Lasagne, ein Gericht, das aus dem Ofen direkt auf den Tisch kommt, ist bei vielen beliebt. Diese italienische Spezialität, eine raffinierte Schichtung aus Pasta, Parmesan, kräftiger Bolognese- und sämiger Béchamelsauce, verführt schon lange vor dem Servieren mit ihrem Duft. Buon appetito!

Auf die Schichten kommt es an!
Lasagne ist eine perfekte Kombination aus Pasta-Blättern, Sauce Bolognese, Käse und Béchamelsauce, die nicht nur Comic-Kater Garfield begeistert, sondern auch Kinder und Erwachsene gleichermaßen entzückt! Lasagne (Einzahl: Lasagna) ist eigentlich der Name für breit gewalzte «Blätter» aus Hartweizenteig, doch im Volksmund ist damit das Gericht an sich gemeint. Die bekannteste Lasagne-Variation ist wohl die «alla bolognese», die ihren Ursprung in der Emilia-Romagna im nördlichen Italien hat.
Natürlich hat jede italienische Nonna ihr eigenes, wohl gehütetes Geheimrezept für die beste Lasagne. Das klassische «ragù alla bolognese» ist eine feine Sauce aus gehacktem Rindfleisch (oder Dreierlei), Tomaten, Sellerie und Rüebli. Sie wird lagenweise mit frisch geriebenem Parmesan (Parmigiano Reggiano), Béchamelsauce und Lasagne-Blättern in eine Auflaufform gefüllt und im Ofen überbacken.
Die perfekte Lasagne – Chefkoch in Florenz verrät Rezept
Hier findest du die besten Lasagne-Rezepte zum Schwelgen und Genießen. Buon appetito!
Die Herkunft des Namens
Die Herkunft des Begriffs «lasagna» ist ungewiss und wird abenteuerlich interpretiert: Etymologen sehen eine Verbindung zum lateinischen Wort «lasanum», das Nachttopf bedeutet. Es wird aber vermutet, dass dieser «Nachttopf» als Kochgeschirr verwendet wurde und die Bedeutung des Wortes dann vom verwendeten Gefäss auf das Gericht Lasagne überging. Eine andere mögliche Herkunft ist auch das lateinische Wort «laganum», die Bezeichnung für einen flachen Fladen aus Mehlteig.
Sicher ist, dass die Bewohner des antiken Italiens keine Lasagne mit Hackfleisch und Tomatensauce kannten, da Tomatenkulturen auch bei unserem südlichen Nachbarn erst im 19. Jahrhundert angelegt wurden.
Variationen der Lasagne
Es gibt in Italien sehr viele Lasagne-Variationen. In Venetien gibt es sogar eine Füllung aus geschmolzener Butter und Mohnsamen! Im Süden Italiens, in der Basilicata, serviert man Lasagne e Ceci, Lasagne mit Kichererbsen.
Lasagne al tonno
Eine kreative Lasagne-Variation mit mediterranen Einflüssen, die nach Sommer schmeckt.
Lasagne alle verdure
Mit dieser Gemüse-Lasagne lassen sich nicht nur Vegi-Fans begeistern! Sie enthält eine schmackhafte Pilz- und Zucchini-Füllung.
Ideal für Vegi-Varianten
Vegetarier kommen bei Lasagne keinesfalls zu kurz. Gerade im Spätsommer lassen sich mit Auberginen, Zucchini, Peperoni, Fenchel oder Pilzen herrliche Vegi-Varianten zubereiten. Verfeinern kann man das Ganze durch die Zugabe von Gorgonzola, Kapern und frischen Kräutern. Auch hier gilt: Immer genug Flüssigkeit beigeben und schichtweise arbeiten, das heißt eine Lage Pilzfüllung, eine Lage Zucchinifüllung - und zuoberst immer geriebenen Käse!
Man kann die Lasagne-Blätter auch durch dünn geschnittene Auberginen, Zucchini oder Rüebli ersetzen und mit verschiedenen Saucen in eine Auflaufform schichten und überbacken.
Pastateige: Mit und ohne Ei
Selbst gemachter Pastateig macht die Lasagne zu einer ganz besonderen Spezialität. Ob man den Teig mit oder ohne Eier zubereitet, ist Geschmackssache. Veganer und Allergiker schätzen den Nudelteig ohne Eier, und auch Zöliakie-Betroffene müssen nicht auf Lasagne verzichten: Pastateig lässt sich auch glutenfrei zubereiten.
Die selbst gemachten Pastateigblätter können frisch und ohne Vorkochen für eine Lasagne verwendet werden. Sie eignen sich aber auch zum Tiefkühlen, so hat man immer einen Vorrat griffbereit: Lasagneblätter lose direkt auf ein Backpapier legen und sofort tiefkühlen. Haltbarkeit: ca. 2 Monate.
Lasagne vorbereiten leicht gemacht
Hier sind einige Antworten auf häufige Fragen zum Thema Lasagne und Gratin:
- Kann ich eine Lasagne am Vortag zubereiten? Ja: Lasagne ofenfertig zubereiten. Lasagne zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren und in den kalten Ofen schieben. Gratinieren: ca. 45 Min. in der Mitte des auf 200 Grad vorgeheizten Ofens.
