Raclette ist ein beliebtes Wintergericht, das gesellige Abende garantiert. Insbesondere zwischen Weihnachten und Neujahr, wenn man nicht wirklich kochen mag, ist es sättigend und rasch angerichtet. Doch welcher Raclettekäse und welcher Racletteofen lohnen den Kauf? Dieser Frage gehen wir im Folgenden auf den Grund.
Es gibt mittlerweile diverse Variationen der Schweizer Spezialität, die ursprünglich aus dem Wallis stammt: Es gibt geräucherten oder gewürzten Schmelzkäse mit Chili, Zitronenthymian, Pfeffer, Speck, Knoblauch oder Trüffel. Auch Ziegen- oder Blauschimmelkäse gehören zur Familie sowie eine neue Sorte namens Trifolait aus Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch.
Für den Vergleich konzentrierten wir uns auf «Classic»- Raclette aus pasteurisiertem Halbhartkäse von der Kuh. Bequem, wie wir sind, wählten wir vorgeschnittene Scheiben. Damit nichts vom Eigengeschmack ablenkte, würzten wir nicht nach, gönnten uns aber dazu einen Fendant der Walliser Winzerin Marie-Thérèse Chappaz. Er ist als Begleitung sehr zu empfehlen.
Knapp die Hälfte bleibt, was den Geschmack angeht, in einem aromatisch zurückhaltenden Bereich ohne Ausgewogenheit und Würze. Denn viele Sorten aus dem Supermarkt dürfen weder mehrere Monate reifen, noch stammen sie aus Milch von Alpweiden. Dementsprechend wenig Aroma entwickelt der Käse. Es erstaunt deshalb nicht, dass jene Scheiben, die laut Packungsangabe ein paar Wochen reifen durften, beim Test tendenziell besser abgeschnitten haben. Sie kosten dafür halt meist etwas mehr.
Raclette-Käse im Test: Die Ergebnisse
Wir haben neun verschiedene (Eigen-) marken verkostet. Hier die Ergebnisse der blinden Verkostung:
| Käsesorte | Anbieter | Preis (Fr. pro 300-400g) | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Emmi Kaltbach Raclette | Manor oder Coop | 7.95 (300g) | Empfehlenswert |
| Fromani Raclette Suisse | Lidl | 5.79 (400g) | Mangelhaft |
| Swiss Made Raclette | Alnatura | 5.90 (200g) | Durchschnittlich |
| Raclette Strähl | Denner | 5.75 (300 g) | Durchschnittlich |
| Raclette Nature | Globus Delicatessa | 6.90 (250 g) | Sehr empfehlenswert |
| Raclette Tradition | Coop | 9.95 (440g) | Empfehlenswert |
| Raclette Mazot | Manor und Coop | 10.40 (400 g) | Empfehlenswert |
| Duo'r Raclette | Aldi | 5.75 (400g) | Mangelhaft |
| Raccard Tradition | Migros | 8.95 (400 g) | Durchschnittlich |
Testsieger: Emmi Kaltbach Raclette
Dieser Kandidat duftet intensiv und würzig, was sich auch im Gaumen bestätigt. Von allen getesteten Sorten ist diese die rezenteste. Man schmeckt, dass sie sechs Monate Zeit hatte, um in den Kaltbacher Höhlen (LU) zu reifen. Weitere Pluspunkte: Die Käsemasse entwickelt schnell ein schönes Schäumchen, und die Konsistenz ist angenehm «chrosig». Dieses Raclette würden wir Gästen sofort servieren.
Preis-Leistungs-Tipp: Raclette Tradition Coop
Dieser Käse duftet eher zurückhaltend und leicht säuerlich. Geschmolzen schmeckt er besser als erwartet: nicht allzu würzig, aber vollmundig und cremig - genau so, wie ein mildes Raclette schmecken muss. Dieser Kandidat mit einer Reifezeit von drei bis vier Monaten gehört von jenen mit mildem Aroma zu unseren Favoriten. Auch preislich kann er sich durchaus sehen lassen.

Verschiedene Raclettekäse im Test (Quelle: K-Tipp)
Welche Racletteöfen schneiden gut ab?
Das Konsumentenmagazin K-Tipp hat in seiner Ausgabe vom 28. Oktober 2020 (Nr. 18/2020) zusammen mit einem spezialisierten Labor zehn Racletteöfen mit Grillfunktion auf ihre Qualität und Stabilität getestet. Die Testergebnisse sowie den Testsieger und sechs weitere Modelle aus dem Test findest du hier.
