Die Geschichte des Kebab und Pizza Hauses: Eine Erfolgsgeschichte zweier Brüder

Die Geschichte des Kebab und Pizza Hauses ist eine inspirierende Erzählung von zwei Brüdern, Ali und Oruç Yağbasan, die ihren Traum von einem eigenen Geschäft verwirklichten. Ihre Reise begann mit bescheidenen Anfängen und führte sie zu einem florierenden Restaurant, das in der lokalen Gemeinschaft hoch angesehen ist.

Ali und Oruç Yağbasan sind zwei kurdischstämmige Brüder aus der Türkei, die seit 32 Jahren mit ihrer Familie in der Schweiz leben. Nach ihrer Schulzeit erlernte Ali zunächst den Beruf des Carrosserie-Spenglers, während Oruç als Arbeiter in einer Fabrik tätig war. Doch nach fünf Jahren beschlossen die beiden Brüder, ihren Kindheitstraum zu verwirklichen: ein eigenes Geschäft aufzubauen, auch wenn ihnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, worauf sie sich einlassen würden.

Vor fast 15 Jahren eröffneten die Brüder Oruc und Ali Yagbasan in Littau einen Kebapladen. Am 10. gründeten sie Alibaba Kebabap Haus Littau. Das hat sich herumgesprochen, wie der Grossandrang am Mittag zeigt.

Es ist Freitag, 12.30 Uhr. Menschen stehen vor der Theke Schlange, fast alle Tische im ziemlich grossen Lokal sind besetzt. Sechs Angestellte bereiten Kebaps im Akkord, ab und zu auch eine Pizza oder Cevapcici mit Pommes-Frites. Die Gäste - bei weitem nicht nur Littauer - kommen alle her, weil sie wissen: Hier beim Ali Baba im Littauer Zentrum gibt’s weitherum einen der besten Kebaps (obwohl er in unserem Kebap-Test «nur» auf Platz 3 landete).

Und wie schmeckt der vielgepriesene Kebap? Ein Kebap im Taschenbrot für 8.50 Franken ist bestellt: «Scharf, mit allem?» In diesem Laden beherrschen sie sogar den Dativ. Dazu eine Cola für 3 Franken. Nach fünf Minuten wird mir das Taschenbrot an den Tisch gebracht. Schon das knusprig gebackene Brot ist besser als bei der Kebapsdurchschnittswahre. Die Zutaten sind frisch, das Fleisch gut durchgebraten, aber nicht trocken. Und auch der Kaffee danach kann sich schmecken lassen. Da serviert manches Restaurant schlechteren Espresso.

Die Bestellungen werden vor den Augen der Gäste frisch zubereitet. Die Brüder legen sehr viel Wert auf Sauberkeit. Mit ihrer 17-jährigen Gastroerfahrung wissen sie, wie sie ihre Gäste verwöhnen können. Mittlerweile ist das Kebab Haus renoviert und verfügt über insgesamt 110 Sitzplätze. Es läuft am Mittag im Ali Baba.

Die Brüder Yagbasan haben das «Ali Baba Pizza & Kebap House» 2002 gegründet und das Lokal über die Jahre deutlich ausgebaut. Die beiden Inhaber sind äusserst herzlich, kennen die Stammgäste und scheuen sich nicht, während der Rush Hour selbst Hand anzulegen. Im Sommer kann man draussen auf der Terrasse sitzen und die untergehende Sonne über den Luzerner Suburbs geniessen.

Auch mit dem Service trumpft der Ali Baba auf: Wer im Lokal isst, bekommt die Speise serviert. Es wird abgeräumt, abgeputzt, einen Guten gewünscht.

Ich blicke mich um: Automechaniker mit verschmierten Overalls, zwei casual gewandete Büromenschen, die über irgendein Projekt reden, ein Vater mit seinen beiden Kindern. Im obligaten Fernseher an knallgrün gestrichener Wand läuft MTV.

Preis und Leistung:

  • Pizzas zwischen 12 und 18 Franken
  • Kebap im Taschenbrot 8.50 Franken
  • Ein Kaffee 3 Franken

Klar, die Preise für Kebabs sind inzwischen vielerorts ähnlich, der Ali Baba aber punktet mit der Leistung.

