Pizza Grillen: Tipps und Tricks für den perfekten Genuss

Das Grillen von Pizza hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Alternative zum Backen im Ofen entwickelt. Ein gut vorgeheizter Pizzastein auf dem Grill erreicht Temperaturen, die einem Holzofen ähneln. Dies ermöglicht einen knusprigen Boden und eine optimale Garzeit, die im Backofen oft schwer zu erzielen ist. Wer Pizza draußen grillen möchte, kann dies in einem extra dafür vorgesehenen Pizzaofen aus Stein machen.

Die Grundlagen für eine perfekte Pizza vom Grill

Für Pizza benötigt man nur wenige Zutaten. Daher ist es besonders wichtig, auf ihre Qualität zu achten. Die klassische Pizza Napoletana ist mit Mozzarella, Tomaten und Basilikum belegt und mit Olivenöl und Gewürzen verfeinert. Aber sie bietet auch Raum für Experimente. Wichtig ist nur, dass sie dir am Ende schmeckt.

Der Teig: Das A und O

Ein guter Pizzateig ist die Grundlage für eine leckere Pizza. Die Rezepte empfehlen einen luftigen, elastischen Teig, der sich gut ausrollen oder dehnen lässt. Einige Rezepte schlagen vor, den Teig bereits einen Tag vor der Zubereitung herzustellen, um ihm Zeit zum Gehen zu geben. Der italienische Pizzateig braucht nur wenige Zutaten und sollte per Hand geknetet werden.

Das richtige Mehl

Viele Zutaten sind für den Teig gar nicht nötig, eigentlich nur kalkarmes Wasser, Hefe, etwas Olivenöl, Salz und Mehl. Da eine gute italienische Pizza aus nur wenigen Zutaten besteht, müssen diese von bester Qualität sein. Nur dann bekommst du ein schmackhaftes Endprodukt. Wichtig ist der Anteil an Klebereiweiss, auch bekannt als Gluten. Für die Herstellung von Pizzateig empfiehlt sich ein Mehl mit hohem Proteingehalt zwischen 12,5 und 14 Prozent. Handelsübliches deutsches Weizenmehl hat meist einen geringen Klebereiweissanteil, während italienisches Pizzamehl Tipo 00 einen Proteingehalt von 14 Prozent aufweist. Tipp: Verwende in Bezug auf die Mehlmenge immer 60 Prozent Wasser.

Das richtige Mehl ist ein italienisches Typo 00. Als Pizzamehl ist es mittlerweile auch hierzulande häufig zu finden. Das Besondere daran ist der Mahlgrad, der für einen feinen, festen, elastischen Teig sorgt. Wenn du kein Pizzamehl 00 finden kannst, nimmst du Type 405 - das ist nicht identisch, aber ähnlich.

Hefe oder nicht Hefe?

Pizzateig und Hefe gehören untrennbar zusammen? Nicht unbedingt, es gibt verschiedene Gründe, die für Pizzateig ohne Hefe sprechen. Zum Beispiel, weil du nicht viel Zeit hast. Damit der Pizzateig auf dem Grill trotzdem luftig aufgeht, brauchst du ein anderes Triebmittel - am besten Backpulver. Für einen Pizzateig ohne Hefe nimmst du pro 500 g Mehl 2,5 TL Backpulver.

Glutenfrei genießen

Wer an Zöliakie leidet oder Gluten nicht gut verträgt, braucht nicht auf knusprigen Grillgenuss zu verzichten. Damit dein Pizzateig glutenfrei wird, nimmst du eine passende Mehlalternative, die kein Gluten oder nur verschwindend geringe Mengen enthält. Dazu gehören beispielsweise Mais-, Reis- oder Buchweizenmehl. Probiere am besten aus, welche Variante dir am besten schmeckt.

Vegane Varianten

Pizzateig besteht im Grunde nur aus fünf Zutaten: Mehl, Öl, Wasser, Salz und Hefe. Keine davon stammt von tierischen Quellen, weshalb jeder klassische Pizzateig vegan ist. Allerdings spaltet sich die vegane Community beim Thema Hefe dennoch. Deklariert wird sie zwar als nicht-tierisch, allerdings handelt es sich hierbei um lebende Organismen. Es gibt durchaus vegan lebende Personen, die deshalb auch auf Hefe verzichten.

