Kassler, ein traditionelles Gericht der deutschen Küche, erfreut sich aufgrund seiner Vielseitigkeit und seines charakteristischen Geschmacks großer Beliebtheit. Es vereint die deftige Note des Kasslers mit dem herzhaften Geschmack der Bohnen und der cremigen Konsistenz, die durch Einbrenne oder Soßenbinder entsteht. In diesem Artikel werden verschiedene Rezepte und Zubereitungsmethoden vorgestellt, basierend auf den Quellen, die im Rahmen der Recherche gesammelt wurden.

Was ist Kassler?
Kassler ist gepökeltes und geräuchertes Schweinefleisch, traditionell aus der Rippe oder dem Nacken. Der Ursprung des Namens liegt nicht in der Stadt Kassel, sondern geht auf einen Berliner Fleischermeister namens Cassel zurück, der im 19. Jahrhundert die Methode der Haltbarmachung durch Pökeln und Räuchern entwickelte. Das Pökeln schützt das Fleisch vor Verderb, während das Räuchern ihm sein unverwechselbares Aroma verleiht.
Ewig nicht mehr gegessen: Lecker Kasslerbraten mit Soße. Omas Rezept
Klassische Zubereitung von Kassler
Die klassische Zubereitung von Kassler beinhaltet das Schmoren mit Sauerkraut. Hierbei wird das Kasslerfleisch auf dem Sauerkraut platziert und zugedeckt bei geringer Hitze für etwa 30 Minuten geschmort. Die Garzeit richtet sich dabei nach der Garzeit der Kartoffeln, die oft als Beilage serviert werden. Um ein saftiges und zartes Ergebnis zu erzielen, empfiehlt es sich, das Kassler vor dem Kochen kalt abzuspülen und mit Küchenpapier abzutupfen.

Weitere Zubereitungsarten:
- Kassler-Braten mit Sauce: Ein Rezept beinhaltet das Anbraten des Fleisches, das anschließende Schmoren in einem Topf mit Zwiebeln, Apfelstücken, Apfelsaft, Lorbeerblättern und Wacholderbeeren.
- Zubereitung in Biertunke: Das Kassler wird mit einem Liter Bier geschmort.
- Im Backofen: Ein Rezept empfiehlt, das Kasslerstück großzügig mit Pfeffer aus der Mühle zu würzen oder mit Senf einzureiben, bevor es für 55 bis 60 Minuten im Backofen gegart wird. Die Kerntemperatur sollte dabei 55°C betragen.
Kassler ist ein vielseitiges Fleisch, das sich gut mit verschiedenen Beilagen kombinieren lässt. Neben Sauerkraut und Grünkohl eignet es sich auch für Aufläufe, Eintöpfe oder als Aufschnitt. Dünn geschnittene Kasslerscheiben können auf Brot mit Radieschen, Gewürzgurken und Senf serviert werden.
Kassler mit grünen Bohnen: Ein traditionelles Rezept
Kassler mit grünen Bohnen ist ein klassisches Rezept, das in verschiedenen Regionen Deutschlands und auch in der Nachbarschaft Polens eine lange Tradition hat. Es vereint die deftige Note des geräucherten Schweinebauchfleischs mit dem herzhaften Geschmack der grünen Bohnen, ergänzt oft durch Kartoffeln oder andere Gemüsesorten. Besonders hervorgehoben wird das traditionelle Rezept aus der Niederlausitz, das von einer 92-jährigen Oma weitergegeben wurde.

Das Rezept aus der Niederlausitz von Oma Lotti
Das Rezept aus der Niederlausitz, wie es von Oma Lotti weitergegeben wurde, ist ein typisches Beispiel für einen herzhaften Eintopf, der in der Region einst als Grundnahrungsmittel galt. Das Kassler wird mit 2 Litern Wasser und einem Teelöffel Salz in einen großen Topf gegeben und leicht köcheln gelassen. Die Garzeit variiert je nach Größe des Kasslerstücks, Stärke des Rauchgeschmacks und der gewünschten Weichheit des Fleisches. In der Zwischenzeit werden die Kartoffeln geschält und in kleine Würfel geschnitten. Die grünen Bohnen werden gewaschen, geputzt und in kleine Stücke geschnitten. Nachdem das Kassler aus der Brühe genommen wurde, werden die Bohnen und Kartoffeln in die Brühe gegeben und für etwa 20 Minuten gekocht. In einer Pfanne wird die Butter geschmolzen, und das Mehl wird darin unter ständigem Rühren dunkelbraun geröstet. Der Einbrenne ist entscheidend für die cremige Konsistenz und das Aroma des Eintopfs.
