Welche Tiere Werden Vom Grillen Im Garten Angezogen?

Mit dem Beginn der Grillsaison zieht es Jung und Alt wieder ins Freie. Ob im Wald, auf dem Balkon oder im eigenen Garten - die Lust auf Lagerfeuer und gegrillte Köstlichkeiten steigt mit jedem Sonnentag.

Doch nicht nur wir Menschen freuen uns über die Grillsaison. Auch verschiedene Tiere werden von den verlockenden Düften angezogen. Es ist wichtig zu wissen, welche Tiere das sind und wie man sie auf tierfreundliche Weise fernhalten kann.

Gesundheitliche und Ökologische Aspekte des Grillens

Bevor wir uns den tierischen Besuchern widmen, ist es wichtig, einige gesundheitliche und ökologische Aspekte des Grillens zu berücksichtigen:

  • Krebserregende Stoffe: Die schwarze Kruste verbrannter Esswaren enthält krebserregende Stoffe. Auch der Dampf von verbranntem Fett ist ungesund. Achten Sie darauf, dass kein Fett ins Feuer tropft.
  • Grillmethode: Das Grillieren auf dem Gas- oder Elektrogrill ist gesünder als auf dem Holzkohlegrill.
  • Salz: Oft werden Esswaren auf dem Grill übersalzen.
  • Fleischkonsum: Der übermässige Fleischkonsum, der mit der Grillsaison einhergeht, hat schwere ökologische Folgen. Ein Kilogramm Fleisch verursacht nach Angaben des WWF gleich viel CO2 wie 80 Kilogramm Kartoffeln.

Um im Wald oder im Garten zu grillieren, ohne der Natur zu schaden, sind einige Regeln zu beachten. Im Gegensatz zur heimischen Grillparty sind wir Menschen im Wald die Gäste und es liegt in unserer Verantwortung, darauf zu achten, dass Flora und Fauna nicht von uns gestört werden.

Welche Tiere Werden Angezogen?

Verschiedene Tiere werden von den Gerüchen und Essensresten beim Grillen angelockt. Hier sind einige der häufigsten Besucher:

Wespen

Wespen sind wohl die bekanntesten und oft unerwünschtesten Gäste beim Grillen. Besonders die Deutsche Wespe (Vespula germanica) und die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) halten sich bei der Futtersuche gerne in der Nähe von Menschen auf. Solange die Tiere ihre Brut zu versorgen haben, beziehen sie ihre Nahrung hauptsächlich aus Eiweiss in Form von Insekten und Fleisch. Im Spätsommer ändern die Wespen dann ihre Nahrungssuche und benötigen zum Überleben Zucker. Obstkuchen und Säfte treten damit in den Fokus der Tiere.

Es ist wichtig, Wespen nicht aggressiv zu machen. Hektisches Umherschlagen ist keine gute Strategie. Stattdessen können alternative Nahrungsquellen aufgestellt werden, sodass die Wespen gar nicht erst den Obstkuchen als ihr Ziel auswählen. Eine Schüssel mit überreifen Weintrauben fünf bis zehn Meter entfernt kann helfen. Unverdünnte Marmelade oder Honig sollten Sie lieber nicht als alternative Futterquelle wählen, da sie Wespen aggressiv machen.

Der Duft von Parfüm, Haarspray und Cremes kann die Insekten anziehen. Verzichten Sie also gegebenenfalls auf besonders stark riechende Produkte, um die Tiere nicht anzulocken. Wenn Sie Fruchtsäfte und andere süsse Getränke im Freien trinken, empfiehlt es sich, einen Strohhalm zu verwenden. Wenn Sie eine Wespe gestochen hat, hilft vor allem Kühlen.

Wespen sind jedoch auch nützliche Tiere, die einen wichtigen Beitrag zu einem funktionierenden Ökosystem leisten. Um den Nachwuchs zu versorgen, jagen sie beispielweise Fliegen, Mücken und Blattläuse und fungieren dadurch als natürliche Schädlingsbekämpfer. Ein Wespenstaat kann am Tag sogar bis zu 3000 Insekten verspeisen. Ausserdem sind Wespen auch Bestäuber. Ohne einen vernünftigen Grund sollten sie nicht bekämpft werden.

Was tun gegen Wespen?

  • Nicht aggressiv machen
  • Alternative Nahrungsquellen anbieten
  • Auf stark riechende Produkte verzichten
  • Getränke mit Strohhalm trinken

Fliegen

Fliegen stechen nicht, können aber Bakterien übertragen, da sie sich auf der Suche nach Essbarem auf allem niederlassen. Aus diesem Grund sind Fliegen nicht nur lästig, sondern auch unhygienisch. Während sich Fliegen mit verschiedenen Massnahmen aus dem Haus aussperren lassen, wird der Kampf im Freien zur grossen Herausforderung.

