Ursprünglich war ein anderes Rezept geplant, aber der Inhalt des Kühlschranks bestimmte das heutige Menü. Gewählt habe ich für heute Frikadellen mit Kartoffelsalat.
Frikadellen, auch bekannt als Buletten oder Fleischpflanzerl, sind ein fester Bestandteil der deutschen Küche. Der Ursprung der Frikadellen lässt sich weit zurückverfolgen, wo sie als einfache und sättigende Speise dienten.
Frikadellen haben auch international viele Geschwister: Die schwedischen Köttbullar, die italienischen Polpette, die schweizerischen Häcktätschli oder die niederländischen Bitterballen sind nur einige Beispiele für ähnliche Gerichte in anderen Ländern.
Im deutschen Sprachgebrauch kursieren diese drei Begriffe. Mindestens einen davon kennt wohl jeder, so manch einer auch alle. Tatsächlich beschreiben alle diese Ausdrücke ziemlich das gleiche - bis auf eventuelle kleine Unterschiede in der Zubereitung.
Im Süden Deutschlands, in Bayern, ist von der Fleischpflanzerl die Rede. Weiter nördlich, im Rheinland, sagt man Frikadellen und im Nordosten nennt man sie Buletten. Die plattgedrückte Hackfleischkugel ist in der ganzen Republik verbreitet und beliebt.

Ob im Ofen gebacken, in der Pfanne gebraten, angereichert mit Semmelbröseln oder Mehl, gewürzt oder nicht, verfeinert mit eingearbeiteten Apfel- und Zwiebelstücken und, und, und… Rezepte rund ums Hack existieren genügend, sogar auch als vegetarische Varianten.
Bei der Bulette entstammt der Name wohl dem Französischen: „Boule“ heißt übersetzt nämlich so viel wie Fleischkugel. In Frankreich gehörte Hackfleisch seit jeher in die meisten Gerichte der Oberschicht.
Auch als Fast-Food macht sich die Frikadelle alias Bulette alias Fleischpflanzerl gut: Schnell auf die Hand serviert mit Brötchen und Senf ist sie ein toller Straßenimbiss. Bei dieser Zubereitungsart werden in der Regel Semmelbrösel mit in den Teig gemischt, um diesen etwas zu strecken.
Für beide, Buletten und Frikadellen, wird meist Rinder- und/oder Schweinefleisch verwendet. Der Begriff „Frikadelle“ soll schon seit dem 17. Die bayrischen Fleischpflanzerl rühmen sich mit ihrer besonders guten Qualität und dem einzigartigen Aroma aus Kräutern und Gewürzen- hier darf auch mal Geflügel statt Rinder- ohne Schweinehack verarbeitet werden.
Nun könnte man ja denken, dass das Wort „Pflanzerl“ einen floristischen Hintergrund hat - aber nein! „Pflanzerl“ kommt von „Pfannzelte“, was ein altertümlicher Ausdruck für einen flachen Kuchen war.
Wie auch immer du deinen Hack-Klops nennen oder zubereiten möchtest - du allein hast die Wahl und kannst dich austoben. Bei Ankerkraut bekommst du die perfekte Gewürzmischung im Glas, um deine Lieblingsbuletten, -fleischpflanzerl und -frikadellen zuzubereiten.
Mit unserer Gewürzmischungen gelingen dir auch vegetarische Buletten und Co. ganz leicht. Ersatzprodukte aus Soja, Erbsen, Ei oder sonstigen Zutaten lassen sich durch unsere Würzkreation toll aufpeppen.
Da sich Hackfleisch so vielseitig verwenden lässt, existieren auch eine Menge Rezepte im Internet und in Kochbüchern. Für das echte Ankerkraut-Feeling haben wir dir bereits ein Rezept zusammengestellt: Buletten mit saftigem Kartoffelbrei.
