Rugelach, ein ursprünglich jüdisches Gebäck, erfreut sich großer Beliebtheit. Diese kleinen, gefüllten Hörnchen, die entfernt mit Kipferln verwandt sind, haben ihre Wurzeln in der ungarischen und polnischen Küche. Sie zeichnen sich durch eine köstliche Füllung und ihr charmantes Aussehen aus. Das Aufrollen der Teigstücke bereitet vielen Hobbybäckern große Freude.
In Israel sind Rugelach allgegenwärtig und werden nicht nur zum Chanukka-Fest, sondern auch im Frühling und Sommer genossen. Ihre Beliebtheit hat dazu geführt, dass sie auch in anderen Ländern, wie beispielsweise Deutschland, gerne zu Weihnachten gegessen werden.

Verschiedene Rugelach-Variationen
Ursprung und Entwicklung
Ursprünglich wurden Rugelach aus Hefeteig zubereitet. Durch jüdische Einwanderer gelangte das Gebäck in die USA, wo der aufwendigere Hefeteig durch einen unkomplizierten Frischkäseteig ersetzt wurde. Diese Variante hat sich seither etabliert und erfreut sich großer Beliebtheit.
Vielfalt und Variationen
Die Vielfalt an Rugelach-Rezepten ist schier unendlich. Es gibt sie in zahlreichen Varianten, sowohl süß als auch herzhaft. Der Teig selbst kommt mit wenig Zucker aus, wodurch die Füllung den Geschmack der kleinen Hörnchen bestimmt.
Süße Füllungen
- Schokolade und Nüsse: Eine klassische Füllung, die an Schoko-Croissants erinnert. Dabei werden die einzelnen Teigschichten nicht mit Butter, sondern mit Schokolade bestrichen.
- Marmelade: Eine einfache und schnelle Variante, bei der die Rugelach mit Marmelade gefüllt werden.
- Zimt und Zucker: Eine weitere beliebte Füllung, die an Zimtsterne erinnert.
- Trockenpflaumen und Haselnüsse: Eine raffinierte Füllung, die Süße und Nussigkeit vereint. Die Trockenpflaumen verleihen den Rugelach eine saftige Note.
- Marshmallow-Fluff: In Amerika werden Rugelach gerne mit Marshmallow-Fluff gefüllt.
Herzhafte Füllungen
- Pesto: Eine interessante Alternative für alle, die es lieber herzhaft mögen.
Rogaliki mit Walnussfüllung / Walnut rugelach
Zubereitung
Die Zubereitung von Rugelach ist einfacher als man denkt. Der Teig ähnelt Mürbeteig, enthält aber zusätzlich Frischkäse, was ihm eine besondere Konsistenz verleiht.
Grundrezept für den Teig
- Mehl, Zucker und Salz mischen.
- Butter, Quark und Frischkäse verrühren.
- Mehlmischung dazugeben und kurz unterrühren.
- Den Teig in zwei Hälften teilen, flachdrücken und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.
Zubereitung der Rugelach
- Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen.
- Mit der gewünschten Füllung bestreichen.
- Den Teig in Tortenstücke schneiden.
- Jedes Tortenstück von der breiten Seite zur Spitze hin aufrollen.
- Die Rugelach auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
- Im vorgeheizten Ofen goldbraun backen.
Rugelach in Jerusalem
Jerusalem ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Religionen, was sich auch in der Küche widerspiegelt. Ein Besuch des Mahane Yehuda Marktes, auch bekannt als "Shuk", ist ein Muss für jeden Feinschmecker. Bei einer Foodtour durch die Stadt hatte der Autor die Gelegenheit, Rugelach in einem jüdischen Haus zu probieren. Rabbi Josh präsentierte auf seiner Tafel viele jüdische Köstlichkeiten, darunter schokoladige Rugelach, die den Autor besonders begeisterten.

