Kochen mit Induktion hat sich zur fortschrittlichsten Kochtechnik entwickelt und findet zunehmend auch in privaten Haushalten Interesse. Im Vergleich zur traditionellen Wärmeübertragung erzeugt die Induktion die Wärme durch ein elektromagnetisches Feld direkt im Kochgeschirr. Hier sind einige Tipps, wie Sie beim Kochen mit Induktion Energie sparen können:

Die Wahl des richtigen Kochfelds
Das richtige Kochfeld macht den Unterschied. Ein Induktionskochfeld ist zu bevorzugen, denn dieses nutzt die Energie im Vergleich zu anderen Kochfeldern am effizientesten: Über ein Magnetfeld wird die Hitze nur dort erzeugt, wo sie auch gebraucht wird, nämlich im Topfboden. Die Kochfeldfläche unter dem Topf wird nur durch die Abwärme des Topfs erhitzt. Damit arbeiten Induktionsfelder deutlich schneller und energiesparender als Elektrofelder, denn bei Letzteren verpufft regelmässig viel ungenutzte Nachwärme.
Induktionskochfelder: Vorteile auf einen Blick
- Stromeinsparung von rund 15% gegenüber "normaler" Glaskeramik.
- Keine Verbrennungen auf dem Herd, die Platte bleibt (fast) kalt.
- Die Kochzone reagiert ohne Verzögerung auf Veränderung der Heizleistung.
Für elektrische Kochfelder gibt es in der Schweiz Mindestanforderungen hinsichtlich der Energieeffizienz. Induktionsherde können mehrere Kochfelder haben. Ganz nach Ihrem Bedürfnis können Sie auf Topten Geräte mit einem und bis zu sechs Kochfeldern auswählen.
Topfauswahl und Kochgeschirr
Unabhängig von der Art des Kochfelds sollte man nie Töpfe verwenden, die kleiner als die Kochfläche sind. Denn dadurch geht wertvolle Energie direkt als Wärme in die Luft statt in den Topfboden. Mit doppelwandigen Isolierpfannen können Sie bis zu 60% Strom sparen.
Stellen Sie zunächst sicher, dass Ihr Topf, Ihre Pfanne oder Ihr übriges Kochgeschirr magnetisch ist, denn das ist die Voraussetzung für das Kochen mit Induktion. Auf der Verpackung dieser Produkte ist das Symbol für Induktionseignung abgebildet, so dass sie leicht zu erkennen sind.
Induktionsgeeignetes Kochgeschirr verstehen
Von Töpfen und Pfannen bis hin zu Wasserkesseln und Brätern finden Sie vielerlei Kochgeschirr für Induktionsherde. Von Expertenhand hergestellt, sind unsere Produkte eine lohnende Investition in Ihre Küche.
Wasser richtig erhitzen
Wasser hat eine extrem hohe Verdampfungsenthalpie, braucht also sehr viel Energie, um sich vom Flüssigzustand zu Gas (Wasserdampf) umzuwandeln. Ohne Deckel entweicht der Wasserdampf ungehindert, und die angesammelte Wärmeenergie verpufft in die Raumluft. Ein aufgesetzter Deckel aus Glas erlaubt das Beobachten des Garvorgangs und spart Energie.
So viel Wasser wie nötig: Verwenden Sie eine angemessene Menge Wasser zum Kochen für Teigwaren, Kartoffeln oder Reis. Wir haben gelernt, dass man pro 100 Gramm Pasta einen Liter Wasser rechnet. Du kannst durchaus versuchen, mit weniger auszukommen. Denn gerade das Erhitzen von Wasser verbraucht viel Energie.
Wasserkocher vs. Herd
Soll man das Wasser im Wasserkocher erhitzen? Das hängt vom Herd ab: Auf der Induktionsplatte spart man gegenüber dem Wasserkocher kaum. Das Erhitzen von Wasser im Topf ist reine Energieverschwendung und sollte wann immer möglich vermieden werden. In einem hochwertigen Wasserkocher siedet das Wasser deutlich schneller als auf dem Herd - so spart man kostbare Energie.
Warum spart es keine Energie, wenn ich für Pasta zuerst den Wasserkocher verwende und das Wasser dann in den Topf umgiesse? Energieberater Silvan Graf: «Wen man zum Beispiel Spaghettiwasser im Wasserkocher aufwärmt, geht es zwar meist schneller wegen der direkten Wärmeübertragung im Wasserkocher. Aber wenn man das Wasser dann in die Pfanne leert, muss erst wieder die Pfanne erwärmt werden. Man spart also Zeit, aber keine Energie.»
«Wenn Sie das Wasser direkt für Tee, Instantsuppen oder Instantkaffee verwenden, ist der Wasserkocher die richtige Wahl. Wichtig: Erhitzen Sie nur so viel Wasser, wie Sie auch wirklich brauchen. Sonst ist der Stromverbrauch höher als nötig. Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, den Wasserkocher zu entkalken.»
