Sächsisches Kartoffelpuffer Rezept: Ein knuspriger Genuss aus Omas Küche

Kartoffelpuffer sind ein beliebtes Gericht in der deutschen Küche, das in vielen Regionen und Familien unterschiedlich zubereitet wird. Ob als süße Variante mit Apfelmus oder herzhaft mit Lachs und Crème Fraîche - der Genuss ist vielfältig. Besonders die Erinnerung an Omas Küche macht dieses Gericht so besonders.

Kartoffelpuffer mit Apfelmus

Die Bedeutung von Kartoffelpuffern

Kaum ein anderes Gericht der Deutschen Küche besitzt so viele verschiedene Namen, wie der Kartoffelpuffer. Kartoffelpuffer gel gelten als kulinarisches Musterbeispiel deutscher Hausmannskost und zählen zu den beliebtesten Speisen in der ganzen Bundesrepublik. Kartoffelpuffer und Reibekuchen sind zwar mit Abstand die gebräuchlichsten Bezeichnungen und werden in fast ganz Deutschland verstanden. Auch im deutschsprachigen Ausland sind die Kartoffelplätzchen bekannt und beliebt.

Kindheit das sind Omas weltbeste Kartoffelpuffer und der unvergleichliche Butterkuchen, den die Mutter in den Backofen schob. Selbst Jahrzehnte später denken wir mit einem wohligen Zuhause-Gefühl an die Gerichte zurück, die uns in jungen Jahren Momente der Geborgenheit schenkten. Sie sind unsere Wurzeln und damit auch ein Stück Heimat.

Die richtigen Zutaten für sächsische Kartoffelpuffer

Für ein gelungenes Kartoffelpuffer-Rezept ist die Auswahl der richtigen Zutaten von entscheidender Bedeutung. Die Quellen nennen eine Reihe von bewährten Zutaten, die gemeinsam für die typische Konsistenz und den charakteristischen Geschmack sorgen. Die zentralste Zutat ist selbstverständlich die Kartoffel. Es eignen sich vor allem festkochende Kartoffeln, da sie ihre Form beim Backen behalten und eine knusprige Kruste bilden.

Für die charakteristische Textur von Kartoffelpuffern ist es wichtig, dass die Struktur der geriebenen Kartoffel erhalten bleibt. Deshalb eignen sich für die Zubereitung festkochende Kartoffeln am besten. Dafür werden in den Quellen beispielsweise die Sorten „Linda“ oder „Laura“ empfohlen. Diese Sorten sind besonders gut dafür geeignet, da sie einen hohen Stärkeanteil besitzen, der die Masse zusammenhält, ohne zu matschig zu werden.

Eine wichtige Abweichung im Rezept ist die Verwendung von rohen statt gekochten Kartoffeln. Man die Kartoffeln stets roh reiben sollte, um eine optimale Knusprigkeit zu erzielen. Neben der Kartoffel ist Zwiebel eine weitere zentrale Zutat. Sie wird in den meisten Rezepten verwendet, um den Geschmack der Puffer zu vertiefen.

Die Masse aus Kartoffeln und Zwiebeln wird danach mit einem Küchentuch ausgepresst, um überschüssiges Wasser zu entfernen. Dieser Schritt ist entscheidend, da überschüssige Feuchtigkeit das Backen beeinträchtigt und zu spröden oder gar nicht knusprigen Puffern führen kann. Zu den weiteren Bestandteilen zählen Eier, Mehl, Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

Die Eier dienen als Bindung, damit die Masse fest bleibt und beim Anbraten nicht auseinanderfällt. Das Mehl dient ebenfalls der Bindekraft. Als Type wird in Quelle [4] Type 405 genannt, was für eine mittlere Mehlsorte steht. Diese Art von Mehl ist in Deutschland sehr verbreitet und eignet sich hervorragend für Backwaren, da es eine ausgewogene Masse aus Proteinen und Stärke liefert.