Leichte Variante: Bohnengemüse mit Kasseler
Für eine leichtere Variante, die dennoch den Geschmack der Kombination aus grünen Bohnen und Kasseler bewahrt, eignet sich das Rezept „Leichtes Bohnengemüse mit Kasseler“, das von einem Supermarktkettenrezept stammt. Die Kirschtomaten werden gewaschen und halbiert. Der Stielansatz wird entfernt. Die Knoblauchzehe wird geschält und fein gewürfelt. In einer Pfanne wird Olivenöl erhitzt, und der Knoblauch sowie die Frühlingszwiebeln werden darin angeröstet. Danach werden die Bohnen, Kirschtomaten, Bohnenkraut und Essig hinzugefügt und alles durchgeschwenkt. Die Kasseler Koteletts werden serviert mit dem Bohnengemüse. Der Essig gibt dem Gericht eine leichte Säure, die das Aroma betont.
Schnelle Kasselerpfanne mit grünen Bohnen
Ein weiteres Rezept, das sich besonders gut für die schnelle Herstellung eignet, ist die „Kasselerpfanne mit grünen Bohnen“. Die Bohnen werden in kochendem Salzwasser ca. Die Kartoffeln werden geschält und gewaschen. Das Kasseler wird in Streifen geschnitten und zu den Kartoffeln gegeben. Die Gemüsebrühe wird hinzugegeben, die Pfanne wird abgedeckt, und die Mischung wird 10 Minuten gekocht. Die Kasseler und Bohnen werden in die Soße gegeben und erwärmt. Der Soßenbinder sorgt für eine cremige Konsistenz. Cremefine ist eine leichte Soßenbasis, die gut für die Konsistenz sorgt.
Tipps zur Zubereitung
- Grüne Bohnen sollten vor der Zubereitung gründlich gewaschen und geputzt werden.
- Kartoffeln sollten geschält und in kleine Würfel geschnitten werden.
- Kassler sollte vor dem Braten oder Schmoren in Streifen oder Würfel geschnitten werden.
- Die Einbrenne ist ein traditionelles Bindemittel, das aus geröstetem Mehl besteht. Es verleiht dem Gericht eine cremige Konsistenz und einen herzhaften Geschmack. Moderne Rezepte bevorzugen oft Soßenbinder, die im Handel erhältlich sind.
- Kassler benötigt etwa 1 bis 2 Stunden, um weich zu werden.
- Grüne Bohnen kochen in etwa 8 bis 10 Minuten bissfest.
- Kartoffeln benötigen etwa 20 Minuten zum Garen.
Weitere Rezeptideen mit Kohl
Im Herbst und Winter ist die Zeit für leckeren, gesunden Kohl. Gerade zur kalten Jahreszeit schmecken die Gerichte einfach herrlich und wärmen dich von innen. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten ist Kohl als Gemüse sehr beliebt, denn er liefert reichlich Vitamin C.

- Grünkohl: Punktet mit dem höchsten Gehalt an wertvollem Eiweiss und einem hohen Anteil an Senfölen.
- Weisskohl: Eignet sich mit seinen festen grün-weissen Blättern hervorragend für Kohlrouladen, deftige Eintöpfe und Salate.
- Rotkohl: Ein Klassiker zum Weihnachtsessen und wird meist noch mit Äpfeln, Pflaumen oder Orangen verfeinert.
- Blumenkohl: Lässt sich vielseitig zubereiten und schmeckt als Auflauf, im Eintopf, gegrillt und gedünstet.
- Wirsing: Begeistern mit kräftigem Geschmack und lässt sich vielseitig verwenden, ob als Rohkost im Frühjahr und Sommer oder als Eintopf und Kohlroulade im Herbst und Winter.
- Brokkoli: Hat kaum Kalorien, dafür viele gesunde Inhaltsstoffe und sollte deinen Speisezettel öfter bereichern.
