Kartoffelsalat ist ein absoluter Klassiker der deutschen Küche und eine wunderbare Beilage zu Grilladen. Viele kennen die Kombination mit dem Wienerschnitzel. Auch der Insalata Russia, wie man ihn gern in Tapasbars bekommt, ist ja eigentlich ein Kartoffelsalat. Dabei ist die beliebte Beilage nicht nur unglaublich lecker, sondern auch vielseitig.
Jeder Haushalt in Deutschland hat wahrscheinlich sein eigenes Rezept für den perfekten Kartoffelsalat. Doch wie wäre es mal mit ein bisschen Abwechslung? Hier kommen ausgefallene Rezepte mit der braunen Knolle.
Der schwäbische Kartoffelsalat ist einfach der Beste! Dieses Rezept gelingt immer.
Regionale Unterschiede beim Kartoffelsalat
Viele Leute haben eine feste Vorstellung davon, was ein Kartoffelsalat ist - für sie existiert nur diese einzige Variante. Dabei ist der Kartoffelsalat unfassbar vielseitig. Dass es "den einen" Kartoffelsalat nicht gibt, zeigt schon ein Blick auf die Deutschlandkarte. Während man im Norden eher zur cremigen Mayonnaise greift, bevorzugt man im Süden ein Dressing aus Essig, Öl und Brühe.
Mattias Roock ist mit der Mayo-Variante aufgewachsen. Im Norden Deutschlands ass man den Kartoffelsalat mit Mayonnaise. Um ihn nicht allzu schwer zu machen, kann man dabei einen Teil der Mayo mit Joghurt oder Sauerrahm ersetzen. Inzwischen lebt er aber im Süden der Schweiz und hat zur Variante mit Öl und Essig gewechselt.

Die richtige Zubereitung: So gelingt der perfekte Kartoffelsalat
Die Wahl der Kartoffelsorte
Festkochende Kartoffeln sind die Basis eines jeden Kartoffelsalats. Es müssen festkochende Kartoffeln sein. Inzwischen steht im Supermarkt der Vermerk «Salatkartoffeln» meist auch auf der Verpackung. Die Kartoffelsorte ist entscheidend, denn die Sorten unterscheiden sich in Geschmack, Konsistenz und Farbe. Die Blogger bevorzugen für einen Kartoffelsalat die festkochende Belana oder Annabelle.
Die Welt geht nicht unter, wenn man mal eine mehligkochende Sorte verwendet, aber der Salat zerfällt dann gerne und gleicht möglicherweise eher einem kalten Kartoffelstock. Wer eine mehligkochende Kartoffel warm zum Salat anmacht, erhält eine breiige Konsistenz. Wünscht man hingegen Scheiben, sollte man vorwiegend festkochende Kartoffeln nehmen und sie vor der Weiterverarbeitung abkühlen lassen.
Die richtige Kochzeit
Die Kartoffeln im Salat sollen eine gewisse Bissfestigkeit behalten. Deshalb gönnt ihnen lediglich 15 bis 20 Minuten Kochzeit. Um zu kontrollieren, ob die Kartoffeln schon gar sind, einfach mit einem spitzen Messer in eine grosse Kartoffel stechen. Gleitet es sanft hinein und problemlos wieder heraus, sind die Kartoffeln bereit. Das Kochwasser muss man am besten ganz leicht salzen. So platzen die Kartoffeln nicht auf.
Kartoffeln immer mit Schale kochen. Sonst verkleistert die Stärke, die in der Kartoffel steckt. Das kann dazu führen, dass der Salat schleimig wird.
Das Schälen der Kartoffeln
Das Schälen der Kartoffeln im heissen Zustand ist eine mühsame Sache. Erstens müssen die Kartoffeln ja nicht ganz heiss sein - man sollte sie einfach nicht kalt abschrecken. Und zweitens darf man sich ruhig an den Grundsatz meiner Oma halten: Viele Hände, schnelles Ende!
Die Zubereitung des Dressings
Nicht jede Salatsauce eignet sich für Kartoffelsalat. Verzichtet bei der Sauce ausnahmsweise auf geschmackvolle Öl- und Essigsorten wie Olivenöl oder Balsamico. Die Stars des Gerichts sind die Kartoffeln! Verfeinert eure Sauce anschliessend mit etwas Pfeffer, Salz und Senf. Für eine mildere Sauce fügt noch etwas Mayonnaise oder Joghurt hinzu.