- Kann ich eine Lasagne oder einen Gratin im Voraus machen und tiefkühlen? Ja: Die fertig eingeschichtete Lasagne lässt sich gut ausgekühlt und verpackt tiefkühlen. Bitte beachte, dass Porzellanformen keinen Hitzeschock vertragen. Nach dem Tiefkühlen die Lasagne über Nacht im Kühlschrank auftauen und dann aufgetaut nach Rezept im Backofen gratinieren. Alternative: Eine Backform aus Metall benutzen.
- Kann ich Milchprodukte auch durch laktosefreie Produkte ersetzen? Ja, dies ist sehr gut möglich.
- Kann ich Lasagne oder einen Gratin auch am Morgen machen, den Backofen programmieren und die Lasagne im Ofen bis zum Programmstart lagern? Ja und Nein: Generell sollen zimmerwarme Speisen nicht länger als ca. 2 Stunden im Backofen warten, bis das Programm gestartet wird. Werden tiefgekühlte Speisen programmiert und gebacken, kann sich die Zeit bis auf ca. 6 Stunden erhöhen.
Bettys Schöpftrick! Lass die gebackene Lasagne auf einem Gitter ca. 5 Min. ruhen. Dadurch saugen die Teigblätter die Restflüssigkeit auf, so lässt sich die Lasagne in schöne Stücke schneiden und einfacher schöpfen.
Für eine süße, warme Lasagne füllt man eine feine Eier-Quark-Mischung und Beeren zwischen Pastateig-Lagen und überbäckt das Ganze dann auch im Ofen. Pastateig eignet sich ebenso für süße Speisen: Früchtewürfel in rahmiger Quarkmasse lasagneartig in einer Form einschichten - fertig ist die süße Lasagne!
Was tun, wenn die Sauce zu flüssig ist?
Wenn die Lasagnesauce zu flüssig ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sie zu verdicken:
- Einkochen: Lassen Sie die Sauce bei niedriger Hitze weiter köcheln, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
- Speisestärke: Rühren Sie etwas Speisestärke mit kaltem Wasser an und geben Sie die Mischung in die Sauce. Lassen Sie die Sauce kurz aufkochen, damit die Stärke binden kann.
- Mehlschwitze: Bereiten Sie eine Mehlschwitze aus Butter und Mehl zu und rühren Sie diese in die Sauce. Lassen Sie die Sauce anschließend 15 Minuten köcheln, um den mehligen Geschmack zu verlieren.
Ein wenig Rahm macht die Sauce ebenfalls sämiger. Und ganz puristisch, aber ebenso effektiv: die Sauce eine Weile einkochen lassen. Je mehr Wasser verdampft, umso dickflüssiger wird die Sauce.
Die perfekte Bolognese: Tipps für die Zubereitung
Für eine hausgemachte Lasagne ist eine gut zubereitete Bolognese-Sauce unerlässlich. Hier sind einige Tipps, um sicherzustellen, dass die Sauce die richtige Konsistenz hat:
- Langes Einkochen: Die Bolognese-Sauce sollte keinesfalls zu flüssig werden, da dies das Schöpfen der Lasagne erschwert. Langes Einkochen hilft, die Sauce zu verdicken.
- Fleischwahl: Verwenden Sie eine Mischung aus Schweine- und Rindfleisch. Das fetthaltigere Schweinefleisch sorgt für einen intensiveren Geschmack und mehr Feuchtigkeit.
- Kochzeit: Je länger die Sauce köchelt, desto besser. Viele Hobbyköche lassen die Bolognese mindestens fünf Stunden köcheln, damit das Fleisch den tomatigen Geschmack annimmt und zarte wird.
Grundsätzlich gilt aber: je länger, desto besser. Deshalb schwören viele Hobbyköche darauf, die Bolognese mindestens fünf Stunden köcheln zu lassen. Der Grund dafür: So nimmt das Fleisch nicht nur den tomatigen Geschmack an und umgekehrt, sondern auch allfällige zähe Fleischteile werden zart und die Sauce homogener.
Lasagneblätter vorkochen oder nicht?
Die Frage, ob Lasagneblätter vor dem Verwenden gekocht werden müssen, spaltet die Gemüter. Hier sind die Vor- und Nachteile:
- Vorkochen: Wenn die Blätter nicht vorgekocht werden, können sie die Lasagne zu trocken machen, da sie die Flüssigkeit aus den anderen Schichten aufsaugen.
- Blanchieren: Eine gute Methode ist das Blanchieren der Blätter. Legen Sie sie vor der Zubereitung für einige Minuten in kochendes Wasser, tropfen Sie sie ab und verwenden Sie sie dann.
- Fertige Blätter: Viele Hersteller bieten Blätter an, die nicht vorgekocht werden müssen. Diese müssen in der Lasagne aber unbedingt restlos von Flüssigkeit überdeckt sein.
