Süsskartoffeln (Ipomoea batatas) anzubauen ist tatsächlich in heimischen Gärten möglich. Das delikate Gemüse stammt aus Mittelamerika und wurde im 16. Jahrhundert von der spanischen Besatzungsmacht in alle Welt verteilt, in Europa kam es zuerst nur als Zier-Kletterpflanze an. Inzwischen gibt es jedoch neue Sorten, die eine kürzere Vegetationszeit haben. Dadurch reifen die Knollen auch hierzulande bis Herbst erfolgreich aus.

Anbau von Süsskartoffeln
Süsskartoffeln brauchen einen vollsonnigen Standort sowie einen durchlässigen Boden, indem sie gut wurzeln können. Die beste Anbauzeit für Süsskartoffeln ist Mitte Mai, sobald nicht mehr mit Frost zu rechnen ist. Die Knollen brauchen 130 Tage (4 Monate) bis sie vollends ausgereift sind. Süsskartoffeln sind Starkzehrer und haben einen hohen Nährstoffbedarf.
Standort und Boden
Damit sich die wunderbaren Süsskartoffel-Pflanzen (Ipomoea batatas) entwickeln können, brauchen sie Sonne - und davon möglichst viel. Ein vollsonniger Standort ist daher der beste. Den Süsskartoffeln ausreichend Licht und Wärme zur Verfügung zu stellen, ist die grösste Herausforderung für deren Anbau.
Die Kulturzeit der Süsskartoffel beträgt mindestens 4 Monate, 100-130 Tage. In diesem Zeitraum braucht sie vor allem ein warmes Erdreich, sonst hört sie auf zu wachsen. Ein kalter Frühling oder ein frühes Einsetzen kühler Herbsttage kann das Ausreifen in Frage stellen. Weinbaugebiete und wintermilde Regionen sind klar im Vorteil, wenn es um den Anbau dieses wärmeliebenden Gemüses geht.
Was mögen Süsskartoffel Pflanzen nicht? Staunässe. Wie muss der Boden demzufolge sein? Durchlässig, sehr gerne eher sandig und locker. Ist der Boden durchsetzt mit Steinen oder sonstigen Hindernissen, wachsen die Knollenfrüchte gekrümmt, sobald sie auf das Hindernis treffen. Krumme Knollen machen die Verarbeitung unnötig verkompliziert.
Um dem hohen Nährstoffbedarf gerecht zu werden, wird vor der Pflanzung gut abgelagerter Kompost in die Erde eingearbeitet, und gründlich gelockert. Die neuen, auch für unser Klima geeigneten Garten-Süsskartoffeln brauchen circa 100-130 Tage für eine gute Knollenentwicklung.
Pflanzzeit und Temperatur
Die Pflanzen müssen so früh in die Erde gebracht werden, dass sie es schaffen, ihre Knollen in dieser Zeit reifen lassen. Zu früh dürfen sie allerdings auch nicht ins Freie. Die wärmeliebenden Gewächse stellen bei Temperaturen unter 10°C das Wachstum ein und vertragen keine Fröste. Schon ab 4°C zeigen sie Zeichen von Erfrierungen. Warte mindestens bis Mitte/Ende Mai, bevor du die Pflanzen ins Freiland setzt.
Auch hier müssen wir wieder ein wenig rechnen: 130 Tage, oder - anders ausgedrückt - gut 4 Monate benötigen die Knollen für ihre Entwicklung. Mitte Mai gepflanzte Exemplare sind demzufolge spätestens Ende September erntereif. Setzen wir die Jungpflanzen vier Wochen später, also Mitte Juni sind wir bereits bei Ende Oktober. Viel später im Jahr sollten wir die Ernte auch nicht einplanen: Bei Temperaturen unter 20°C wachsen die Knollen schlecht, ab 10°C und darunter gar nicht mehr.
Anbau im Freiland und im Kübel
Der Anbau der Süsskartoffeln kann im Freiland des eigenen Gartens erfolgen, solange der Boden dort vier Monate schön warm bleibt. Vorbereitend lohnt es sich, gut abgelagerten Kompost in die Erde einzuarbeiten, und währenddessen gründlich zu lockern. Dadurch wird der Boden fruchtbarer und zugleich durchlässiger. Bei sehr lehmigen Böden sorgt weiteres Strukturmaterial wie z.B. grober Sand für die nötige Drainage.