Zum Braten wird Pflanzenöl verwendet, da es einen hohen Rauchpunkt besitzt und somit bei hohen Temperaturen stabil bleibt. Es wird empfohlen, das Öl in einer tiefen Pfanne zu erhitzen, um eine gleichmäßige Bräune zu erreichen. Besonders wichtig ist zudem, dass das Öl ausreichend heiß ist, bevor die Teigmasse hinzugefügt wird. Es wird empfohlen, die Temperatur etwas zu senken, sobald der Teig in die Pfanne kommt, um eine gleichmäßige, goldgelbe Bräune ohne Verbrennung zu erzielen.

Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, das Rezept vegan zu gestalten. Das Ei kann problemlos weggelassen werden, da das Mehl allein bereits ausreicht, um die Masse zu binden. Dies wird insbesondere für Personen empfohlen, die auf tierische Produkte verzichten möchten. Zudem gibt es in einigen Regionen, wie beispielsweise der Schweiz, eine Variante namens „Berner Rösti“, die lediglich aus vorgekochten Kartoffeln, Gewürzen wie Muskat, Kümmel und Salz sowie Öl hergestellt wird - ohne Ei und Mehl. Diese Variante ist somit vegan und eignet sich hervorragend für eine ballaststoffreiche Ernährung.

Allerdings ist zu beachten, dass die Masse bei dieser Art der Zubereitung schwieriger zu formen ist, da sie weniger bindend ist. Die Auswahl der Zutaten ist somit entscheidend für den Erfolg des Rezepts. Besonders hervorzuheben ist die Notwendigkeit, die Kartoffeln roh zu verwenden und die Masse gut auszupressen. Ohne diese Schritte entsteht keine knusprige Kruste, sondern nur eine weiche, trockene Masse.

Zutatenliste:

  • Festkochende Kartoffeln
  • Zwiebel
  • Eier
  • Mehl (Type 405)
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • Pflanzenöl zum Braten

Schritt für Schritt zur perfekten Zubereitung

Um ein perfektes Ergebnis bei der Zubereitung von Kartoffelpuffern zu erzielen, ist die Beachtung der Einzelschritte entscheidend. Die Quellen liefern ein einheitliches, schrittweises Vorgehen, das sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Köchinnen und Köche empfehlenswert ist. Die Reihenfolge beginnt stets mit dem Vorbereiten der Zutaten.

Zuerst die Kartoffeln geschält und danach mit der Küchenreibe oder einer Küchenmaschine gerieben. Es wird empfohlen, die Kartoffeln nicht zuvor zu garen, da dies den Feuchtigkeitsgehalt erhöht und die Knusprigkeit beeinträchtigt. Stattden ist es notwendig, die Masse nach dem Reiben mit einem Küchentuch auszupressen, um überschüssiges Wasser zu entfernen. Dieser Schritt ist so wichtig, dass in mehreren Quellen darauf hingewiesen wird, dass die Knusprigkeit der Puffer davon abhängt, wie gut die Masse ausgepresst wurde.

Anschließend wird die Zwiebel geschält und ebenfalls gerieben. In einigen Rezepten wird empfohlen, die Zwiebel mit den Kartoffeln zu verarbeiten, um einen intensiveren Geschmack zu erzielen. Nachdem beides gemischt ist, wird die Masse erneut ausgepresst, um jegliche Feuchtigkeit zu entfernen. Dieser Vorgang ist jedoch nicht immer in allen Rezepten explizit benannt, weshalb es ratsam ist, diesen Schritt nicht zu übergehen.

Sobald die Masse trocken ist, erfolgt das Anrühren des Teigs. Dazu werden die Eier in die Masse gegeben und mit einem Schneebesen oder Löffel gut vermischt. Es wird empfohlen, die Masse in einer Schüssel zu verarbeiten, um eine gleichmäßige Verteilung der Zutaten zu gewährleisten. Anschließend werden das Mehl, Salz, Pfeffer und eine Prise Muskatnuss hinzugefügt. Die Gewürze dienen lediglich der Würze, wobei die Muskatnuss dem Gericht eine dezente, würzige Note verleiht, die sich von der klassischen Zwiebelnote abhebt.

Die Masse sollte danach homogen sein und keine klaren Teile enthalten. Falls die Masse zu fest ist, kann etwas Wasser hinzugefügt werden. Bevor die Pfanne benutzt wird, ist es wichtig, dass das Öl ausreichend erhitzt ist. In Quelle [2] wird explizit empfohlen, das Öl zunächst sehr heiß zu erhitzen, um eine gleichmäßige Bräune zu erzielen.

