Igel und Salat: Eine Frage der Ernährung und des Gartens

Wir Menschen neigen dazu, die Welt in Kategorien einzuteilen: Nützlinge und Schädlinge, Haustiere und Nutztiere.

Doch die Natur ist vielfältiger, und das zeigt sich besonders bei Wildkräutern. Viele Wildkräuter, die im Garten oft als Unkraut bekämpft werden, haben wertvolle Eigenschaften: Sie sind essbar, gesund, haben heilende Wirkung und bieten Insekten und Wildtieren Nahrung.

In diesem Artikel werden wir uns mit der Frage beschäftigen, ob Igel Salat fressen dürfen und wie man den Garten igelfreundlich gestalten kann.

Igel füttern: Das müsst ihr unbedingt beachten

Die Ernährung des Igels

Igel sind Insektenfresser und ihre natürliche Nahrung besteht hauptsächlich aus:

  • Insekten
  • Käfern
  • Schnecken
  • Regenwürmern

Gelegentlich fressen sie auch:

  • Spinnen
  • Eier
  • Aas

Es ist ein Irrtum, dass Igel hauptsächlich Schnecken fressen. Obwohl Schnecken zu ihrer Nahrung gehören, machen sie nur einen kleinen Teil aus.

Dürfen Igel Salat fressen?

Igel sind keine Vegetarier. Salat gehört nicht zu ihrer natürlichen Nahrung. Es ist unwahrscheinlich, dass Igel Salat aktiv suchen oder fressen würden. Es kann jedoch vorkommen, dass sie versehentlich Salatstücke fressen, wenn sie nach Insekten suchen, die sich darauf befinden.

Warum Salat keine geeignete Nahrung für Igel ist:

  • Nährwert: Salat hat einen geringen Nährwert für Igel. Er enthält nicht die Proteine und Fette, die sie für ihre Gesundheit benötigen.
  • Verdauung: Igel haben einen kurzen Darm und können pflanzliche Nahrung schwer verdauen.
  • Pestizide: Salat aus dem Garten kann mit Pestiziden behandelt sein, die für Igel schädlich sind.

Was Igel wirklich brauchen:

Wenn Sie Igel in Ihrem Garten unterstützen möchten, bieten Sie ihnen eine natürliche Umgebung mit ausreichend Insekten und anderen Kleintieren. Sie können auch spezielles Igelfutter im Fachhandel kaufen.

Zusätzliche Fütterung von Igeln: Was ist erlaubt?

Gesunde Igel benötigen normalerweise keine zusätzliche Fütterung. Nur wenn Igel zu früh aus dem Winterschlaf aufwachen und unterernährt sind, kann eine Zufütterung sinnvoll sein. Geeignete Nahrungsmittel sind:

  • Feuchtes Katzenfutter
  • Hartgekochte Eier
  • Ungesalzenes, gekochtes Fleisch

Was Sie bei der Fütterung von Igeln vermeiden sollten:

  • Milch: Igel sind laktoseintolerant und können Durchfall bekommen.
  • Brot: Brot ist schwer verdaulich und enthält zu viel Salz.
  • Süßigkeiten: Süßigkeiten sind ungesund für Igel und können zu Verdauungsproblemen führen.

Ein naturnaher Garten für Igel und andere Nützlinge

Ein naturnaher Garten bietet Igeln und anderen Wildtieren einen Lebensraum und ausreichend Nahrung. Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihren Garten igelfreundlich gestalten können:

  • Pflanzen Sie heimische Wildblumen: Heimische Wildblumen bieten Insekten Nahrung und locken somit auch Igel an. Achten Sie auf eine Blütezeit von Frühling bis Herbst.
  • Verzichten Sie auf Pestizide: Pestizide schaden nicht nur Schädlingen, sondern auch Nützlingen wie Igeln.
  • Schaffen Sie Unterschlupfmöglichkeiten: Igel benötigen Unterschlupfmöglichkeiten wie Laubhaufen, Reisighaufen oder Igelhäuser.
  • Bieten Sie eine Wasserquelle an: Stellen Sie eine flache Schale mit Wasser auf, aus der Igel trinken können.
  • Vermeiden Sie Gefahrenquellen: Sorgen Sie dafür, dass Igel nicht in Teiche oder Swimmingpools fallen können. Decken Sie Kellerschächte ab.

Bienengarten auf Terrasse und Balkon?

Die Bienengarten Samen-Mischung ist eher weniger geeignet für Terrasse und Balkon. Einige Arten werden bis zu 1,8 Meter hoch und bilden lange Wurzeln aus. Zudem können einige Arten 30 cm breit werden und blühen nur kurz.

Wildblumen mähen?

Ein bis zwei Mal Mähen ist nötig. Am besten direkt nach der Hauptblüte im Juli. Über den Winter sollte alles stehen bleiben, um Vögeln und Insekten Unterschlupf zu bieten.

Schädlingsbekämpfung im naturnahen Garten

Auch im naturnahen Garten kann es zu Schädlingsbefall kommen. Hier sind einige Tipps zur umweltfreundlichen Schädlingsbekämpfung:

  • Fördern Sie natürliche Feinde: Locken Sie natürliche Feinde wie Marienkäfer, Florfliegen und Schlupfwespen in Ihren Garten.
  • Verwenden Sie biologische Pflanzenschutzmittel: Biologische Pflanzenschutzmittel sind schonender für die Umwelt und für Nützlinge.
  • Sammeln Sie Schädlinge ab: Sammeln Sie Schädlinge wie Schnecken und Raupen von Hand ab.
  • Setzen Sie Pflanzenstärkungsmittel ein: Pflanzenstärkungsmittel stärken die Pflanzen und machen sie widerstandsfähiger gegen Schädlinge.