Insgesamt wurden zehn Racletteöfen mit Grillfunktion vom Labor Applitest in Nürnberg getestet. Es wurde dazu ein Praxistest mit Käse, Zucchetti und Steaks durchgeführt.
Die Racletteöfen wurden hinsichtlich folgender Kriterien getestet:
- Praxistest
- Handhabung
- Temperaturverteilung
- Robustheit
- Sicherheit
Beim Praxistest mit Käse wurde überprüft, wie lange es dauert, bis der Käse geschmolzen ist. Gleichzeitig wurde beobachtet, ob der Käse braun wird oder gar verbrennt. Das Labor testete die Geräte auch beim Grillen von Zucchetti und Fleisch.
Beim Testpunkt Handhabung ging es darum den Aufbau und die Inbetriebnahme der Geräte zu testen. Es wurde überprüft, ob die Racletteöfen leicht zu bedienen sind und ob der Käse leicht vom Pfännli auf den Teller gegossen werden kann. Auch die Reinigung der Racletteöfen wurde beim Prüfpunkt Handhabung getestet.
Bei der Temperaturverteilung wollten die Experten herausfinden, wie gleichmässig die Temperatur auf der Grillplatte verteilt ist und wie stark die Temperaturunterschiede zwischen den einzelnen Pfännchen sind.
Zur Überprüfung der Robustheit wurden die Racletteöfen und die Pfännli auf ihre Anfälligkeit für Kratzer getestet.
Beim letzten Kriterium der Sicherheit lag der Fokus auf der Isolation. Es wurde überprüft, ob die Griffe und Bedienknöpfe der Öfen stark erhitzt werden und dadurch eine Verbrennungsgefahr darstellen.
Das Ergebnis
Ein Grossteil der Racletteöfen bestand den Test und konnte mit seiner Qualität und Stabilität überzeugen. Zwei Racletteöfen erhielten das Testurteil «gut», fünf wurden mit «genügend» ausgezeichnet, nur drei waren gemäss K-Tipp «ungenügend».
«Gut»
Testsieger wurde das Modell «Duo 4 and more» der Marke Koenig. Der Racletteofen besteht aus zwei Teilen, die man zusammenstecken und wieder auseinandernehmen kann. Er überzeugte insbesondere beim Praxistest und beim Kriterium Temperaturverteilung. Beim Fleisch hatten die Experten jedoch Mühe, da die Fleischstückchen ungleichmässig durchgebraten waren. Zudem wurde bemängelt, dass beim Grillen relativ viel Rauch entsteht. Dafür konnte das Gerät mit der einfachen Bedienung und der gleichmässigen Temperaturverteilung punkten.
Auf Platz 2 landete das Modell «Connect 4 plus 4» von Trisa, ebenfalls mit dem Testurteil «gut». Er schnitt beim Praxistest ähnlich gut wie der Testsieger ab. Die Temperaturverteilung war bei diesem Racletteofen sogar noch etwas besser. Der Unterschied zwischen dem kältesten und dem heissesten Pfännchen betrug 37 Grad, was im Vergleich zu anderen Racletteöfen relativ wenig ist. Bemängelt wurde beim Trisa-Racletteofen jedoch die Bedienung, da u.a. die Pfännchen nicht stabil waren.
«Genügend»
Fünf Testgeräte erhielten die Gesamtnote «genügend». aus der Landi war das günstigste Gerät im Test, erzielte aber im Praxistest sogar das beste Ergebnis. Aufgrund der Tatsache, dass der Schalter zur Regulierung der Temperatur 77 Grad heiss wurde, bekam dieser Racletteofen wegen der Verbrennungsgefahr nur die Note «genügend». Die gleiche Gesamtnote erhielten auch der «Raclette 8 Leggero» von Miostar, der «Cheeseboard V8» von Stöckli, der «Ignis XA8» von Satrap sowie der «Basic 4in1» von Manor.
«Ungenügend»
Drei Racletteöfen konnten beim Test nicht überzeugen und erhielten die Gesamtnote «ungenügend». Beim «RAC8 Deluxe» von Primotecq wurden die Griffe der Pfännchen bis zu 75 Grad heiss, was eine Verbrennungsgefahr darstellt. Ebenfalls die Note «ungenügend» bekamen der «Lono 8 Personen» von WMF und der «ORA 102CH» der Marke Ok. Bei beiden Racletteöfen schmolz der Käse in den Pfännchen ungleichmässig und nicht mit der gleichen Geschwindigkeit. Zudem war die Temperatur auf der Grillplatte unterschiedlich verteilt, sodass die Geräte auch bei der Temperaturverteilung nicht überzeugen konnten.