Bevor die Süsskartoffeln mit ihrem Wachstum voll loslegen, kann der noch unbesetzte Platz im Beet gut genutzt werden. Ideal sind Gemüse, die sehr schnell heranreifen und bereits geerntet sind, wenn die Batatas den Platz für sich beanspruchen.
Wenn der Standort im Garten nicht optimal zum Anbau wärmeliebender Gemüse wie Ipomoea batatas taugt, kann der Anbau im Kübel eine gute Alternative sein. Auch dort, wo nur wenig Platz zum Gärtnern ist, lassen sich Kübel gut einsetzen. So wird sogar der Anbau auf Balkon, Terrasse und gepflasterten Hinterhöfen möglich.
Wähle für den Kübel einen sonnigen Standort, gerne in der Nähe wärmender Wände. Bestens geeignet sind Kübel, in denen die Knollen in ihrer Entwicklung nicht gleich an ihre Grenzen stossen - im wahrsten Sinne des Wortes. Süsskartoffeln brauchen Raum für eine ungestörte Entwicklung. Das Volumen von 20l ist die absolute Mindestgrösse für eine Pflanze. Ein Tipp: Mörtel- bzw. Speiskübel sind für diesen Zweck einsetzbar, sobald du einige Abzugslöcher in den Boden gebohrt hast. Diese Kübel werden durch die Sonne schnell durch und durch erwärmt, was das Wachstum der Süsskartoffeln unterstützt.
Ein gutes Pflanzsubstrat ist schnell gemischt. Wenn du deine Gartenerde zur Hälfte mit Kompost vermischst, sind die Batatas gut versorgt. Wenn du keinen Kompost zur Verfügung hast, kannst du wunderbar auch unsere Fruchtbare Erde: Nr. 2 Pflanzerde oder unsere Fruchtbare Erde: Nr. 4 Erde ohne Torf verwenden.
Mischkultur und Fruchtfolge
Süsskartoffeln sind Starkzehrer, das heisst, sie haben einen hohen Nährstoffbedarf. Wenn du sie über mehrere Jahre hinweg erfolgreich anbauen willst, raten wir zur Fruchtfolge. Wechsele am besten jedes Jahr das Beet.
Zeitgleich unterschiedliche Gemüse zusammen in einem Beet anzubauen, ist eine bewährte Methode im Gemüsebau. Bei der Mischkultur zeigt es sich, dass beim gemischten Anbau die Nachbarn voneinander profitieren können. Ihre unterschiedlichen Eigenschaften und Bedürfnisse begünstigen sich gegenseitig. Schönes Beispiel für eine gute Nachbarschaft zu Süsskartoffeln sind die Hülsenfrüchte. Sie brauchen selbst wenig Nährstoffe (Schwachzehrer), und machen im Boden gebundenen Stickstoff für andere Pflanzen wie die Süsskartoffel verfügbar.
Voraussetzung für eine Mischkultur mit Süsskartoffeln ist jedoch, dass das Laub und die meterlangen Triebe der Süsskartoffeln nicht liegengelassen, sondern an Pfählen oder an ein Tipi aufgebunden werden.
Anbau auf Dämmen und Hügeln
Um es den Knollen und Pflanzen von Ipomoea batatas leichter zu machen, ist der Anbau auf Dämmen eine gute Methode. Die Erde erwärmt sich schneller, und überschüssiges Regenwasser kann besser abfliessen. So ein Damm sollte etwa 60 cm breit und 20-25 cm hoch sein. Das sieht dann von weitem betrachtet aus wie beim Anbau von weissem Spargel.
Für die Anlage der Dämme nimmst du einen Sack Erde, wie die Fruchtbare Erde: Nr. 2 Pflanzerde oder unsere Fruchtbare Erde: Nr. 4 Erde ohne Torf, und einen Schubkarren Kompost. Auf diese Dämme werden im Abstand von 40-50 cm die Süsskartoffeln gesteckt. Oft werden wir gefragt: Wie tief soll ich die Süsskartoffeln anbauen? Unser Rat: Es reicht, wenn die Süsskartoffelknollen 3-5cm mit Erde bedeckt sind.
Im Herbst entpuppt sich ein weiterer Vorteil dieser Anbaumethode. Dann kannst du die Knollen deiner Batatas, wie sie auch genannt werden, einfacher ernten. Mit der gleichen Erde, aber weniger Baukunst kommt ein aufgeschütteter Hügel aus.