Sobald die Pfanne heiß ist, wird die Masse in kleine Portionen gegeben, die etwa die Größe einer 1-Euro-Münze haben. Die Puffer sollten nicht zu dick sein, da sonst die Innenfläche nicht ausreichend gar wird. Die Puffer etwa 4-5 Minuten auf mittlerer Hitze von jeder Seite gebraten, bis sie goldbraun sind. Dabei ist es ratsam, die Hitze nach dem Einbraten der Masse etwas zu senken, um ein Verbrennen zu verhindern. Es wird zudem betont, dass man die Puffer nicht direkt auf höchster Stufe braten sollte, da sonst das Öl verbrennt und die Küche verschmutzt wird.

Nach dem Braten werden die Puffer auf ein mit Küchenpapier ausgelegtes Tablett oder einen Teller gelegt, um überschüssiges Öl aufzusaugen. Dieser Schritt ist ebenfalls wichtig, um die Knusprigkeit zu erhalten. Ohne das Abtropfen auf Küchenpapier bleibt das Fett in der Kruste, was zu einer matschigen Konsistenz führen kann.

Die Zubereitung des Rezepts insgesamt in ca. 35 Minuten erledigt ist, was die Eignung für eine schnelle Zubereitung unter der Woche unterstreicht. Zudem wird in mehreren Quellen darauf hingewiesen, dass die Puffer sowohl süß als auch herzhaft serviert werden können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zubereitung von Kartoffelpuffern zwar einfach klingt, aber auf mehrere Details achtgeben muss, um ein gelungenes Ergebnis zu erzielen. Besonders wichtig sind das sorgfältige Auspressen der Masse, die ausreichende Erhitzung des Öls und das gezielte Anbraten auf mittlerer Stufe. Die Knusprigkeit der Außenseite ist das wichtigste Merkmal von klassischen Kartoffelpuffern.

Zubereitungsschritte im Überblick:

  1. Kartoffeln schälen und reiben
  2. Zwiebel schälen und reiben
  3. Masse mit einem Küchentuch auspressen
  4. Eier, Mehl und Gewürze hinzufügen
  5. Öl in der Pfanne erhitzen
  6. Teig portionsweise in die Pfanne geben und goldbraun braten
  7. Auf Küchenpapier abtropfen lassen

Das Geheimnis der Knusprigkeit

Die Knusprigkeit der Außenseite ist das wichtigste Merkmal von klassischen Kartoffelpuffern. Sie entsteht allein durch die richtige Kombination aus Hitze und Öl. Eine ausreichend hohe Hitze notwendig ist, um eine knusprige Kruste zu erzeugen. Ohne ausreichendes Heißwerden des Öls bleibt die Masse weich und saugt Fett auf, was zu einem faden, faden Ergebnis führen kann.

Das Öl sollte dabei so heiß sein, dass es bei Berührung mit der Masse sofort scharrendes Zischen macht. Nachdem die Masse in die Pfanne gegeben wurde, wird die Hitze etwas heruntergedreht. Dieser Schritt ist entscheidend, um ein Verbrennen der Außenseite zu verhindern, während das Innere der Puffer gleichmäßig gar wird. Ohne diese Maßnahme kann es passieren, dass die Außenseite bereits dunkelbraun ist, während das Innere noch weich und ungenießbar ist.

Goldbraune Kartoffelpuffer

Allerdings ist dies ein Missverständnis, da das Öl in hohen Mengen notwendig ist, um eine ausreichende Wärmeleitfähigkeit zu gewährleisten. Ohne ausreichendes Fett besteht die Gefahr, dass die Puffer an der Pfanne haften, reißen oder ungleichmäßig braten. Eine Menge von 5 Esslöffeln Pflanzenöl pro Rezept, was ausreicht, um die Pfanne gut auszulegen. Als Öl eignen sich insbesondere Pflanzenöle mit hohem Rauchpunkt, wie Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Kürbissamenöl.

