Sollten gekaufte Eier im Kühlschrank aufbewahrt werden?

Die Menschen in der Schweiz mögen es oval: Jede Person hierzulande isst im Durchschnitt 195 Eier pro Jahr. Generell ist die Eier-Nachfrage in den letzten Jahren gestiegen - während die Produktion zuletzt rückläufig war. Vor und während der Osterzeit steigt unser Appetit auf Eier zusätzlich um 16 Prozent.

Umso wichtiger ist es, vom raren Gut möglichst wenig zu verschwenden. Deshalb gilt es jetzt besonders, die Verschwendung von Eiern dringlichst zu vermeiden. Hier sind einige Tipps, wie Eier länger haltbar bleiben und nicht nutzlos im Abfall landen.

Nicht unnötig kühlen

Eine natürliche Schicht schützt das Ei bis zu 21 Tage nach dem Legedatum. In dieser Zeit wird es am besten bei Raumtemperatur gelagert.

Und wenn, dann richtig kühlen

Nach diesen drei Wochen gehört das Ei in den Kühlschrank - idealerweise aber nicht in die Kühlschranktür. Denn diese ist Temperaturschwankungen ausgesetzt, was die Haltbarkeit der Eier verringert. Besser im mittleren oder oberen Fach lagern.

Bei Temperaturschwankungen bildet sich Kondenswasser auf der Schale; dieses Wasser erlaubt es den Keimen, durch die Schalenporen hindurch zu gelangen - sozusagen «hindurchzuschwimmen». Das soll möglichst vermieden werden.

Originalverpackt lassen

Die Eierschale ist porös und nimmt leicht Gerüche aus dem Kühlschrank auf.

Nicht waschen

Die natürliche Schutzschicht der Schale verhindert das Eindringen von Bakterien. Falls die Eier verschmutzt sind, am besten trocken abreiben.

Möglichst nicht kochen

Wenn Eier gekocht werden, sind sie nicht lange haltbar. Denn im heissen Wasser verliert die Schale ihre schützende Beschichtung. Selbst gekochte Eier sollte man im Kühlschrank lagern und innert fünf Tagen konsumieren.

Nicht vorschnell wegwerfen

Gemäss einer repräsentativen Umfrage werfen 16 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer ihre Lebensmittel am ersten Tag, an dem das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist, sofort weg. Das muss nicht sein: Dieses Datum sagt lediglich aus, dass ein Produkt bis zu diesem Tag bei richtiger Lagerung Geschmack, Geruch, Nährwert und Beschaffenheit behält.

Weitere Tipps zur Lagerung und Verwendung von Eiern

  • Reif für die Koch-Insel: Nicht nur Obst, sondern auch Eier müssen reifen: Am besten schmecken sie nach fünf bis sieben Tagen. Auch die Schale löst sich bereitwiller vom Ei, wenn es einige Tage alt war, bevor es gekocht wurde.
  • Die Spitze schön nach unten: Mit der Spitze nach unten und an einem dunklen, kühlen Ort bleiben Eier länger haltbar. Durch die poröse Schale dringen leicht Fremdgerüche ein. Darum besser nicht direkt neben Zitronen oder Zwiebeln aufbewahren.
  • Regeln für rohe Eier: Rohe Eierspeisen erfordern strikte Hygiene. Also immer gut Hände waschen und die leeren Eierschalen nicht mit dem Finger ausstreichen - sonst kann die Eimasse leicht mit Keimen infiziert werden, die an den Händen oder an der Schale waren.

Wie lange bleiben die Eier frisch?

Um Temperaturschwankungen zu vermeiden, werden in der Schweiz Eier ungekühlt verkauft. Ohne Kühlung bleiben Eier mit intakter Schale ab dem Legedatum mindestens 21 Tage lang frisch. Deshalb ist die Verkaufsfrist per Gesetz auf 21 Tage nach dem Legedatum beschränkt.

Achtung beim Abschrecken

Wenn hartgekochte Eier mit kaltem Wasser abgeschreckt werden, werden durch den Unterdruck neben Luft und Wasser auch Bakterien in das Ei gesaugt. Dann ist das Ei, auch im Kühlschrank, nur noch wenige Tage haltbar.

Viele Konsumenten glauben, dass abgeschreckte Eier leichter zu schälen sind und halten sie daher nach dem Kochen unter kaltes Wasser. Ein Test des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit ergab allerdings, dass die Schälbarkeit von abgeschreckten und nicht abgeschreckten Eiern gleichwertig ist.