Bild: Beim Süsskartoffeln Anbauen kannst du Dämme einrichten oder ein Hügelbeet anlegen, im Bild als ‘Hügelkultur’ gekennzeichnet.
Pflege der Süsskartoffeln
Beim Süsskartoffeln Anbauen ist es immer ein guter Tipp, das Unkraut nicht den Kampf um die besten Plätze im Beet gewinnen zu lassen. Ein regelmässiges Entfernen unerwünschter Wildkräuter ist besonders zu Anfang der Saison sinnvoll, damit die jungen Pflanzen nicht bedrängt werden.
Da die Süsskartoffel über ihre Blätter viel Wasser verdunstet, ist eine kontinuierliche Wasserversorgung notwendig. Dabei ist zu beachten, dass der Flüssigkeitsbedarf grösser ist, wenn mehr Blätter vorhanden sind. So kommt es, dass Jungpflanzen nicht häufig gegossen werden müssen, während die älteren Exemplare sehr viel Wasser benötigen.
Achtung! Der Wasserverbrauch der Süsskartoffel ist während der Saison nicht durchgängig der gleiche. Anfangs ist der Bedarf eher gering, doch mit zunehmendem Wachstum steigt auch deren Durst. Demzufolge wird zunächst nur dann gegossen, wenn die obere Erdschicht trocken ist. Später im Jahr ist es für gewöhnlich notwendig, täglich zu giessen. Hat der Pflanzkübel einen Untersetzer, erleichtert er die Wasserversorgung. Es darf ruhig ein wenig Wasser im Untersetzer stehen bleiben - die durstigen Süsskartoffeln werden es sich zeitnah holen.
Das Aufbinden von Süsskartoffel-Pflanzen hat seine Vorteile. Diese ergeben sich aus dem Wuchs der Süsskartoffel-Pflanze, die zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae) zählt. Sie bildet gerne lange, sich windende Triebe aus. Das Aufbinden sorgt zum einen dafür, dass die Triebe sauber bleiben. Diese sind nämlich ebenfalls essbar, und ergeben ein gutes Blattgemüse, ähnlich dem Spinat zubereitet. Schön, wenn es dann nicht knirscht zwischen den Zähnen beim Kauen. Zum anderen macht sich die aufgebundene Pflanze schlanker, so dass es auch an beengten Standorten kein Problem mit Süsskartoffeln Anbauen gibt.
Vorgehen beim Aufbinden: Um die Süsskartoffelpflanze herum werden dazu drei Bambusstäbe aufgestellt, die oben Tipi-mässig zusammengebunden werden.
Lubera®-Tipp: Die langen Triebe können in Topfkultur auch elegant über den Rand des Gefässes hängen.
Wird bei der Pflanzung Kompost in den Boden eingearbeitet, sind meist keine weiteren Düngegaben notwendig. Im Kübel düngst du die Pflanzen mit einem phosphorhaltigen Dünger, um einen grösstmöglichen Ertrag zu erzielen.
Ja, zum Schneiden hast du allen Grund: Die üppigen Winden können so raumgreifend sein, dass sie deine Bewegungsfreiheit im Garten und auf dem Balkon einschränken. Was nach dem Schnitt anfällt, ist keineswegs Abfall. Die entfernten Triebe lohnen den Transport in die Küche, wo sie roh oder gegart fantasievoll einsetzbar sind.
Grundsätzlich sind Süsskartoffeln bei Schädlingen nicht besonders beliebt, und auch von Krankheiten werden sie selten heimgesucht. Unsere Lubera-Züchtungen sind zudem ausgesprochen robust. Besonders nach Regentagen mehren sich Beschwerden, dass das Laub von Schnecken angefressen wurde. Die Pflanzen schaffen es immer wieder, die vernichtete Blattmasse zu ersetzen.
Ernte und Lagerung
Werden die Blätter gelb, ist Erntezeit für die Batate. Der konkrete Zeitpunkt, wann man seine Süsskartoffeln ernten kann, lässt sich nicht so einfach festlegen. Man kann aber davon ausgehen, dass - je nach Sorte - die Süsskartoffeln gut 4 Monate für reife Knollen benötigen. Reife Knollen lassen sich mit den Fingern gut unter der Erdoberfläche ertasten. Spätestens nach dem ersten Frost werden sie vorsichtig ausgegraben. Achtung: die Knollen sind sehr empfindlich, und Verletzungen führen rasch zu Fäulnis. Idealerweise werden sie gefühlvoll mit einer Grabegabel aus der Erde gehoben.
