Große Menge Reis kochen: Tipps und Tricks für perfekten Reis

Reis ist ein echtes Allroundtalent und in fast allen Küchen dieser Welt zu Hause. Ob als Beilage zu Fisch, in einer Zucchini-Reis-Pfanne oder in einem Curry - Reis passt einfach immer. Doch jetzt mal ehrlich: Reis zu kochen ist einfach - aber für den idealen Reis gibt es viele kleine Tricks, die den Unterschied machen!

Lange Zeit gehörte Reis kochen nicht zu meinem Repertoire, da er mir irgendwie nie so richtig gut gelang. Entweder wurde er zu pampig, klebrig oder zu bissfest. Doch dann lernte ich meinen Mann kennen und in dessen Kultur gehört Reis zum Hauptnahrungsbestandteil. Von meiner Schwiegermutter lernte ich dann, wie ich den perfekten fluffigen Basmati Reis ganz einfach und mühelos kochen kann. Das veränderte mein Verhältnis zu Reisgerichten ganz grundlegend. Ich wusste nun nicht nur, wie ich ihn zubereiten kann, sondern auch, welche Sorte Reis am besten schmeckt und was die Unterschiede davon sind. In diesem Artikel bevorzuge ich den fluffigen und lockeren Reis. Meine Empfehlung bezieht sich also ausschliesslich auf diese Zubereitungsvariante.

Hier sind einige Tipps und Tricks, wie Sie große Mengen Reis perfekt zubereiten können:

Die Wahl der richtigen Reissorte

Bei der Zubereitung von Reis ist die Wahl der entsprechenden Sorte entscheidend. Das war mir früher überhaupt nicht bewusst. Nicht jeder Reis ist gleich - und das ist auch gut so! Je nach Gericht und Vorliebe brauchst Du die passende Sorte. Für Sushi beispielsweise eignet sich ein spezieller Rundkornreis, den Du mit Reisessig würzen solltest, damit er perfekt klebt. Basmati-Reis punktet durch seinen feinen Duft und hat relativ wenig Kalorien, während Jasmin-Reis mit seinem milden Aroma besticht. Du bist Fan von One-Pot-Gerichten? Dann ist Parboiled-Reis ideal, da er besonders locker bleibt.

Für einen nicht klebenden, sondern fluffigen Reis, verwendest du also am aller besten einen Langkorn Basmati Reis. Er klebt nicht, da das Korn sehr schmal ist und weniger Flüssigkeit aufsaugt. Ebenfalls weisst er weniger Stärke auf als ein Mittelkorn Reis. Den besten Langkorn Basmati findest du zum Beispiel im indischen, asiatischen oder türkischen Supermarkt.

Für eine authentische Paella eignet sich am besten Bomba-Reis.

Das richtige Reis-Wasser-Verhältnis

Oft misst man alle Reissorten mit dem gleichen Wasserverhältnis ab. Das sollte nicht so sein. Langkornreis hat zum Beispiel ein Reis-Wasser-Verhältnis von 1:1,5 Wasser. Wildreis sollte aber in einem Verhältnis von 1:2,5 gekocht werden. Wenn man ihn mit zu viel Wasser kocht, wird er matschig. Mit zu wenig Wasser bleibt er hart oder brennt an.

Generell gilt aber: Die Wasser-Reis-Menge und die Kochzeit sind entscheidend. Eine Faustregel ist ein Teil Reis zu zwei Teilen Wasser und 15-20 Minuten Kochzeit.

Reis richtig waschen

Wusstest Du, dass es wichtig ist, Reis vor dem Kochen zu waschen? Das entfernt überschüssige Stärke und sorgt dafür, dass die Körner nicht verkleben. Jede Reissorte (ausser Risottoreis) sollte man vor dem Kochen waschen. In der Herstellung wird der Reis poliert und es bleibt Stärkepulver am Reis kleben. Das sorgt dafür, dass der Reis klebt und gummig wird. Den Reis wäscht man richtig, indem man ihn mit Wasser in einen Topf gibt und umrührt. So löst sich der Staub und das Wasser wird trüb. Diesen Prozess wiederholt man, bis das Wasser klar ist.

Mit diesem Reis Grundrezept bekommst du in wenigen Zubereitungsschritten den besten lockeren und fluffigen Reis. Den Reis anschliessen mit frischem Wasser in der Schüssel für mindestens eine Stunde einweichen. Gerne auch länger wenn du magst. Dadurch verliert der Reis an Stärke und klebt dadurch anschliessend beim Kochen viel weniger. Ebenfalls reduziert sich dadurch der Arsengehalt im Reis.

Bevor man den Reis kocht sollte man ihn waschen um überflüssige Stärke zu entfernen und damit der Reis nicht so klebt. Dazu kann man den Reis für ca.

Die richtige Kochmethode

Die gängigste Methode Basmati Reis zuzubereiten ist die Quellmethode im Kochtopf. Wie Du Reis richtig kochst, hängt von der Reissorte und Deiner Vorliebe ab: Locker oder leicht klebrig? Die Kochzeit beträgt je nach Sorte 15-20 Minuten.

Nach dem Einweichen einen Kochtopf mit Wasser aufkochen. Wenn das Wasser kocht, das Salz und den Reis dazugeben und für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Den Reis auf keinen Fall ganz gar kochen. Er sollte auf keinen Fall nicht ganz gar gekocht werden. Der Reis darf noch einen ganz leichten Biss haben.

Danach gibt man den Reis gemeinsam mit dem Wasser in einen Topf - das Reis-Wasser Verhältnis beträgt immer 1:1,5 - d.h. zum Beispiel eine 1 Tasse Reis zu 1,5 Tassen Wasser. Zusätzlich gibt ein wenig Salz in den Topf und lasst das Ganze für ca.

