Grillen wie die Gauchos: Tipps und Tricks für ein unvergessliches Grillfest

Bestes Wetter, der Magen knurrt und Fleisch ist im Haus: „Lass uns doch einfach schnell den Grill anwerfen, was meinst du?“ Die spontane Verköstigung am Grill ist mehr denn je up-to-date, jedoch hat sich das Grillen mit den Jahren durchaus zum kleinen „Event“ gemausert, das zelebriert wird und bei dem Familie und Freunde mit - je nach Budget - „luxuriöser“ Grillausstattung verköstigt werden.

Stilpalast beschreibt, welche Grill-Trends die diesjährige Outdoor-Verköstigung mit sich bringt sowie wie und wo das Grillgut mit Zubereitungs- oder Würzvarianten fremder Grillkulturen verfeinert werden kann. Na dann, ab ans Grillbesteck!

Die Auswahl an mit Holzkohle betriebene Geräte wurde durch Elektro- oder Gas betriebene Griller bereichert. Die Schweizer grillieren nach folgender Studie aus dem Jahr 2013 etwa jeden neunten Tag im Jahr und am häufigsten brutzeln dabei Wurst, Poulet oder Schweinefleisch auf den heissen Röstern.

Aber mit den „üblichen“ Spezialitäten gibt sich längst nicht jeder zufrieden, denn Grillen gehört zum sommerlichen Lifestyle dazu und bietet immer wieder neue Trends - und zwar auch für die Ausstattung der heissgeliebten Kochunterstützung. So lassen sich in den Rost moderner Grillgeräte die Wokpfanne für was Chinesisches, der Grillspiess für was Geflügeliges oder eine kleine Pfanne für das Omelette einschieben.

Neben dem Smoken ist die Zubereitung im sogenannten Dutch Oven wieder im Kommen. Der „Mini-Ofen“ stammt aus den USA und ist ein Topf aus Gusseisen, der zum Kochen, Braten oder Backen über offenem Feuer, auf den Briketts oder sogar dem Gasgrill geeignet ist.

Während es mit dem Dutch Oven „back to basics“ heisst, gibt es für die „High-End-Liebhaber“ die digitale Variante des Grills, welche höhere Ansprüche ans Portemonnaie stellt - aber Träume sind ja erlaubt.

Etwa 3700 Euro müssten zum Beispiel für einen intelligenten Grill mit Sensoren hingeblättert werden, der sich nicht nur - Achtung! - selbst reinigt, sondern zudem mit dem Smartphone über WLAN in Verbindung steht und den Grillenden - während diese entspannt ein Kaltgetränk schlürfen - Werte zum Pellet-Stand, der Temperatur sowie dem Garpunkt zukommen lässt.

Eine noch ausgeklügeltere Variante kommt - wer hätte es gedacht - aus den USA. Wer die Würstchen auf den Solargrill legt, spart zwar Kosten für die Grillkohle, aber muss dennoch etwa 500 Euro investieren und auf die Sonne warten, denn an schwülen, aber bedeckten Sommertagen wird es nichts mit der Grillsession.

Wer vielleicht zuerst noch für den Smart-Grill sparen möchte oder in der App-Landschaft zuhause ist, kann sich mittlerweile diverse Apps rund um das Thema Grillen runterladen. Folgender Blogbeitrag beschreibt verschiedene Apps und geht unter anderem auf Inhalte, Preis sowie Bedienbarkeit ein. Die mobilen Helferlein bieten neben Rezeptvorschlägen rund um Spare-Ribs oder Rindersteak auch Vorschläge für die Zubereitung von Exoten - zum Beispiel Känguru. Damit das Steak saftig auf dem Teller landet, gibt ein Timer-Signal Bescheid, wenn das drei Zentimeter dicke Fleischstück seine Garzeit erreicht hat.

Churrasco: Grillen am Spiess wie die Gauchos

Klar, das in kleine Würfel geschnittene Fleisch auf Spiessen ist erst einmal nicht neu. Jedoch gehört das sogenannte Churrasco „Das Grillen von Fleischstücken am Spiess“ in dieser Saison zu einer Trend-Zubereitungsart auf dem Grill.

Ursprünglich stammt diese Garvariante aus der Tradition der Gauchos, die sich nach einer langen Reise ihr selbst erlegtes Fleisch, an einem Spiess befestigt, über dem offenen Feuer zubereiteten. Das Grillvergnügen auf brasilianisch-argentinische Art ist auch mit dem Kugelgrill möglich, bei dem spezielle Spiesse mittlerweile zur mitgelieferten Erstausstattung gehören.