Aber natürlich ist manchmal auch eine frühere Ernte ab September sinnvoll, so kann man sozusagen die Genusszeit verlängern. und just in time im September und Oktober schon Süsskartoffeln verarbeiten und geniessen.
Curing
Das Süsskartoffel-"Curing" stellt eine Art 'Heilung' der Knollen dar, die während der Ernte einige Blessuren erlitten haben. Während dieser Behandlung bilden die Knollen nach aussen Schutzzellen aus, schliessen Wunden und werden lagerfähig. Das "Curing" stellt also eine Art Abhärtungsprozess dar, der die Aussenschale der Knollen härtet. Dazu werden verletzte Knollen mit dem Messer geputzt und faule Stellen aus- oder abgeschnitten.
Angeschnittene und verletzte Süsskartoffeln werden separat gelagert. Sie sollten auch als erstes von allen in der Küche verarbeitet werden. Unserer Erfahrung nach sind sie weniger lange lagerfähig als die unverletzten Knollen.
Daraufhin werden die Knollen für das eigentliche "Curing" möglichst luftig aufbewahrt. In durchlässigen Kisten werden sie in einem trockenen, bis zu 25° C warmen Raum gelagert. Der Vorgang dauert 1 Woche bis 10 Tage. Die für eine Lagerung ungewöhnlich hohe Temperatur fördert die Umwandlung von Stärke in Zucker, und macht die Süsskartoffelknollen noch köstlicher. Viel wichtiger aber: Die Knollen bilden eine dickere, festere Schale aus.
Nachdem das Curing abgeschlossen ist, werden die Süsskartoffeln in Zeitungspapier eingewickelt und in einem Raum gelagert, der zwischen 13° C und 15° C warm ist. An diesem Plätzchen können die Knollen bis zur Verarbeitung in der Küche ruhen.
Vermehrung von Süsskartoffeln
Um Süsskartoffeln zu vermehren, werden für gewöhnlich Stecklinge genutzt, die aus einer bestehenden Knolle gezogen werden. In der Setzlingsvermehrung unterscheidet sich die Süsskartoffel von Kartoffeln. Man nutzt also keine Setz-Süsskartoffeln, so wie wir es von den Kartoffeln kennen.
Du kannst die Bildung der gewünschten Stecklinge dadurch fördern, dass die Knollen zur Hälfte in Anzuchterde versenkt werden. Dann werden die Knollen bei Temperaturen von etwa 22-25° C gleichmässig feucht gehalten und treiben aus. Nach spätestens drei Wochen an einem hellen Ort zeigen sich die ersten Triebe.
Der Steckling ist lang genug, wenn er eine Länge von 15-20 cm erreicht hat. Diesen Triebsteckling (auch Slips genannt) kannst Du in ein Wasserglas stellen, bis sich ausreichend Wurzeln gebildet haben. Der Steckling ist nun bereit, um in Erde getopft zu werden.
Getopfte Süsskartoffelstecklinge kannst du ab Mitte Mai in grössere Gefässe umtopfen. Ins Freiland pflanzt Du sie frühestens nach den Eisheiligen. In wärmeren Regionen mit genügend Feuchte im Frühjahr werden die Slips (die Süsskartoffel-Triebstecklinge) auch unbewurzelt ins Freiland oder den Kübel gepflanzt.
Dir die Anzucht eigener Jungpflanzen zu mühsam, oder du hast den richtigen Zeitpunkt zur Stecklingsanzucht bereits verpasst? In unserem Lubera-Shop bieten wir jedes Jahr ab Mai eine grosse Auswahl spannender Sorten für den Hausgarten an.
