Tipps und Tricks für perfekt gebratene, festkochende Kartoffeln

Heute widmen wir uns einem Klassiker der deutschen Küche: Bratkartoffeln. Doch wie gelingen richtig leckere Bratkartoffeln? Hier sind einige Tipps und Tricks, die Sie bei der Zubereitung beachten sollten.

Die Wahl der richtigen Kartoffelsorte

Verwenden Sie für richtig gute Bratkartoffeln eine festkochende Kartoffelsorte. Festkochende Kartoffeln mit ihrem sehr feuchten und schnittfesten Fruchtfleisch eignen sich vor allem für Gerichte, bei denen sie im Ganzen erhalten bleiben sollen. Zu den meistverkauften festkochenden Sorten gehören Allians, Annabelle, Belana, Goldmarie, Princess und die rotschalige Ramona.

Vorbereitung ist alles

Für die Zubereitung von Bratkartoffeln gibt es verschiedene Methoden. Eine Möglichkeit ist, die Kartoffeln am Vortag zu kochen. Deluxe: Kartoffeln, die am Vortag gegart wurden, dann sind sie schön ausgedampft und lassen sich kalt besser in mundgerechte Scheiben oder Würfel schneiden.

Kartoffeln schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden.
Wenn Sie die Bratkartoffeln aus rohen Knollen zubereiten, sollten Sie die Scheiben möglichst dünn schneiden.

In der Zwischenzeit Zwiebeln, Speck und Knoblauch in Würfel schneiden. Zum Schluss dezent mit Salz würzen, da der Speck sehr salzig ist. Mit Petersilie und frischem Pfeffer abschmecken.

Das richtige Fett und die richtige Pfanne

Nehmen Sie Butterschmalz oder Nussbutter zum Braten. Verwenden Sie eine beschichtete Pfanne wie z. B. eine Keramikpfanne, um ein Ankleben zu verhindern. Idealerweise werden die Kartoffeln in einer Eisenpfanne gebraten. Wer die nicht hat und nichts anbrennen lassen will - eine Teflonpfanne mit stabilem Boden tuts natürlich auch.

Die richtige Temperatur

Wählen Sie die richtige Temperatur. Am besten so 180 - 200° C, also ziemlich hoch, da die Kartoffeln ja schon gekocht sind und nur noch ihre typische Farbe brauchen. Die Kartoffeln kommen bei starker Hitze in die Pfanne, dann wird auf Mittelhitze reduziert.

Geduld ist eine Tugend

Wichtig: Nicht wie wild in der Pfanne rumrühren oder tausendmal die Bratkartoffeln schwenken. Hier ist der Faktor Zeit und Geduld sehr wichtig. Achtung: Nicht vergessen, die Kartoffeln zwischendurch zu schwenken, damit die oberen Kartoffelscheiben auch gebraten werden.

Und jetzt auf keinen Fall wild mit dem Spachtel oder der Holzkelle fuhrwerken. Die Kartoffeln erst mal auf der einen Seite (jede braucht 3 bis 4 Minuten) in Ruhe und langsam bräunen lassen. Selbst, wenn sie etwas am Pfannenboden anbacken sollten - warten! Sie lösen sich von selber.

Wann kommen Zwiebeln und Speck in die Pfanne? Nun den Speck, die Zwiebeln und den Knoblauch zu den Bratkartoffeln geben. Sollen die Kartoffeln Gesellschaft bekommen? Dann braten Sie Speck von Beginn an mit. Zwiebeln hingegen kommen erst am Ende dazu.

Würzen nicht vergessen

Zum Schluss dezent mit Salz würzen, da der Speck sehr salzig ist. Mit Petersilie und frischem Pfeffer abschmecken. Pfeffer kommt erst zum Schluss dran, weil er sonst verbrennt. Und der besondere Tipp: Für einen feinen Buttergeschmack zum Schluss noch ein Flöckchen in die Pfanne hauen.

Weitere Tipps und Tricks

  • Nicht zu viel Kartoffeln in die Pfanne geben.
  • Übrig gelbiebene Salzkartoffeln sind übrigens nicht die erste Wahl für Bratkartoffeln. Sie sind zu weich und saugen daher zu viel Fett auf.

