McDonalds Regenbogen Pommes: Ein Zeichen der Unterstützung auf dem Weg zur Elternschaft

Die Geschichte der "Regenbogen Pommes" bei McDonalds ist eng mit den Erfahrungen von Paaren verbunden, die sich einer künstlichen Befruchtung (IVF) unterziehen. Dieses Phänomen hat sich insbesondere in der Online-Community verbreitet, wo es als Zeichen der Unterstützung und Solidarität dient.

Die norwegischen Influencerinnen nehmen ihre Millionen-Community mit auf ihre Reise durchs Leben - so auch auf dem Weg, schwanger zu werden. Sie machen Content zu Lifestyle-Themen, zeigen die eigenhändige Renovation ihres 352 Quadratmeter grossen Hauses, nehmen ihre Community mit zum Sport und versuchen, ihnen ein gesundes Verhältnis zu ihrem Körper beizubringen.

Seit letztem Jahr dokumentiert das Paar ausserdem seine Reise mit der künstlichen Befruchtung (IVF). Nach mehreren Versuchen gelang die Befruchtung - nun ist ihr Baby da. Ihrer Community gewährten die beiden mit mehreren Schwarzweissbildern einen intimen Einblick in ihre Hausgeburt. Unter dem Beitrag gratulieren viele Fans. Wann genau der Junge zur Welt kam, verraten die Neu-Mamis nicht.

In der Vergangenheit erzählte Julie aber, dass sie Content vorproduzieren würde, um die erste Zeit im Wochenbett zu geniessen. Den Namen des «Fry», wie sie das Baby liebevoll nennen, werden sie nicht öffentlich nennen - sein Spitzname (also «Pommes») kommt allerdings von der Tradition, nach einem Versuch mit IVF Pommes Frites von McDonalds zu essen. Viele ihrer Followerinnen schickten der 27-Jährigen Fotos von sich beim Pommes Essen, um das Paar beim Transfer zu unterstützen.

Dieses Ritual des Pommes-Essens hat sich zu einer Art Glücksbringer für Paare entwickelt, die sich einer IVF unterziehen. Es ist ein Symbol der Hoffnung und des Zusammenhalts in einer oft schwierigen und emotionalen Zeit.

Fortpflanzungsmedizin in der Schweiz

Die Inanspruchnahme der Fortpflanzungsmedizin ist in der Schweiz weit verbreitet. Jährlich nehmen rund 3000 Paare fortpflanzungsmedizinische Behandlungen in Anspruch. Die beiden häufigsten in der Schweiz durchgeführten Verfahren sind die Insemination und die In-vitro-Fertilisation (IVF) mit anschliessendem Embryotransfer in die Gebärmutter.

  • Insemination: Hierbei werden Samenzellen mit einem Hilfsmittel in die Gebärmutter eingebracht.
  • In-vitro-Fertilisation (IVF): Dies bezeichnet die Befruchtung einer Eizelle mit einer Samenzelle ausserhalb des Körpers.

Infolge der Annahme der Gesetzesvorlage «Ehe für alle» haben ab dem 1. Juli 2022 neu weibliche Ehepaare Zugang zur Samenspende. Bisher war dieser verschiedengeschlechtlichen Paaren vorbehalten.

Persönliche Erfahrungen und "Regenbogen-Babys"

Julie und Camilla mussten eine Fehlgeburt durchstehen. Das Paar hat sich für die erste Schwangerschaft entschieden, eine befruchtete Eizelle von Camilla bei Julie einzusetzen. Für das nächste Baby wollen die Frauen tauschen: Camilla soll eine befruchtete Eizelle von Julie erhalten. Wer der Samenspender ist, ist nicht bekannt. Klar ist, dass es derselbe Mann bei beiden Kindern sein soll.

Ende 2022 erlitt Julie eine Fehlgeburt, weil sich der Embryo nicht genügend entwickelte und der HCG-Wert, der Hinweis darauf gibt, ob die Schwangerschaft normal verläuft, stagnierte. Das Paar teilte seine Zweifel und Ängste bezüglich eines neuen Versuchs mit IVF mit ihren Fans auf Social Media. Für ihren Mut beim zweiten Versuch erhielten sie viel Unterstützung durch ihre Community. Dieser klappte schliesslich und Julie verkündete im Januar dieses Jahr mit einem positiven Schwangerschaftstest die frohe Botschaft.

Aufgrund der Vorgeschichte spricht das Paar auch von einem «Regenbogen-Baby» - nicht, weil sie ein lesbisches Paar sind, sondern weil Babys, die nach einer Fehlgeburt oder einer Totgeburt kommen, so genannt werden.

Die Unterstützung durch die Community, symbolisiert durch das gemeinsame Essen von McDonalds Pommes, spielt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der emotionalen Herausforderungen, die mit einer IVF-Behandlung verbunden sind.

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