Churrasco vom Brasil am Spieß - Grill aus Südamerika

Das duftet aber gut aus dem Backofen - ja und es duftet 2016 wohl ebenso lecker aus dem Grill, denn dieser wird kurzerhand mit wenigen Hilfsmitteln zum „Pizzaofen“ umfunktioniert. Voraussetzung für eine knusprige Pizza vom Grill ist ein Deckel, sodass Teig und Belag von oben und unten eingeheizt wird.

Am besten einen Gasgrill nutzen, der neben der Abdeckung mit einem Thermostat ausgestattet ist, welches etwa eine „Backtemperatur“ von 220 Grad Celsius aufweisen sollte. Damit es den Pizzen unter dem Deckel nicht zu heiss wird und sie womöglich zu knusprig - oder gar zu schwarz - werden, ist der Teig nicht direkt auf den Rost, sondern auf speziellen Pizzasteinen zu platzieren, die es in verschiedenen Grössen gibt. Diese sorgen für einen nicht zu knusprigen, aber auch nicht zu feuchten Teig.

Damit die Pizza vom Grill gelingt, die Steine kurz (ca. 15-20 Minuten) bei geschlossenem Deckel anheizen und die belegten Teigscheiben darauf garen - oder auch backen.

Pizza und Fleisch vom Spiess haben gemundet, aber es ist durchaus noch Platz im Magen? Na dann, was eignet sich zur Sommerzeit besser als ein Eis vom Grill? Richtig gehört - selbst wenn es zugegebenermassen nach einer unvereinbaren Kombination klingt, die das Eis zum Schmelzen bringt, gibt es kleine Tricks, die das Eisvergnügen „grillfest“ machen.

Dazu braucht es natürlich Milcheis, Früchte nach Wahl, (5) Eier, Puderzucker (5 Esslöffel) und Tortenböden (Torteletts). Zunächst einmal ist das Eiweiss vom Eigelb zu trennen und unter Hinzugabe von Puderzucker steif zu schlagen und dann ab damit in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit die Früchte waschen, diese in die Tortenböden legen, eine Kugel Eis darüber und den Eischnee als Topping oben draufsetzen.

Dann können es sich die Torteletts auf dem Grill bequem machen - am besten auf einer Schicht Alufolie, damit der Boden nicht schwarz wird. Jetzt heisst es, sich in Geduld üben und darauf warten, dass der Eischnee hart wird bzw. eine leichte und durchaus noch „gesunde“ Bräune annimmt. Dank des Eischnee-Mantels bleibt das Eis im Inneren kühl - ein kühl-warmer Grillnachtisch.

Für den Geschmack des Grillguts ist vor allem die Qualität des Fleischs entscheidend. Aber was wären Gemüse und Obst aus regionalem Anbau sowie das Steak in Bioqualität ohne Würze? Genau, meist fad und langweilig, denn obwohl Tomatenketchup oder Kräuterbutter zum Einsatz kommen, sorgen Gewürze sowie süsse oder scharfe Marinadenvariationen für zusätzliches Aroma.

Kein Thema: Her mit Salzstreuer und Pfeffermühle und ein, zwei, drei, vier, fünf kräftige Würzschübe - ja, viel hilft ja bekanntlich viel. Naja, wenn es um das Würzen des Fleischs geht, sollte jedoch eher nach dem Motto „Nachgewürzen geht immer“ verfahren werden. Dies ist natürlich wie bei so vielen Fragen, die sich um die Zubereitung drehen - Geschmackssache.

Die Bandbreite an Gewürzen und somit auch die Zusammenstellungen derselben haben sich jedoch erst durch die Globalisierung der Handelsmärkte ergeben, welche diverse, exotische und heimisch gewordenen Gewürze mit sich brachte und die Basiswürze aus Salz und Pfeffer bereicherte.

Exotische Gewürze für den besonderen Kick

Südamerika verdanken wir zum Beispiel ein Gewürz, sagen wir mal, der intensiveren Art: Die Chilis. Diese verlangen oft eine ruhige Hand vom Würzenden, denn sonst müssen schnell Milch und Brot her. Chili ist aber nicht gleich Chili: Erstens was die Schärfe angeht und zweitens was die „Form“ angeht.

