Schnellkochtöpfen haftet oft der Ruf an, dass daraus Gekochtes nicht so gut schmeckt. Deshalb werden sie scheinbar nur für grundlegende Kochvorgänge wie das schnelle Garen von Kartoffeln oder das Kochen von Hülsenfrüchten ohne Einweichen verwendet. Doch der Schnellkochtopf ist viel mehr als das! Entdecke die vielfältigen Vorteile und tauche ein in die fantastische Welt des Schnellkochens.

Vorteile des Schnellkochtopfs
- Zeitersparnis: Durch den erhöhten Druck und die höheren Temperaturen werden Lebensmittel bis zu 70 Prozent schneller gegart.
- Energie sparen: Hohe Energieeffizienz durch kürzere Garzeiten spart Strom oder Gas und schont die Umwelt.
- Nährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bleiben durch die schonende Zubereitung weitestgehend erhalten.
- Volles Aroma: Durch das geschlossene System und den erhöhten Druck bleiben die Aromen der Zutaten erhalten.
Der Schnellkochtopf ist der absolute Turbo in der Küche. Mit ihm lassen sich im Handumdrehen gesunde und leichte Gerichte zubereiten. Er ist ideal für alle, die im Alltag effizient kochen wollen.
Wie funktioniert das Garen mit Druck?
Im geschlossenen Dampfkochtopf bleibt alles verborgen. Wie stark der Druck ist, zeigen die beiden roten Ringe am Ventil. Sie sind der Schlüssel zur richtigen Garstufe - und damit zum perfekten Ergebnis.
Kochstufen
- Kochstufe 1: Schonend garen bei niedrigem Druck. Geeignet für Gemüsesuppen, ganze Fische, Bohnen, Linsen und Reis.
- Kochstufe 2: Schnellkochen mit Power. Geeignet für Fleischstücke und schnelles Garen von Gemüse.
Wichtig: Bei beiden Kochstufen sollte die Anzeige der Ringe möglichst immer gleich bleiben. Die Temperatur muss entsprechend überwacht und reguliert werden.
Sicherheitshinweise
Viele haben Respekt vor dem Dampfkochtopf, weil er unter Druck gart. Aber keine Sorge: Explodieren kann er nicht. Dank durchdachter Ventiltechnik wird der Druck sicher reguliert, und der Dampf entweicht kontrolliert. Damit alles reibungslos funktioniert, solltest du die Gebrauchsanweisung lesen und ein paar einfache Regeln beachten.
Vor dem Kochen
- Kontrolliere, ob der Druckanzeiger in der Höhe gut beweglich ist, und zieh das Ventilköpfchen jeweils frisch an.
- Den Topf nie mehr als bis zu ca. ¾ Höhe füllen.
- Mit Siebeinsatz: Wasser nur bis zur Unterkante des Einsatzes einfüllen.
- Die Gummidichtung sauber einlegen und den Deckel gut verschliessen.
- Achte auf eine konstante Temperatur, erkennbar an den aufsteigenden Ringen im Ventil.
Nach dem Kochen
Öffne den Topf erst, wenn er abgekühlt ist und kein Druck mehr im Inneren herrscht.
Tipps und Tricks
- Ca. 1/3 weniger Wasser / Flüssigkeit zugeben, als sonst. Der Deckel schliesst ja hermetisch, da 'verkocht' also nichts. Das macht die Saucen dann besonders lecker!
- Min. Topf ggf. Den offenen Topf mit Gargut bei kleiner Hitze für ca. 5-8 min. Traditionelle Kochmethoden beruhen auf dem Prinzip, dass Gargut und umgebende Luft sich im Laufe der Garzeit durchmischen. Beim Schnellkochtopf muss das deshalb kurz 'nachgeholt' werden.
How to Schnellkochtopf: Tipps & Tricks für Einsteiger
Energie sparen mit dem Schnellkochtopf
Laut den jüngsten Tests des TÜV Rheinland lässt sich allein durch die Verwendung des Secuquick softline bis zu 45 % Energie im Vergleich zum herkömmlichen Kochen ohne Schnellkochtopf einsparen. Zugleich zeigt auch die mobile Kochplatte Navigenio von AMC beeindruckende Ergebnisse: Wird sie als Wärmequelle eingesetzt, sparst du bis zu über 50 % Energie im Vergleich zum Kochen mit Gas. Kocht man mit Secuquick softline und Navigenio zusammen, steigt die Effizienz: Verbraucher können bis zu über 70 % Energie im Vergleich zum herkömmlichen Kochen (ohne Schnellkochtopf) mit Gas sparen.

Welche Lebensmittel eignen sich?
- Gschwellti: Je nach Grösse in etwa zehn Minuten gar.
- Festes Gemüse: Knollensellerie, Fenchel oder Artischocken werden in rund einer Viertelstunde weich.
- Kastanien: Brauchen etwa zwölf Minuten.
- Getreide, Reis oder Hülsenfrüchte: Selbst ohne Einweichen werden Linsen und Co. im Dampfkochtopf schnell weich - einfach ein paar Minuten länger garen.
- Eintöpfe und Suppen: Ideal für die Zubereitung.
- Grosse Fleischstücke: Rindsschmorbraten, Voressen oder Haxen gelingen besonders zart.
Zarte Stücke wie Kalbsbraten oder Schweinsnierstück hingegen trocknen aus und sind besser für andere Garmethoden geeignet.
Der Dampfkochtopf als Dämpfkörbchen
Der Dampfkochtopf kann auch anders: Ohne Druck funktioniert er wie ein ganz normales Dämpfkörbchen - nur grösser und praktischer. Der metallene Siebeinsatz fasst deutlich mehr, ideal für grosse Portionen.
So geht’s:
- Wasser bis knapp unter den Siebeinsatz einfüllen
- Gargut auf den Einsatz legen
- Gewöhnlichen passenden Deckel aufsetzen (kein Druckdeckel nötig)
- Garen wie im Dämpfkörbchen, mit gleicher Garzeit
Die Geschichte des Dampfkochtopfs
Die Idee stammt aus dem 17. Jahrhundert: Der Franzose Denis Papin experimentierte mit Dampfmaschinen - auch in der Küche. Seine frühen Modelle waren allerdings ziemlich explosiv. Erst mit moderner Ventiltechnik wurde der Dampfkochtopf alltagstauglich. Der heute gebräuchliche Topf geht auf den Zürcher Erfinder Max Keller zurück. Gemeinsam mit dem Pfannenhersteller Jacques Kuhn entwickelte er in den 1940er-Jahren ein sicheres Modell - den Duromatic.
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