Die Snackgurke erfreut sich wachsender Beliebtheit bei Gartenfreunden und Balkongärtnern. Ihre handliche Größe und der süße Geschmack machen sie zum idealen Snack für zwischendurch oder zur Verarbeitung in Salaten. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über den Anbau und die Pflege von Snackgurken wissen müssen, um eine reiche Ernte zu erzielen.
Die Snack-Gurke gleicht einer Salatgurke für Gartenzwerge, während die Cocktail-Gurke wie eine ovale Wassermelone aussieht. Beide schmecken herrlich «gurkig» und lassen sich sogar im Blumentopf ziehen, wobei sie viel Sonne benötigen.
Gurken im Sommer lange gesund halten für eine reiche Ernte - Pflegetipps, Ausgeizen, Krankheiten.
Gurken pflanzen
Gurken sind wärmeliebende Pflanzen, die mindestens 10° C zum Wachsen benötigen. Bereits im April kann mit der Gewächshauskultur von Salatgurken begonnen werden. Für Freilandgurken braucht es hingegen bis Mitte Mai Geduld. Sie lassen sich vorziehen und nach den Eisheiligen ins Freie verpflanzen.
Standortanforderungen:
- sonniger, feuchter Standort ohne Staunässe
- nährstoffreicher Boden
Ganz im Gegensatz zu den Freilandgurken - sie fühlen sich an vollsonnigen Plätzen wohler. Gewächshausgurken gibt man einen hellen, aber nicht vollsonnigen Platz im Gewächshaus. Notfalls ist eine Schattierung über den Pflanzen anzubringen. Eine leichte Schattierung verhindert ein Verbrennen der Blätter bei starker Sonneneinstrahlung. Eine Milchfolie, ein weißes Lacken oder Schattierfarbe bringt Schutz vor brennender Mittagssonne.
Die Bodenansprüche beider Formen sind ganz ähnlich. Feuchte, nahrhafte und fruchtbare Erde mit gutem Wasserabzug schafft optimale Wachstumsvoraussetzungen. Auf schweren, schlecht erwärmbaren Böden fühlen sich Gurken nicht wohl. Ratsam ist das Einarbeiten von Drainagematerialien für eine bessere Durchlüftung an den Wurzeln. Großzügige Kompostgaben oder verrotteter Mist sichert die Grundversorgung an Nährstoffen für die Starkzehrer.
Beim Anbau von Gurken ist die Fruchtfolge zu berücksichtigen. Vergleichbar mit Rosengewächsen, darf nur alle vier Jahre eine Fläche wieder mit Gurken bestückt werden. Zwischenfrüchte können kurzlebige Gemüsesorten, Bienenweide oder Hülsenfrüchte sein.
Freilandgurken werden entweder direkt ins Beet gesät oder unter Glas vorgezogen. Kleinfrüchtige bzw. kältetolerante Sorten werden von Ende April im Freiland ausgesät und mit einem Schutzhäubchen versehen. Die Abdeckung schützt vor möglichen Kälteeinbrüchen und fördert die Keimung durch eine höhere Temperatur. Empfindliche Sorten werden erst nach der letzten Frostgefahr von Mitte Mai bis Anfang Juni ausgesät. Man gibt den Pflanzen etwa 30 bis 50 cm Platz zur nächsten Gurke. Der Abstand in der Reihe beträgt 80 bis 100 cm. Zwischenräume lassen sich effizient mit Gemüse von kurzer Kulturdauer (z.B. Radieschen oder Salat) nutzen.
Die Keimung der Gurken erfolgt selten gleichmäßig bzw. zuverlässig. Zur Sicherheit werden jeweils drei Samen pro Pflanzloch ausgesät.
Brauchen Gurken eine Rankhilfe?
Eine von der Decke gelassene Schnur dient den Gurken als Rankhilfe. An Rankhilfe hochziehen wie z.B. * Erde mit einem Mulchmaterial (z.B. * An Rankhilfe hochziehen wie z.B.
Heutzutage empfiehlt es sich, beim Kauf auf veredelte Salatgurken mit einer gegebenen Mehltauresistenz zurückzugreifen. Sie bringen deutlich mehr Ertrag und sind widerstandsfähiger. Man gibt Gurken bei der Pflanzung einen Abstand von ca. 40 bis 50 cm in der Reihe. Gegenseitiges Schattieren ist dem Wachstum nicht zuträglich, daher wird mit einem Reihenabstand von mindestens 150 cm gerechnet.