Darf's ein bisschen Luxus sein? Während Chili ein wirksames und leistbares Gewürz ist, sieht dies mit Safran - dem teuersten Gewürz weltweit - schon ganz anders aus. Safran kann bei der nächsten Grillsession aber in jedem Fall für das ganz besondere „Luxus“- und Geschmacksaroma sorgen. Zur Herstellung von einem Kilogramm benötigt es circa 80-100‘000 Krokusblüten, die etwa eine Fläche von 1’000 Quadratmetern für sich beanspruchen.

Um keinen Faden zu verschwenden, den Safran in warmem Wasser auflösen - ein Gramm auf etwa 120 ml Flüssigkeit. Safran kann sowohl für Süss- als auch für herzhafte Speisen eingesetzt werden und verleiht eine gelbliche Färbung. Zudem gilt Safran aufgrund des beim Trocknen entstehenden „Glückshormons“ als Stimmungsaufheller - und gute Stimmung ist doch immer willkommen! Safran made in der Schweiz gibt es übrigens in Mund im Oberwallis.

Ein beliebtes und durchaus universell einsetzbares Gewürz, das sich aus verschiedenen Aromen zusammensetzt, ist das „Magic-Dust“ Grillgewürz. Seine aromatische Note bekommt das Gewürz von Basisgewürzen wie Paprika mild, Salz, Knoblauchpulver, Puderzucker sowie Chilipulver - jeweils 4 Esslöffel - und schwarzem Pfeffer, Cayenne Pfeffer sowie Senfpulver - jeweils 2 Esslöffel - verliehen. On top dann noch einen Esslöffel Kreuzkümmel zumischen und schon ist das Grillgewürz, das sich mit verschiedenen Fleischsorten verträgt, für das kommende Grillvergnügen fertig gemixt.

So schmackhaft die Würze auch ist, diese setzt sich ebenso wie das Fleisch am Grill fest. „Garden Sweet Garden“ - dies ist natürlich ein mögliches Setting, um eine Grillsession zu starten. Aber ein Umgebungswechsel ist doch nicht verkehrt, oder? Im Park oder am See grillen - das kann doch jeder, oder?

Eine Alternative ist zum Beispiel das Grillen auf einem sogenannten „Barbecue Donut“. Die Mindestmietdauer beträgt drei Stunden und die Tour mit dem schwimmenden Grill kostet etwa CHF 350. Wem das noch nicht ausreicht, der zahlt für jeder weitere Stunde CHF 80. Moderne Elektro-Grills sind beim Gemeinschaftszentrum Wollishofen (Bachstrasse 7) und am Zürihorn (Dufourstrasse 142) beim Chinagarten vorhanden.

Grillen rund um die Welt

„Andere Länder, anderes Grillen!?“ Klar, der Grill unterscheidet sich in anderen Kulturkreisen erst einmal nicht vom üblich-verdächtigen Modell, das auf unseren Balkons oder in unseren Gärten steht. Salut! Im südlichen Frankreich wird mit Vorliebe Meeresgetier gegrillt - zum Beispiel Dorade oder Muscheln.

Wenn’s dann doch mal Fleisch sein darf, wird dieses vorab in würzige Marinaden eingelegt oder die scharfe „Merguez“, eine Bratwurst meist aus Lamm- oder Rindfleisch im zarten Lammdarm, welche ihren Ursprung in Nordafrika hat, landet auf dem Rost. Während die Franzosen die nordafrikanische Merguez für sich entdeckten, stammt eine „andere Art zu Grillen“ - sorry, zu braaien aus Südafrika.

„Braai“ gehört zur südafrikanischen Kultur unweigerlich dazu, denn dieses wird zelebriert und dem „Grillen auf afrikanische Art“ ist sogar ein Kalendertag im Jahr gewidmet: Am 24. September dem „Heritage Day“ wird die kultureller Vielfalt mit gross organisierten Braais gefeiert. Eingeheizt wird Rindersteak, Meeresfrüchten und nationalen Spezialitäten wie Springbock, Kudu oder Straussenfleisch.

Weit verbreitet ist in Thailand das Grillen am bzw. auf dem Tisch. Für das „Moo Kata“ werden zunächst wie beim Fondue Fleisch und Gemüse in kleine Stücke geschnitten, um diese dann entweder auf die heisse Oberfläche des Tischgrills (eine Art Topf mit einer Grillfläche, um die ein Hohlraum verläuft) zum Garen zu legen, oder in die warme Brühe zu geben, die sozusagen als Wassergraben um die Grillfläche herum verläuft.

