Bratwurst: Mehr als nur ein Lieblingsessen

Die Bratwurst ist in der Schweiz mehr als nur ein Gericht - sie ist ein Stück Heimat und Tradition. In diesem Artikel beleuchten wir die Bedeutung der Bratwurst als Lieblingsessen und werfen einen Blick auf die persönlichen Vorlieben bekannter Persönlichkeiten.

Eine leckere Bratwurst, serviert mit oder ohne Senf - eine Frage der Tradition.

Die Bratwurst im Herzen der Schweizer

Für viele Schweizer ist die Bratwurst ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Esskultur. Ob vom Grill, vom Marktstand oder aus der eigenen Küche - die Bratwurst ist vielseitig und beliebt.

Ein prominentes Beispiel für die Wertschätzung der Bratwurst ist Fredi Hugelshofer, der sagt: "Ohne Senf und ohne Brot. Dann kann man dafür eine zweite essen." Diese Aussage unterstreicht die unkomplizierte und ehrliche Art, wie viele Schweizer zu ihrem Lieblingsessen stehen.

Nicolas Senn und die Bratwurst

Auch der bekannte Musiker und Moderator Nicolas Senn hat eine klare Meinung zur Bratwurst: "Ohne natürlich - ausser ich bin ganz, ganz weit weg und es ist kein St. Galler dabei. Dann in Ausnahmefällen auch einmal mit Senf." Diese Aussage zeigt, wie regionale Traditionen und persönliche Vorlieben in der Schweizer Esskultur zusammenkommen.

Nicolas Senn, ein Verfechter der Schweizer Traditionen.

Einblicke in das Leben von Nicolas Senn

Um die Person hinter der Vorliebe für die Bratwurst besser zu verstehen, werfen wir einen Blick auf das Leben von Nicolas Senn. Senn trägt T-Shirt, Jeans und Turnschuhe und trinkt Kaffee.

Herr Senn, wir machen heute ein Frage-Antwort-Spiel: Ich stelle Ihnen in den nächsten 30 bis 45 Minuten möglichst viele Fragen - und Sie antworten möglichst schnell und spontan.

Heimat und Musik

In Romanshorn wuchs ich auf, mein Lebensmittelpunkt ist jedoch seit über zehn Jahren Gais. Als ich mit 19 an der HSG in St. Gallen anfing zu studieren, zog ich hierher - in das ehemalige Ferienhaus meiner Eltern.

Ich bin grundsätzlich offen gegenüber jeder Art von Musik und freue mich, dass ich mit meinen verschiedenen Formationen auch unterschiedliche Musikstile pflegen darf, aktuell zum Beispiel gerade Kombinationen mit Klassik oder Boogie-Woogie.

Smartphone-Nutzung und Vorsätze

Vor einem Jahr fassten Sie einen Vorsatz: Sie wollten weniger Zeit fürs ‹Grätli› aufwenden, also für Ihr Smartphone, dafür pro Tag mindestens eine halbe Stunde mehr für Ihre Instrumente. Hat es geklappt? Es hat so weit geklappt, dass der Vorsatz nach wie vor existiert.

Vor einem Jahr habe ich bei den von mir am meisten benutzten Apps Sperren eingesetzt, damit ich sie nicht länger als 15 bis 30 Minuten pro Tag benutzen kann. Gestern gab ich an der Musikschule St. Gallen während 90 Minuten Hackbrett-Unterricht. Am Abend, ich kam gegen halb elf Uhr nach Hause, übte ich dann noch eine halbe Stunde Hackbrett. Klavier habe ich nicht gespielt.

Die Coronapandemie und ihre Auswirkungen

Wegen der Coronapandemie wurden mir bisher über 80 Auftritte gestrichen. Ich löschte die gestrichenen Konzerte immer sofort aus meiner Handy-Agenda. Ich möchte nicht ständig daran erinnert werden, was heute wäre, wenn es das Virus nicht gäbe.

Wegen der Coronapandemie bewältigte ich mein Pensum an der Musikschule St. Gallen während der letzten Monate per Fernunterricht. An einem besonders schönen Tag installierte ich das Hackbrett inklusive Kamera in meinem Garten vor meinem Haus. Mit dem Effekt, dass die Nachbarn seither denken, ich sei total übergeschnappt.

Nicolas Senn während eines Auftritts mit seinem Hackbrett.

Dankbarkeit und Werte

Dankbarkeit ist etwas vom Wichtigsten im Leben überhaupt - gerade in der Schweiz. Wegen des Coronavirus droht uns zwar eine Wirtschaftskrise, aber gleichzeitig leben wir nach wie vor an einem wunderschönen Ort. Wir hatten einen wettermässig traumhaften Frühling, konnten fast jeden Tag draussen sitzen und die meisten Menschen in der Schweiz - anders als in vielen anderen Ländern - hatten jeden Tag genug zu essen.

Ich habe nichts dagegen, wenn über mich als Musiker oder Fernsehmoderator berichtet wird. Aber ich will nicht um jeden Preis in den Medien erscheinen. Ich verzichte lieber einmal, als dass es eine Homestory über mich gibt. Denn ich geniesse es, dass ich nach wie vor in den Boxershorts Rasen mähen kann und keine Angst haben muss, dass vor meinem Haus ein Reisecar voller Touristen einen Stopp einlegt.

Es gibt viele Menschen, die sagen: Wer so ab dem Schuss wohnt wie ich, muss seine Kinder in die Schule fahren. Aber ich hoffe nach wie vor, dass ein langer Schulweg auch eine gute Lebensschule sein kann.

