Pommes Frites Zubereitung im Heißluftfritteuse: Tipps und Tricks

Das neue Trendgerät in der Küche heisst Airfryer oder zu Deutsch: Heissluftfritteuse. Doch was kann ein Airfryer wirklich leisten und wie gelingen perfekte Pommes Frites darin? Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick.

Was ist ein Airfryer?

Ein Airfryer ist ein kleiner Heissluftbackofen. Das klingt nicht so sexy, ist aber zutreffender. Denn in einer Fritteuse werden Dinge im Fett schwimmend ausgebacken. Das Marketing hat hier ganze Arbeit geleistet und vermarktet ein Produkt für etwas, das es nicht liefern kann.

Gerichte, die klassischerweise in einer Fritteuse zubereitet werden, gelingen im Airfryer nicht oder nur in stark angepasster Form. Fischknusperli, frische Pommes oder Falafel beispielsweise. Wer versucht, Donuts oder Berliner im Airfryer zu backen, wird enttäuscht sein und das Gerät in den Keller verbannen. Noch schlimmer wird es mit flüssigem, klebrigem Teig wie etwa Quarkbällchen.

Es gibt verschiedenen Bauformen, je nach Typ erweitert sich der Einsatzbereich. Geräte mit Schublade oder Körben beispielsweise lassen sich gut für «loses Streugut» wie etwas Pommes oder Chicken Nuggets verwenden. Angenehm dabei ist, dass man ein-, zweimal die Schublade öffnen und leicht schütteln kann, was ein noch gleichmässigeres Backergebnis erzeugt.

Dann gibt es, wie im Titelbild gezeigt, Geräte, die aussehen wie Mini-Backöfen mit einer Türe zum Aufklappen. Auf Schienen in unterschiedlicher Höhe lässt sich ein Gitterrost einführen, ein Blech, sowie meist auch eine Trommel, die sich - mittig eingespannt - langsam dreht. Diese kann wiederum für das lose Streugut genutzt werden.

Vorteile eines Airfryers

  • Energieeffizienz: Der Backofen braucht Energie - viel Energie, wenn man bedenkt, dass man anschliessend ans lange Aufheizen den Ofen nur wenige Minuten nutzt. Im Airfryer ist in drei Minuten alles fertig und die Pizza ist erst noch nicht ausgetrocknet. Da der Backraum ein Vielfaches kleiner ist, dauert die Zubereitung viel weniger lang und braucht dadurch auch viel weniger Energie, um das gleiche Resultat zu erreichen.
  • Schnelle Zubereitung: Um etwas «aufzuknuspern», braucht es mindestens 10 Minuten vorheizen, danach folgt der Backprozess selbst.
  • Vielseitigkeit: Wähen, Aufläufe sind im Nu gebacken. Auch das Aufwärmen von grösseren Stücken Pizza, das Toasten von Brotscheiben oder gar ganze Brote aufzubacken, ist schnell möglich.

Ist die Cosori Dual-Heißluftfritteuse wirklich so gut? (Test)

Gerade kleine Haushalte, die kleinere Mengen zubereiten, benötigen kaum noch einen richtigen Backofen, da sich alles im Airfryer zubereiten lässt. Selbst Kuchen und Brote gelinge, wenn man die Gardauer und die Temperatur anpasst. Aber auch in Haushalten mit mehr Menschen ist ein Airfryer oft und vielseitig einsetzbar. Je nach Menü können Teile davon schnell und effizient im Airfryer zubereitet werden.

Fürs Aufwärmen von Speisen, vor allem gebackenen, ist ein Airfryer schnell und effizient. Statt den Backofen zu bemühen, kommen die Chicken Wings schnell und effizient aus dem Airfryer. Ein Airfryer ist nicht nur ein nettes Gadget.

Energieverbrauch von Airfryern

Klassische Backöfen haben eine Leistung von 1500 bis über 3000 Watt. Beim Airfryer ist es mit 1500 bis 2500 Watt ähnlich viel. Wieso ist es dennoch oft effizienter, einen Airfryer zu nutzen?