Wir haben vor einigen Jahren ein Zuchtprogramm gestartet, um diese spannende Art auch für unsere Gärten nördlich der Alpen anzupassen. Dazu haben wir laubschöne Sorten mit gutem Ertrag gezüchtet, damit das Gemüse neben ihrem maximalen Genusswert auch einen hohen Zierwert hat. Diese ideale Kombination gab es noch nicht auf dem Markt. Gewöhnliche Ipomoea-Ziersorten sind natürlich ebenfalls essbar, bringen aber weniger Ertrag. Das Laub unserer Züchtungen wächst kompakter, so dass sie eine optimale Kombination von Nutz- und Zierwert darstellen. Gerade dann, wenn die nur wenig Raum zum Gärtnern zur Verfügung steht, sind das begehrenswerte Eigenschaften. Beim Süsskartoffelanbau auf dem Balkon oder der Terrasse kannst du im Sommer das schöne Laub der Pflanzen geniessen, bis es ab Herbst Zeit für die Knollenernte wird.
Nährwerte und gesundheitliche Vorteile
Die Süsskartoffel, nach Kartoffeln und Maniok weltweit die Nr. 3 der Erdfrüchte, gilt als inhaltsreichstes Gemüse. Neben hohen Stärke- und Zuckergehalten sind es vor allem die sekundären Inhaltsstoffe, die auch die Gesundheitsforscher auf die Spur dieser Erdfrucht gebracht haben. Hohe Gehalte am Vitamin A und C werden bei den gelben und orangen Sorten von Carotinoiden und Anthocyanen ergänzt. Reichlich vorhandenes Kalium und Calcium stärken Knochen und Muskulatur, viele Ballaststoffe ...
Die Blätter der Süßkartoffel sind ein häufig übersehenes Blattgemüse, das in vielen Teilen der Welt als Nahrungsmittel verwendet wird.
Sind Süßkartoffelblätter für Hunde geeignet?
Dank ihres hohen Ballaststoffgehalts können die Blätter der Süßkartoffel die Verdauung Deines Hundes fördern. Dank des Kalzium- und Vitamin-K-Gehalts tragen die Blätter zur Gesundheit der Knochen und Zähne bei.
Die Blätter der Süßkartoffel sollten gekocht oder gedünstet werden, bevor Du sie Deinem Hund gibst. Roh können sie schwerer verdaulich sein und zu Magenbeschwerden führen. Wie bei allen Blattgemüsen solltest Du die Blätter der Süßkartoffel in Maßen füttern, um Verdauungsprobleme wie Blähungen oder Durchfall zu vermeiden. Füttere die Blätter immer pur, ohne Gewürze, Salz oder Öl.
Wann solltest Du Süßkartoffelblätter nicht füttern? Wenn Dein Hund empfindlich auf ballaststoffreiche Nahrung reagiert, könnten die Blätter der Süßkartoffel Verdauungsprobleme verursachen.
Wie viel Süßkartoffelblätter darfst Du Deinem Hund füttern? Süßkartoffelblätter sollten in moderaten Mengen gefüttert werden. Ein bis zwei kleine Blätter sind für kleine Hunde ausreichend, während größere Hunde eine Handvoll gekochter Süßkartoffelblätter vertragen können.
Die Blätter der Süßkartoffel sind ein nährstoffreiches, kalorienarmes Blattgemüse, das eine gesunde Ergänzung zur Ernährung Deines Hundes sein kann, wenn sie in Maßen gefüttert werden. Sie fördern die Verdauung, stärken das Immunsystem und unterstützen die Knochengesundheit. Achte darauf, die Blätter gut zu kochen und in kleinen Mengen ohne Zusätze zu füttern, um mögliche Verdauungsprobleme zu vermeiden.
Kulinarische Vielfalt am Beispiel Sambia
Willkommen zum sambischen Kontrastprogramm zu Fertig-Rösti, Bratwurst und Fondue. (Anmerkung: „den Sambier“ und „den Italiener“ gibt es eigentlich nicht, sie sind ideologische Konstrukte, oft mit fragwürdigen Absichten.)
Bemerkenswert ist, dass Sambias Hauptnahrungsmittel Mais, das die nationale Identität in kulinarischer Hinsicht stark prägt, in Afrika eine koloniale Geschichte hat. Im Zuge des Sklavenhandels, des merkantilen Imperialismus und später des Kolonialismus wurde die Maispflanze (wie auch Maniok, Erdnüsse, Süsskartoffeln, Kürbisse, Bohnen) aus Zentralamerika eingeführt. Missionare und Kolonisatoren brachten „Zea Mays“ von den afrikanischen Küsten ins Landesinnere, wo lokale KleinbäuerInnen den Mais vielerorts als komplementäre Frucht in ihre vielfältige Hortikultur integrierten.