Testsieger: Koenig Racletteofen (Quelle: K-Tipp)
Silvercrest Monsieur Cuisine als Thermomix-Alternative
Der Monsieur Cuisine von Silvercrest ist eine der bekanntesten Alternativen zum Thermomix. Für ein wenig Stirnrunzeln sorgte die Verarbeitung. Nicht, dass sie grundsätzlich schlecht wäre. Der Kunststoff wirkt für den Preis hochwertig und auch recht passgenau. Und am Anfang verzweifelten wir ein wenig bei der Einrichtung. Abstürze, Updates und hakeliges Einrichten standen dem guten Kocherlebnis im Weg.
Der Monsieur Cuisine ist aber eine hervorragende Alternative zum Thermomix. Benutzerfreundlichkeit, Rezeptvielfalt und ein unschlagbarer Preis machen ihn zu einer lohnenswerten Investition. Trotz kleinerer Schwächen überwiegen die positiven Aspekte deutlich. Nach dem Test hat ein Redakteur ihn behalten und kocht jetzt regelmäßig zu Hause für die ganze Familie.

Küchenmaschinen mit Kochfunktion in der Testküche (Quelle: testit.de)
Küchenmaschinen mit Kochfunktion: Was du wissen musst
In den letzten Jahren haben sich die Küchenmaschine mit Kochfunktion immer wachsender Beliebtheit erfreut. Vor allem der Thermomix von Vorwerk ist schon fast ein Synonym für diese Produktkategorie. Das Kochen gelingt zuverlässig und Abwasch gibt es auch weniger. So viele Vorteile der Thermomix auch hat, er ist wirklich nicht günstig.
Funktionen: Die Thermomix-Klone können dir nicht die gleichen Funktionen bieten wie das Original, so fehlt dem einen die Waage und dem anderen das WLAN. Fassungsvermögen: Die Rührschüssel sollte deinen Ansprüchen entsprechen. Heiß geht’s her: Der TM6 von Vorwerk schafft es mit bis zu 160 °C zu erhitzen.
Rezepte: Ein Nachteil des Thermomix ist das nötige Abo, um die Rezepte nutzen zu können. Allerdings sind gespeicherte Rezepte oder Rezeptbücher auch wirklich sinnvoll, insbesondere für Unerfahrene mit Kochrobotern.
So ähnlich wie der Mycook Touch von Taurus ist dem TM6 keine andere Küchenmaschine mit Kochfunktion. Zwar ist auch sie nicht wirklich günstig, hat aber verglichen mit dem Thermomix noch eindeutig die Nase vorn.
WLAN-Verbindung: Eine Funktion, die, sobald man sie einmal nutzen konnte, nicht mehr fehlen darf. Mit einer maximalen Temperatur von 140 °C Grad lässt sich hier nicht nur kochen und dämpfen, sondern auch braten.
Die Funktionsvielfalt lässt keine Wünsche offen: Mahlen, reiben, hacken, emulgieren, kneten, wiegen plus eine Turbofunktion gehören ebenfalls dazu. Individuelle Einstellungen: Über Drehregler stellst du ganz frei Geschwindigkeit, Temperatur und Zeit ein.
Integrierte Waage: In dieser Preisklasse ist eine Waage eine Seltenheit. Auf manchen Komfort wie Linkslauf und Automatikprogramme wirst du beim GrandPrix verzichten müssen. Bei hohen Temperaturen sind hohe Geschwindigkeitsstufen beim Mixen leider nicht möglich, sodass die Temperatur unter 50 °C Grad sinken muss, um dein Gericht ordentlich zerkleinern zu können.
Nicht ganz zufällig ist die Multifunktions-Küchenmaschine von Vorwerk der beliebteste auf dem Markt. So wirst du bei den günstigeren Thermomix-Alternativen nicht die volle Funktionsvielfalt nutzen können. Die Extras drehen viel am Preis und können den Unterschied von mehreren hundert Euro ausmachen.
Über die Einstellungen kannst du Garzeit, Geschwindigkeit und Gartemperatur variieren. Mit einigen Geräten kannst du sogar den Reiskocher ersetzen.
Nicht zu verwechseln sind die Küchenmaschinen mit Kochfunktion mit Multikochern. Multikocher ersetzen eher einen Topf oder Pfanne, ggf.
Dein Thermomix-Klon sollte über eine ausreichende Motorleistung verfügen, um vernünftige Ergebnisse beim Hacken und Pürieren liefern zu können. Auch die gleichzeitige Nutzung von Kochfunktion und Mixfunktion ist nicht immer gegeben, nur so sparst du aber auch die Zeit wirklich effektiv. 1.000 Watt sollten in deiner Kochmaschine mindestens drin sein.