Fliegen meiden ätherische Öle wie beispielsweise des Lavendels. Pflanzen Sie viel Lavendel in Ihrem Garten und verbrennen Sie die Zweige im Grillfeuer. Auch getrocknete Lavendelblüten auf dem Esstisch zeigen Wirkung. Als abschreckend empfinden Fliegen den Geruch von Tomatenpflanzen. Pflanzen Sie diese möglichst in der Nähe von Esstisch und Sitzplatz. Die Gleichung "je mehr Walnussbäume im Garten desto weniger Fliegen" geht auf. Abwehren lassen sich Fliegen auch mit Wodka oder anderen alkoholischen Getränken.

Was tun gegen Fliegen?

  • Lavendel pflanzen und verbrennen
  • Tomatenpflanzen in der Nähe platzieren
  • Walnussbäume pflanzen
  • Wodka oder andere alkoholische Getränke verwenden
  • Mülltonnen und Grünabfallbehälter verschliessen

Andere Tiere

Neben Wespen und Fliegen können auch andere Tiere vom Grillen angezogen werden:

  • Ameisen: Werden von zuckerhaltigen Speisen angelockt.
  • Vögel: Können Essensreste aufpicken.
  • Igel: Sind nachtaktiv und suchen nach Futter.
  • Mäuse und Ratten: Werden von Essensresten und Abfällen angezogen.

Es ist wichtig, Essensreste und Abfälle sofort zu entfernen, um diese Tiere nicht anzulocken. Auch das Abdecken von Speisen kann helfen.

Tierfreundliches Grillen

Um die Grillsaison geniessen zu können, ohne die Tierwelt zu stören, sind einige Massnahmen empfehlenswert:

  • Abfälle vermeiden: Verwenden Sie wiederverwendbares Geschirr und Besteck, um Müll zu vermeiden.
  • Essensreste entfernen: Entfernen Sie Essensreste und Abfälle sofort nach dem Grillen.
  • Speisen abdecken: Decken Sie Speisen ab, um Tiere nicht anzulocken.
  • Alternative Nahrungsquellen anbieten: Bieten Sie Wespen und Fliegen alternative Nahrungsquellen an, um sie vom Grilltisch fernzuhalten.
  • Ruhe bewahren: Vermeiden Sie hektische Bewegungen, um Tiere nicht zu erschrecken.

Mit diesen Tipps können Sie die Grillsaison geniessen, ohne die Tierwelt zu stören. So steht einem entspannten und tierfreundlichen Grillabend nichts mehr im Wege.

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Denken Sie daran, dass wir im Wald und im Garten die Gäste sind und es in unserer Verantwortung liegt, die Natur zu schützen und zu respektieren.

Der Weißbauchigel als Haustier

Afrikanische Weißbauchigel werden auch in Europa zunehmend als Haustiere gehalten. Entscheidend zum Interesse an den Stacheltieren beigetragen hatte das Igelmännchen „Mr. Pokee“, ein „Petfluencer“ mit über 1,7 Millionen Followern auf Instagram und möglicherweise der bekannteste Igel der Welt. Aber wie sieht das Leben von Weißbauchigeln in der Natur aus?

Der Weißbauchigel (zoologisch: Atelerix albiventris) ist eine Art innerhalb der Gattung der Afrikanischen Igel, deren natürlicher Lebensraum vorwiegend in Savannengebieten südlich der Sahelzone und in einigen westafrikanischen Ländern liegt, darunter Kenia, Somalia und Tansania. Die Tiere bewohnen Savannen- und Steppengebiete und felsige Gegenden, also eher trockene Landschaften. Der Weißbauchigel ist auch auf Agrarflächen und in Gärten anzutreffen.

Grundsätzlich: Afrikanische Weißbauchigel als Haustier zu halten, ist möglich und wird neuerdings immer beliebter. Allerdings ist eine wirklich artgerechte Haltung der Tiere nicht einfach. Leider verleitet die Niedlichkeit der kleinen Stacheltiere manche Tierfreunde zur spontanen Anschaffung. Erst später stellt sich heraus, dass der Exot Ansprüche hat, die die Afrikanische Weißbauchigel-Haltung problematisch machen.

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Fakten zum Weißbauchigel:

Name Afrikanischer Weißbauchigel
Wissenschaftlicher Name Atelerix albiventris
Herkunft Afrikanische Savannengebiete
Größe Bis 20 Zentimeter Körperlänge
Gewicht Bis 600 Gramm
Farbe Weiß-cremefarbenes Fell, Stacheln hell mit dunklerer Spitze
Augenfarbe Schwarz, rot oder verschiedenfarbig („odd eyes“)
Lebenserwartung In Gefangenschaft bis zu zehn Jahre
Lebensweise Einzelgängerisch

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