Panhas Rezept: Ein Klassiker aus dem Ruhrgebiet

Panhas, auch bekannt als "Pfannenhase", ist ein traditionelles Gericht, das seinen Ursprung im Ruhrgebiet hat. Der Name leitet sich von der Farbe des Gerichts ab, die an Hasenfleisch erinnert. Es handelt sich um eine Art Pastete, die aus einer mit Buchweizenmehl angedickten Leber- und Blutwurstsuppe hergestellt wird. Ursprünglich wurde Panhas zubereitet, um übrig gebliebene klare Suppe aufzubrauchen. Die Gerichte waren damals so aufeinander abgestimmt, dass alle Zutaten verbraucht werden konnten.

Die Zubereitung von Panhas

Hier ist eine detaillierte Anleitung zur Zubereitung von Panhas:

Zutaten:

  • Zwiebeln
  • Speck
  • Klare Suppe
  • Leber- und Blunzen (Blutwurst)
  • Buchweizenmehl
  • Gemahlene Nelken
  • Majoran
  • Oregano
  • Salz
  • Frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitungsschritte:

  1. Zwiebeln und Speck gemeinsam in einem Suppentopf anbraten.
  2. Klare Suppe dazugeben und zum Kochen bringen.
  3. Leber- und Blunzen aus der Haut nehmen und in der klare Suppe aufwallen lassen.
  4. Buchweizenmehl unter durchgehendem Rühren in die Suppe geben.
  5. Die Suppe zehn Minuten lang machen und mit gemahlene Nelken sowie Majoran und Oregano würzen.
  6. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer kräftig abschmecken.
  7. Abkühlen lassen.
  8. Die Menge in einer Kastenform im Kühlschrank abkühlen und fest werden lassen.
  9. Vor dem Servieren in Scheibchen schneiden und in einer Bratpfanne von beiden Seiten anbraten.

Der Panhas wird am besten, wenn man dazu halb Rindfleisch, halb ziemlich fettes Schweinefleisch nimmt; jedoch kann man ihn sowohl von ersterem, als ebenso von letzterem schmackhaft kochen. Man koche das Fleisch recht weich, suche alle Knöchelchen vorsichtig heraus, schneide dasselbe in große Würfel, hacke es fein und lasse es mit der klare Suppe, welche durch ein Sieb gegossen wird, zum Kochen kommen. Darauf würze man es mit Nelken, Pfeffer, Salz und Neugewürz, streue unter fortwährendem Rühren so viel gutes Buchweizenmehl hinein, dass die Menge, nachdem das Mehl ausgequollen und der Panhas 1/2 bis 3/4 Stunde gekocht hat, recht steif wird und sich von dem Topfe löst. Darauf fülle man ihn in wohlgereinigte und im Herd ausgetrocknete irdene Schalen und bewahre ihn an einem abkühlen luftigen Orte.

Dieses ebenso vorteilhaft als angenehme Gericht für den täglichen Tisch kann zu jeder Zeit gemacht werden, und zwar sowohl von Rindfleisch als Schweinefleisch, selbst von gekochtem Suppenfleisch und einem zähen Braten, wobei dann ausreichend Speck mit feingehackt wird. Da man den Panhas, wenn er lange genug gekocht ist, im Sommer offenstehend an einem abkühlen, luftigen Orte 8, im Winter 14 Tage behalten kann, so ist er zugleich als Aushilfe zu empfehlen.

Nach dem Kochen wird er auf nachfolgende Weise gebraten: Man macht Butter bzw. gutes Fett in einer Bratpfanne heiß, schneidet den Panhas in Scheibchen von der Dicke eines kleinen Fingers, legt sie dicht aneinander und lässt sie unbedeckt auf beiden Seiten gelb und knusprig rösten; doch dürfen sie nicht austrocknen, müssen vielmehr inwendig weich bleiben.

Variationen und Beilagen

Dazu passen bspw. Grüne Bohnen mit Bratkartoffeln gehören zu den geliebtesten Kombinationen in der deutschen Küche. Es ist vielseitig zubereitbar, sowohl als Hauptgericht als auch als Ergänzung zu weiteren Komponenten wie Gemüse, Fleisch oder Salaten.

Hier sind einige kreative Varianten von Bratkartoffeln mit grünen Bohnen:

  • Salat: Frische, knusprige Bratkartoffeln mit kühlen Bohnen, Basilikumpesto und Feta.
  • Klassisch: Grüne Bohnen mit Bratkartoffeln und Panhas, gebraten mit Zwiebelringen in Butterschmalz.
  • Modern: Bohnen mit Nüssen, Kräutern und Rahmkartoffeln.
  • Schnell: Kartoffeln und Bohnen in einer Pfanne kombiniert mit Hackfleisch oder einer Bulette.
  • Gratin: Kartoffeln, Bohnen und Tomaten in einer Schichtform serviert und nach dem Backen eine leckere Käsekruste bilden.

Die Rezepte aus den Quellen zeigen, wie flexibel dieses Gericht ist und wie es sich sowohl vegetarisch als auch mit Fleisch servieren lässt. Es ist nahrhaft, sättigend und schmackhaft - ideal für Familienabende oder festliche Gelegenheiten.

Tipps und Tricks

  • Fleischauswahl: Der Panhas wird am besten, wenn man halb Rindfleisch, halb ziemlich fettes Schweinefleisch nimmt.
  • Lagerung: Wenn er lange genug gekocht ist, kann man den Panhas im Sommer offenstehend an einem abkühlenden, luftigen Ort 8 Tage, im Winter 14 Tage behalten.
  • Braten: Schneiden Sie den Panhas in Scheibchen von der Dicke eines kleinen Fingers, legen Sie sie dicht aneinander und lassen Sie sie unbedeckt auf beiden Seiten gelb und knusprig rösten.

Rezept für Steckrüben-Panhas

Hier ist ein besonderes Rezept für Steckrüben-Panhas:

Zutaten:

  • Steckrübe
  • Apfelessig
  • Kardamomsamen
  • Milch
  • Kerbel
  • Pumpernickel
  • Limettenschale
  • Olivenöl

Zubereitungsschritte:

  1. Die restliche Steckrübe schälen und in etwa 2 Zentimeter große Würfel schneiden (12 bis 16 Stück), diese in Salzwasser mit Apfelessig und Kardamomsamen kochen.
  2. Die Steckrübenschalen und den Rest der Steckrübe grob schneiden und in der Milch mit den Kardamomkapseln kochen, bis sie ganz weich sind, abschütten und die Milch auffangen.
  3. Die Steckrübe ohne Kardamomkapseln in der Küchenmaschine pürieren. Sollte das Püree zu fest sein, dann etwas von der beiseitegestellten Milch zugeben. Mit Salz würzen, bis zum Anrichten warmstellen.
  4. Die Butter schmelzen und den Kerbel zugeben. Den Panhas halbieren, mehlieren und entweder in der Fritteuse ausbacken oder in der Pfanne von beiden Seiten knusprig braten.
  5. Die Steckrübenwürfel mit Olivenöl und abgeriebener Limettenschale marinieren und etwas salzen.
  6. Das Steckrübenpüree auf der Tellermitte anrichten, die Würfel auf den Teller geben und mit dem Pumpernickel bestreuen. Den Panhas anrichten, einen Faden Kerbelbutter über die Steckrüben geben.

Panhas Mehlblutwurst

Lassen Sie es sich schmecken!

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