Ich bin da sehr klassisch und verwende guten Weissweinessig und ein Pflanzenöl, also Raps- oder Sonnenblumenöl.
Weitere Zutaten und Tipps
- Fügt zu eurem Kartoffelsalat etwa zwei Esslöffel Zwiebeln hinzu. Wer es lieber bunt und mild mag, nimmt Schalotten, sonst eignen sich normale weisse Zwiebeln. Rote verfärben den Salat, und Frühlingszwiebeln sind fast zu elegant.
- Mit Kräutern lässt sich experimentieren. Dill passt wunderbar zu Kartoffeln. Genauso gut wie Kresse, Basilikum, Bärlauch oder Liebstöckel. Die Kräuter sollten allerdings erst kurz vor dem Servieren dazugegeben werden. So bleiben sie länger frisch.
- Man kann für einen Salat die Kartoffeln auch anbraten - das ergibt tolle Röstaromen.
Rezept für klassischen Kartoffelsalat
Zutaten (4 Portionen)
- 1 kg festkochende Kartoffeln
- 1,5 dl Wasser
- 1 Bouillonwürfel
- 1 Zwiebel, gehackt
- 4 EL Weissweinessig
- 1 EL Senf
- 2 EL Mayonnaise
- 3 EL Joghurt nature
- 2 EL Rapsöl
- 3 EL Schnittlauch, fein geschnitten
- etwas Salz
- etwas Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung
- Kartoffeln etwa 15 bis 20 Minuten garen. Mit kaltem Wasser abschrecken.
- Die Kartoffeln am besten noch warm schälen und in Scheibchen schneiden. Die Scheiben eine Schüssel geben.
- Eineinhalb Deziliter Wasser mit dem Bouillonwürfel und der Zwiebel aufkochen. Weissweinessig hinzufügen.
- Das Ganze auf die Kartoffelscheiben geben. Etwa 30 Minuten ziehen lassen. Zwischendurch immer mal wieder alles schwenken.
- Senf, Mayo, Joghurt und Rapsöl vermischen. Mit Vorsicht unter die Kartoffel rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Schnittlauch anrichten.
Variationen
Für mehr Abwechslung sind folgend einige Zutaten gelistet, mit denen ihr den Salat verfeinern könnt:
- Speckwürfel
- Schnittlauch oder andere Kräuter
- Essiggurkenscheiben
- Salatgurkenscheiben
- Zucchetti
- Radieschen
- Rüebli
- hartgekochte Eier
Häufige Fehler vermeiden
Beim Mischen der Salatsauce ist Fingerspitzengefühl gefragt. Alle Kartoffeln sollen mit der Sauce in Kontakt kommen, aber dabei nicht zermatscht werden. Wer besonders vorsichtig sein will, gibt Salat und Sauce in eine grosse Schüssel und kippt die Mischung um 180 Grad in einen Pfannendeckel und wieder zurück. Wiederholt diesen Prozess einige Male und der Salat ist gemischt.
Beim Servieren gibt es keinen Grund zur Eile, es sei denn, ihr mögt lauwarmen Kartoffelsalat. Ideal sind aber gekochte Kartoffeln vom Vortag. Das Schälen wird zwar etwas mühsamer, wenn die Kartoffeln bereits abgekühlt sind, dafür verbrennt man sich nicht die Finger dabei.
Falls ihr euer Salat über Nacht im Kühlschrank stehen gelassen und die Sauce bereits hinzugefügt haben, werft vor dem Servieren nochmals einen Blick auf den Salat. Es kann gut sein, dass er etwas trocken geworden ist. Dann einfach etwas Bouillon dazu geben und nochmals mischen.
Solltet ihr doch einmal zu viel Salat zubereitet haben, hütet euch davor, ihn einzufrieren. Die Kartoffeln werden dadurch unangenehm süsslich und matschig in der Konsistenz.
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 350 kcal |
| Fett | ca. 20g |
| Kohlenhydrate | ca. 35g |
| Eiweiss | ca. 5g |
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