Service: Die Angestellten sind ultraschnell, haben immer ein Sprüchlein auf der Lippe, bringen die Speisen an den Tisch und halten den Laden sauber.

Ambiente: Kebapläden sind die neuen Dorfkneipen: Hier trifft sich alles, was der Mikrokosmos Littau so zu bieten hat. Unprätentiös, funktional, grüne Wände.

Diese Erfolgsgeschichte hat auch andere inspiriert. In einem kürzlich eröffneten Lokal an Thalwils Einkaufsmeile werden Kebab, Pizza und Pasta serviert. Der Inhaber hat das Döner-Handwerk an der Goldküste gelernt.

Draussen an der Fassade hängt eine Schnur voller Luftballons. Sie lassen erahnen, dass hier an der Gotthardstrasse 56 in Thalwil ein neues Geschäft eröffnet hat. «Oliven See, Restaurant & Take Away» lautet der Schriftzug, der an den Fenstern klebt. Drinnen steht Ramadan Horo an der blitzblanken Theke und faltet Kebabs. Es ist kurz vor Mittag, die ersten Gäste sind bereits da.

Ramsi, wie er sich selbst nennt, ist der Besitzer dieses neuen Kebab-Restaurants. Erst seit wenigen Tagen dreht hier der Fleischspiess.

Döner zu Hause | günstiger & leckerer | Felicitas Then

Neben diversen Kebabs gibt es Pizzas und Pastagerichte, die der Chef und sein Mitarbeiter Nouri Ibo zubereiten. «Bis jetzt hatten wir etwa 40 Gäste pro Tag, das ist für den Anfang, ohne Werbung gemacht zu haben, super gut.» Ramsi Horo wirkt zufrieden. Und die Kundschaft sei es ebenfalls: «Viele haben mir gesagt, sie fänden es toll, dass es in Thalwil wieder einen zusätzlichen Kebab-Anbieter gibt.»

Horo und seine Gäste wissen: Bis im Herbst 2021 existierte unter der Passerelle am Bahnhof der Mega Imbiss. Der weitum bekannte Kebab-Stand musste infolge von Sanierungsarbeiten der SBB für immer schliessen. Seither gab es nur noch das Döner-Bistro My Corner, das sich ebenfalls an der Gotthardstrasse befindet.

Während My Corner an allerzentralster Lage liegt, ist Horos Geschäft etwas abseits am nördlichen Ende von Thalwils Einkaufsmeile zu finden. Diese Konkurrenzsituation mache ihm keine Sorgen, sagt der 43-Jährige. Er ist überzeugt: «Ich mache die besten Kebabs mit guter Sauce.» Ramsi Horo schmunzelt und verweist als weiteres Argument auf die 24 Sitzplätze, die sein Restaurant bietet. Das Oliven See sei eben mehr als ein Kebab-Stand.

Der Restaurantname bezieht sich auf den Zürichsee und gleichzeitig auf Horos Heimat: Der Familienvater kommt aus einer Stadt in der Nähe von Aleppo in Syrien, wo die Landschaft von vielen Olivenbäumen geprägt sei. Seit zwölf Jahren lebt er in der Schweiz.

Die letzten fünfeinhalb Jahre verdiente Horo sein Geld als Angestellter im Kebab-Restaurant Seeperle an der Seestrasse in Stäfa. Auch dieses Lokal ist bei vielen Dönerfans bekannt, ist es doch das älteste Kebab-Geschäft an der Goldküste.

Und noch etwas fehlt, wie an diesem Mittag mehrere Kunden erfahren müssen, die per Telefon bestellen wollen. «Oliven See, grüezi wohl», spricht Ramsi Horo in den Hörer. «Nein, den Lieferdienst gibt es leider erst ab nächster Woche.»

Die Geschichte von Ali Baba und Oliven See zeigt, dass mit harter Arbeit, Hingabe und einem Fokus auf Qualität und Kundenservice Träume in der Gastronomie Wirklichkeit werden können.

Vergleich von Ali Baba und Oliven See
Merkmal Ali Baba Oliven See
Gründungsjahr 2002 Kürzlich eröffnet
Sitzplätze 110 24
Besonderheit Lange Tradition, bekannt für Kebap Neuer Anbieter, Fokus auf "gute Sauce"
Standort Littau Thalwil

tags: #kebab #und #pizza #house