Kartoffel-Sauerkraut-Auflauf mit Speck
Der Kartoffel-Sauerkraut-Auflauf mit Speck ist ein deftiges und schmackhaftes Gericht, das besonders in der kalten Jahreszeit beliebt ist. Die Kombination aus säuerlichem Sauerkraut, cremigen Kartoffeln und herzhaftem Speck macht diesen Auflauf zu einem wahren Genuss. Hier finden Sie verschiedene Rezepte und Ideen, um Ihren eigenen perfekten Kartoffel-Sauerkraut-Auflauf zu kreieren.
Rezept 1: Einfacher Kartoffel-Sauerkraut-Auflauf
Dieses Rezept ist eine einfache und schnelle Variante, ideal für den Alltag. Es kombiniert die klassischen Zutaten zu einem herzhaften Auflauf.
Zutaten:
- 500g Sauerkraut
- 500g Kartoffeln, geschält und in Scheiben geschnitten
- 200g Speckwürfel
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 200ml Crème fraîche
- 2 Eier
- Salz, Pfeffer
- Tomatenpüree
Zubereitung:
- Den Backofen auf 180°C vorheizen.
- Sauerkraut in eine Auflaufform geben.
- Kartoffelscheiben, Speckwürfel und Zwiebeln darüber verteilen.
- Crème fraîche, Eier, Salz, Pfeffer und Tomatenpüree in einer Schüssel mischen.
- Den Guss über das Sauerkraut gießen und mischen.
- Den Auflauf für 30 Minuten im Ofen backen.
Rezept 2: Kartoffel-Sauerkraut-Auflauf aus der Mikrowelle
Für alle, die es eilig haben, ist dieses Rezept perfekt. Es ist schnell zubereitet und dennoch sehr schmackhaft.
Zutaten:
- 500g Sauerkraut
- 200g gekochte Kartoffeln, in Scheiben geschnitten
- 100g Frühstücksspeck, gewürfelt
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- Thymian
- Salz, Pfeffer
- Paniermehl
- Butterflöckchen
Zubereitung:
- Zwiebel in feine Würfel schneiden, mit Butter oder Margarine in eine Auflaufform geben und 2 Minuten bei 600 W in der Mikrowelle andünsten.
- Danach das Sauerkraut darauf verteilen, mit Thymian würzen.
- Wienerli, Tomate und geschälte Kartoffeln in Scheiben schneiden.
- Alles auf das Sauerkraut schichten, mit Salz und Pfeffer würzen, Paniermehl darüberstreuen.
- Frühstücksspeck und Kräutercamembert würfeln, auf dem Auflauf verteilen, Butterflöckchen daraufsetzen.
- 12 Minuten bei 600 W in der Mikrowelle garen.
- Für eine Bräunung im Mikrowellen-Kombinationsgerät in den letzten 5 Minuten überbacken.
Rezept 3: Kartoffel-Sauerkraut-Gratin mit Speck und Gruyère
Diese Variante ist etwas aufwendiger, aber das Ergebnis ist ein besonders cremiger und würziger Auflauf.
Zutaten:
- 500g Sauerkraut
- 500g Kartoffeln, gekocht und in Scheiben geschnitten
- 200g Speckwürfel
- 100g Gruyère, gerieben
- 200ml Milch
- 2 Eier
- 2 EL Mehl
- Salz, Pfeffer
Zubereitung:
- Sauerkraut, Kartoffeln und Speck mischen und in ausgebutterte Förmchen verteilen.
- Mit Gruyère bestreuen.
- Für den Guss alle Zutaten gut verrühren und darüber gießen.
- Im vorgeheizten Ofen bei 220 °C 15-20 Minuten gratinieren.
Tipps und Variationen
- Vegetarische Variante: Ersetzen Sie den Speck durch geräucherten Tofu oder Räuchertofu-Würfel.
- Mit Äpfeln: Fügen Sie dem Auflauf Apfelspalten hinzu, um eine süß-säuerliche Note zu erhalten.
- Mit Kümmel: Würzen Sie das Sauerkraut zusätzlich mit Kümmel, um den Geschmack zu intensivieren.
- Mit Wein: Geben Sie einen Schuss Weißwein zum Sauerkraut, um ihm eine besondere Note zu verleihen.