Die Australier halten es da wieder wie Südafrikaner, die ihr Barbecue an verschiedensten Orten „aufschlagen“. In der Regel wird es Touristen und Einheimischen leicht gemacht: Ein Münzeinwurf und die Grillsession kann starten! Dann heisst es nicht „Let’s have a braai!“, sondern “Let’s have a barbie!“ Barbie ist in Australien die Kurzform für Barbecue.

Dem Grill ist nicht zu entkommen - Gasgrills mit Münzeinwurf sind in fast jedem Park und an Raststätten zu finden - kein Wunder, denn in Australien sind die Wege lang. Da kommt eine kleine Snackmöglichkeit meist sehr gelegen und das Butterbrot für Zwischendurch macht dem Grillfleisch in der Kühlbox Platz. Zum guten australischen Ton gehört, dass der Grillplatz für die nächste hungrige Reisetruppe sauber zu hinterlassen ist.

Neben dem Kängurusteak, landen Shrimps (in Australien „prawns“) oder „Bangers“ (Würstchen) auf dem Grill, die oft durch fruchtige Saucen (z.B.

Das Grillen wird immer mehr zum Event, das zelebriert wird - egal, ob nun auf dem einfachen Holzkohlegrill oder dem teuren Hightech-Gerät. Während bei den Schweizern die Wurst auf der Beliebtheitsskala weit oben steht, sieht das in anderen Ländern ähnlich aus - wobei in Australien auch mal das Känguru-Steak auf dem Grill landet.

In Sachen BBQ muss man den Amis nichts vormachen, sie sind die wahren Meister am Grill! Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie das Rindfleisch anders schneiden als wir.

American Cuts

Die Amerikaner - übrigens auch die Argentinier - haben andere Schnittmuster beim Rindfleisch als wir. Teilweise kennen wir ihre Zuschnitte für Steaks und Braten, verwenden sie aber zum Schmoren oder Sieden, anstatt sie als Delikatesse vom Grill zu servieren. Alle Stücke zeichnen sich dadurch aus, dass sie aromatisch-saftig und von bester Qualität sind sowie einen festen Biss haben.

Ob Zuschnitte von Rasserindern wie Wagyu oder argentinischem Rindfleisch: Wichtig ist, dass die Stücke länger gelagert sind, als wenn man sie herkömmlich schmort oder siedet.

SchnittGewichtBeschreibungBesonderheiten
Skirt Steak300 bis 400 GrammAus dem dünneren Teil des Zwerchfells geschnittenIntensive Marmorierung, viel Bindegewebe, saftig und aromatisch
Flank SteakCa. 500 GrammAus dem Bauchmuskel des Rinds geschnittenMager, zart, voller Geschmack
Flap Steak450 bis 600 GrammDas hintere Lappenstück, aus der Flanke geschnittenFlach, marmoriert, saftig, hat Biss
Hanger Tender500 bis 650 GrammHängt zwischen Rippen und Filet (Lende)Körnige Textur, ideal zum Marinieren, medium rare zubereiten
Top Butt CapCa. 1 KilogrammTafelspitz, HuftdeckelBenötigt gute Lagerung und mindestens 30 Minuten Grillzeit
Tri Tip Roast700 bis 1150 GrammBürgermeister- oder Pastorenstück, liegt unterhalb des FiletsWunderbar marmoriertes Fleisch, saftig und wohlschmeckend

15 goldene Regeln für das perfekte Grillergebnis:

  1. Das A und O beim Grillieren: Gitter immer heiss, sauber und geölt halten. Das hilft, dass das Grillgut nicht klebt und schöne Streifen bekommt.
  2. Geduld bringt Glut: Warten, bis sich eine feine Aschenschicht auf der Glut bildet. Das kann gut und gern 40 Minuten dauern.
  3. Nichts hören, nichts sehen, nichts riechen: Ausser einem leisen Zischen, wenn das Stück Fleisch auf die heissen Gitterstäbe gelegt wird, hört man beim Grillieren nichts.
  4. Marinieren und würzen mit Feingefühl: Gutes Fleisch hat nur wenig Würze nötig. Immer frühzeitig vor dem Grillieren salzen. So gibt es eine schöne würzige Kruste.
  5. Cool bleiben: Auch kalte Steaks direkt aus dem Kühlschrank dürfen auf die heisse Glut gelegt werden. Man bemerkt keinen Geschmacksunterschied zu temperierten.
  6. Durch dick und dünn: Grosse Hitze für dicke Steaks, kleine Hitze für dünn geschnittene und grössere Grillstücke.
  7. Feuer und Flamme: Rauch und Flammen sind beim Grillieren keine guten Zeichen. Rauch schmeckt bitter, deshalb aufpassen, dass kein Fett und keine Marinade in die Glut tropft.
  8. In Reih und Glied: Bei mehreren Portionen auf dem Grill ist Ordnung wichtig.
  9. Faustregel: Fleischdicke hoch zwei = Gesamtgrillzeit.
  10. Geduld zum Zweiten: Das Fleisch, egal ob grosse oder kleine Stücke, nur einmal drehen und nicht ständig hin- und herschieben.
  11. Greifen, nicht stechen: Die BBQ-Gabel ist nicht zum Drehen des Grillguts geeignet.
  12. Auf den Punkt gegart: Die ideale Kerntemperatur des Grillguts beträgt 56 bis 58 Grad, entweder mit Thermometer oder mit dem Handballen-Trick prüfen: Fühlt sich das Fleisch so wie der Handballen an, ist es noch roh.
  13. Geduld zum Dritten: Auch wenn der Magen knurrt - Fleisch vor dem Aufschneiden einige Minuten stehen lassen, damit der Fleischsaft sich ins Innere zurückzieht.

Würzmischungen und Saucen für jedes Stück Fleisch:

  • Würzmischung mit geräuchertem Paprika: 2 Knoblauchzehen hacken, mit 11⁄4 TL Meersalz fein zerstossen.
  • 5-Gewürze-Mischung: 2 TL Sichuanpfefferkörner mit 12 schwarzen Pfefferkörnern, je 1 TL Fenchel- und Anissamen, 1 Stück Zimtstängel und 4 Nelken im Mörser zerkleinern. 2 TL dunklen braunen Zucker, z. B. Demerara, und 11⁄2 TL Meersalz beifügen, mitmörsern. Tipp: 5-Spices-Powder gibt es auch fertig zu kaufen.
  • Chimichurri-Sauce: Der argentinische Klassiker. 1⁄4 TL Meersalz Petersilie grob, Schalotten und Knoblauch fein hacken. Mit den übrigen Zutaten mischen. Bis zur Verwendung zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren, maximal einen Tag. Varianten: Statt Zitronensaft Weissweinessig verwenden. Oder statt Chiliflocken 1 frischen Jalapeño halbieren, entkernen und fein schneiden: Ist mild-fruchtig und kaum scharf. Zusätzlich frische gehackte Oreganoblättchen beifügen.

Alle Stücke sind auf offenem Grill ohne Deckel gebraten worden. Die Rezepte sind für ca. Für die Marinade Ingwer schälen, fein reiben. Knoblauch fein hacken, Pfeffer im Mörser grob zerstossen. Alle Zutaten vermischen. Fleisch trocken tupfen, mit Marinade in einen gut verschliessbaren Tiefkühlbeutel geben, Luft auspressen. Gut 2 Stunden im Kühlschrank marinieren (nicht länger, weil Ingwer die Textur des Fleischs angreift). Grill anfeuern und warten, bis die Glut perfekt ist. Fleisch aus der Marinade nehmen, gut abtropfen lassen und mit Haushaltpapier trocken tupfen. Grillstäbe leicht ölen, Fleisch darauflegen, einmal wenden. Je nach Dicke insgesamt 30 bis 40 Minuten grillieren für medium. Auf ein Brett legen, leicht bedecken, 10 Minuten stehen lassen. Dann quer zur Faser in feine Streifen aufschneiden.

Hanger TenderDie Sauce mit geräuchertem Paprika unterstützt das Raucharoma von grilliertem Rindfleisch aufs Feinste. 600-800 g Hanger Tender (Nierenzapfen)Würzmischung mit geräuchertem Paprika (Seite 3), nach Belieben. Grill anfeuern und warten, bis die Glut perfekt ist. Fleisch trocken tupfen, rundherum mit der Würzmischung oder mit Salz und Pfeffer würzen, festdrücken. Grillstäbe leicht ölen, Fleisch darauflegen, einmal wenden. Je nach Dicke insgesamt ca. 20 Minuten grillieren für medium. Auf eine Platte legen, leicht bedecken, 30 Minuten stehen lassen. Fleisch quer zur Faser in dicke Portionen aufschneiden. Warm oder temperiert mit der Sauce servieren.