Eine Besonderheit der Zubereitung ist zudem, dass die Puffer nicht in einer heißen Pfanne mit sehr geringer Ölmenge gebraten werden sollten. Eine dünne, metallische Pfanne leitet die Wärme besser und sorgt für eine gleichmäßige Bräune. Zudem sollte die Pfanne nicht vorher mit Butter oder Butterersatz getröpfelt werden, da dies zu einer Verbrennung führen kann. Stattdessen ist es ratsam, das Öl zuerst zu erhitzen und dann die Masse einzusetzen. Die Hitze sollte stets konstant gehalten werden, wobei ein geringer Temperaturabfall nach dem Einbringen der Masse normal ist.

Insgesamt ist es entscheidend, dass das Öl ausreicht, um die gesamte Unterseite der Puffer zu bedecken, und dass es ausreichend heiß ist, bevor die Masse hineingegeben wird. Ohne ausreichendes Fett und Hitze bleibt die Knusprigkeit aus, und das Ergebnis ist enttäuschend. Die Kombination aus hohem Anfangswert und nachfolgender Senkung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Die passende Beilage: Süß oder Herzhaft?

Kartoffelpuffer gel gelten als vielseitige Speise, die sowohl als süße als auch als herzhaften Hauptgang dienen können. In den Quellen wird vielfach auf die klassische Kombination mit Apfelmus hingewiesen, die als „Klassiker“ gilt und in der Regel mit Kartoffelpuffern von Oma serviert wird.

Für eine selbstgemachte Variante wird empfohlen, Apfel zu schälen, zu vierteln, zu entkernen und bei geringer Hitze mit Zucker und Zimt zu köcheln, bis eine cremige Masse entsteht. Neben dem klassischen Apfelmus gibt es auch eine Reihe von herzhaften Kombinationen, die die Vielseitigkeit der Puffer unterstreichen. Beispielsweise Lachs als Belag empfohlen, der gemeinsam mit Crème Fraîche oder Meerrettich serviert wird. Diese Kombination wird als „höchster Genuss“ bezeichnet und eignet sich hervorragend als Mittagessen. Der Lachs bringt Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren mit und verleiht der Speise eine luxuriöse Note.

Für eine gesündere Variante wird empfohlen, stattdessen auf Kräuterschmand oder Joghurt-Dip mit Salz, Pfeffer und Petersilie zurückzugreifen. Weitere Beilagen, die in den Quellen erwähnt werden, sind Zürcher Geschnetzeltes, das als „schön angebraten und einfach lecker“ bezeichnet wird. Dieses Gericht aus Schweineschnitzel, Zwiebel und Sahne ergibt eine abwechslungsreiche Kombination, die sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern beliebt ist.

Schnelles Knuspriger Reibekuchen Rezept von Steffen Henssler

Für eine abwechslungsreiche Variante wird außerdem ein Hash-Brown-Auflauf mit Sucuk und versunkenem Spiegelei vorgestellt. Dies ist eine Kreation, die die amerikanische Variante der Hash Browns mit türkischen Gewürzen verbindet. Der Auflauf ist besonders für Liebhaber von würzigen Speisen geeignet. Zudem wird in denselben Quellen die Schweizer Rösti-Variante vorgestellt, die aus rohen oder vorgekochten Kartoffeln hergestellt wird.

In der Kombination mit Schinken und Ananas entsteht eine süß-würzige Speise, die als „Rösti Hawaii“ bezeichnet wird. Auch die Verwendung von Gemüse ist möglich. Beispielsweise eine Kombination aus Gemüse-Rösti und Tomaten-Zucchini-Ragout vorgestellt. Diese Kombination eignet sich hervorragend für eine vegetarische Mahlzeit.

Zudem wird in mehreren Quellen auf die Verwendung von Möhren in der Puffer-Masse hingewiesen, wobei die Puffer dann eine goldene Farbe erhalten und eine leichte Süße verströmen. Insgesamt ist zu sagen, dass die Kombination von Beilagen die Vielseitigkeit der Puffer unterstreicht. Ob süß oder herzhaft, ob mit Lachs, Apfelmus oder exotischen Zutaten - die Kombinationen sind nahezu endlos.