Nährwerttabelle (ungefähre Werte pro Portion)
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 400-500 kcal |
| Fett | ca. 25-35 g |
| Kohlenhydrate | ca. 30-40 g |
| Eiweiß | ca. 15-20 g |
Kassler im Teig
Ein besonderes Rezept ist Kassler im Teig. Hier wird ein Rollschinken in einem Hefeteig eingebacken und mit einem Apfel-Meerrettich-Quark serviert.
Zutaten
- 300g Mehl
- ½ TL Salz
- ½ TL Kümmel
- ½ Würfel Hefe
- 1 dl Wasser
- 30g Butter, flüssig, ausgekühlt
- 1 gekochter Rollschinken à ca. 600g
- 2 EL Senf
- 2 ELButter, flüssig, ausgekühlt
- 1 gekochter Rollschinken à ca. 600g
- 2 ELMeerrettich aus dem Glas
- ½ säuerlicher Äpfel, z.B. Glockenapfel oder Braeburn, fein gerieben
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
- Teig: Mehl, Salz und Kümmel mischen, eine Mulde formen. Hefe in wenig Wasser auflösen, mit restlichem Wasser und Butter in die Mulde giessen. Zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt bei Raumtemperatur ca. 1 Stunde aufs Doppelte aufgehen lassen.
- Teig auf wenig Mehl ca. 8 mm dick auswallen, von der Arbeitsfläche lösen. Schinken trockentupfen, auf den Teig legen, mit Senf bestreichen. Teigränder mit Wasser bepinseln, Schinken locker einpacken. Mit dem Verschluss nach unten auf das backpapierbelegte Blech legen. Teig mit Wasser bepinseln, ca. 20 Minuten gehen lassen.
- Apfel-Meerrettich-Quark: Alle Zutaten verrühren.
- Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen (Heissluft/Umluft 180°C).
- Kurz vor dem Backen mit einer Schere auf beiden Seiten je 2 kleine Einschnitte (1-2 cm lang) in den Teig machen, damit die Luft während des Backens entweichen kann und der Teig nicht reisst.
- Schinken auf der untersten Rille 50-60 Minuten backen. Herausnehmen, in Tranchen schneiden. Zusammen mit dem Quark servieren.
Eintöpfe: Vielfalt und Genuss aus einem Topf
Winterzeit ist Eintopfzeit. Wenn es draussen kalt ist, wärmt ein Eintopf Bauch und Gemüt. Ein toller Resteverwerter - und immer wieder spannend! Der Eintopf sagt, was er ist: ein praktisches, höchst feines Ein-Topf-Gericht. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wurzelgemüse, Hülsenfrüchte, Fleisch oder schlicht Bouillon sind vielfach kombinierbar. Gewürzt und experimentiert wird nach Lust, Laune und Geschmacksvorlieben.

Warum Ein-Topf-Gerichte das Zeug zum Lieblingsessen haben?
- Sie machen nicht nur ganze Familien satt und fühlen sich nach einer Umarmung von innen an, sondern sind auch «zahm» in der Zubereitung.
- Sind die Zutaten erstmal geschnippelt, verlangen sie keine weitere Zuwendung - Deckel zu, und die Suppe köchelt unaufwendig auf kleiner Flamme.
- Der Aufwand lässt sich auch beim Abwasch geringhalten, denn es wollen nicht zig Töpfe und Pfannen gespült werden.
Kreative Eintopf-Ideen
- Wirsingeintopf mit Datteln: Gewürzt mit Harissapulver für eine orientalische Note.
- Eintopf mit Rosenwasser: Weisse Bohnen werden zusammen mit Rosenkohl und Kartoffeln gekocht, nachdem sie in Rosenwasser eingeweicht wurden.
- «Steckrübe Sweet'n spicy»-Topf: Die Steckrübe gewinnt im Backofen ein aufkonzentriertes, leicht herbes Aroma, das mit dem Süsse-Säure-Spiel der Ananas harmoniert.
- Zitronige Linsensuppe: Mit Porree, Kurkuma, Kreuzkümmel und frisch gepresster Zitronensaft für Aroma. Gebratener Grünkohl setzt als Topping Akzente.
- Bulgarische Bohnensuppe: Für die bulgarische Bohnensuppe werden Bohnen mit Bohnenkraut, Tomaten, Zwiebel, Karotte und Kassler oder Sucuk-Rohwurst gekocht. Limettensaft im Sauerrahm sorgt für einen spritzigen Touch.