Pepperballs mit Frischkäse: Ein Rezept für Feinschmecker

Antipasto ist italienisch für «vor der Mahlzeit» bzw. «Vorspeise». Wir kennen den Begriff vor allem in der Mehrzahl: Antipasti. In der italienischen Menüfolge stehen sie am Anfang, noch vor dem «Primo», also dem «Ersten», wie der Pasta-Gang genannt wird. Bei uns bezeichnen wir als Antipasti auch die kleinen Sachen, die zum Aperitif aufgetischt werden.

Das können pure Produkte sein wie zum Beispiel Rohschinken (Prosciutto), Trockenfleisch (wie Bresaola), Salami, ein Carpaccio vom Rindsfilet oder vom Schwertfisch, Käse und Oliven, aber auch kleine Gerichte wie gratinierte Muscheln, marinierte Sardinen, kleine Hackfleischbällchen, Bruschette (geröstete Brotscheiben mit Tomaten oder einer Paste) und Vitello tonnato.

Am einfachsten und praktischsten sind Antipasti von A wie Artischocken bis Z wie Zwiebeln in Balsamico, die man servierfertig einkaufen kann. Frische Artischocken sind eine Delikatesse. Doch das vitaminreiche Gemüse kann nicht lange gelagert werden und wird darum besonders gerne auch eingelegt.

Die Mischung aus Gemüsesorten wie Auberginen, Tomaten und Stangensellerie, wahlweise auch Peperoni und Zucchetti, bekommt durch Weinbeeren und Kapern, manchmal auch Pinienkerne, eine besondere Würze.

Die Auswahl an Oliven ist gross. Es gibt mehrere hundert Sorten. Am Anfang der Reife geerntete Oliven sind grün, reifen sie länger, werden sie zunächst rötlich-braun und schliesslich violett-schwarz.

In Öl oder Essig eingelegte Peperoni bilden einen hübschen Farbtupfer auf einem Antipasti-Plättli. Peperoncini ripieni (gefüllt) sind in zwei Varianten anzutreffen: mit einer Masse aus Thon beziehungsweise aus Frischkäse. Salzig-pikant sind sie mit der Füllung aus Thon, Sardellen und Kapern. Die Käse-Version hingegen ist eher süssscharf und cremig; hierzulande findet man sie unter den Bezeichnungen «Pepperballs» und «Berry Pepper». Die Masse wird in runde, scharfe Peperoncini gefüllt.

In Essig oder in Öl eingelegte Pilze gibt es in Gläschen zu kaufen. Angeboten werden beispielsweise Eierschwämme, Champignons oder Steinpilze, aber auch Pilzmischungen. Unter der italienischen Bezeichnung Mostarda kennt man Senffrüchte auch. Durch das Einlegen in scharfem Senföl werden Früchte wie Aprikosen, Birnen, Kirschen, Mandarinen, Orangen oder Pfirsiche zu einem gleichzeitig süssen wie scharfen Genuss.

Tapenaden werden verschiedene Pasten genannt, die man auf geröstete Brotscheiben streicht. Am bekanntesten sind die grünen, braunen oder schwarzen Olivenpasten aus verschiedenen Olivensorten gibt. Getrocknete Tomaten haben einen besonders intensiven Geschmack, der sich durch das Einlegen - vorzugsweise in gutem Olivenöl mit nicht zu vielen Gewürzen - am schönsten entfaltet. Kleine Zwiebeln, die in Aceto Balsamico eingelegt werden, schmecken wunderbar süsssauer.

Peperoni einlegen: Eine Einführung

Peperoni einlegen ist eine fantastische Möglichkeit, die leckeren, scharfen Schoten zu konservieren. So kann man den ganzen Winter über einen Hauch von Sommer genießen. Das Procedere selbst ist wesentlich einfacher als manch einer denkt. In manchen Jahren wissen die Hobbygärtner gar nicht, wohin mit den ganzen Peperoni, weil der Ertrag sehr hoch ausgefallen ist. Im Kühlschrank lassen sie sich nur eine kurze Zeit aufbewahren, so dass das Einfrieren eine beliebte Methode zur Konservierung ist.

Eine einfache noch dazu, die viele Vorteile mit sich bringt. Zum einen werden die Peperoni davon abgehalten, zu vergammeln, was an sich schon ein sehr wichtiger Aspekt ist. Kurz gesagt: es gibt keine Nachteile beim Peperoni einfrieren.