Herkömmliche Backöfen, aber auch klassische Fritteusen mit viel Öl, müssen lange aufgeheizt werden. Viele arbeiten dauerhaft mit sehr hohen Temperaturen, statt die Hitze zu reduzieren. Im Gegensatz dazu erreichen Airfryer schnell die benötigte Temperatur und können diese durch die zirkulierende heisse Luft effizienter halten. Sobald im Airfryer die gewünschte Temperatur erreicht ist, etwa 120 °C oder 150 °C, reduziert das Gerät die Energieaufnahme deutlich.

Nun gibt es auch Backöfen mit kleinerer Bauhöhe und entsprechend kleinerem Innenraum. Doch auch bei diesem Gerätetyp ist der Garraum um ein Vielfaches grösser als bei einem Airfryer, selbst im Vergleich zu den grössten Modellen mit rund 8 Liter Garraum. Der Effizienzvorteil gilt entsprechend auch hier: Weil das Volumen beim Airfryer rund fünfmal kleiner ist, muss man praktisch nicht vorheizen.

Worauf Sie beim Backen achten sollten

  • Passende Temperatur einstellen: Wählen Sie eine geeignete oder im Rezept angegebene Temperatur.
  • Aufs Vorheizen verzichten: Moderne Backöfen erreichen sehr schnell die erwünschte Temperatur. Achten Sie darauf, wie lange Ihr Backofen braucht, um zur Zieltemperatur zu gelangen.
  • Restwärme nutzen: Bei längeren Backzyklen können Sie den Ofen frühzeitig ausschalten.
  • Speisen in kleine Teile schneiden: Wenn Sie z. B.
  • Auf Pyrolyse-Reinigung verzichten: Bei der Pyrolyse-Reinigung wird das Gerät auf mindestens 500 °C erhitzt, während das Katalyse-Verfahren durch eine spezielle Beschichtung der Innenwände wesentlich weniger Strom verbraucht.

Die Qual der Wahl: Welcher Airfryer ist der Richtige?

Sie hätten gerne eine Heissluftfritteuse und können sich nicht entscheiden? Hier sind einige Empfehlungen:

  • «Crunchy Fry»: Nicht zu gross und nicht zu klein, ist dieses Gerät das ideale Einsteigermodell.
  • «AI Fry Pro»: Die KI-Heissluftfritteuse verfügt zusätzlich über KI-Technik, womit Speisen besonders einfach zubereitet werden können.
  • «Crunchy Fry Pro» oder «Crispy Fry»: Diese Modelle eignen sich, wenn Sie eine grosse Menge für die ganze Familie zubereiten möchten.

Alle unsere Modelle sind sehr einfach und gut verständlich zu bedienen. Sie wünschen sich eine Fritteuse, bei der Sie so wenig wie möglich selber einstellen müssen? Dann sind Sie bei der KI-Heissluftfritteuse «AI Fry Pro» an der richtigen Stelle.

Die sechs KI-Programme eignen sich ideal für gefrorene Pommes, frische Poulet-Stücke wie Hähnchenflügel, frische oder gefrorene Crevetten, frisches Steak, frischen Fisch und für hausgemachte Cupcakes und Muffins. Das smarte Gerät berechnet die Frittierzeit und die Temperatur von alleine und erkennt, ob die Speisen gefroren sind oder nicht.

Die «Crunchy Fry Pro» verfügt über eine SYNC-Funktion, mit der Sie zwei verschiedene Gerichte gleichzeitig und aufeinander abgestimmt zubereiten können. Das linke und rechte Fach können Sie separat bedienen. Natürlich können Sie die Trennwand problemlos entfernen, um eine grosse Menge zu frittieren.

