Painkiller Cocktail Rezept: Ein karibischer Genuss

Der Painkiller ist nicht nur ein Cocktail mit Rum, sondern auch ein karibischer Kultdrink und der offizielle Cocktail der Britischen Jungferninseln (BVI). Er wurde 1970 in der "Soggy Dollar" Bar auf Jost Van Dyke erfunden.

Die Geschichte des Painkillers

Jost van Dyke ist eine Insel der Britischen Jungferninseln, etwa acht Kilometer nordwestlich von Tortola gelegen. Sie ist die kleinste der vier Hauptinseln. Die Soggy Dollar Bar verdankt ihren Namen der Tatsache, dass Gäste die kleine Insel und Bar oft nur schwimmend erreichten. Dabei steckten sie Dollarscheine in ihre Badehosen, die beim Anlandgehen oft durchnässt waren.

TIKI-WOCHE: Rezept für einen Painkiller-Cocktail

Zutaten für den Painkiller

Das klassische Rezept für diesen Cocktail kombiniert Pusser's Rum, Ananassaft, Orangensaft und Kokoscreme, die über zerstossenes Eis gegossen wird. Der letzte Schliff ist eine Garnitur aus Muskatnuss, vorzugsweise frisch gerieben.

  • 4oz = 120 ml Ananassaft
  • 1oz = 30 ml Orangensaft
  • 1oz = 30 ml Kokoscreme
  • 2oz = 60 ml brauner Rum z.B. Pusser's Rum

Kokoscreme ist eine dickflüssige Creme aus eingedicktem Kokosnussfett und mit Rohzucker gesüßter Kokosmilch.

Zubereitung des Painkillers

Traditionell werden zuerst dunkler Rum, Orangensaft, Ananassaft und gesüßte Cream of Coconut gemixt, dann geschabtes Eis hinzugegeben und zuletzt etwas Muskatnuss darüber gerieben.

Nimm ein paar Schlucke und deine Sorgen werden dahinschmelzen!

Pusser's Rum: Ein Stück Marinegeschichte

Pusser's Rum war von 1655 bis 1970 die offizielle tägliche Rumration für alle Seeleute der britischen Royal Navy. "Pusser" kommt vom englischen "purser", dem Verpflegungsoffizier der Marine.

Vergleich zum Piña Colada

Die Piña Colada ist ein weiterer bekannter Cocktail aus der Karibik. 1952 mischte Ramón Marrero Pérez im Caribe Hilton Hotel auf Puerto Rico einen tropisch-fruchtigen Cocktail aus Rum, Cream of Coconut, Ananassaft und etwas Limettensaft zusammen und schuf damit einen Bar-Klassiker. Schon im Jahr 1922 gab es nachweislich einen Drink auf Kuba, der Piña Colada hiess, jedoch mit leicht veränderten Zutaten hergestellt wurde.

Ob sich die Puerto Ricaner etwas von dieser frühen, kubanischen Version abgeschaut haben, ist ungewiss - immerhin sind Rum, Kokosnuss und Ananas typisch karibische Zutaten mit einer weitreichenden Verfügbarkeit. Da ist es kein Wunder, dass jemand früher oder später auf die Idee kam, jene Zutaten miteinander zu mischen und mit einem Cocktailschirm zu dekorieren. Der Limettensaft aus dem Originalrezept ist heute eher optional.

Die Piña Colada wird typischerweise im Hurricane-Glas, Fancy-Glas oder Tiki-Glas serviert und mit einer Maraschino-Kirsche dekoriert.

Zutaten im Vergleich

Zutat Painkiller Piña Colada
Rum Dunkler Rum (Pusser's) Weißer Rum
Ananassaft Ja Ja
Orangensaft Ja Nein
Kokoscreme Ja Ja
Limettensaft Nein Optional
Muskatnuss Ja (Garnitur) Nein (Gelegentlich)

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