Hefe als Dünger für Hortensien: Ein umfassender Leitfaden

Hobbygärtner wissen, dass Tomaten zu den Starkzehrern im Garten zählen und für optimales Wachstum reichlich Nährstoffe benötigen. Doch nicht nur Tomaten, sondern auch andere Pflanzen wie Hortensien profitieren von einer guten Nährstoffversorgung. Statt zu teuren Spezialdüngern zu greifen, können Sie auf bewährte Hausmittel aus der Küche setzen.

Warum stinkt der Kompost und was hat das mit Düngung zu tun?

Ein Komposthaufen im eigenen Garten eignet sich nicht nur, um Garten- und Küchenabfälle umweltfreundlich zu entsorgen, sondern ist eine hervorragende Möglichkeit, aus Biomüll Humus herzustellen, um damit den Garten zu düngen. Es ist wichtig zu verstehen, warum Kompost manchmal unangenehm riecht. Stinkender Kompost ist ein Anzeichen dafür, dass im Inneren des Haufens unerwünschte Prozesse ablaufen. Die Gründe für den unangenehmen Geruch sind:

  • zu viel Feuchtigkeit (durch Regen oder nassen Bioabfall)
  • zu wenig Sauerstoff (durch zu dichtes Material)

Ist der Kompost zu nass oder gelangt nicht ausreichend Sauerstoff an die Bio-Abfälle, beginnen diese zu faulen. Bei den Fäulnisprozessen entstehen Buttersäure und Schwefelwasserstoff, die für den üblen Gestank verantwortlich sind. Dieses Problem tritt oft auf, wenn der Kompost durch Regen nass geworden ist, der Untergrund unter dem Kompost wasserdicht verschlossen ist und keine Flüssigkeit aufnehmen kann, oder zu viel Rasenschnitt in den Kompost gegeben wird.

Was tun, wenn der Kompost stinkt?

Klar ist: Ein richtig angelegter Komposthaufen stinkt nicht. Wenn der Kompost unangenehm riecht, besteht also dringender Handlungsbedarf. Zum Glück gibt es ein paar einfache Maßnahmen, mit denen das Problem beseitigt werden kann.

Maßnahme 1: Feuchtigkeit entziehen

Um die überschüssige Feuchtigkeit im Kompost aufzusaugen, eignen sich Steinmehl oder Kalk aus dem Gartenfachhandel. Auch eine dünne Schicht Erde oder Sand aus dem Garten kann auf den Kompost gegeben werden und die Flüssigkeit aufsaugen. Wenn es viel regnet kann es sinnvoll sein, den Komposthaufen locker mit einer Plane oder Folie abzudecken und so vor der Nässe zu schützen.

Maßnahme 2: Material umschichten

Während der Kompost verrottet, können Ammoniakgase entstehen. Um diesen Prozess zu stoppen, sollte der Kompost regelmäßig mit einer Kompostgabel aufgelockert und umgeschichtet werden. Dabei werden verdichtete Stellen gelockert und gut durchlüftet. So gelangt wieder mehr Sauerstoff an die Kompost-Abfälle. Grundsätzlich sollte beim Kompostieren immer Grobes mit Feinem und Trockenes mit Nassem vermischt werden. Auch Strukturmaterialien wie Holzspäne fördern die Belüftung des Komposthaufens. Wer viel Rasenschnitt hat, sollte diesen zunächst mit gröberen Gartenabfällen wie Ästen und Sträuchern oder Strukturmaterial mischen, bevor er auf dem Komposthaufen landet.

Maßnahme 3: Verrottung beschleunigen mit Hefe

Manchmal kann es hilfreich sein, den Verrottungsprozess des Komposts zu beschleunigen, zum Beispiel mit einem Kompostbeschleuniger aus Zucker und Hefe. Hier kommt die Hefe ins Spiel, um Hortensien indirekt zu düngen. Dafür werden Zucker und Hefe in lauwarmem Wasser aufgelöst und in den Kompost gegeben. Innerhalb kurzer Zeit folgt die Reaktion: Die Temperatur im Kompost steigt auf 60 bis 70 Grad an, während die Hefe das organische Material zersetzt. Durch die Wärme bei der sogenannten Heißrotte wird der Abbauprozess im Kompost beschleunigt.