Die perfekte Tomatensauce

Die Sauce ist das Herzstück der Pizza. In den Rezepten wird oft passierte Tomaten mit Knoblauch, italienischen Kräutern und Salz kombiniert. Ein Rezept schlägt vor, die Knoblauchzehe zu pressen und mit den Kräutern unter die passierten Tomaten zu rühren. Ein wichtiger Tipp ist, die Sauce nicht allzu sauer oder stark gewürzt zu machen, damit der Käse und die Beläge optimal zur Geltung kommen.

Der Belag: Vielfalt nach Geschmack

Der Belag hat einen erheblichen Einfluss auf das Endresultat. Es wird empfohlen, empfindliche Zutaten wie Lachs, Parmaschinken oder frische Kräuter erst nach dem Grillen auf die Pizza zu geben. Ein weiterer Tipp ist, den Käse vor dem Backen zu reiben. Geriebener Käse verteilt sich gleichmäßiger und schmilzt schneller. Einige Quellen empfehlen den Käse über den Belag zu streuen, während andere den Käse darunter schieben. Dies hängt vom Geschmack des Bäckers ab, da beide Methoden ihre Vorteile haben. Eine Pizza Margarita, bestehend aus Tomatensoße, Käse und optional Olivenöl, ist eine klassische Option. Andere Optionen sind Salami, Schinken, Zwiebeln, Peperonis oder Gemüse.

Viele Köche verwenden unterschiedliche Käsemischungen, um nuanciertere Geschmäcker und Konsistenzen zu kreieren. Ricotta verleiht dem Käse Cremigkeit. Asiago sorgt hingegen für mehr Schärfe. Gruyère, Provolone und Parmesan erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit.

Der Pizzastein: Unverzichtbar für knusprige Ergebnisse

Für einen authentischen italienischen Boden sorgt der Pizzastein des Gourmet BBQ System von Weber. Der Stein absorbiert Feuchtigkeit, verleiht deiner Pizza eine perfekte leichte Bräune und angenehme Knusprigkeit, ohne den Boden dabei zu verbrennen. (Der Stein eignet sich auch sehr gut zum Backen von Brot, Keksen und sogar Kartoffelchips.)

Ein Pizzastein ist unerlässlich für die Zubereitung einer leckeren Pizza auf dem Grill. Er sorgt dafür, dass die Hitze gleichmäßig und intensiv an die Pizza abgegeben wird. Ein gut vorgeheizter Stein kann Temperaturen von bis zu 400°C erreichen, was für eine optimale Garzeit notwendig ist.

Den Pizzastein kannst du auch im Backofen vorheizen. Lege den Pizzastein immer in den kalten Backofen oder auf den kalten Grill, damit er möglichst schonend erhitzt wird. Der Pizzastein speichert die Hitze, sodass du beim Gasgrill einige Brenner abschalten kannst und bei Verwendung eines Holzkohlegrills keine Holzkohle mehr nachlegen musst.

Den Pizzastein auf dem Grill gut vorheizen. 10-15 Minuten bei 350 bis 450 Grad sind perfekt.

Die richtige Temperatur und Backzeit

Unsere Top-Grillmeistertipps für die perfekte Pizza Napoletana? Die ideale Backzeit für Pizza beträgt 90 Sekunden bei 450° C. Je höher die Temperatur, desto besser das Ergebnis und desto kürzer die Backzeit. Wenn du Briketts verwendest, verlängert sich die Backzeit auf ca. 8 Minuten für Pizza. Dafür glühen sie allerdings auch mehrere Stunden lang. Wenn du Holzkohle verwendest, braucht die Pizza nur 4-5 Minuten, da der Grill eine höhere Temperatur erreicht. Allerdings musst du alle 20 Minuten einen halben Anzündkamin mit glühender Kohle nachlegen. Wenn du einen Gasgrill verwendest, musst du einfach nur den Brenner neben dem Stein auf die Maximaleinstellung setzen.

Die ideale Backzeit für die perfekte Pizza vom Grill liegt bei 90 Sekunden bei 450 Grad Celsius. Je höher die Temperatur, desto kürzer die Backzeit und desto besser das Ergebnis. Mit Briketts dauert es etwas länger (ca. 7-8 Minuten), mit Holzkohle geht es schneller (ca. 4-5 Minuten), da du hier höhere Temperaturen erreichst.