Zubehör und Reinigung

Mit dem «Crisp Master» haben Sie verschiedenes Zubehör zur Auswahl. Wollen Sie zwei verschiedene Speisen gleichzeitig backen (vorausgesetzt die Temperatur ist für beides identisch), dann können Sie bis zu vier Frittiergitter gleichzeitig verwenden. Ein Frittiergitter ist im Lieferumfang enthalten, max. vier Gitter haben gleichzeitig Platz (bei flachem Frittiergut). Die Gitter eignen sich besonders gut zum Dörren, einer weiteren Funktion dieser Heissluftfritteuse. Das Ölauffangblech lässt sich übrigens auch als Backblech verwenden.

Ja, das Zubehör von der «Crunchy Fry», «Crunchy Fry Pro» und dem «Crisp Master» können Sie in der Spülmaschine reinigen. Es versteht sich von alleine, dass das Material durch sehr häufiges Reinigen in der Spülmaschine leidet. Glücklicherweise ist sämtliches Zubehör als Ersatzteil erhältlich.

Pommes Frites: Ein zeitloser Klassiker

Pommes frites. Fritten. French Fries. Oder einfach nur Pommes. Über den am längsten anhaltenden Foodtrend des bekannten Universums.

Vergessen Sie schleimige Chia­samen, Planted Chicken (gibt es nach dem neuesten Bundesgerichtsurteil namentlich sowieso nicht mehr) oder Dubai-Schokolade. Laue Hypes mit zweifelhaftem geschmacklichem Wert. Nicht so die Pommes frites.

Wer hat’s erfunden?

Die ältesten Aufzeichnungen gehen zurück auf das 17. Jahrhundert, es wird gestritten: Wer hat’s erfunden, die Franzosen oder die Belgier?

  • Die französische Erzählung: Pariser Strassenverkäufer begannen, frittierte Kartoffeln als «pommes de terre frites» zu verkaufen.
  • Die belgische: Im Winter gefroren die Flüsse, da war nix mit frittiertem Fisch, also probierte man es mit Kartoffelstäbchen.

Als die Amerikaner im Ersten Weltkrieg den Europäern das erste Mal aus der Patsche halfen (die Kartoffeln aus der Fritteuse holten), standen Pommes frites bereits in beiden Ländern auf jeder Karte. Da auch in Belgien Französisch gesprochen wurde und die Amerikaner schon damals gerne ihr eigenes Ding machten, nannten sie die Snacks French Fries - und gönnen sich mittlerweile jährlich rund drei Milliarden Kilo davon.

Aber auch in der Alten Welt werden auf Teufel komm raus Fritten verschlungen. Und zwar am besten in Fett oder Öl frittiert. Wem Ofen-, Airfryer- oder Mikrowellen-Pommes schmecken, der soll bitte nicht weiterlesen. Alles ziemlich unbefriedigend.

Das Geheimnis der perfekten Pommes

Dass für ein so beliebtes Gericht kein ultimatives Rezept existiert, verwundert erst einmal, liegt aber in den unendlich vielen Kombinationen aus Kartoffelsorten, zum Frittieren verwendetem Fett oder Öl und Zubereitungsschritten begründet. Welche Sorte ist die beste? Schälen? Von Hand oder maschinell schneiden? Danach waschen oder nur trocken tupfen? In Eis baden oder in kochendem Salzwasser blanchieren? Welches Öl oder Fett? Wie heiss, einmal, zweimal gebacken oder gar triple cooked? Abkühlen lassen dazwischen und welches Salz vor dem Servieren draufstreuen?

Einer, der all dem - und vielem mehr in der Kulinarik - auf den Grund (der Fritteuse) gegangen ist, ist Jeffrey Steingarten, langjähriger Foodkritiker der amerikanischen «Vogue», heroischer Verteidiger von allem, was schmeckt und ungesund ist. Er ist der Franz Beckenbauer von Salz, Zucker und Fett, der Libero des hedonistischen Kochens. Steingarten ist witzig, überraschend und messerscharf.

In seinen Kolumnen (gesammelt in seinem höchst empfehlenswerten Buch «The Man Who Ate Everything») stürzte er sich mit totaler Leidenschaft und Akribie auf seine Themen, ohne dabei je die grundlegende Absurdität dessen zu vergessen, was er tat.

