Kartoffelchips mit Olivenöl: Ein umfassender Test und Ratgeber

Kartoffelchips sind nach wie vor ein beliebter Snack. Ob traditionell oder aus Gemüse, die Vielfalt ist gross. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Kartoffelchips, insbesondere die Zubereitung mit Olivenöl und gesunde Alternativen.

Beliebte Sorten und Geschmacksrichtungen

In der Schweiz sind Kartoffelchips nach wie vor der beliebteste Apéro-Snack. Am häufigsten werden die Geschmacksrichtungen Nature und Paprika gewählt. Es bleibt abzuwarten, ob sich neue Aromen wie Schinken und Cranberry, Trüffel oder Pfeffer und Zitronenthymian durchsetzen werden. Neben den herkömmlichen Chips gibt es auch Varianten aus blauen Kartoffeln wie St. Galler oder Blaue Schweden.

Selbstgemachte Kartoffelchips: So gelingt's

Möchten Sie Ihre Gäste mit selbstgemachten Kartoffelchips überraschen? Hier sind einige Tipps:

  1. Kartoffelsorte: Für hohe Zubereitungstemperaturen eignen sich Sorten wie Agria, Bintje, Jelly, Lady Felicia oder Victoria.
  2. Zubereitung: Wenn schon selbstgemachte Chips, dann bitte mit Schale! Die Kartoffeln sehr fein, in maximal 2 mm dicke Scheiben schneiden.
  3. Frittieren: Einen Topf bis zur Hälfte mit Öl füllen und auf ca. 180 Grad erhitzen. Kartoffeln portionsweise unter gelegentlichem Wenden ca. 4 Minuten goldgelb frittieren. Mit zwei Gabeln herausnehmen und auf Haushaltpapier abtropfen lassen. Mit Fleur de Sel salzen.
  4. Backen im Ofen: Alternativ können die Chips im Ofen gebacken werden. Die fein geschnittenen Kartoffeln mit Olivenöl und Salz in einer Schüssel mischen und anschliessend auf einem mit Backpapier belegten Blech ca. 20 Minuten bei 220 Grad backen.

Selbstgemachte Chips mit einer leichten Trüffelmayonnaise sind eine exquisite Variante, um Street Food vom Feinsten zu Hause zu geniessen.

Der Trend: Gemüsechips

Sie können den Kartoffel-Chips den Rang zwar nicht ablaufen, aber sie erfreuen sich einer immer grösseren Beliebtheit: Chips aus verschiedenen Gemüsen: Süsskartoffeln, Randen, Rüebli, Pastinaken, Zucchini, Kürbis, Kohlrabi und Sellerie. Und natürlich darf im Angebot das neue Trendgemüse Kale (Federkohl) nicht fehlen.

Gemüsechips werden entweder frittiert oder mit wenig Öl im Ofen gebacken. Oder sie können im Backofen oder in einem Dörrautomat gedörrt werden. Diese Methode ist besonders schonend und kommt ganz ohne Fett aus.

Gemüse-Chips mit Dips lassen sich nicht nur zum Apéro servieren, sondern passen auch zu Suppen und Salat.

Kale-Chips: Der gesunde Snack

Bei Gesundheitsbewussten hoch im Kurs ist Kale, bei uns unter dem Namen Federkohl bekannt. Aus der alten Gemüsesorte lassen sich ganz einfach gesunde Apéro-Chips zubereiten.

Zubereitung:

200 g Federkohl, dicke Blattrippen herausgeschnitten, in Stücke gezupft, mit 2 EL Olivenöl und ¼ TL Salz mischen, auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen.

Backen: ca. 30 Min. im auf 130 Grad vorgeheizten Ofen (Heissluft).

Heissluftfrittieren: portionsweise ca. 6 Min. bei 140 Grad, dabei von Zeit zu Zeit schütteln bzw. wenden. Kale-Chips herausnehmen, salzen.

Federkohl ist ein gesundes Wintergemüse im Trend. Er liefert Chlorophyll und Vitamin C.

Pommes Chips: Wer hat's erfunden?

Die Erfindung der Pommes Chips wird vermutlich einem verärgerten Koch zugeschrieben. Am 24. August 1853 soll George Crum, Hilfskoch im Restaurant Moon’s Lake House, die Kartoffeln ganz dünn geschnitten und in heissem Öl so lange gebraten haben, dass sie beim Aufspiessen mit der Gabel zerbrechen. Sein Plan ging aber nicht auf, denn der Millionär Cornelius Vanderbilt war begeistert von Crums knusprigen Kartoffelscheiben.

Die Amerikaner haben ihrem Lieblings-Snack einen eigenen Gedenktag gewidmet: Der National Potato Chip Day wird jeweils am 14. März gefeiert.

Chips sind nicht gleich Chips

Wenn die Engländer im Restaurant Chips bestellen, erwarten sie Pommes frites. Wenn ein Brite dagegen im Pub nach Crisps verlangt, dann möchte er Pommes Chips. Beide Kartoffelgerichte sind weltweit beliebt!

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Der Fettgehalt im Test

«Kassensturz» testete den Fettgehalt von 13 verschiedenen Paprika-Chips. Die Kriterien: Wieviel Fett enthalten die Chips? Wie gesund ist die Zusammensetzung der Fettsäuren? Und: Wieviele der schädlichen Transfettsäuren enthalten die Produkte?

Ergebnisse:

  • Sehr gut: Terra Chips von der Migros (19 Prozent Fettgehalt), Cractiv Chips von Zweifel, Léger Chips von der Migros.
  • Gut: Original Chips von Zweifel (27 Prozent Fettgehalt), M-Budget, Bio-Chips von Coop, Studio Chips von Aldi.
  • Genügend: Pringles, Chio Red Paprika, Prix Garantie Chips von Coop, Riffel Chips von Spar, Paprika Chips von Denner.

Die fettreduzierten Chips werden nach dem Frittieren durch eine Kammer geschickt, in der mit überhitztem Dampf das Fett von der Oberfläche weggespült wird. Der Fettgehalt hängt auch vom Stärkegehalt der Kartoffeln und der Schnittdicke ab. Je dünner, desto mehr Fett nehmen die Chips auf.

Produkt Fettgehalt Bewertung
Terra Chips (Migros) 19% Sehr gut
Original Chips (Zweifel) 27% Gut
Pringles - Genügend

Ungesunde Ölgemische

Chips, die mit einem High-Oleic-Sonnenblumenöl hergestellt wurden, sind als günstig anzusehen. Im Gegensatz dazu enthalten mit Palmöl produzierte Chips einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren.

Alternativen und gesündere Varianten

Die gesundheitlichen Bedenken hängen vorwiegend mit dem hohen Fettgehalt klassischer Chips zusammen. Dieser kann reduziert werden, wenn die Gemüsescheiben gebacken statt frittiert werden.

Zubereitung im Ofen:

  1. Das Gemüse sehr fein schneiden oder hobeln.
  2. Die dünnen Scheiben in einer Schüssel mit Olivenöl und Gewürzen mischen.
  3. Die Scheiben einzeln auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen.
  4. Im vorgeheizten Ofen bei 110 Grad Umluft rund eine Stunde backen.

Bei Gemüse mit hohem Feuchtigkeitsgehalt sollte der Ofen mehrmals kurz geöffnet werden, damit der Wasserdampf entweichen kann.

Weitere Tipps:

  • Verwenden Sie Olivenöl statt anderer Öle.
  • Experimentieren Sie mit verschiedenen Gewürzen.
  • Backen Sie die Chips statt sie zu frittieren.

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