Flap SteakEine einfache, aber umso schmackhaftere Marinade. Für die Marinade Knoblauch fein hacken, mit Sojasauce, Aceto, Ahornsirup und Gewürzen mixen. Steaks mit der Marinade bepinseln, bei Raumtemperatur 15 Minuten, danach im Kühlschrank marinieren. Grill anfeuern und warten, bis die Glut perfekt ist. Fleisch aus der Marinade nehmen, gut abtropfen lassen und mit Haushaltpapier trocken tupfen. Grillstäbe leicht ölen, Fleisch darauflegen, einmal wenden. Je nach Dicke insgesamt 30 bis 40 Minuten grillieren für medium. Auf ein Brett legen, leicht bedecken, 10 Minuten stehen lassen. Tipp: Restliche Marinade kann als Sauce zum Fleisch serviert werden.

Skirt SteakIn Argentinien werden die Steaks nur mit Salz gewürzt - so wird die Qualität jeder einzelnen Zutat wichtig. 600-800 g Skirt Steak (Hose) 2-3 TL schwarze Pfefferkörner 1 EL Meersalz, z. B. Grill anfeuern und warten, bis die Glut perfekt ist. Pfeffer im Mörser zerstossen oder in ein Küchentuch geben und mit einem schweren Pfannenboden zerkleinern. Fleisch trocken tupfen. Auf beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen, leicht anpressen. Grillstäbe leicht ölen, Fleisch darauflegen, einmal wenden. Je nach Dicke insgesamt ca. 30 Minuten grillieren für medium. Auf ein Brett legen, leicht bedecken, 5 Minuten stehen lassen. Dann quer zur Faser in Portionen aufschneiden.

Für die Sauce Peperone über dem Feuer unter Wenden rösten, bis die Haut schwarze Stellen bekommt. Zugedeckt erkalten lassen. Dann schälen, entkernen, fein schneiden. Knoblauch, Tomaten und Kapern fein hacken, beifügen. Öl, Zitronenschale und -saft sowie Fenchel beifügen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren Petersilie und Basilikum dazugeben. Falls etwas Fleischsaft ausläuft, ebenfalls zur Sauce geben.

Wenn die Glut perfekt ist, Fleisch trocken tupfen. Mit Salz und Pfeffer würzen, festdrücken. Grillstäbe leicht ölen, Fleisch darauflegen, unter Wenden insgesamt ca. 20 Minuten grillieren. Dann auf die Seite des Grills schieben, wo es weniger heiss ist, und ca. 20 Minuten ziehen lassen. Auf ein Brett legen, leicht bedecken, 15 Minuten stehen lassen. Dann quer zur Faser in Portionen aufschneiden. Dazu die Sauce servieren.

Grill anfeuern und warten, bis die Glut perfekt ist. Fleisch trocken tupfen. Mit 5-Gewürze-Mischung würzen, festdrücken. Grillstäbe leicht ölen, Fleisch darauflegen, unter Wenden insgesamtca. 20 Minuten grillieren. Dann auf die Seite des Grills schieben, wo es weniger heiss ist, und ca. 20 Minuten ziehen lassen. Auf ein Brett legen, leicht bedecken, 15 Minuten stehen lassen. Dann quer zur Faser in Portionen aufschneiden.Tipp: Dazu passt auch Chimichurri-Sauce (Seite 3).

Grillen mal anders: Brasilianisch!

Brasilianisch grillen bedeutet vielfältige Auswahl und geselliges Beisammensein in grosser Runde. Typisch für Grillrezepte aus der brasilianischen Küche sind die langen Spiesse, das offene Feuer und eine grosse Auswahl an Fleisch. Begonnen wird häufig mit Grillwürsten und Geflügel, darauf folgen Schweinerippchen, Rind und auch Lamm. Dazu gibt es traditionellerweise Reis, Bohnen, Polenta, Dips und Salate. Im Kochbuch "Original Brazilian BBQ. Grillen wie die Gauchos Erfunden wurde Churrasco, die brasilianische Kunst des Grillens, vor über 300 Jahren von den Gauchos. Sie ritten durch die endlose Pampa und hüteten riesige Rinderherden. Abends sassen sie am Lagerfeuer zusammen, erzählten sich Geschichten und ein Spiess mit knusprig gebratenem Fleisch machte die Runde. Heute halten Restaurants, die Churrascarias, die Tradition aufrecht. Doch mit den Rezepten und Tipps aus dem Grill-Buch Original Brazilian BBQ.

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