Den Reis in ein Sieb abgiessen. In den leeren Kochtopf das Ghee, den Bratbutter oder das Olivenöl geben. Anschliessend den abgetropften Reis wieder in den Topf zurückgeben. Den Reis leicht in der Mitte auftürmen und mit einem Kochlöffel einige Dampflöcher einbringen (siehe Bild unten). Den Topfdeckel mit einem frischen Küchentuch umwickeln und auf den Kochtopf geben. Das Küchentuch dient dazu, dass der entstehende Dampf durch das Tuch aufgefangen wird und nicht auf den Reis fällt. Dies würde dazu führen, dass der Reis matschig wird.

Den Topfdeckel mit einem frischen Küchentuch umwickeln und auf den Topf geben. Den Reis nun auf niedrigster Stufe noch etwas nachgaren lassen bis er die perfekte fluffige Konsistenz aufweist.

Reis kann man auf unterschiedliche Art und Weise zubereiten.

Du kannst Reis sogar in der Mikrowelle zubereiten - super praktisch für kleinere Portionen. Egal, ob im Topf oder in der Mikrowelle, mit den richtigen Tipps wird Reis kochen zum Kinderspiel.

Weitere Tipps und Tricks

  • Den Reis nicht rühren: Bei der Quellmethode sollte der Reis während des Kochens nicht gerührt werden. Selbst der Risottoreis sollte nur so wenig wie nötig gerührt werden - also gerade so, damit er nicht am Pfannenboden anbrennt. Denn durch das Rühren geht die Stärke aus dem Reis verloren. Auch entweicht ihm so viel Hitze und er wird klebrig.
  • Auf der falschen Hitze kochen: Reis sollte man zuerst kurz auf höchster Stufe aufkochen, bevor man ihn anschliessend auf mittlerer Hitze köcheln lässt. Reis enthält viele Bakterien, welche durch das Aufkochen abgetötet werden. Geschieht das nicht, riskiert man Magenbeschwerden. Wenn man ihn zu lange zu heiss kocht, brennt er an.
  • Reis verfeinern: Wenn dir der Reis Nature zu langweilig schmeckt, kannst du ihn mit ein paar tollen Gewürzen wie Kreuzkümmel, Zimt, Safran oder Kardamom ganz einfach verfeinern. Gib dazu dein bevorzugtes Gewürz ins Kochwasser oder je nach dem auch erst zum Garen ganz am Schluss hinzu.

So sollte der Reis aussehen, wenn er fertig ist.

Reis als Resteverwertung

Auch Reisreste müssen nicht in den Müll: Aus übrig gebliebenem Reis lassen sich leckere Rezepte zaubern, wie zum Beispiel eine Gemüsepfanne mit Reis oder kreative Reisbällchen. Ja, das ist eine einfache Möglichkeit, Reste zu verwerten. Im Kühlschrank bleibt gekochter Reis etwa 3 Tage frisch.

Rezeptvorschläge

Mit diesem Reis Grundrezept hast du nun eine tolle Grundlage für viele verschiedene Reisgerichte. Reis passt als Beilage hervorragend zu vielen tollen Gerichten wie Curry, Fisch, Eintöpfen, Fleisch und Gemüse.

Ob Du Lust auf türkischen Reis hast, Dich für gebratenen Reis mit Hähnchen begeisterst oder einen Klassiker wie Djuvec-Reis probieren möchtest - die Vielfalt ist grenzenlos! Für eine schnelle und einfache Mahlzeit kannst Du eine Reis-Bowl zusammenstellen, ganz nach Deinem Geschmack. Oder wie wäre es mit einer Hackfleisch-Reis-Pfanne für die ganze Familie?

Du liebst gefüllte Paprika? Dann probiere unbedingt das Rezept für gefüllte Paprika mit Hackfleisch und Reis.

Hier sind einige Rezeptideen:

  • Risotto
  • Bratreis
  • Currygerichte
  • Paella
  • Sushi
  • Milchreis
  • Curryreis
  • Reissalat mit Thon und Gemüse
  • Mediterrane Reispfanne mit Zucchini und Zwiebeln

Ihre Gäste werden von dem tollen Curryreis begeistert sein. Dieser Reissalat wird mit Thon und Gemüse zubereitet und passt wunderbar zu Gegrilltem und kann mit vielen Zutaten ergänzt werden. Eine mediterrane Reispfanne wird mit Zucchini, Zwiebeln und verschiedenen Gemüsesorten zubereitet.

Wenn du Reis als Beilage zubereitest, rechne ich pro Person mit ca. 80 bis 100 Gramm. Wenn der Reis die Hauptkomponente der Mahlzeit darstellt, rechne ich mit ca. Reisgerichte eignen sich wunderbar auch in grösseren Mengen zu kochen.

Eine gängige Faustregel: Pro Person etwa 60-80 g Reis. Richtwert: 60-80 g Reis pro Person für eine Hauptmahlzeit.

Reis kochen mit Wissen: Die universelle Formel für guten Reis, gelingt immer!

Ja, Reis lässt sich auch in der Pfanne kochen, vor allem, wenn es sich um Gerichte wie gebratenen Reis handelt.

Egal, was du machst, der Reis wird klebrig, matschig oder schmeckt nicht richtig? Mit diesen Tipps gelingt dir die Zubereitung in Zukunft immer.

Reissorte Wasserverhältnis Kochzeit
Langkornreis 1:1,5 ca. 20 Minuten
Wildreis 1:2,5 ca. 45-50 Minuten
Rundkornreis (Sushi) 1:1 ca. 15-20 Minuten
Parboiled Reis 1:2 ca. 20 Minuten

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