Zehn Minuten lang gekochte, nicht abgeschreckte, Eier sind bei Raumtemperatur für mindestens drei Monate haltbar. Die Haltbarkeit abgeschreckter Eier ist im Vergleich dazu deutlich reduziert: Denn durch das Abschrecken können Bakterien durch die Schale in das Innere des Eis gelangen und sich dort vermehren. Werden diese Eier bei Raumtemperatur gelagert, kann der Toleranzwert schon nach fünf Tagen überschritten sein. Eier abzuschrecken ist zwar eine weit verbreitete Praxis, nützt aber nichts.

Eine optimale Lagerfähigkeit der Eier bis zu drei Monaten verspricht der Verzicht auf das Abschrecken der gekochten Ostereier mit kaltem Wasser.

Kühlschrank oder nicht?

Beides geht, aber nicht zu jedem Zeitpunkt: Bis 21 Tage nach Legedatum verfügen die Eier über einen natürlichen Schutz. Während dieser Zeit würde ein Küken heranwachsen, wenn es ausgebrütet würde. Kühle Temperaturen könnten diese Schutzschicht schädigen, und Bakterien hätten ein leichtes Spiel, ins Ei zu gelangen. Deshalb findest du die Eier in der Migros auch nicht im Kühlregal, und zuhause kannst du sie bei Raumtemperatur lagern. Wichtig ist, dass sie dabei nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Sind die drei Wochen vorbei, gehören die Eier in den Kühlschrank. Dort mögen sie allerdings nicht allzu kalte Temperaturen, deshalb ist die Kühlschranktür der beste Ort. Mit Vorteil lagerst du die Eier nicht neben stark riechenden Lebensmitteln wie etwa Käse, denn durch die dünne Schale könnten fremde Aromen eindringen.

Die Eier werden anschliessend in einem kühlen Raum gelagert. Die ideale Lagertemperatur beträgt zwischen 10 und 18 Grad. Sind die Temperaturen zu tief, so besteht die Gefahr, dass das Ei später bei höheren Temperaturen, wie zum Beispiel beim Transport, zu schwitzen beginnt.

Wir empfehlen Ihnen, die Eier nach Erhalt sofort im Kühlschrank zu lagern. So bleibt die Qualität sehr lange erhalten und die Eier können noch zwei bis vier Wochen lang über das Mindesthaltbarkeitsdatum von 28 Tagen konsumiert werden.

Haltbarkeit von gekochten Eiern

Kochst du zuhause ein Ei, solltest du es innerhalb von fünf Tagen essen. Denn im kochend heissen Wasser verliert die Schale ihre natürliche Schutzschicht. Lagere das hart gekochte Ei daher im Kühlschrank. Anders steht es um die gekochten Eier aus der Migros, dort liegt das Mindesthaltbarkeitsdatum bei 40 Tagen. Und zwar, weil sie gefärbt sind. Dabei werden die Poren der Eierschalen geschlossen, wodurch keine Keime mehr eindringen können.

Eigentlich würde man ja annehmen, dass hartgekochte Eier sehr lange haltbar sind. Dem ist aber nicht so. Hartgekochte Eier sollte man innert 5 Tagen essen. Grund: Beim Kochen der Eier kommt die Schale mit Wasser in Berührung und verliert die natürliche Schutzschicht. Keime können durch die Schale ins Ei eindringen.

Frischetest für Eier

Die Frische eines Eis lässt sich auch am Aussehen des Eidotters und des Eiweisses abschätzen: Ist der Eidotter schön gewölbt und das Eiweiss dickflüssig und leicht wolkig, dann ist das Ei ganz frisch. Ist der Dotter hingegen flach und das Eiweiss ganz klar, dann ist das Ei schon etwas älter.

Sinkt das Ei in einem Glas Wasser ganz zu Boden, ist es zwischen einem und drei Tagen alt. Sinkt es zu Boden und das stumpfe Ende zeigt leicht nach oben, ist das Ei zwischen fünf und sieben Tage alt. Sinkt das Ei zu Boden und steht aufrecht im Wasser, ist es zwei bis drei Wochen alt. Schwimmt das Ei an der Wasseroberfläche, ist das Ei so alt, dass man es besser nicht mehr isst.

Hier ist eine Tabelle, die die Frische von Eiern basierend auf dem Wassertest zusammenfasst:

Ergebnis des Wassertests Alter des Eies
Ei sinkt zu Boden 1-3 Tage
Ei sinkt, stumpfes Ende zeigt nach oben 5-7 Tage
Ei steht aufrecht am Boden 2-3 Wochen
Ei schwimmt an der Oberfläche Nicht mehr zum Verzehr geeignet

Eier richtig lagern: So bleiben sie lange frisch und haltbar

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