Seit Steingarten bekanntwurde, dass Alain Passard, Koch des 3-Sterne-Restaurants L’Arpège in Paris, seine Pommes frites in Pferdefett ausbuk und diese in höchsten Tönen gelobt wurden, schaute er Pferde, die im Central Park Touristen herumschaukelten oder berittenen Polizisten eine höhere Durchsetzungskraft verliehen, mit anderen Augen an: Er sah nur noch die dicke Schicht Fett um die Pferdenieren herum.

Dieses zu besorgen, war eine Crux.Was in Indien die Kühe, das sind in Amerika die Pferde, historisch begründet unantastbar. Sie zu essen, ist ein Sakrileg. Fündig wurde er in Wien, bei den Fiakern. Dazu beschaffte er sich 100 Pfund diverse Sorten Kartoffeln, 20 verschiedene Öle und Fette, dazu ein Dutzend verschiedene Fritteusen.

So gelingen die perfekten Pommes

Obwohl auch ich mich tief in ein (essbares) Thema verbeissen kann, war mir dieser Aufwand doch zu beschwerlich. Und zum Frittieren benutze ich keine Fritteuse, denn ein Topf mit dickem Boden verrichtet klaglos den gleichen Dienst.

Nach Versuchen mit allen möglichen Samen-, aber auch mit Oliven- und Traubenkernölen sowie einigen tierischen Fetten und diversen Kartoffelsorten bestätigten sich Steingartens Recherchen sowie Inspirationen aus Paris und Brüssel: Am besten gelingen mir die Pommes mit den Sorten Agria und Bintje (letztere ist mittlerweile allerdings schwierig zu finden), nach dem Schälen ungewaschen mit meinem famosen Pommesschneider geschnitten und zweimal frittiert in einer Mischung aus je hälftig Erdnussöl und Rinder-Nierenfett (Rindertalg).

Zuerst bei 125 °C etwa neun Minuten frittieren; so lange brauchen sie, um innen gar zu werden, sind aber aussen noch weiss. Herausheben und abtropfen lassen. In dieser Zeit die Temperatur auf 190 °C erhöhen. Dann etwa drei Minuten goldbraun und knusprig frittieren. Salzen immer erst kurz vor dem Auftischen: Salz macht die Fritten schlapp.

Wer nur mit Erdnussöl und möglichst wenig davon arbeiten will, macht Pommes frites so wie der Jahrhundertkoch Joël Robuchon bei sich zu Hause. Die geschnittenen Pommes kalt abspülen und gut trocknen. In einen Topf legen, mit (kaltem) Erdnussöl gerade bedecken und auf grösste Hitze stellen. Bei 95 °C beginnt es zu köcheln, zuerst sanft, dann immer wilder. Erreicht die Hitze 175 °C, sind sie goldbraun und gar. Probieren, und - falls nötig - weiter backen, aber nicht über 190 °C steigen lassen. Abtropfen lassen und salzen.

Egal, welche Methode, gute Abluft ist ein Vorteil. Nach wochenlangem Frittieren in ihrer New Yorker Wohnung sei neben den Kartoffeln fast auch die Ehe der Steingartens baden gegangen, so schreibt Jeffrey in seinem Buch. Es roch wie in einem «Burger King». Als Jeffrey an einem Abend auch noch mit Gänsefett experimentieren wollte, liess seine Frau Caron Smith-Steingarten ihn inmitten von vier rauchenden Fritteusen stehen: «Lächle, und die Welt lächelt mit dir. Frittiere, aber frittier allein.»

Zusammenfassung

Ein Airfryer ist eine vielseitige und energieeffiziente Alternative zum herkömmlichen Backofen, besonders für kleine Haushalte und das schnelle Aufwärmen von Speisen. Obwohl er keine traditionelle Fritteuse ersetzt, liefert er dennoch knusprige Ergebnisse, insbesondere bei Pommes Frites. Mit den richtigen Tipps und Tricks gelingen Ihnen im Handumdrehen perfekte, fettarme Pommes.

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