Die Küche Kroatiens ist vielfältig und unterscheidet sich je nach Region deutlich voneinander. Zum einen ist dies der geografischen Lage geschuldet, denn an der Adriaküste kommen natürlich vermehrt Fisch und Meeresfrüchte auf den Tisch. Zum anderen spielen regionale Einflüsse eine Rolle. Vor allem in Dalmatien hat sich eine mediterrane Küche mit griechischem und italienischem Touch herausgebildet, in Mittelkroatien sind hingegen eher osmanische Einschläge vorhanden.
Eine der berühmtesten Spezialitäten des Landes, die Sie inzwischen landesweit finden, ist Djuvec. Genießen Sie dieses Gericht beispielsweise in den gemütlichen Konobas und kosten Sie dazu auch die lokalen Getränke wie Wein oder Kräuterschnäpse.
Djuvec Reis nach dem Original Rezept
Was ist Djuvec?
Das traditionelle Schmorgericht können Sie entweder als Beilage - wie zur Grillplatte Mijesano Meso - bestellen oder auch als eigenständiges Essen. Sie finden es in jeder Region Kroatiens, allerdings unterscheiden sich Art der Zubereitung und die Zutaten teilweise deutlich.
Eine Mischung aus Fleisch, Gemüse und Reis wird in einem Topf geschmort. Von diesem Schmortopf stammt auch der Name der Spezialität. Je nach Geschmack kommen Hammel, Schwein, Rind oder Lamm in den Topf, dazu meist Paprika, Tomaten, Kartoffeln, Erbsen, grüne Bohnen oder Zwiebeln. Gerne werden ausserdem Okra oder Zucchini hinzugegeben.

Djuvec Reis
Zutaten für Djuvec
Für den Djuvec Erdäpfel und Gemüse waschen. Erdapfel und Karotten schälen und würfelig schneiden. Tomaten und Melanzani würfeln. Paprikaschoten halbieren, weiße Häutchen, Stielansatz und Kerne entfernen und in Würfel schneiden. Von den Bohnschoten die Fäden abziehen und in ca. 3 cm lange Stücke schneiden.
Das Fleisch in mundgerechte Würfel, die gewaschenen Paradeiser in Scheibchen schneiden. In eine ausreichend große Schüssel geben. Paprikas halbieren, von den Samensträngen befreien, abspülen und in Würfel schneiden. Melanzane und Zucchini auch abspülen, dann in Scheibchen schneiden. Zusammen mit den abgeschälten, in Ringe geschnittenen Zwiebeln, den abgeschälten, zerdrückten Knoblauchzehen, der gehackten Petersilie und den ebenfalls gehackten Sellerieblättern in einer zweiten Backschüssel vermengen.
Zubereitung von Djuvec
Die Zwiebeln fein hacken. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln anrösten. Das Gemüse, den Reis und die fein gehackte Knoblauchzehe dazugeben und mitrösten. Das Tomatenmark dazugeben und gut durchrösten.
Hitze reduzieren und das Paprikapulver unterrühren. Mit 750 ml Suppe oder Wasser aufgießen. Zugedeckt ca. 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen, hin und wieder umrühren.
Alles herzhaft mit Salz und Pfeffer würzen und mit Öl beträufelt 1 Stunde ziehen. Alles lagenweise in einen ovalen Bräter beziehungsweise eine feuerfeste Form mit Deckel schichten, je mit ein kleines bisschen Langkornreis überstreuen.
Die Rindsuppe aufgießen und den Djuvec bei geschlossenem Deckel im Backrohr bei 200 °C in in etwa 90 Min. gardünsten. Mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
Variationen und Tipps
- Geht ausgezeichnet im Römertopf.
- Ich nehme mehr Langkornreis und schmore länger bei niederer Hitze.
- 1/2 l klare Suppe war mir zu flüssig, die Paradeiser Form ausführlich Saft ab.
Dieses Djuvec-Rezept passt hervorragend zu Grillgerichten. Servieren Sie Djuvec z. B. als deftige Beilage.

Djuvec Reis als Beilage zu gegrilltem Fleisch
Weitere kroatische Spezialitäten
Neben Djuvec gibt es noch viele weitere Spezialitäten in der kroatischen Küche, die Sie unbedingt probieren sollten:
- Cevapcici: Die vielleicht weltweit berühmteste Spezialität aus Kroatien ist Cevapcici. Die kleinen Fleischröllchen, die ihren typischen Geschmack auf dem Holzkohlegrill erhalten, wurden traditionell aus Hammelfleisch zubereitet. Heute enthalten sie meist Rind oder Schwein. Als Beilage bekommen Sie Pommes frites oder auch Ajvar, ein kaltes Gemüsemus aus Paprika und gelegentlich Auberginen. Auch als Streetfood im Fladenbrot können Sie den Klassiker nahezu überall bekommen.