Zu weich sollten die Blätter allerdings auch nicht sein, sonst verwandelt sie sich die Lasagne am Ende noch in einen flüssigen Brei.
Zutaten für Extra-Geschmack
Um Ihrer Lasagne eine besondere Note zu verleihen, können Sie bei den Zutaten kreativ werden:
- Fleisch: Ersetzen Sie das Hackfleisch durch kleingeschnittene Rindfleischwürfel für mehr Biss.
- Speck: Fügen Sie dem Hackfleischgemisch Speckwürfel für eine rauchige Note hinzu.
- Pilzsauce: Ersetzen Sie die Béchamelsauce durch eine sämige Pilzsauce. Achten Sie darauf, dass diese nicht zu stark gesalzen ist.
- Käse: Variieren Sie den Käse, indem Sie eine Mischung aus Mozzarella und Ricotta verwenden, um die Lasagne herrlich cremig zu machen.
Anstatt nur Parmesan zu verwenden, kann man den Käse auch variieren. So werden Geschmack und Konsistenz der Lasagne fein beeinflusst. Besonders beliebt ist eine Käsemischung aus Mozzarella und dem Frischkäse Ricotta. Die Lasagne wird dadurch herrlich cremig.
Die Rolle der Gewürze in der Lasagne
Die Gewürze spielen eine zentrale Rolle in der Lasagne. Sie verleihen dem Gericht Tiefe und Komplexität. Ohne die richtigen Gewürze bleibt die Lasagne flach und langweilig. Oregano ist ein Klassiker der italienischen Küche. Diese Gewürze harmonieren perfekt miteinander und sorgen dafür, dass jede Schicht der Lasagne ihren eigenen, einzigartigen Geschmack hat.
Die Tomatensauce ist das Herzstück jeder Lasagne. Eine gut gewürzte Tomatensauce kann den Unterschied zwischen einer guten und einer grossartigen Lasagne ausmachen. Verwenden Sie frische Tomaten oder hochwertige Dosentomaten. Knoblauch und Zwiebeln sind die Basis für eine aromatische Tomatensauce. Neben den klassischen Kräutern wie Oregano und Basilikum können Sie auch eine Prise Zucker hinzufügen, um die Säure der Tomaten auszugleichen. Lassen Sie die Sauce bei niedriger Hitze köcheln, damit sich die Aromen entfalten können.
Klassisches Lasagnerezept mit Gewürzen
Ein klassisches Lasagnerezept ist ein Muss für jeden Liebhaber der italienischen Küche. Mit den richtigen Gewürzen wird Ihre Lasagne zu einem echten Geschmackserlebnis. In einer grossen Pfanne das Hackfleisch anbraten, bis es braun ist. Tomatenmark einrühren und kurz mitbraten. Dosentomaten und Rotwein hinzufügen und die Sauce bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis sie eingedickt ist. In einem separaten Topf die Butter schmelzen. Das Mehl einrühren und kurz anschwitzen. Nach und nach die Milch hinzufügen und dabei ständig rühren, bis eine glatte Bechamelsauce entsteht. Eine Auflaufform einfetten und eine Schicht Lasagneblätter auf den Boden legen. Eine Schicht Fleischsauce darauf verteilen, gefolgt von einer Schicht Bechamelsauce. Mit geriebenem Mozzarella und Parmesan bestreuen. Diesen Vorgang wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind.
Mit diesem Rezept und den richtigen Gewürzen wird Ihre Lasagne zu einem echten Highlight.
Schritt-für-Schritt Anleitung
Zutaten für eine Lasagne für 4 Personen:
- Etwa 750 Gramm Bolognese-Sauce
- Ungefähr 10 Lasagneblätter
- 200 Gramm Béchamelsauce
- 150 Gramm Parmesan zum Bestreuen
- Gewürze nach Lust und Laune
Anleitung:
- Bolognese-Sauce zubereiten und gegebenenfalls andicken.
- Béchamelsauce zubereiten.
- Lasagneblätter vorbereiten (vorkochen oder blanchieren).
- Auflaufform mit etwas Béchamelsauce ausstreichen.
- Lagenweise Bolognese-Sauce, Lasagneblätter und Béchamelsauce in die Form schichten.
- Mit einer Schicht Béchamelsauce abschließen und mit Parmesan bestreuen.
- Im vorgeheizten Ofen bei 170°C ca. 40-45 Minuten backen.
Mit diesen Tipps und Tricks gelingt Ihnen garantiert eine köstliche Lasagne, egal ob die Sauce zu flüssig geraten ist oder nicht.
## Tabelle: Tipps und Tricks für die perfekte Lasagne| Problem | Lösung |
|---|---|
| Sauce zu flüssig | Einkochen, Speisestärke oder Mehlschwitze verwenden |
| Lasagneblätter zu trocken | Lasagneblätter vorkochen oder blanchieren |
| Geschmack verbessern | Fleisch variieren, Speck hinzufügen, Käse mischen |
| Zeitersparnis | Fertigsaucen verwenden |
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