Der Power-Drink aus Hefe und Zucker für Tomaten und Hortensien

Ein besonders effektiver Dünger lässt sich aus Hefe und Zucker herstellen. Die Kombination wirkt wie ein Energydrink für Pflanzen. Die Hefe eignet sich zudem als Spritzmittel, um Tomaten vor Fäule, Mehltau oder Grauschimmel zu schützen. Sie geht dabei eine Symbiose mit der Pflanze ein, wodurch deren Abwehrkräfte gestärkt werden. Dieser Ansatz kann auch bei Hortensien angewendet werden, um deren Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

Für die Herstellung des Hefe-Zucker-Düngers benötigen Sie:

  • 100 Gramm Backhefe
  • 200 Gramm Zucker
  • 10 Liter Wasser

Die Hefe wird zunächst mit dem Zucker vermischt und dann in einen Eimer mit zehn Litern Fassungsvermögen gegeben. Anschliessend das Ganze langsam mit Wasser auffüllen. Regenwasser eignet sich besonders gut, aber auch normales Leitungswasser funktioniert. Die Mischung ein bis zwei Tage stehen lassen. Ein Liter des entstandenen Konzentrats reicht für zehn Liter Giesswasser.

7 Hausmittel, die sich als Hortensiendünger eignen!

Weitere Hausmittel zur Düngung

Neben Hefe und Zucker gibt es noch weitere Hausmittel, die sich zur Düngung von Pflanzen eignen:

  • Kaffeesatz: Enthält wertvolle Nährstoffe wie Kalium, Stickstoff und Phosphor. Vor der Anwendung gut abkühlen und trocknen lassen, dann in den Boden einarbeiten.
  • Milch: Die enthaltenen Aminosäuren unterstützen das Wachstum. Einen Teil Milch mit acht Teilen Wasser verdünnen und die Mischung zum Giessen verwenden.

Für optimale Ergebnisse empfiehlt es sich, die verschiedenen natürlichen Düngemethoden zu kombinieren oder abzuwechseln.

Eisenmangel bei Hortensien erkennen und beheben

Gelbe Blätter und grüne Blattadern sind ein typisches Anzeichen für einen Eisenmangel. Die Pflanze wächst nicht mehr so üppig und bildet kleine, blasse Blüten. Die Ursache für die gestörte Eisenversorgung der Pflanze lässt sich dank einer Bodenanalyse rasch herausfinden. Bei Eisenmangel bleichen die jungen Blätter der Pflanze aus und werden gelb. Die Blattadern hingegen bleiben grün. Mit gelb verfärbten Blättern zeigen Hortensien, Rosen, Magnolien und Rhododendren besonders rasch einen Eisenmangel auf.

Tipps zur Behebung von Eisenmangel:

  • Lockern Sie den Gartenboden regelmässig auf.
  • Achten Sie darauf, dass Sie die Pflanzen regelmässig und durchdringend mit Regenwasser giessen.
  • Düngen Sie die Pflanzen zu Beginn der Gartensaison mit einem Langzeitdünger.

Ein guter Dünger enthält neben den wichtigen Spurenelementen auch eine ganz bestimmte Eisenform, das Chelat. Ein Chelat umhüllt die Eisenmoleküle im Boden. Die Verfügbarkeit von Eisen ist in sauren Böden mit einem Boden pH-Wert von 4.5 am besten. Mit ansteigendem pH-Wert sinkt die Verfügbarkeit. Zeigt die Bodenanalyse einen idealen pH-Wert so gilt es einen Eisendünger auszubringen.

Anwendung von Eisendünger:

  • Vor der Düngung empfiehlt es sich, den Boden zu lockern, um die Düngeraufnahme zusätzlich zu verbessern.
  • Nun wird das Düngergranulat oder der Flüssigdünger auf den feuchten Boden ausgebracht.
  • Düngen Sie nicht an heissen Tagen oder bei praller Sonne, sondern in den frühen Morgenstunden oder bei bedecktem Himmel. So vermeiden Sie Verbrennungen.