Dieses Gericht ist fix gemacht und schmeckt einfach immer wieder gut - eben ein wahrer deutscher Klassiker! Mit Sahne, frischen Pilzen und Butter enthält dieses Rezept wohl alles, was eine Bulette benötigt. Aber auch Frikadellen und Fleischpflanzerl kannst du mit diesem Rezept und unserem Gewürz zubereiten. Da läuft einem doch glatt das Wasser im Mund zusammen!
Ein Kartoffelsalat passt perfekt zu den herzhaften Frikadellen. Jede Region hat ihre eigene Variante, die sich durch die Verwendung von Mayonnaise oder Brühe, Essig und Öl unterscheidet. In Süddeutschland bevorzugt man beispielsweise die Variante mit Bouillon, Brühe in Deutschland, während im Norden die mayonnaisehaltige Version beliebt ist. Normalerweise gibt es bei uns zu Hause auch immer Kartoffelsalat mit Mayonnaise - ich liebe ihn so zubereitet.
Für meine heutige Challenge habe ich mich für einen Salat mit Bouillon entschieden.

Schnelles Frikadellen Rezept von Steffen Henssler
Rezept für Frikadellen mit Kartoffelsalat (Bouillon)
Zutaten für Kartoffelsalat mit Bouillon
- 1 kg festkochende Kartoffeln
- 1 Zwiebel
- 2 EL Öl z.B. Sonnenblumenöl
- 3-4 EL Essig z.B.
Zubereitung des Kartoffelsalats
- Die Kartoffeln in kochendem Wasser weichkochen.
- Die Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden und in etwas Öl weich dünsten.
- Zutaten bis und mit Zucker zur heissen Bouillon geben und verrühren.
- Die Kartoffeln in Scheiben schneiden und mit der Bouillon übergiessen.
- Zwiebeln dazu geben.
- Vorsichtig umrühren und ziehen lassen.
- Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Optional gehackter Schnittlauch und/oder Petersilie darunter mischen.
Zutaten für Frikadellen
- Zwiebeln
- Hackfleisch
- Ei
- Senf
- Paprika
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung der Frikadellen
- Zwiebeln, Hackfleisch, Ei, Senf, Paprika Salz und Pfeffer miteinander vermischen.
- Aus der Masse Frikadellen formen.
- Backofen auf 180 Grad vorheizen.
- Eine ofenfeste Form mit Öl auspinseln.
- Die Frikadellen hineinlegen und für ca. 20 Minuten backen.
Zubereitung von Frikadellen mit Pommes frites und Tomaten
- Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Pommes frites auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und in den Ofen schieben.
- Rindsgehacktes in eine Schüssel geben. Rüebli schälen, grob raffeln; Zucchetti grob raffeln und beides zum Hackfleisch geben. Alles kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, gut vermengen und gleich grosse Hacktätschli formen.
- Tomaten nach Belieben halbieren oder ganz lassen und während der letzten 8-10 Minuten zu den Pommes frites legen. Pommes frites dazu auf dem Backblech etwas zur Seite schieben, Tomaten dazulegen, mit Puderzucker bestreuen und wieder in den Ofen schieben.
- Öl in einer Bratpfanne mittelstark erhitzen und die Hacktätschli darin auf beiden Seiten je 4-5 Minuten braten.
- Hacktätschli mit Pommes und Tomaten auf Teller geben und servieren, Pommes nach Belieben salzen.
Nährwerte pro Portion
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | 669 kcal |
| Eiweiss | 39 g |
| Kohlenhydrate | 58 g |
| Fett | 30 g |
Gesamtzeit: 25 min Aktivzeit: 25 min Einfach Hacktätschli, Burger, Frikadellen, Buletten, Klopse ... Ebenso unendlich wie ihre Namen sind auch die Rezepte für Hackfleischtätschli. Für richtig gute Tätschli lasse dir die Fleischmischung nach deinem Gusto zusammenstellen und immer frisch hacken.
Heize den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze (200 °C Umluft) vor. Karotte schälen und schräg in 0,5 cm dünne Scheiben schneiden. Karottenscheiben auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen (etwas Platz für die Frikadellen lassen) und mit 1 EL [1.5 EL | 2 EL] Öl*, Pfeffer* und Salz* würzen. Backblech kurz beiseite stellen.