Die Gurkenpflanzen werden etwas tiefer eingesetzt bzw. an ihrer Basis angehäufelt. Die Veredlungsstelle muss sich jedoch über der Erde befinden. Die vertiefte Position schafft den Vorteil, dass sich an der Basis weitere Seitenwurzeln bilden. Je nach Temperatur im Gewächshaus kann ein Überstülpen mit einem Anzuchtshäubchen zusätzliche Wärme bringen und das Anwachsen fördern.
Jungpflanzen, unabhängig ob vorgezogen oder gekauft, werden ein erstes Mal entspitzt, sobald sich drei Blätter ausgebildet haben. Ein weiteres Mal, wenn 4 bis 5 Blätter entstanden sind.

Gurken pflegen
In ihrem Wachstum gelten Gurken als fordernd. Sie benötigen sowohl reichlich Wasser als auch Nährstoffe. Trockenheit lässt sich durch regelmäßiges Gießen entgegenwirken. Wasser erhalten die Pflanzen nach Bedarf, ohne dabei nasse Füße zu hinterlassen. Eine Mulchschicht aus Stroh senkt die Bodenverdunstung und hält gleichzeitig die Oberfläche locker. Während der Erntezeit im Sommer kann den Gemüsepflanzen zusätzliche Hornspäne oder flüssiger Gemüsedünger (z.B. Brennnesseljauche) verabreicht werden.
Als Starkzehrer haben die Gurken ein grosses Bedürfnis an Wasser und Nährstoffen. Mangelt es den kleinen Salatgurken an etwas, können die Früchte trotzdem bitter werden. Dagegen hilft vor allem an heissen Tagen ein morgentliches lauwarmes Wässern der Pflanze und eine Mulchschicht, die gegen die Austrocknung schützt. Kompost in der Unterlage und gelegentlich ein wenig Dünger reichen und die Gurken sind versorgt. Selbstgebraute Brennesseljauche eignet sich optimal als gratis Naturdünger.
Regelmässig wässern und düngen. Freilandgurken werden in der Regel kriechend auf dem Boden oder klimmend am Spalier kultiviert. Luft von unten bieten beispielsweise nicht benötigte Erddurchwürfe. Mehr zum Thema Gurken düngen.
Gurken richtig schneiden
Salatgurken klettern im Gewächshaus an Schnüren nach oben. Alle paar Tage wird der Neutrieb vorsichtig um die Schnur gewickelt. Seitentriebe werden konsequent bis in Hüfthöhe entfernt, denn sie gehen zu Lasten der Fruchtbildung.
Für eine Ertragssteigerung Seitentriebe bis in 80 cm Höhe zurückschneiden. Die erste Blüte herausbrechen, damit mehr Blüten gebildet werden.
Im Freiland hat ein Spalier oder eine erhöhte Wuchsvorrichtung den Vorteil, dass Blätter schneller abtrocknen können. Langanhaftende Feuchtigkeit erhöht das Infektionsrisiko für Falschen Mehltau. Gelbliche Flecken, die zunehmend bräunlich werden und Laub absterben lassen, sind ein deutliches Indiz. Vorbeugend festigen Pflanzenstärkungsmittel im Frühjahr das Blattgewebe. Im Gewächshaus führt eher Echter Mehltau zu Problemen. Kritisch ist der Wechsel von Trockenheit zu erhöhter Luftfeuchte. Sobald sich weißer Pilzrasen auf den Blättern bildet, werden alle befallenen Blätter unverzüglich entfernt. Ein möglicher Schädlingsbefall durch Spinnmilben kann mit Nützlingen in Schach gehalten werden.
Mehltau vorbeugen
Mehltau ist eine Pilzerkrankung, die vor allem die Blätter befällt, diese verdorren lässt und die ganze Pflanze schwächt.
- Es empfiehlt sich, die Pflanzen bereits vorbeugend gegen Mehltau zu behandeln. Damit sollte man im Juni beginnen.
- Da sich die Pflanzen in Hausnähe befinden und die Früchte gegessen werden sollen, ist es besser, keine chemischen Fungizide zu verwenden.
- Schachtelhalm gibt es getrocknet in der Drogerie zu kaufen. Er enthält Kieselsäure, die scharfkantig und kratzend ist. Die Pflanze wehrt sich dagegen, indem sie die oberste Zellschicht verstärkt.
