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Pasta boli Spirig HC® ist ein Produkt von SPIRIG HEALTHCARE. Im Folgenden werden Zusammensetzung, Anwendungsgebiete, Dosierung, Kontraindikationen und weitere wichtige Informationen erläutert.
Zusammensetzung
1 g Paste enthält 2 mg Salicylsäure und Hilfsstoffe.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Pasta Boli Spirig HC wird zur äusserlichen Behandlung von:
- Muskel- und Gelenkrheumatismus
- Prellungen
- Verstauchungen
- Entzündungen der Schleimbeutel und Sehnen

Schematische Darstellung von Gelenken.
Dosierung/Anwendung
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:
- Kalte Umschläge: Bei Insektenstichen und Verstauchungen.
- Heisse Umschläge: Bei Erkältungen, als Halswickel bei Halsweh; bei Quetschungen, Verrenkungen, Zerrungen, Gelenk- und Muskelschmerzen.
Tube kurz durchkneten und Paste direkt oder nach 10-minütigem Erhitzen im heissen, nicht siedenden Wasser, auf die Haut auftragen, mit Stoff abdecken und einwirken lassen (1-2-mal täglich anwenden). Paste nicht im Mikrowellengerät erhitzen!

Beispielhafte Anwendung von Schmerzgel.
Kinder ab 2 Jahren:
Pasta boli Spirig HC soll bei Kindern (ab 2 Jahren) nur kurzfristig und nicht grossflächig angewendet werden.
Kontraindikationen
Pasta Boli Spirig HC darf nicht angewendet werden bei:
- Bekannter Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff
- Verletzter Haut
- Kindern unter 2 Jahren
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Bei Kindern ab 2 Jahren und Patienten bzw. Art. Salicylsäure Arzneimittelgruppen Salicylate. Da die Salicylsäure über die Haut absorbiert wird, sollen die Arzneimittel nicht grossflächig aufgetragen werden.
Strukturformel von Salicylsäure.
Salicylsäure: Details und Anwendung
Die Salicylsäure ist ein nicht steroidaler Entzündungshemmer aus der Gruppe der Salicylate mit schmerzlindernden, fiebersenkenden, entzündungshemmenden und hornhautauflösenden Eigenschaften. Die Salicylsäure wird medizinisch ausschliesslich äusserlich zur Auflösung von Hornhaut und als lokal schmerzlinderndes Mittel verwendet. Bei der Einnahme können potentiell zahlreiche Nebenwirkungen auftreten.
Die Salicylsäure (ATC D01AE12 , ATC S01BC08 ) hat antimikrobielle (Pilze und Bakterien), keratolytische, schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften.
Die Salicylsäure wird äusserlich als haut- und hornhautauflösendes Mittel unter anderem gegen Warzen, Akne, Hühneraugen, Schuppen, Ichthyosen, Schuppenflechte, Verdickungen der Fuss- und Handhornschicht und verhornte Ekzeme eingesetzt. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die äusserliche Behandlung von Schmerzen und Entzündungszuständen, z.B. in Form von Rheumasalben.
Die Anwendung ist vom Produkt abhängig. Die Salicylsäure wird aufgrund der unerwünschten Wirkungen nicht mehr innerlich verabreicht. Für diesen Zweck steht das Derivat und Prodrug Acetylsalicylsäure (Aspirin®, Generika) zur Verfügung.
Die Salicylsäure ist bei einer Überempfindlichkeit und während der Schwangerschaft kontraindiziert und soll nur kleinflächig aufgetragen werden, weil sie über die Haut in den Blutkreislauf absorbiert wird. Nicht im Bereich der Augen und Schleimhäute oder auf offene Wunden auftragen und nicht als Schmerzmittel oral einnehmen.
Bei Kindern und Jugendlichen mit Virusinfektionen sollte die Salicylsäure aufgrund der Gefahr eines Reye-Syndroms vorsichtshalber nicht angewandt werden.
Unerwünschte Wirkungen
Salicylsäure ist reizend und kann zu Irritationen der Haut und Schleimhaut führen, z.B. zu Rötungen und einem Brennen. Überempfindlichkeitsreaktionen sind möglich (Salicylatallergie). Bei grossflächiger Anwendung auf der Haut wurde über Salicylatvergiftungen berichtet.
Bei einer Einnahme können unter anderem Magen-Darm-Beschwerden wie eine Dyspepsie, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magen-Darm-Blutungen und Magen-Darm-Ulzerationen auftreten.
Eine Überdosierung äussert sich in Magen-Darm-Beschwerden, einer Hyperglykämie oder einer Hypoglykämie, Hautausschlägen, Schwindel, Ohrensausen, Seh- und Hörstörungen, Tremor, Verwirrtheit, einer Hyperthermie, Schwitzen, Hyperventilation, Störungen des Säure-Basengleichgewichtes und der Elektrolyte, Exsikkose, Koma und Ateminsuffizienz.
Pasten als Darreichungsform
Pasten sind halbfeste Zubereitungen mit einem hohen Anteil an fein dispergierten Pulvern. Sie sind in der Regel für die Anwendung auf der Haut vorgesehen. Einige werden auch auf Schleimhäute aufgebracht oder eingenommen.
Pasten haben austrocknende, sekretbindende und hautschützende Eigenschaften und werden unter anderem bei Hauterkrankungen, kleinen Hautverletzungen und -reizungen, beim Hautwolf und bei einer Windeldermatitis eingesetzt. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Hautreaktionen.
Pasten können unterschiedliche Wirkstoffe wie beispielsweise Antimykotika (Clotrimazol, Nystatin), Zinkoxid und Keratolytika wie die Salicylsäure oder Harnstoff enthalten. Sie unterscheiden sich in der Konzentration des Feststoffanteils und ihrer Härte.
Anwendungsgebiete von Pasten
Pasten werden in der Regel für die äusserliche Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt. Dazu gehören:
- Nässende Hauterkrankungen
- Hautwolf
- Ekzeme
- Kleine Hautverletzungen und Hautreizungen, z.B. kleine Hautrisse, Schürfungen, Schnittwunden
- Pilzinfektionen
- Vorbeugung und Behandlung einer Windeldermatitis
- Wundsein
- Wundrandbehandlung, zur Unterstützung der Wundheilung
- Als Hautschutz, z.B. bei einer Behandlung mit Warzenmitteln
- Fieberbläschen
Dosierung und Kontraindikationen von Pasten
Gemäss der Packungsbeilage. Pasten werden üblicherweise ein- bis dreimal täglich aufgetragen, abhängig vom Produkt und Anwendungsgebiet. Pasten sind bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert.
Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit anderen Dermatika möglich, die gleichzeitig aufgetragen werden.
Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Hautreaktionen. Pasten können klebrig und schwer zu entfernen sein.
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