Mögliche Beilagen:

  • Apfelmus (klassisch)
  • Lachs mit Crème Fraîche
  • Kräuterschmand oder Joghurt-Dip
  • Zürcher Geschnetzeltes
  • Hash-Brown-Auflauf mit Sucuk
  • Rösti Hawaii
  • Gemüse-Rösti mit Tomaten-Zucchini-Ragout

Regionale Varianten und Traditionen

Neben dem klassischen Rezept aus Omas Küche gibt es eine Vielzahl regionaler und abgewandelnder Varianten von Kartoffelpuffern, die jeweils eine besondere Berechtigung und Zubereitungsweise aufweisen. Diese Vielfalt zeigt, dass der Begriff „Kartoffelpuffer“ nicht nur auf ein einziges Rezept beschränkt ist, sondern vielmehr eine kulinarische Vielfalt umfasst.

Traditionelle Rezepte aus dem Erzgebirge sind mehr als nur Gerichte - sie sind ein Teil der regionalen Kultur, die Geschichten, Erinnerungen und Familientraditionen vermitteln. Viele der Rezepte, die heute noch in Haushalten zubereitet werden, stammen aus der Zeit, in der Oma und Großmutter die Köchin im Hause waren.

Im Erzgebirge gab es und gibt es immer noch Rezepte, die besonders einfach und preiswert sind. Ein Beispiel dafür sind die Klitscher, die Kartoffelpuffer genannt werden. Diese Speise ist besonders günstig, denn eine Portion kostet lediglich 51 Cent. Klitscher bestehen aus Kartoffeln, die in eine knusprige Form gebracht werden. Ein weiteres Rezept, das sich besonders einfach zubereiten lässt, ist die sächsische Kartoffelsuppe. Dieses Gericht, das oft mit Bockwürstchen serviert wird, hat einen herzhaften Geschmack und war in Großmutters Küche ein fester Bestandteil.

Quarktaschen sind ein weiteres traditionelles Gericht aus dem Erzgebirge, das nach alten Familienrezepten zubereitet wird. Der Teig besteht aus Mehl, Quark und Margarine oder Butter. Die Quarktaschen werden in einem vorgeheizten Ofen gebacken, bis sie goldbraun sind. Danach wird ein Zitronen-Zuckerguss darauf gestrichen, der den Gericht eine süße Note verleiht.

Buttermilchgetzen sind ein weiteres traditionelles Gericht aus dem Erzgebirge, das in Zeiten entstand, in denen Fleischmahlzeiten selten waren. Dieses Gericht besteht aus rohen und gekochten Kartoffeln, die mit Zwiebeln, Speck und Buttermilch vermischt werden. Buttermilchgetzen können pur gegessen werden oder als Beilage zu Braten serviert werden. Sie haben einen leichten Geschmack und eine knusprige Kruste, die besonders lecker ist.

Rauchomaad oder Rauchemaad ist ein weiteres Kartoffelgericht, das im Erzgebirge sehr beliebt ist. Es handelt sich um ein Pfannengericht aus gekochten, durch eine Presse gedrückten Kartoffeln, deren Masse nur einseitig knusprig gebraten wird. Rauchomaad ist ein einfaches Gericht, das oft als Abendbrot gegessen wird. Die Zubereitung ist unkompliziert und erfordert keine besondere Küchentechnik. Die Zutaten sind leicht verfügbar, und das Gericht ist preiswert.

Viele der traditionellen Gerichte aus dem Erzgebirge lassen sich auch vegetarisch oder vegan anpassen. Beispielsweise können Klitscher oder Buttermilchgetzen ohne Fleisch zubereitet werden, indem einfach keine tierischen Zutaten wie Speck oder Würste verwendet werden. Ein weiteres Beispiel ist die sächsische Kartoffelsuppe, die ohne Bockwürstchen zubereitet werden kann. Stattdessen können andere pflanzliche Zutaten wie Erbsen oder Linsen verwendet werden, um die Suppe abzurunden.

Rezepte aus Omas Kochbuch sind mehr als nur Anleitungen zum Kochen - sie sind eine Verbindung zu der Vergangenheit und tragen die Erinnerungen und Traditionen der Familie in sich. Diese Gerichte sind oft preiswert, einfach und lecker. Sie haben sich über die Generationen bewahrt und sind bis heute ein Teil der regionalen Kultur. Viele Familien haben ihre eigenen Variationen der Gerichte entwickelt, die sie weitergeben und bewahren.