Wer für eine große Familie kochen möchte, sollte auf eine Küchenmaschine mit ausreichend großer Rührschüssel setzen. Tipp: Die Größe der Edelstahlschüsseln entspricht nicht zwingend der Füllmenge. Allerdings kommen große Töpfe nicht so gut mit der Zubereitung von kleinen Mengen zurecht. Somit ist größer vielleicht nicht immer besser.
Während Vorwerks Thermomix auf ein großes Touch-Display setzt, gibt es viele alternative Geräte, die mit Tasten und Drehreglern bedient werden. Der Vorteil von Touch-Displays ist die Möglichkeit einer genauen Anzeige und intuitiven Menüführung. Die einzelnen Arbeitsschritte werden während des Kochvorgangs auf dem Gerät genau erklärt und angeleitet. Die Bedienung per Drehregler ist da weniger fehleranfällig und individueller, da du an jedem Rädchen drehen kannst.
Die meisten Modelle sind mit spülmaschinenfestem Zubehör ausgestattet, sodass sich der Abwasch in Grenzen hält. Das Original von Vorwerk kann bis zu 160 °C Grad kochen und braten. Nicht alle Thermomix Alternativen können so heiß werden. Doch zum Braten braucht es eine gewisse Temperatur, um ausreichend Röstaromen erzeugen zu können.
Eine integrierte Waage ist ein nettes Feature beim Thermomix, vor allem für Köche, die sich gerne auf Rezepte verlassen. Erfahrene Hobbyköche nehmen es vielleicht nicht ganz so genau und können bei ihrer Maschine darauf verzichten. Es haben jedoch immer mehr Thermomix Alternativen eine Waage, sodass sich dir die Frage möglicherweise gar nicht stellt.
Der Thermomix kommt mit einem Rezept-Abo, welches die Rezepte direkt auf dem Gerät darstellt. Andere Küchenmaschinen mit Kochfunktionen werden mit einem Rezeptbuch oder einer App geliefert.
Neben dem Topf gehört noch einiges an Zubehör zu deiner Thermomix Alternative, um eine möglichst große Vielfalt an Gerichten zubereiten zu können. Für Küchenmaschinen mit Kochfunktion, die zusätzlich raspeln oder schneiden können, gibt es verschiedene Einsätze.
Die Thermomix TM6 von Vorwerk gilt weithin als die beste Küchenmaschine zum Kochen. Sie vereint zahlreiche Funktionen in einem Gerät, darunter Kochen, Dampfgaren, Mixen, Kneten und vieles mehr. Leider ist das Modell von Vorwerk nur in ausgewählten Shops oder via Direktvertrieb zu bekommen und zudem vergleichsweise teuer. Alternativen gibt es viele.
Die Monsieur Cuisine von Silvercrest ist die wohl bekannteste Thermomix-Alternative und wird auch als Lidl-Thermomix oder Discounter-Thermomix bezeichnet, weil sie dort oft im Angebot ist.
Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion kann Zutaten nicht nur zerkleinern und vermischen, sondern auch erhitzen und kochen. Das ermöglicht die Zubereitung von Suppen, Saucen, Risottos und sogar kompletten Mahlzeiten. Die Küchenhelfer können zusätzlich dämpfen, wiegen und sogar fermentieren, was sie zu einem Allrounder in der Küche macht.
Andere Küchenmaschinen mit Kochfunktion sind zum Teil deutlich günstiger. Das heißt nicht, dass sie billig oder nicht wertig sind. Ab 200 Euro gibt es bereits sehr günstige Modelle, ab 500 Euro gibt es Marken-Geräte, die dem Original schon deutlich ähnlicher sind.
Sowohl die Thermomix-Alternative von Lidl, der Silvercrest Monsieur Cuisine Connect, als auch die Aldi-Alternative von Quigg sind einen Blick wert. Die Küchenmaschinen der Discounter verfügen über WLAN, ein großes Touch-Display und sogar eine Waage. Dabei sind sie in der Preisklasse unter 300 Euro angesiedelt. Ein richtiges Schnäppchen, auf das es sich zu warten lohnt.
Fazit: Ob Raclettekäse oder Racletteofen, die Auswahl ist groß. Wer auf Qualität und Geschmack Wert legt, sollte bereit sein, etwas mehr auszugeben. Bei den Racletteöfen überzeugten im Test vor allem die Modelle von Koenig und Trisa. Und wer eine günstige Alternative zum Thermomix sucht, sollte sich den Monsieur Cuisine von Silvercrest genauer ansehen.
😍🥳 10 Knaller Raclette Rezepte, die alle lieben werden!
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