Das Backen von Keksen ist eine wunderbare Tradition, die Freude und köstliche Aromen in jedes Zuhause bringt. Ob für besondere Anlässe wie Weihnachten oder einfach als süße Leckerei für zwischendurch, selbstgebackene Kekse sind immer ein Genuss. Doch wann genau sind Kekse fertig gebacken? Diese Frage ist entscheidend, um perfekte Ergebnisse zu erzielen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Leitfaden, der alle Aspekte des Keksebackens abdeckt, von der Teigzubereitung über die Backzeit bis hin zur richtigen Lagerung.

Die Grundlagen des Keksebackens
Der Teig: Das A und O für gelungene Kekse
Ein guter Teig ist die Basis für jeden gelungenen Keks. Es gibt viele verschiedene Teigarten, aber der Mürbeteig ist besonders beliebt. Hier ist ein einfaches Rezept für Marmeladen-Kekse, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde:
Zutaten:
- 250 g Mehl (Weizen 405 oder Dinkel 630)
- 1 TL Backpulver
- 100 g Rohrzucker
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 3 Eigelb
- 150 g kalte Butter
- Marmelade nach Wahl
Zubereitung:
- Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel vermischen.
- Eine Mulde in die Mitte formen.
- Kalte Butter in kleinen Stücken, Eigelb und Zucker mit Vanillezucker in die Mulde geben.
- Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde im Kühlschrank kühlen.
Es ist wichtig, dass der Teig vor der Weiterverarbeitung richtig kalt und fest ist. Dies erleichtert das Ausrollen und Ausstechen der Kekse. Einige Bäcker bereiten den Teig sogar am Vortag zu, um Stress am Backtag zu vermeiden.
Kekse formen und befüllen
Sobald der Teig ausreichend gekühlt ist, kann der Backofen auf 175-180 Grad Umluft vorgeheizt werden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Für Marmeladen-Kekse ein kleines Stück Teig abbrechen, zu einer Kugel mit etwa 2 cm Durchmesser rollen und mit dem Daumen oder der Rückseite eines Kochlöffels eine Mulde hineindrücken. Die Mulde sollte tief genug sein, damit die Marmelade nicht ausläuft.
Die Wahl der Marmelade ist Geschmackssache. Viele bevorzugen fein passierte Marmelade ohne Kerne oder Stückchen.
Der Backvorgang: Timing und Temperatur
Die ideale Backtemperatur
Die ideale Backtemperatur für die meisten Plätzchen liegt bei 180 °C Ober-/Unterhitze, um sie gleichmäßig zu backen, ohne sie zu verbrennen. Verschiedene Teige erfordern jedoch Anpassungen:
- Mürbeteig: 180 °C
- Spritzgebäck: 200 °C
- Makronen: 150-160 °C
Es ist wichtig, den Ofen vorzuheizen und das Backblech in der Mitte zu platzieren. Da jeder Backofen anders heizt, kann es sinnvoll sein, die Temperatur leicht anzupassen.
Die perfekte Backzeit
Die Backzeit hängt von der Dicke und Größe der Kekse ab. In der Regel beträgt sie etwa 12-15 Minuten. Ein guter Indikator für fertige Kekse ist der Rand, der goldgelb ist und leicht zu bräunen beginnt. Es ist ratsam, die Kekse während des Backens im Auge zu behalten, um sicherzustellen, dass sie nicht zu dunkel werden.
Anzeichen dafür, dass Kekse fertig sind
- Farbe: Der Rand der Kekse ist goldgelb und leicht gebräunt.
- Festigkeit: Die Kekse fühlen sich fest an, geben aber bei leichtem Druck noch etwas nach.
- Geruch: Ein Duft nach frisch gebackenen Keksen erfüllt die Küche.
Es ist wichtig zu beachten, dass Kekse nach dem Abkühlen oft noch etwas fester werden. Daher sollten sie nicht zu lange im Ofen gelassen werden, um zu verhindern, dass sie zu hart werden.
Tipps und Tricks für das Backen
- Teig vorbereiten: Viele Teigsorten können am Vortag zubereitet und im Kühlschrank gelagert werden. Dies spart Zeit und erleichtert die Verarbeitung.
- Gleichmäßige Größe: Achten Sie darauf, dass alle Kekse die gleiche Größe haben, damit sie gleichmäßig backen.
- Backpapier verwenden: Backpapier verhindert, dass die Kekse am Backblech kleben bleiben und erleichtert die Reinigung.
- Abkühlen lassen: Lassen Sie die Kekse nach dem Backen auf einem Gitter abkühlen, um zu verhindern, dass sie weich werden.
Guetzli-Fails & wie du sie verhinderst
Wer kennt es nicht: klebriger Teig, im Ofen zusammengewachsene Gebilde oder steinharte Guetzli. Hier sind einige häufige Fehler und wie man sie vermeidet:
- Keine Waage/kein Messbecher zur Hand: Handgelenk mal Pi ist beim Backen selten eine gute Idee.