Weitere Energiespartipps
- Nutzen Sie die Nachwärme: Auf das oft propagierte Vorheizen des Backofens kann bis auf wenige Ausnahmen verzichtet werden. Nutzen Sie auch die Nachwärme, die auf Elektroherden entsteht. Die Kochplatten können Sie einige Minuten früher ausschalten.
- Backen mit Umluft: Backen mit Umluft verteilt die Hitze wesentlich besser im gesamten Backofen und spart deshalb beim Garen gegenüber Unter- und Oberhitze Energie. Es können auch mehrere Backbleche gleichzeitig genutzt werden.
- Verzichten Sie auf Vorheizen beim Backen: Vorheizen ist gerade bei modernen, energieeffizienten Geräten unnötig. Geben Sie die Speisen einfach direkt in den Ofen. Je nachdem verlängert sich die Backzeit um etwa fünf Minuten. Sie sparen aber trotzdem zumindest ein bisschen Energie.
- Richtig viel Energie sparen mit Vorkochen: Kochen Sie öfter mal einen grossen Gemüseeintopf oder ein, zwei Extraportionen Pasta. Mahlzeiten aufzuwärmen, statt jedes Mal neu zu kochen, spart nicht nur extrem viel Zeit, sondern auch enorm viel Energie. Vorausgesetzt, Sie erwärmen das Essen in der Mikrowelle oder auf dem Herd und immer nur die Portion, die Sie auch essen. Aufwärmen im Backofen ist dagegen eine eher energiefressende Angelegenheit.
- Isolierpfanne und Dampfkochtopf nutzen: Jede Menge Strom lässt sich auch mit der richtigen Wahl des Kochtopfs sparen. Doppelwandige Isolierpfannen sparen gegenüber herkömmlichen Töpfen bis zu 60 Prozent Strom.
- Lieber eine zu kleine Platte als eine zu grosse: Wählen Sie den kleinstmöglichen Topf zum Kochen. Denn auch das Erhitzen des Materials verbraucht Strom. Noch wichtiger ist jedoch, dass Sie den Topf auf eine passende Herdplatte stellen. Wenn das nicht geht, wählen Sie lieber eine zu kleine Herdplatte als eine zu grosse. Schon zwei Zentimeter mehr Herdplatte als Topf verbraten 30 Prozent unnötige Energie.
- Immer mit Deckel kochen: Ein Deckel auf der Pfanne spart viel Energie. Das zeigt sich nur schon darin, dass man die Platte einige Stufen niedriger einstellen kann - je nachdem, was auf dem Herd steht und welche Skalierung der Herd hat. Bei Lebensmitteln wie Kartoffeln, die mit Wasser gekocht werden, spart man sogar rund 40 Prozent Energie.
- Umluft statt Ober-/Unterhitze: Nutzen Sie Umluft statt Ober-/Unterhitze, spart das bis zu 15 Prozent Strom. Denn die Temperatur können Sie bis zu 30 Grad tiefer einstellen, ohne dass sich die Backzeit verlängert.
Sind deine Töpfe & Pfannen für ein Induktionskochfeld geeignet? | Bosch Kochfeld Hilfe
Zusätzliche Tipps
- Wer Gemüse klein schneidet, verkürzt die Kochzeit, weil es schneller gart.
- Öffnen Sie die Backofentür so selten wie möglich: Durch ständiges Öffnen gehen bis zu 20 Prozent Energie verloren.
- Wer Gefrorenes im Kühlschrank statt im Ofen auftaut, spart doppelt Energie: Der Ofen muss nicht aufgeheizt werden, und der Kühlschrank braucht weniger Energie zum Kühlen. Achtung: Auftauen im Kühlschrank dauert je nach Lebensmittel und Menge gerne mal 24 Stunden.
Professionelle Beschaffung
Empfehlungen für Liegenschaftsverwaltungen, Wohnbaugenossenschaften und Eigentümerschaften. Topten-Dokumentation. Amt für Hochbauten der Stadt Zürich, Fachstelle nachhaltiges Bauen, ewz, Topten Schweiz, Oktober 2012 (4.
Förderprogramm in Zürich
Kunden aus der Stadt Zürich erhalten Förderbeiträge von 25 CHF auf effiziente Topten Induktions-Kochfelder.
Sparen mit einem Topten-Gerät
Im "typischen" 4-Personenhaushalt mit 2x täglich warm kochen konsumiert das Kochfeld rund 250 kWh im Jahr. Mit Induktionskochfeldern können rund 15% davon oder 112 Franken eingespart werden. Da Induktion die energieeffizienteste Kochmethode ist, werden auf Topten ausschliesslich Induktions-Kochfelder gelistet.