- Dagnje: Fangfrische schwarze Miesmuscheln sind ein Gericht, das Sie in Kroatien unbedingt kosten sollten, gerade wenn Sie sich an der Küste aufhalten. Dabei haben Sie die Wahl zwischen zwei traditionellen Zubereitungsarten. Eine Variante nennt sich Buzara. Dabei werden die Muscheln mit Tomatensosse angerichtet. Oder wie wäre es mit der Variante in einem Sud aus Weisswein? Dazu bekommen Sie jeweils Weissbrot gereicht, damit Sie die leckeren Sossen auftunken können.
- Punjena paprika: Ebenfalls ein Klassiker der kroatischen Küche: gefüllte Paprika. Das verwendete Gemüse ist dort allerdings etwas kleiner als in Nordeuropa. Innen bestehen sie aus einer festen Füllung aus Reis, Zwiebeln und viel Fleisch. Als Geheimnis des speziellen Geschmacks gilt der verwendete Pfeffer. Die Paprika werden traditionell in einer Tomatensosse serviert.
- Mijesano Meso: Da die Kroaten gerne Fleisch essen und dieses am liebsten vom Holzkohlegrill, ist es nicht verwunderlich, dass es auch eine lokale Version einer Grillplatte gibt. Darauf finden Sie gemischte Klassiker wie Cevapcici oder Rasnici. Als Beilagen sind Pommes frites ebenso üblich wie der Gemüsereis Djuvec oder einfach gegrilltes Gemüse. Für alle, die gleich mehrere Highlights der lokalen Küche kosten wollen, ist die Grillplatte eine ausgezeichnete Wahl.
- Rasnici: Ein weiteres Highlight für Grill- und Fleischfans ist Rasnici. Dabei werden flache Stückchen Fleisch, meist Schwein, auf Spiesse gesteckt und anschliessend gegrillt. Aber auch die Verwendung von Lamm, Kalb oder Geflügel sind gängige Varianten dafür. Häufig wird abwechselnd zu dem Fleisch auch noch Gemüse aufgespiesst. Landestypisch sind das Zwiebeln und Paprika. Rasnici wird Ihnen oft zusammen mit dem Gemüsemus Ajvar serviert.
- Salata od hobotnice: Vor allem in Restaurants am Meer sollten Sie sich den Salata od hobotnice nicht entgehen lassen. Der Oktopussalat eignet sich bestens als leichte Speise im Sommer. Hierfür wird fangfrischer Oktopus aus der Adria klein gehackt und gekocht. Zusammen mit Tomaten, Zwiebeln, manchmal Kartoffeln und Petersilie wird er dann mit einem Dressing aus Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Essig und Zitrone beträufelt. Dazu passt ein Glas lokaler Weisswein perfekt.
- Riblji paprikas: Fischliebhaber kommen an diesem Eintopf nicht vorbei bei einer Reise durch den Balkan. Verwendete Fischsorten sind meist Wels oder Karpfen. Aber genauso können Zander und Hecht dem Gericht seinen typischen Geschmack verleihen. Daneben bilden Zwiebeln und Paprika die Grundlage der Suppe. Über dem Feuer wird das Riblji paprikas dann zwei Stunden ohne Umrühren gekocht. Je nach Region kommen entweder noch Kartoffeln mit in den Eintopf oder der Gaumenschmaus wird mit breiten Nudeln serviert.
- Palatschinken: Natürlich dürfen zudem süsse Verführungen nicht auf der Liste der kroatischen Spezialitäten fehlen. Die vielleicht bekannteste Freude für Naschkatzen sind die sogenannten Palatschinken, die Sie auf der Speisekarte in vielen Schreibvarianten finden, darunter zum Beispiel Palatcinke. Die dünnen Fladen entsprechen etwa den deutschen Pfann- oder Eierkuchen. Diese können Sie traditionell mit Marmelade geniessen oder auch in Versionen, die mit Schokolade oder Eis gefüllt sind. Der perfekte Abschluss für ein leckeres kroatisches Essen!
- Savijača oder Štrudl: Alternativ zum Palatschinken können Sie Ihr Essen mit einem Savijača oder Štrudl abschliessen. Die aus Österreich bekannte süsse Spezialität wird in Kroatien in verschiedenen Ausführungen angeboten. Traditionell wird der Strudel mit Kirschen oder Äpfeln gefüllt. Es gibt ihn darüber hinaus mit einer Topfen- bzw. Quarkfüllung. Oder soll es vielleicht ein Strudel mit Schokolade drin sein?