- Teig klebt beim Formen/verläuft beim Backen: Kühle den Teig ausreichend.
- Teig ist ölig und krümelig: Verarbeite den Teig zügig und knete ihn nicht zu lange.
- Teig ist bröselig: Füge ein paar Esslöffel Milch hinzu, um den Teig wieder geschmeidig zu machen.
- Guetzli sind staubtrocken: Achte auf die Backzeit und die richtige Bräunung.
- Einige Guetzli sind halb verbrannt, andere noch zu hell: Heize den Ofen immer vor und öffne die Ofentür nicht zu oft.
- Guetzli schmecken fade: Vergiss nicht die Prise Salz.
- Guetzli backen zusammen: Lasse genug Abstand zwischen den Guetzli auf dem Blech.
- Schoggiglasur wird matt/schnell hart: Die Guetzli sollten beim Verzieren Raumtemperatur haben.
Der perfekte Keksteig l MoniiFee
Variationen und Rezeptideen
Marmeladen-Kekse in verschiedenen Variationen
Marmeladen-Kekse lassen sich vielseitig variieren:
- Schokoladencreme: Für Schokoladenliebhaber ist eine Füllung mit Schokoladencreme eine köstliche Alternative.
- Nuss-Nougat-Creme: Eine Nuss-Nougat-Creme sorgt für einen besonders nussigen Geschmack.
- Fruchtmus: Selbstgemachtes Fruchtmus aus Äpfeln, Birnen oder Beeren verleiht den Keksen eine fruchtige Note.
Weitere Keksrezepte zum Ausprobieren
Neben Marmeladen-Keksen gibt es unzählige weitere Keksrezepte, die es wert sind, ausprobiert zu werden:
- Nussknacker: Ein Rezept mit Nüssen und Aprikosenkonfitüre, das besonders in der Weihnachtszeit beliebt ist.
- Schokocreme-Plätzchen: Ein schnelles Rezept mit Schokoladencreme, das in nur 8-10 Minuten gebacken ist.
- Erdnuss-Schoko-Cookies: Ein veganes Rezept mit Haferflocken, Erdnussbutter und Bitterschokolade.
- Ingwerplätzchen: Ein Rezept mit kandiertem Ingwer, das eine würzige Note verleiht.
Kekse richtig lagern
Tipps für die Lagerung
Die richtige Lagerung ist entscheidend, um die Frische und den Geschmack der Kekse zu bewahren. Hier sind einige Tipps:
- Luftdichte Behälter: Bewahren Sie die Kekse in luftdichten Dosen oder Behältern auf, um sie vor Feuchtigkeit und Aromaverlust zu schützen.
- Kühle und trockene Umgebung: Lagern Sie die Kekse an einem kühlen und trockenen Ort, um Schimmelbildung zu vermeiden.
- Getrennte Lagerung: Lagern Sie verschiedene Keksarten getrennt, um zu verhindern, dass sich die Aromen vermischen.
Die meisten Kekse halten sich in einer luftdichten Dose etwa eine Woche.
Warum Kekse manchmal nicht mehr frisch schmecken
Es gibt mehrere Gründe, warum Kekse nach einiger Zeit nicht mehr frisch schmecken:
- Feuchtigkeit: Feuchtigkeit ist der größte Feind von Keksen. Sie macht sie weich und zäh.
- Aromaverlust: Kekse verlieren mit der Zeit ihr Aroma, besonders wenn sie nicht luftdicht gelagert werden.
- Falsche Lagerung: Die Lagerung in einer warmen oder feuchten Umgebung beschleunigt den Verderb der Kekse.
Kekse backen mit Kindern
Ein Familienerlebnis
Das Backen von Keksen mit Kindern ist eine wunderbare Möglichkeit, gemeinsame Zeit zu verbringen und schöne Erinnerungen zu schaffen. Kinder lieben es, Teig zu kneten, Kekse auszustechen und sie zu verzieren. Es ist wichtig, die Kinder altersgerecht einzubeziehen und ihnen einfache Aufgaben zu übertragen.

Tipps für das Backen mit Kindern
- Vorbereitung: Bereiten Sie alle Zutaten und Utensilien vor, bevor Sie mit dem Backen beginnen.
- Einfache Rezepte: Wählen Sie einfache Rezepte, die leicht umzusetzen sind.
- Geduld: Seien Sie geduldig und lassen Sie die Kinder ihre eigenen Fehler machen.
- Spaß: Haben Sie Spaß und genießen Sie die gemeinsame Zeit.
Viele erinnern sich gerne daran, wie ihre Mütter oder Großmütter immer am Buß- und Bettag gebacken haben und am Adventssonntag ein Teller mit Selbstgebackenen auf dem Tisch stand.