Verwendung von Gurken
Gurken werden für den Verzehr unreif geerntet. Keine 10 Wochen nach der Aussaat beginnt die Fruchtbildung. Je häufiger gepflückt wird, desto mehr Früchte entstehen.
Die zahlreichen mittellangen Salatgurken der Gurke Merlin zieren die rankenden Triebe. Wie der sagenumwobene Magier Merlin verzaubert diese Gurkensorte die Terrasse mit goldgelben Blüten, die an Sternchen erinnern. Der Gurkenzauber lässt die Pflanze in einer Fülle an glatten und überaus saftigen Gurken strahlen. Das Praktische - ‘Merlin’ ist handlich und somit perfekt als Snack geeignet, jedoch nicht zu klein und verspricht somit grosse Ernteerträge. Der grosse Ertrag ist mit ‘Merlin’ garantiert‘Merlin’ ist parthenokarp. Dieser Ausdruck wird aus dem griechischen als jungfernfruchtig übersetzt. Egal ob die Blüten bestäubt wurden oder nicht, entwickeln sich aus den weiblichen Fruchtknoten Früchte. Da ‘Merlin’ ausschliesslich weiblich blüht, ist die grosse Ernte an Früchten garantiert. So werden die Snackgurken wirklich süss.
Die gleichmässigen Früchte mit ausgezeichnetem Gurkengeschmack gehören wegen ihrer Form und Grösse zu den sogenannten Midi-Schlangengurken. Dank ihren mittelgrossen Früchten ist die Snackgurke ‘Merlin’ perfekt zum Naschen aber auch nicht zu klein und wunderbar zur Verarbeitung zu einem Gurkensalat geeignet. Zusätzlich sind sie wie alle Salatgurken eine angenehm erfrischende Zutat in gesunden Smoothies.
Gurken sind ein beliebtes und unersetzbares Gemüse. Sie werden für Salate, frische Speisen, Rohkost und vieles mehr in der gesunden Küche verwendet. Man kann die Samen rösten oder als Alternative zu Olivenöl pressen. Der hohe Feuchtigkeitsanteil macht Gurken zu einem gern verwendeten Bestandteil von Hautcremes und Reinigungsmilch. In der Naturmedizin gelten Gurken als entwässernd und kühlend, wodurch sie bei Sonnenbrand, Verbrühungen oder innerlich gegen unreine Haut empfohlen werden.
Lagerung von Gurken
Im Gemüsefach des Kühlschrankes bleiben Gurken zirka eine Woche frisch. Einfrosten ist keine Alternative, denn ihr Wassergehalt ist dafür zu hoch. Als längerfristige Konservierung bieten sich Einlegen oder Einkochen an.
Empfehlenswerte Gurkensorten
Empfehlenswerte Gurkensorten für Gewächshaus oder Freiland sind:
- Charlotte F1 - Bitterfreie Einlegegurke mit sehr vielen Früchten
- Dominica F1 - Gewächshausgurke mit Resistenz gegen Echten Mehltau
- BellaF1 - Schlangengurke für Freiland und Gewächshaus
- Minik F1 - Snack-Gurke ist resistent gegen die typischen Gurkenkrankheiten
- Landgurke Murza F1 - ist eine Salatgurke, die Sie unter Glas oder im Freiland anbauen können, sehr widerstandsfähig gegen Gurkenmosaikvirus, Echten und Falschen Mehltau
- Phönix® - Salatgurke mit 100% weiblichen Blüten, die für große Erträge sorgen, krankheitsresistente TOP-Sorte
- Mini Stars F1 - Hänge-Mini-Gurke bringtviele kleine Snackgurken, buschig-hängender Wuchs, perfekt für Ampeln und Balkonkästen geeignet
- Rocky F1 - Snackgurke mit glatten, 8 bis 10 cm großen Früchten, ideal für Gewächshaus & Freiland
Zusammenfassung
Mit der richtigen Pflege und Beachtung der Standortansprüche können Sie auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon eine reiche Ernte an süßen und saftigen Snackgurken erzielen. Achten Sie auf eine ausreichende Wasser- und Nährstoffversorgung, schützen Sie Ihre Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen und erfreuen Sie sich an den vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten dieses gesunden Gemüses.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Aussaat | April (Vorkultur), Ende Mai (Freiland) |
| Standort | Sonnig, feucht, nährstoffreich |
| Pflanzabstand | 30 x 30 cm |
| Pflege | Regelmäßig wässern und düngen |
| Ernte | Juli bis Oktober |