht kann es passieren: Die Pfanne steht in Flammen. Jetzt ist schnelles, aber besonnenes Handeln gefragt - denn ein Fehler kann katastrophale Folgen haben.

Wenn das Fett zu brennen beginnt, darf es auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden. Das würde zu einer Fettexplosion führen. Bei der explosionsartigen Verdampfung wird das brennende Fett mit dem Wasserdampf aus der Pfanne gerissen. Das kann zu schwersten Verbrennungen führen und die Küche in Sekundenschnelle in Brand setzen.

Bei einem kleinen Fettbrand kann ein geeigneter Deckel oder ein Backblech auf die Pfanne gelegt werden. Sicherer ist es, eine Löschdecke zu verwenden, mit der man sich dem Feuer geschützt nähern kann.

Vorbeugende Massnahmen

Mit der richtigen Vorsicht lässt sich ein Fettbrand ziemlich einfach verhindern.

  1. Beobachten Sie das Öl genau. Das gilt besonders bei hohen Temperaturen.
  2. Wählen Sie mittlere Hitze statt Vollgas - das verlängert zwar die Wartezeit, verhindert aber gefährliche Überhitzung.
  3. Lagern Sie keine brennbaren Materialien neben dem Herd.
  4. Lassen Sie die Pfanne auf dem Herd nicht ohne Aufsicht.

Ein Fettbrand in der Küche.

Weitere Tipps zur Küchensicherheit

Neben Fettbränden gibt es weitere Aspekte der Küchensicherheit zu beachten:

  • Kochherd als Gefahrenquelle: Wegen der hohen Temperaturen ist der Herd besonders gefährlich. Lassen Sie sich deshalb nicht ablenken und halten Sie immer ein Auge auf die heissen Kochplatten.
  • Technische Mängel: Viele Küchenbrände sind auch auf technische Mängel von elektrischen Geräten zurückzuführen.
  • Reinigung des Dampfabzugs: Beim Kochen sammelt sich viel Fett im Filter der Dampfabzugs. Reinigen Sie deshalb die Filter regelmässig.
  • Herdwächter: Versehentlich oder unbeaufsichtigt eingeschaltete Herdplatten sind eine häufige Brandursache. Herdwächter können viel zur Sicherheit beitragen.

Feinstaub beim Kochen

Beim Kochen entsteht Feinstaub. Viel mehr, als bei uns durchschnittlich in der Aussenluft vorkommt. Wenn sehr viel Feinstaub auf einmal entsteht, erkennst du die Partikel als sichtbaren Dampf oder Rauch. Bei laufendem Dampfabzug oder geöffnetem Küchenfenster ziehen Dampf und Rauch sofort ab. Der Dampfabzug und das Küchenfenster verhindern, dass sich die winzigen Partikel in der ganzen Küche verteilen. Und sogar von der Küche in andere Räume gelangen.

Verbrennungsfeinstaub entsteht beim Toasten, Backen, Braten, Frittieren, Grillieren und wenn Kerzen brennen. Ganz besonders viel bildet sich beim Rauchen von Tabakprodukten und E-Zigaretten. Verbrennungsfeinstaub ist ungesund. Er kann diverse Krankheiten und auch Krebs verursachen.

Massnahmen zur Reduzierung von Feinstaub

  • Dampfabzug während ganzer Kochdauer laufen lassen.
  • Gibt es keinen Dampfabzug, Küchenfenster während des Kochens offenstehen lassen und Küchentür geschlossen halten.
  • Beim Braten geeignetes Öl oder Bratfett verwenden.
  • Verbrannte Lebensmittel nicht essen.

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