Zwiebel halbieren, abziehen und fein würfeln. In einer großen Schüssel Hackfleisch, 2 EL [3 EL | 4 EL] Zwiebelwürfel, Semmelbrösel, 2 EL [3 EL | 4 EL] Milch, 1 Prise Muskatnuss, Senf, Salz* und Pfeffer* gut mit den Händen vermengen und aus der Hackfleischmasse 2 [3 | 4] Frikadellen formen. In einer großen Pfanne 1 EL [1.5 EL | 2 EL] Öl* bei hoher Hitze erwärmen und Frikadellen 2 - 3 Min. rundherum scharf anbraten. Anschließend Frikadellen aus der Pfanne nehmen (Pfanne für Schritt 5 aufheben), zu den Karotten auf das Backblech legen und 20 - 25 Min. im Ofen backen, bis die Karotten weich sind und das Hackfleisch durchgegart ist.
Kartoffeln schälen und je nach Größe vierteln oder halbieren. In einen großen Topf reichlich heißes Wasser füllen, salzen* und einmal aufkochen lassen. Kartoffelviertel zugeben, Hitze reduzieren und 15 - 20 Min. weich garen. Währenddessen in einem hohen Rührgefäß aus der mitgelieferten Rinderbrühe 100 ml [150 ml | 200 ml] Brühe zubereiten. Petersilie fein hacken.
In der großen Pfanne restliche Zwiebelwürfel ohne weitere Zugabe von Fett für 2 - 3 Min. braten. Butter zugeben und sobald die Butter etwas schäumt, 1 EL 1.5 EL | 2 EL Mehl* zugeben und mit einem Schneebesen verrühren, bis sich eine glatte Paste formt. 100 ml [150 ml | 200 ml] Milch und die Rinderbrühe nach und nach zugeben, bis die Mehlschwitze klumpenfrei ist. Ca. 1 weitere Min. einkochen lassen, bis die Soße eingedickt ist. Mit Salz* und Pfeffer* abschmecken.
Kartoffeln in ein Sieb abgießen und gleich zurück in den Topf geben. Salz*, Pfeffer* und Muskatnuss nach Geschmack zu den Kartoffeln geben. Kartoffeln mithilfe eines Kartoffelstampfers zu einer cremigen Masse verarbeiten, dabei die restliche Milch nach und nach hinzufügen.
Kartoffelstampf und Karottenscheiben auf Teller verteilen und mit Petersilie bestreuen. auch mehr Vorbereitungszeit 35 Min Zubereitungszeit 15 Min Gesamtzeit 50 Min Zubereitung Die Hackfleischsorten mit einer Küchenmaschine zerkleinern oder pürieren. Dann die Toastscheiben zerpflücken und zusammen mit den Eiern, den Gewürzen und der Brühe hinzugeben und alles weiter pürieren. Es sollte sich eine gut formbare Masse ergeben, gegebenenfalls noch etwas Toast hinzufügen. Anschließend die Masse mindestens eine halbe Stunde lang kalt stellen. Nun aus der Fleischmasse kleine, lange Rollen (Bratwurstform) formen. Zum Formen können Sie Frischhaltefolie benutzen, die zuvor ein paar Stunden im Gefrierschrank gelagert wurde und die an den Enden zusammengezogen wird. Die geformten Rollen mit der Folie in siedendem Wasser für ca. 5 Minuten kochen und nach dem Abkühlen in den Gefrierschrank legen. Die durchgefrorenen Frikandel-Rollen können nun, nachdem die Folie entfernt wurde, in einer Fritteuse zubereitet werden. Dazu das Fett auf ca. 170 bis 180 Grad erhitzen und die Frikandel für 5 bis 7 Minuten frittieren. Dabei darauf achten, dass die Frikandel nicht zu braun werden.
Aufgeschnitten mit frisch gewürfelten Zwiebeln, Ketchup und Mayonnaise servieren.
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