Die Küche Sachsen-Anhalts ist reich an Traditionen, die oft von Generation zu Generation weitergegeben werden. Viele Gerichte, die heute noch bei Heimatfesten oder in der Familie zubereitet werden, haben ihren Ursprung in den liebsten Speisen der Kindheit.

Sachsen-Anhalt ist geprägt durch eine Vielfalt an Landschaften, die sich auch in der regionalen Küche widerspiegeln. Die sandige Altmark, die fruchtbare Börde, die Weinregion Saale-Unstrut, das geschichtsträchtige Anhalt und der waldreiche Harz sind nicht nur kulturell, sondern auch kulinarisch einzigartig.

Die Menschen in Sachsen-Anhalt haben der Autorin ihre Rezepte und ihre persönlichen Geschichten dazu erzählt. So entstand ein Bild der regionalen Küche, das nicht nur durch die Rezepte selbst, sondern auch durch die Hintergrundgeschichten lebendig wird. Gerichte wie der Schürzkuchen, der Kalte Hund oder das Gehacktesstippe mit Kartoffelbrei sind mehr als nur Speisen - sie sind Erinnerungen an die Kindheit, an Familientraditionen und an die Heimat.

So ist beispielsweise der Zeitzer Plattenhopser ein typisches Gericht aus Zeitz, das heute noch mit dem gleichen Rezept zubereitet wird, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Die Rezepte in diesem Buch sind daher nicht nur kulinarische Leckerbissen, sondern auch kulturelle Dokumente, die die Geschichte der Region aufschlüsseln. Sie zeigen, wie die Einwohner Sachsen-Anhalts ihre kulinarischen Traditionen bewahren und weitergeben.

Der Zeitzer Plattenhopser ist ein typisches Gericht aus der Region um Zeitz in Sachsen-Anhalt. Es handelt sich um einen Fladen, der traditionell auf einem Kohleherd gebacken wird. Der Name „Plattenhopser“ beschreibt nicht nur die Form des Gerichts, sondern auch das Geräusch, das entsteht, wenn der Teig auf dem heißen Herd platzt. Der Kohleherd ist entscheidend für das Aroma des Plattenhopser, da das Holz die Speisen mit einem milden Rauchgeschmack veredelt.

Ein weiteres Gericht, das in der Region Sachsen-Anhalt tief verwurzelt ist, ist der Schürzkuchen. Dieser Kuchen wird traditionell in Schmalz gebacken, wodurch er eine besondere Geschmacksnote erhält. Der Name „Schürzkuchen“ stammt vom Rezept, bei dem der Teig oft in Form eines Schürzens ausgerollt und gefüllt wird.

Ein weiteres Gericht, das in der Region Sachsen-Anhalt eine besondere Bedeutung hat, ist der Schokoladen-Keks-Kuchen „Kalter Hund“. Dieser Kuchen besteht aus Schokolade, Keksen und Schmalz, wodurch er eine besondere Geschmacksnote erhält.

Ein weiteres Gericht, das in der Region Sachsen-Anhalt eine besondere Bedeutung hat, ist das Gehacktesstippe mit Kartoffelbrei. Dieses Gericht besteht aus Hackfleisch, Gemüse und Kartoffelbrei, wodurch es eine besondere Geschmacksnote erhält.

Neben den Rezepten aus Sachsen-Anhalt wird im Buch Sachsen-Anhalt - Gerichte unserer Kindheit auch ein weiteres traditionelles Gericht vorgestellt: der Thüringer Detscher. Der Thüringer Detscher ist ein Kartoffelpuffer, der aus Kartoffeln, Eiern, Mehl und Salz besteht. Der Teig wird in einer beschichteten Pfanne ohne Fett ausgebacht und anschließend mit Butter, Zucker und Zimt bestreut.

Die Gerichte aus der Kindheit, die in Sachsen-Anhalt und den angrenzenden Regionen weitergegeben werden, sind mehr als nur kulinarische Speisen - sie sind kulturelle Dokumente, die die Geschichte der Region aufschlüsseln. Diese Gerichte sind oft eng mit der Kindheit vieler Menschen verbunden und erzählen Geschichten von Familientraditionen, regionalen Ressourcen und der kulturellen Vielfalt.

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