Grundsätzlich eignet sich jede Peperoni zum Einlegen, unabhängig von Farbe, Größe oder Schärfegrad. Ideal sind jedoch jene Sorten, die besonders dickfleischig sind. Wer keine Peperoni aus dem eigenen Garten verwendet, sondern gekaufte, sollte unbedingt auf Bio-Qualität achten.

Wie lange sich die eingelegten Peperoni individuell halten, ist abhängig von ihrer Lake.

Verschiedene Methoden zum Einlegen von Peperoni

Es gibt verschiedene Methoden, um Peperoni einzulegen, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen:

  • Essig-Lake: Die bekannteste Variante des Peperoni Einlegens ist die in Essig-Lake. Wer möchte, kann zudem in jedes Glas noch 2-3 Knoblauchzehen sowie ein Lorbeerblatt geben.
  • Öl: Besonders delikat sind in Öl eingelegte Peperoni. Hierbei ist jedoch äußerste Vorsicht geboten: es kann leider passieren, dass sich in den verschlossenen Gläsern Toxine bilden. Diese werden durch Sporen des Clostridium botulinum verursacht, eines Bakteriums, welches sich weder am Geruch noch am Geschmack erkennen lässt. Das es durch dessen Aufnahme zu gesundheitlichen Beschwerden kommen kann, sollten in Öl eingelegte Peperoni entweder nach kurzer Zeit verzehrt oder später auf mindestens 120° C erhitzt werden, beispielsweise auf dem Grill.
  • Alkohol: Hierfür werden lediglich etwa 500 g Peperoni sowie 1 Liter Alkohol mit mindestens 38 % benötigt. Nun dauert es einige Wochen, bis der Prozess abgeschlossen ist. danach wird der Alkohol durch ein Sieb in eine Flasche geschüttet, während die Peperoni essbereit sind.
  • Salzlake: Weniger bekannt, jedoch nicht minder lecker sind in Salzlake eingelegte Peperoni. Hierfür werden neben den Peperoni Gewürze sowie mediterrane Kräuter benötigt, wobei man dabei seinen eigenen Geschmack sprechen lassen kann. Gut geeignet sind beispielsweise Thymian, Majoran, Oregano sowie Chili. diese Gewürze werden in die sauberen Einmachgläser gegeben und mit dem Peperonisud übergossen.

Nicht nur für Figurbewusste sind eingelegte und mit Frischkäse gefüllte Peperoni ein echter Gaumenschmaus. Sie eignen sich hervorragend als Antipasti oder als leichter Sommersnack, als Beilage zum Grillen oder zu frischem Baguette. Bei der Kalkulation der Zutaten sollte darauf geachtet werden, dass immer dieselbe Menge Peperoni und Frischkäse verwendet wird.

Sehr lecker, jedoch auch ebenso arbeitsintensiv in der Herstellung sind eingelegte, gegrillte Peperoni. Wer immer nur kleine Mengen benötigt, sollte die Peperoni in möglichst kleinen Gläsern einlegen; einmal geöffnet sind sie nicht unendlich lange haltbar.

Da die Schoten zu groß zu eine Lufttrocknung sind und eher schimmeln als trocknen würden, sollte dies im Backofen geschehen. Es wird empfohlen, die Schoten mindestens einen Monat lang durchziehen zu lassen, bevor man sie isst. Der beste Platz ist tatsächlich der Kühlschrank.

Zusätzlicher Tipp: Cherrytomaten halbieren und mit der Schnittseite nach Oben auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Tomaten mit Olivenöl bepinseln und mit Meersalz bestreuen.

Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Einlegearten zusammenfasst:

Einlegeart Zutaten Besonderheiten
Essig-Lake Essig, Wasser, Salz, Zucker, Knoblauch, Lorbeerblatt Bekannteste Variante
Öl Öl, Peperoni, Kräuter Vorsicht wegen Toxinen
Alkohol Alkohol (mind. 38%), Peperoni Längere Reifezeit
Salzlake Wasser, Salz, Kräuter, Gewürze Mediterrane Aromen

Eingelegte Peperoni sind eine leckere und vielseitige Ergänzung zu vielen Gerichten.

Chili / Paprika Antipasti mit Füllung - zum nachmachen - #einmachathon2017

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