Alternative Zubereitung: Smashed Potatoes

Weniger Arbeit geben da die grad sehr trendigen Smashed Potatoes. Das sind vorgekochte, zerdrückte Kartoffeln, die auf einem Blech im Ofen mit etwas Olivenöl oder Butter gebacken werden. Der Unterschied zu normalen Ofenkartoffeln? Am besten eignen sich kleine Kartoffeln. Die werden ungeschält in einem Topf mit Wasser gekocht bis sie weich sind. Etwas ausdampfen lassen und mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Die Kartoffeln mit einem Stampfer oder einer Gabel andrücken, so dass sie etwas aufplatzen - aber auf keinen Fall zerfallen! Mit Olivenöl beträufeln und ab damit in den auf 220 Grad vorgeheizten Ofen. Für 30 bis 40 Minuten. Bis sie schön knusprig aussehen eben.

Wer die Kartoffeln mit Knoblauch oder Kräutern veredeln möchte, gibt die Aromen nach zirka 15 Minuten Backzeit nachträglich dazu. Auch etwas Fleur de Sel krönt das Gericht, allerdings nur, wenn die Kartoffeln vorher nicht in zu viel Salzwasser gekocht wurden. Smashed Potatoes sind eine wunderbare Beilage zu Fleisch und Fisch oder ein tolles Hauptgericht, das auch mit einem feinen Dip serviert werden kann.

Rösti - Eine weitere köstliche Kartoffelvariante

Neben Bratkartoffeln gibt es noch viele andere köstliche Kartoffelgerichte. Eine besonders beliebte Variante ist die Rösti. Ob mit rohen Kartoffeln oder Gschwellti: Mit unseren Tipps und Videoanleitungen gelingt dir Rösti genau so, wie sie sein soll - goldbraun, knusprig, herrlich duftend und garantiert fein.

Die wichtigsten Tipps für die perfekte Rösti:

  1. Welche Kartoffeln für Rösti? Greif am besten zu einer festkochenden Sorte - sie sorgt für die perfekte Konsistenz.
  2. Rösti aus rohen oder gekochten Kartoffeln? Ob roh geraffelt oder aus Gschwellti geschnitten - Rösti gelingt auf beide Arten. Wichtig ist: vorwiegend festkochende Kartoffeln und zum Braten geeignete Sorten wählen.
  3. In welchem Fett brät man die Rösti am besten? Für die perfekte Rösti solltest du an Fett nicht sparen, denn Fett macht deine Rösti erst so richtig knusprig.
  4. Welche Raffel für die perfekte Rösti? Mit dem Rösti-Blitz von Betty Bossi kannst du ein Kilo Kartoffeln in nur 5 Minuten raffeln.
  5. Wie wende ich eine Rösti? Mit dem richtigen Trick gelingt auch das Wenden ganz einfach.
  6. Welche Beilage esse ich zu Rösti? Ob daneben oder obendrauf: Erlaubt ist, was schmeckt.
  7. Wie gesund ist Rösti? Vor allem die Kombination der Beilagen und die Zubereitungsart der Rösti machen den Unterschied.

Tipp: Rösti kannst du im auf 60 °C vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten warm halten. Lass die Ofentür dabei mit einem Kellenstiel einen Spalt offen - so bleibt die Kruste knusprig.

Mit dem Backblech-Duo Mini-Rösti kannst du ganz einfach 12 knusprige Rösti-Dreiecke aufs Mal im Ofen zubereiten. Ohne Wenden und mit viel weniger Fett.

Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Kartoffelsorten und ihre Eignung für bestimmte Gerichte zusammenfasst:

Kartoffelsorte Kocheigenschaft Geeignet für
Allians Festkochend Salate, Gratins, Bratkartoffeln
Annabelle Festkochend Salate, Bratkartoffeln
Belana Festkochend Salate, Bratkartoffeln
Gala Vorwiegend festkochend Pommes, Eintöpfe
Adretta Mehlig kochend Püree, Suppen

So machst du perfekte Bratkartoffeln - knusprig mit Speck und Zwiebeln

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