Der Mahane Yehuda Markt in Jerusalem
Koschere Kekse: Vielfalt und Zubereitung
Koschere Kekse, die nach koscheren Vorschriften zubereitet werden, haben oft besondere Anforderungen, insbesondere hinsichtlich der Zutaten. Einige Kekse sind beispielsweise pareve, d. h., sie enthalten weder Milch noch Fleisch, und können somit mit beidem kombiniert werden.
Koschere Kekse können in verschiedene Kategorien eingeteilt werden, abhängig von der Art des Teigs und den verwendeten Zutaten. Die Backtechniken für koschere Kekse variieren je nach Rezept und gewünschter Konsistenz.
Backtechniken für koschere Kekse
- Ausstechen: Mit Ausstechformen können Kekse in verschiedenen Formen gebacken werden.
- Backen: Koschere Kekse sollten in einem Ofen auf der richtigen Temperatur gebacken werden.
- Abkühlen und Aufbewahren: Nach dem Backen sollten Kekse gut abkühlen, damit sie ihre Form behalten.
Kekse eignen sich für viele Anlässe, sowohl für den Alltag als auch für besondere Gelegenheiten. Sie sind auch eine gute Ergänzung zum Frühstück oder als Snack zwischendurch.
In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach Keksen für spezielle Ernährungsweisen wie vegan, glutenfrei oder laktosefrei zugenommen. Kekse können auch ohne Milchprodukte hergestellt werden.
Tipps und Tricks für perfekte koschere Kekse
Um die besten Ergebnisse beim Backen koscherer Kekse zu erzielen, ist es wichtig, einige grundlegende Tipps und Techniken zu beachten. Diese Tipps beziehen sich auf die Vorbereitung der Zutaten, die Formgebung der Kekse, das Backen und die Lagerung nach dem Backen.
- Alle Zutaten sollten vor dem Backen vorbereitet und in der richtigen Menge gemessen werden.
- Koschere Kekse sollten am besten mit pflanzlichem Fett zubereitet werden, um sie pareve zu halten.
- Große Schokoladenchips oder Nüsse können die Kekse ungleichmäßig backen.
- Der Teig sollte in gleichmäßigen Portionen geformt werden, damit die Kekse gleichmäßig backen und ihre Form behalten.
- Bei Mürbteigkekse kann der Teig ausgerollt und mit Ausstechformen geformt werden.
- Bei der Verteilung der Keksportionen auf dem Backblech sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht zu dicht beieinander liegen.
- Die Ofentemperatur ist entscheidend für das Backresultat. Koschere Kekse sollten meist bei 190°C (375°F) gebacken werden.
- Die Backzeit variiert je nach Rezept und Backblech.
- Es ist wichtig, dass nur ein Backblech auf einmal gebacken wird, damit die Kekse gleichmäßig backen.
- Koschere Kekse sollten nicht zu lange gebacken werden, da sie sonst zu trocken und spröde werden.
- Nach dem Backen sollten Kekse auf einem Gitter abkühlen, damit sie ihre Form behalten und nicht anfeuchten.
- Um die Kekse frisch zu halten, sollten sie in luftdichten Behältern aufbewahrt werden.
- Koschere Kekse sind am besten frisch gebacken, da sie nach einiger Zeit ihre Konsistenz verlieren.
Häufige Fehler beim Backen vermeiden
- Zu viel Mehl kann dazu führen, dass die Kekse trocken und spröde werden.
- Zu viel Zucker kann dazu führen, dass die Kekse zu süß und zu weich werden.
- Zu viel Fett kann dazu führen, dass die Kekse zu weich und unformbar werden.
- Wenn der Keksteig nicht gut untergehoben wird, kann dies dazu führen, dass die Kekse ungleichmäßig backen und sich verformen.
Rugelach als Mitbringsel
Rugelach eignen sich hervorragend als Mitbringsel, da sie sich gut vorbereiten lassen und einige Tage haltbar sind.