Démonstration Hackbrett, Nicolas Senn, Appenzell 2013

Töfflitouren und Abenteuer

Seit mehreren Jahren unternehmen Sie jeweils im Sommer mit Freunden eine mehrtägige Töfflitour. Wohin fuhren Sie diesmal? Diesmal liessen wir uns mit dem Bus nach Montreux transportieren. Von dort fuhren wir querfeldein mit unseren Töfflis durch den Kanton Fribourg und danach weiter durch das Simmental, das Diemtigtal und das Entlebuch, bevor wir über die Ibergeregg im Kanton Schwyz nach einem kleinen Abstecher ins Toggenburg wieder daheim im Appenzellerland ankamen. Wir waren fünf Tage lang unterwegs.

Ich habe keine Ahnung von Motoren. Deshalb habe ich auch viel zu viel bezahlt, als ich vor einigen Jahren mein Töffli einem 14-Jährigen abgekauft habe. Er hatte behauptet, das Töffli sei in perfektem Zustand. Dem war leider nicht so. Ich musste dann nochmals eine Stange Geld in die Hand nehmen, damit es wieder richtig gefahren ist.

Begegnungen und Verwechslungen

Letzthin war ich jedoch in einem Laden, als mich eine ältere Frau angeschaut hat und ich gemerkt habe, dass es in ihrem Kopf zu rattern beginnt. Ich sagte ‹Grüezi› und lief weiter. An der Kasse stand ich dann hinter der Frau, als sie sich umdrehte und zu mir sagte: ‹Sie haben im Fall einen ganz bekannten Doppelgänger.› Ich lachte und sagte: ‹Ach ja …› Dann sagte die Frau: ‹Aber er ist noch etwas grösser als Sie.› Nach dem Zahlen ging ich zu der Frau hin, zeigte ihr meine Identitätskarte. Sie guckte mich an und sagte: ‹Ja, der heisst schon so, aber wie gesagt, er ist noch etwas grösser als Sie.›

Fredi Hugelshofer: Ein Leben im Thurgau

Auch Fredi Hugelshofer hat eine interessante Persönlichkeit und eine starke Bindung zu seiner Heimat. Wir haben dort extra ein Anwesen mit Pferdestall und Reitplatz gekauft, weil meine Tochter und meine Frau Western reiten.

Ich mag den Winter nur, wenn es ein richtiger Winter ist. Es soll kalt sein und Schnee haben. Ich habe schöne Erinnerungen daran, wie ich als Kind mit meinem Vater ins Toggenburg gefahren bin. Damals war es noch ein richtiger Winter, wie in Minnesota, wo ich sechs Monate 15 bis 20 Grad unter null, aber immer mit Sonne erlebte.

Fredi Hugelshofer, ein Thurgauer Original.

Gesundheit und Rituale

Etwa mit 70 habe ich mich entschieden, meine Gesundheit mehr zu bewahren. Ich gehe regelmässig ins Fitnessstudio, gehe Gassi mit dem Hund, bei gutem Wetter nehme ich das Velo. Ich habe gerne ein wenig Stress, so kann ich nachher mehr Gas geben.

Sobald ich am Morgen aufstehe, empfängt mich unser Hund freudig an der Tür des Schlafzimmers. Ausserdem trinke ich meinen Zitronensaft und trainiere meinen Rücken mit einer Art modernem Nagelbrett, dabei habe ich dann etwas Zeit zum Meditieren.

Kulinarische Vorlieben

Ich koche sehr gerne. Eine meiner Spezialitäten ist Pouletgeschnetzeltes an Noilly Prat mit Rosmarinkartoffeln und griechischem Gemüsegratin, dem sogenannten Tourlou, welcher Ratatouille ähnelt. Eigentlich überall, wo noch mit Freude und Herzblut gekocht wird. Zum Beispiel das Restaurant Gambrinus in Weinfelden.

Ich bin nicht so der Dessert-Typ. Lieber eine Käseplatte oder einen Espresso mit einem «Verteiler». Die hausgemachten Zwiebel-Käse-Wähen von meiner Mutter. Die gab es damals immer am Freitag.

Haustiere und Werte

Kylie, unser achtjähriges Springerspanielweibchen, ist eigentlich ein Jagdhund, aber ist ganz zufrieden wenn sie nicht jagen muss, oder selber gejagt wird. Und: sie liebt mich. Westernpferde. Sie sind nicht so nervig. Wir haben vier, ich liebe sie alle und fühle mich in ihrer Nähe wohl, reite aber selber nicht mehr.

Am ehesten mein Vater. Er übernahm als einfacher junger Mann die kleine Fuhrhalterei seines Vaters, musste dann aber seine Weiterbildung wegen dem Krieg abbrechen. Er hat von der Picke auf alles selber angepackt, und er respektierte alle Menschen.

Lebensmotto

Tun wir um Gottes willen etwas Mutiges! Ich selbst, bewaffnet mit einer gehörigen Prise Ironie. ... sie so sind, wie man es sich einst vorgestellt hat. Wenn sie ähnlich ticken wie ich, sie ihren eigenen Weg gehen. Dann hat sich alles gelohnt.

Die Bedeutung der Bratwurst

Die Bratwurst, ob mit oder ohne Senf, bleibt ein fester Bestandteil der Schweizer Kultur. Sie verbindet Menschen, Generationen und Regionen.

Die persönlichen Anekdoten von Nicolas Senn und Fredi Hugelshofer zeigen, dass die Bratwurst mehr ist als nur ein Gericht - sie ist ein Symbol für Heimat, Tradition und Lebensfreude.

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