Eine Lasagne mit Hackfleisch ist ein beliebtes und berühmtes italienisches Pastagericht. Die echte italienische Lasagne wird mit cremiger Bechamelsauce zubereitet. In Italien kocht jede Region ein eigenes Lasagne-Rezept. Die Versionen unterscheiden sich teilweise ziemlich stark.

Erstaunlicherweise kommt einer der ersten schriftlichen Belege für das Nudelplatten-Schichtgericht gar nicht aus Italien, sondern aus England! In dem (in Fachkreisen) berühmten Kochbuch Forme of Cury aus dem 14. Jahrhundert wird ein Rezept namens losoyn beschrieben. Das heißt aber natürlich nicht, dass Lasagne eine englische Erfindung ist. In Italien selbst stammen erste schrifitliche Nachweise für „Lesagne“ aus dem 13. Jahrundert.
Hier ist ein umfassendes Rezept, um diesen Klassiker selbst zuzubereiten:
Zutaten:
- Lasagneblätter: 8 Stk.
- Mozzarella: 1 Stk.
- Tomaten: 3 Stk.
- Zwiebel
- Knoblauchzehen
- Rüebli
- Sellerie
- Butter
- Mehl
- Milch
- Geriebener Käse (Parmesan oder Gruyère)
- Hackfleisch (Rind)
- Tomatenpüree
- Rotwein (z.B. Chianti)
- Fleischbouillon oder gehackte Tomaten
- Salz, Pfeffer, Majoran, Rosmarin
- Öl zum Braten
Dieses Rezept kann für 4 - 8 Personen zubereitet werden.
Vorbereitung (20 Minuten):
- Die frischen Zwiebeln und Knoblauchzehen werden zuerst geschält und fein gehackt.
- Dann die Rüebli schälen und klein würfeln.
- Den frischen Mozzarella klein schneiden.
- Gemüse in kleine Würfel schneiden.
Zubereitung der Bolognesesauce:
- Nun die Zwiebeln und Knoblauch in einem Topf mit etwas Butter und Öl für ca. 5 Minuten andünsten.
- Dann die Sellerie- und Rüebliwürfel dazugeben und für weitere ca. 5 Minuten mitdünsten.
- Danach das saftige Hackfleisch dazugeben und für ca. 4 Minuten unter Rühren bröselig von allen Seiten anbraten.
- Gut mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Dann das Tomatenmark für ca. 1 Minute unterrühren, dann wird das Ganze mit dem Rotwein abgelöscht.
- Stark einkochen lassen, danach die stückigen Tomaten und Lorbeerblatt dazugeben.
- Nun wird die Sauce für ca. 70 Minuten bei niedriger Hitze sämig eingekocht.
Zubereitung der Béchamelsauce:
- Anschliessend für die Béchamel die frische Butter in einem kleinen Topf langsam zerlassen und das Mehl einrühren.
- Die Milch dazugeben und bei niedriger Hitze für ca. 20 Minuten sämig einkochen lassen, regelmässig umrühren.
- Gut mit Salz abschmecken.
Schichten der Lasagne:
- Eine grosse Gratinform mit Butter ausstreichen und etwas Béchamelsauce auf den Boden der Form streichen.
- Dann mit den Lasagneplatten belegen, etwas geriebenen Käse darüber geben, dann mit dem Mozzarella belegen und die Bolognesesauce darüber geben.
Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die letzte Schicht sollte aus Béchamelsauce und geriebenem Käse bestehen.
Backen (20 Minuten):
- Zum Abschluss die Lasagne mit Mozzarella im Backofen bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) für ca. 20 Minuten backen.
- Danach die Lasagne aus dem Ofen nehmen und den restlichen Käse bestreuen, zurück in den Ofen geben und für weitere ca. 10 Minuten backen, bis der Käse goldbraun ist.
Die gesamte Zubereitungszeit beträgt ca. 170 Minuten, inklusive 20 Minuten Vorbereitung und 150 Minuten Backzeit.
Variationen:
- Gemüselasagne: Für Vegetarier kann man eine einfache Gemüselasagne zubereiten.
- Auberginen-Lasagne: Eine weitere Variante ist die Auberginen-Lasagne, bei der Auberginenscheiben zwischen die Lasagneplatten geschichtet werden.
- Zucchetti-Lasagne: Eine Zucchetti-Lasagne kann mit anderen Gemüsesorten variiert werden.
- Lasagne mit Fisch: Wer Fisch isst, sollte eine Lasagne mit Lachs oder Meeresfrüchten probieren.
Im Herbst schmeckt beispielsweise eine Variante mit Kürbis und Pilzen oder mit Mangold und Kohlrabi.
Klassisches Lasagne-Rezept | Kochen einfach leicht gemacht | Lidl Kochen
Tipps und Tricks:
- Für eine weite ofenfeste Form von ca. 2½ Litern, gefettet.
- Lasagne ca. 1 Tag im Voraus ofenfertig vorbereiten, zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
- Lasagne in den kalten Ofen schieben, die Gratinierzeit verlängert sich um ca. 10 Minuten.
Nährwerte:
Nährwerte pro Portion (1/4): 902 kcal
Umweltverträglichkeit:
Umweltverträglichkeitsskala: 1 von 5 (sehr geringe Umweltverträglichkeit)
Dabei wird auch die Saisonalität der Zutaten berücksichtigt, weshalb sich die Skala monatlich ändern kann. Sie berechnet die Umweltbelastungspunkte deines Rezepts auf Basis der Ökobilanz und fasst zentrale Faktoren zusammen, wie zB. Treibhausgase, Wasser- und Energieverbrauch sowie Rohstoffknappheit.
Weitere Rezeptideen:
- Pasta alla Norma
- Moussaka
- Gefüllte Auberginen im Ofen
- Parmigiana
- Ratatouille
- Panierte Auberginen
- Sommer-Lasagne
- Baba Ganoush
- Auberginen-Piccata
- Sabich
Guten Appetit!
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