Die Beilagen zu „Nshima“ bestehen aus Gemüse oder Fleisch. In ärmeren Haushalten wird in der Regel eine Beilage aufgetischt, wobei Fleisch längst nicht alle Tage auf den Teller kommt. Am Besten sowohl Rind, Huhn und Fisch - ein karnivorer Heisshunger prägt die sambischen Esskultur. Daran konnte auch der Gründervater der Nation und langjährige Präsident Kenneth Kaunda mit seinem Bekenntnis zum Vegetarismus nichts ändern. Fleisch gibt es nur „well done“, also gut durchgebraten. So werden die hygienischen Unzulänglichkeiten bei der Lagerung und Zubereitung wettgemacht.
Auch im Gemüsebereich hat die sambische Küche für den Erbsli-und-Rüebli-Esser Ungewohntes im Angebot. Überwiegend sind es Blattgemüse, die hier auf den Teller kommen, darunter diverse Wildpflanzen und „Unkräuter“. So wird hier etwa aus den Blättern und jungen Blütenständen des wild wachsenden Amaranths („Bondwe“), den Schweizer Bauern im Ackerbau bekämpfen, eine Spinat-ähnliche Gemüsebeilage zubereitet. Übrigens ist „Bondwe“ nicht nur schmackhaft, sondern auch gehaltvoll: er übertrifft bezüglich Eiweiss sogar die Sojabohne. Weitere geschätzte Grüngemüsearten sind Rapsblätter („Rape“), Kürbisblätter („Chibwabwa“), Süsskartoffelblätter („Kalembula“), Maniokblätter („Katapa“), afrikanischer Kohl („Wild cabbage“, „Lubanga“), behaarter Zweizahn („Blackjack“; „Kanunka“), Senfblätter („Mupilu“) und Augenbohnenblätter („Cow pea“; „Munkwani“). Zubereitet werden viele der Blattgemüsearten mit Zwiebeln, Tomaten und Öl oder mit gemahlenen Erdnüssen.
Das Raffinierte an der sambischen Küche ist nicht nur, dass einige Gemüsepflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien genutzt werden. „Okra“ ist eine der ältesten Gemüsepflanzen überhaupt. Sie wurde schon vor 3'000 Jahren an den Ufern des Nils kultiviert und nahm bei ihrer globalen Verbreitung den dem Mais entgegengesetzten Weg: Mit dem Sklavenhandel gelangte das auf Englisch „Ladyfinger“ genannte Gemüse nach Amerika.
Diverse Früchte, Beeren, Nüsse, Pilze, Wurzeln und Wurzelknollen runden das kulinarische Spektrum Sambias ab. So. Ich wollte euch mit dieser die Kochkunst betreffende „Tour de Sambie“ weder zum Heugümperbräteln, noch zum Blackenkochen überreden, sondern der geneigten Leserin, dem geneigten Leser einen kulinarischen Blick über den helvetischen Tellerrand hinaus auf den afrikanischen Kontinent ermöglichen.
Es war ein richtiges Sambisches Festbüffet, mit traditionellen Gerichten - Süsskartoffelblätter, kleine Kürbisblätter, Bohnenblätter mit gemahlenen Erdnüssen. Zwei Hühnergerichte (Huhn fehlt auf keiner Festkarte), ein grosser gebackener Kürbis, Kartoffelsalat mit Apfel, Kabissalat, ein Okra Gericht, Reis und natürlich ein riesiger Topf Nshima, das Hauptnahrungsmittel ohne das ein Sambier nicht gegessen hat (eine Form von Polenta).

Auslage auf einem Lebensmittelmarkt in Lusaka. Erste Reihe hinter den Tomaten, von links nach rechts: „Kapenta“ (kleine, getrocknete Fische) , „Finkubala“ (Mopane-Raupen), „Mintesa“ (kleine, getrocknete Fische), „Mulonge“ (kleine, getrocknete Fische). Heisshunger auf tierische Proteine.
Tabelle: Nährwerte von Süßkartoffelblättern (pro 100g)
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 40 kcal |
| Ballaststoffe | ca. 4g |
| Vitamin A | Sehr hoch |
| Vitamin C | Hoch |
| Kalium | Reichlich |
| Calcium | Reichlich |
SÜßKARTOFFELN ANBAUEN 🥔 Vom anpflanzen bis zur großen Ernte
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