Gasgrill vs. Holzkohlegrill

In den Rezepten wird sowohl der Gasgrill als auch der Holzkohlegrill als geeignet erwähnt. Der Gasgrill hat den Vorteil, dass er leichter zu bedienen ist und die Temperatur schneller eingestellt werden kann. Er ist besonders gut geeignet, wenn man oft Pizza zubereitet oder schnell arbeiten möchte. Der Holzkohlegrill hingegen verleiht der Pizza einen authentischen Rauchgeschmack, der in der italienischen Tradition oft erwünscht ist.

Ein weiterer Tipp ist, den Grill so einzurichten, dass die Hitze indirekt auf die Pizza wirkt. Das bedeutet, dass die Brenner nicht direkt unter der Pizza brennen, sondern ringsherum, sodass die Hitze gleichmäßig auf den Pizzastein zirkuliert.

Tipps vom Profi-Pizzabäcker - Ist sein Pizzarezept besser als meins?

Zusätzliche Tipps und Tricks

  • Pizzastein vorkarbonisieren: Den Stein in den Grill legen und ca.
  • Den Deckel des Grills muss geschlossen bleiben, um die Hitze im Inneren zu stauen.
  • Der Pizzastein muss regelmäßig gereinigt werden, um Ablagerungen wie Hartweizengrieß oder Grieben zu entfernen.
  • Der Teig kann vorverzuckert werden, um ihn fester zu machen und das Auflegen auf den Stein zu erleichtern.
  • Pizzasteine niemals mit Spühlmittel waschen und höchstens feucht abwischen (sonst sammelt sich Wasser in den Poren, welches dann beim erhitzen expandiert und den Pizzastein sprengen kann).
  • Pizzateig nicht mit dem Wallholz oder Maschine auswallen, sondern wie der Pizzaiolo von Hand sanft in Form ziehen (Sonst geht die ganze Arbeit der Hefe kaputt, welche den Teig ja schön luftig machen sollte).

Rezept für gegrillte Pizza mit gegrillten Zutaten

Dieses Rezept von Vincenzo Onnembo von nNea Pizza in Amsterdam zeigt, wie man eine neapolitanische Pizza mit gegrillten Zutaten zubereitet.

Zutaten:

  • Fermentierter Pizzateig
  • Rohe Tomaten
  • Spitzpaprikas
  • Artischockenböden
  • Knoblauch
  • Oreganozweig
  • Mozzarella
  • Pecorino
  • Olivenöl extra vergine
  • Semola

Zubereitung:

  1. Tomaten und Spitzpaprikas für die Sauce und den Belag ca. 4 Minuten grillieren, bis Grillstreifen erkennbar sind.
  2. Artischockenböden für 4 Minuten grillieren, nach 2 Minuten wenden.
  3. Grilltomaten mit Knoblauch und Oreganoblättern in Olivenöl 10-15 Minuten einkochen lassen, bis die Sauce die gewünschte Dicke hat.
  4. Paprikas in Streifen schneiden, Artischockenböden in Stücke teilen.
  5. Pizzateigkugel dehnen und mit Sauce bestreichen. Mit Paprika, Mozzarella und Artischockenböden belegen.
  6. Pizza auf einem vorgeheizten Pizzastein im EGG bei 290 °C für 4 Minuten backen.
  7. Mit Olivenöl extra vergine beträufeln, Pecorino reiben, in Stücke schneiden und sofort servieren.

Pizza im Racletteofen

Vereine zwei der genialsten Gerichte der Welt und mach für dich und deine Gäste Minipizzen im Raclettepfännli. Du kannst den Teig zu tischtennisballgrossen Kugeln formen, den ausgewallten gekauften schneidest du mit Messer oder Schere in Raclettepfännli-Form. Teig ins Pfännli legen bzw. im Pfännli flach drücken, belegen und ins Racletteöfeli schieben. Ist die Pizza oben genug gebacken, das Pfännli auf die Grillplatte stellen und die Pizza so fertig backen.

Tabelle: Vergleich verschiedener Grillarten für Pizza

Grillart Vorteile Nachteile
Gasgrill Leichte Bedienung, schnelle Temperatureinstellung Weniger Rauchgeschmack
Holzkohlegrill Authentischer Rauchgeschmack Aufwendigere Temperaturregelung
Pizzaofen Optimale Bedingungen, hohe Temperaturen Hohe Anschaffungskosten, Platzbedarf

tags: #pizza #auf #offenem #grill