Die Pflanze benötigt einige Wochen, bis sie ihren Eisenvorrat wieder vollumfänglich aufgebaut hat. Bei einem alkalischen pH-Wert muss der Boden verbessert werden, damit die Pflanzen das Eisen vollumfänglich aufnehmen können.

Weitere Tipps zur Pflanzenpflege

Es ist nicht besonders sinnvoll, Erdbeeren nach dem Pflanzen zu düngen. Vielmehr sollte der Boden bereits vor der Pflanzung aufbereitet werden.

Alljährlich stellt sich die Frage, ob man als Hobbygärtner seine Erdbeeren düngen soll oder nicht. Einerseits möchte man einen möglichst hohen Ertrag erzielen, andererseits sollen die Früchte auch nicht mit irgendwelchen Stoffen in Berührung kommen. Wir sagen, was zu beachten ist, wenn Sie Erdbeeren pflanzen möchten.

Für die meisten Obst- und Gemüsesorten sind Nährstoffgaben wichtig für eine gute Entwicklung und einen hohen Ertrag. Da bilden auch Erdbeeren keine Ausnahme. Es ist allerdings so, dass beim Erdbeeren Düngen etwas Fingerspitzengefühl gefragt ist. Grundsätzlich spricht nichts gegen das Düngen der beliebten roten Früchte, sofern die geeigneten Mittel verwendet werden. Allerdings werden die Erdbeeren auch nicht leiden, wenn sie keine Nährstoffe zugeführt bekommen.

Um seine Erdbeeren richtig zu düngen, stehen verschiedene Mittel zur Auswahl. Welches individuell verwendet wird, hängt zum einen von der Jahreszeit ab, zum anderen von der Art der Kultivierung. sind die bekanntesten organischen Dünger. Sie verbessern die Bodenstruktur und fördern das Leben darin. Alternativ kann organischer Langzeitdünger aus dem Fachhandel verwendet werden. Dieser enthält unter anderem Phosphor, Stickstoff und Kalium.

Im Fachhandel sind spezielle Düngemittel für Erdbeeren erhältlich. Sofern es sich bei diesen um organische Langzeitdünger handelt, können sie sehr gut verwendet werden. Sowohl Kaffeesatz als auch Brenneseljauche können zum Erdbeeren Düngen verwendet werden. Kaffeesatz wiederum enthält Kalium, Phosphor und Stickstoff, also all jene Komponente, die auch in Spezialdüngern enthalten sind. Zudem senkt er den pH-Wert im Boden, was Erdbeerpflanzen sehr schätzen.

Im Herbst wird organischer Dünger in den Boden eingearbeitet. Zusätzliche Gaben im Frühjahr unterstützen die Pflanzen beim Wachsen und der Fruchtbildung. Überwiegend werden in heimischen Gärten die mehrjährigen Sorten kultiviert. Wer sich jedoch dazu entschließt, einjährige Exemplare anzubauen, der sollte diesen vor der Blüte Kompost oder mineralischen Langzeitdünger verabreichen. Gelegentlich wird dazu geraten, vor der Fruchtreife eine weitere Nährstoffgabe zu veranlassen. Bei den sogenannten immertragenden Erdbeeren handelt es sich um Sorten, die während der gesamten Saison immer wieder neue Früchte hervorbringen. Dies kostet natürlich viel Kraft.

Werden die Erdbeeren in Kübelhaltung kultiviert, so sollte das Substrat etwa 14 Tage vor dem Pflanzen mit etwa einem Drittel Kompost angereichert werden.

Düngemittel Vorteile Anwendung
Hefe-Zucker-Mischung Fördert Wachstum, stärkt Abwehrkräfte 1 Liter Konzentrat auf 10 Liter Giesswasser
Kaffeesatz Enthält Kalium, Stickstoff, Phosphor Abgekühlt und getrocknet in den Boden einarbeiten
Milch Unterstützt Wachstum durch Aminosäuren 1 Teil Milch mit 8 Teilen Wasser verdünnen

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