Mürbeteig: Das A und O für perfekte Plätzchen
Für viele Guetzli wird ein Mürbeteig verwendet. Dafür benötigt man schon bei der Zubereitung kühle Butter, die nicht wie sonst beim Backen üblich auf Zimmertemperatur gebracht wird. Nach dem Verrühren des Teiges sollte man diesen im Kühlschrank für eine halbe Stunde ruhen lassen. Nimmt man sich nicht die Zeit dazu, verlaufen die Formen der Guetzli beim Ausstechen und Backen leicht.
Was tun, wenn die Kekse zu hart geworden sind?
Wenn Ihre Plätzchen hart geworden sind, können Sie einen Apfelschnitz in die Keksdose legen. Nach bereits wenigen Tagen erhalten Ihre Kekse so wieder eine weiche Konsistenz. Dies ist der Feuchtigkeit des Apfels zu verdanken, welche in die Plätzchen einzieht. Wechseln Sie die Apfelscheibe jeden Tag gegen eine neue aus. Ansonsten könnte im schlimmsten Fall sogar Schimmel entstehen. Haben Sie keinen Apfel zur Hand? Als Alternative können Sie auch Brotscheiben verwenden. Damit erzielt man den gleichen Effekt.
Wie man Feuchtigkeitsentzug verhindert
Es ist natürlich immer am besten, das Problem anzugehen, bevor es überhaupt entstehen kann. Aus diesem Grund hilft es, bereits vor dem Backen einige Dinge zu berücksichtigen. Achten Sie darauf, dass im Guetzliteig genug Eier und Butter vorhanden sind. Diese Zutaten verleihen den Keksen Geschmeidigkeit. Der Guetzliteig sollte beim Ausstechen auch kalt sein. Heizen Sie den Ofen immer vor, damit die vorgeschriebene Backzeit mit der Temperatur übereinstimmt. Zudem sollten Sie sich vergewissern, ob der Teig bei Ober- und Unterhitze oder Umluft gebacken werden muss.
Die häufigsten Fehler beim Backen von Guetzli
- Improvisieren bei den Zutaten: Sollen die Kekse in jedem Falle gelingen, lohnt es sich, mit Waage und Messbecher altbewährte Rezepte zu befolgen.
- Den Teig nicht kühlen: Nach dem Verrühren des Teiges sollte man diesen im Kühlschrank für eine halbe Stunde ruhen lassen.
- Zu viel Mehl verwenden: Man sollte daher lieber weniger Mehl verwenden und anschliessend, wenn nötig, etwas nachgeben, als direkt zu viel davon zu benutzen.
- Keine Eieruhr verwenden: Am besten stellt man sich eine Eieruhr oder den Wecker auf dem Smartphone, um zu hartes oder gar verbranntes Süssgebäck zu vermeiden.
- Backofentür zu oft öffnen: Doch erst, wenn die geplante Backzeit sich dem Ende neigt, sollte man die Backofentür öffnen.
- Auskühlen auf dem heissen Blech: Legt man das Gebäck zum Beispiel auf ein Kuchengitter oder mit dem Backpapier auf eine andere Unterlage, kühlen sie gleichmässiger aus.
- Falsch lagern: Mürbeteiggebäck bewahrt man meist aber ganz klassisch in Metalldosen auf.
Worauf man bei den unterschiedlichen Teig-Arten achten sollte
- Rührteig: Bei Rührteigen sollte man zuerst Butter und Zucker gut verrühren, bis die Masse luftig und cremig ist.
- Hefeteig: Hefeteige müssen lange geknetet werden.
- Biskuitteig: Beim Biskuitteig sollte man beachten, dass der Eischnee ganz fest geschlagen ist.
- Mürbeteig: Mürbeteig sollte vor dem Backen möglichst kalt bleiben.
- Muffinteig: Bei Muffinteig sollten die trockenen und die feuchten Zutaten zuerst getrennt gemischt werden.
Die Bedeutung des Zuckers für die Konsistenz der Kekse
Die Verwendung von Zucker ist besonders wichtig für die Konsistenz der Kekse. Der Typ des Zuckers - weißer oder brauner Zucker - kann die Textur stark beeinflussen. Weißer Zucker führt zu schnellerem Braten und einer knusprigen Konsistenz, während brauner Zucker den Keks innen weicher und feuchter macht.
Die richtige Technik beim Backen von Schoko-Keksen
Die richtige Technik ist entscheidend für die Qualität der Schoko-Kekse. Ein zentraler Punkt ist die Kremierung von Butter und Zucker. Dieser Schritt, bei dem die Zuckerkristalle sich mit dem Fett der Butter verbinden, ist entscheidend für die Konsistenz des Kuchenteiges. Ungelöste Zuckerkristalle können dazu führen, dass das Gebäck schneller braun wird und möglicherweise trocken ausfällt.