Schneckenbekämpfung: Was ist zu beachten?

Schnecken können im Garten eine echte Plage sein. Um sie zu bekämpfen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Vorbeugende Massnahmen: Bodenbearbeitung, kräftige Jungpflanzen, morgens bewässern, schneckenunempfindliche Sorten anpflanzen.
  • Bekämpfungsmassnahmen: Einsammeln der Schnecken, Schneckenkorn auf der Basis von Eisenphosphat (z.B. Ferramol), Nematoden.

Ferramol Schneckenkorn: Unbedenklich für Igel und Haustiere?

Der Wirkstoff Eisen-III-Phosphat kommt auch in der Natur vor und ist für Igel, Haustiere und andere Nützlinge unbedenklich.

Schneckenkorn richtig anwenden:

  • Frühzeitig breitwürfig zwischen den Pflanzen ausstreuen.
  • Keine Wartezeit bis zur Ernte.
  • Die Körnchen quellen bei Nässe, zerfallen aber nicht.
  • Die Wirksamkeit ist temperaturunabhängig.

Weitere Tipps zur Schädlingsbekämpfung:

  • Ameisen an Obstbäumen: Raupen- und AmeisenLeimring um den Stamm legen.
  • Blattläuse: Rosen mit Azet® RosenDünger düngen.
  • Pilze im Rasen: Schädigen den Rasen nicht, es gibt kein zugelassenes Pflanzenschutzmittel.

Unkraut im Garten: Freund oder Feind?

Viele Wildkräuter, die im Garten als Unkraut bekämpft werden, haben wertvolle Eigenschaften. Sie sind essbar, gesund, haben heilende Wirkung und bieten Insekten und Wildtieren Nahrung.

Beispiele für nützliche Wildkräuter:

  • Brennnessel: Futterpflanze für Schmetterlinge, fördert den Stoffwechsel, wirkt entzündungshemmend.
  • Löwenzahn: Vitaminreich, Blätter sind nussig im Geschmack und können als Salat, Suppe oder Spinat zubereitet werden.
  • Giersch: Bringt Frühlingsgeschmack in die Küche.

Unkrautbekämpfung: Was ist zu beachten?

  • Finalsan®*,°°°-Unkrautfrei: Totalherbizid, wirkt auf alle grünen Blätter.
  • Anwendung: Unkräuter müssen trocken sein, tropfnass einsprühen, nach der Behandlung 6-8 Stunden nicht regnen.
  • Haustiere: Kein Problem, wenn Haustiere im Garten frei laufen.

Rasenpflege für einen gesunden Garten

Ein gesunder Rasen ist die Grundlage für einen schönen Garten. Hier sind einige Tipps zur Rasenpflege:

Düngung:

Regelmässige Düngung mit Azet® RasenDünger macht den Rasen widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit und Moos. Der Dünger enthält nützliche Mikroorganismen und Mykorrhiza-Pilze, die das Bodenleben aktivieren und die Nährstoffaufnahme steigern.

Moos im Rasen:

Moos erscheint dort, wo zu viel Feuchtigkeit und Schatten herrschen und wenn das Gras nicht gedüngt wird oder der Boden zu sauer ist. Finalsan®*,°°° RasenMoosfrei kann gegen Moos eingesetzt werden.

Rasenreparatur:

Moos und Unkraut entfernen, Boden auflockern, Rasenreparatur LückenLos verteilen, Grassamen mit Azet® RasenDünger und etwas Sand mischen.

Pilze im Rasen:

Schädigen den Rasen nicht, es gibt kein zugelassenes Pflanzenschutzmittel.

Rasenfilz:

Regelmässig Azet® RasenDünger / Azet® HerbstRasenDünger verwenden. Die enthaltenen Mikroorganismen beleben den Boden.

Düngung nach dem Winter:

Rasen im August oder September ein letztes Mal düngen. Zusätzlich hilft eine Gabe Azet® VitalKalk im September/Oktober.

Düngemittel:

Unsere Düngemittel enthalten sterilisierte, organische und natürliche Rohstoffe. Eine Gefährdung für Kinder und Haustiere ist nicht zu erwarten.

Rosenpflege für eine üppige Blütenpracht

Rosen sind die Königinnen des Gartens. Mit der richtigen Pflege können Sie sich an einer üppigen Blütenpracht erfreuen.

  • Düngen: Rosen im März und Juli mit Azet® RosenDünger düngen.
  • Wildtriebe: Wildtriebe unterhalb der Veredelungsstelle entfernen.
  • Krankheitsresistente Sorten: Empfindliche Rosen gegen krankheitsresistente Sorten austauschen.

Lavendel und Rosen: Eine gute Kombination?

Der Duft von Lavendel vertreibt Blattläuse nicht immer. Zudem brauchen Rosen eher viel Dünger, Lavendel dagegen liebt es eher mager. Insofern passen die beiden Pflanzen ohnehin nicht gut zusammen.

Zusammenfassung

Igel fressen keinen Salat, aber sie profitieren von einem naturnahen Garten mit ausreichend Insekten und Unterschlupfmöglichkeiten. Achten Sie auf eine umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung und pflegen Sie Ihren Rasen und Ihre Rosen richtig. So schaffen Sie einen Garten, in dem sich Igel und andere Nützlinge wohlfühlen.

Tierart Geeignetes Futter Ungeeignetes Futter
Igel Insekten, Käfer, Schnecken, Regenwürmer, Katzenfutter (feucht), hartgekochte Eier, ungewürztes, gekochtes Fleisch Milch, Brot, Süßigkeiten, Salat
Vögel Körner, Kerne, Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Getreide, Samen, Birnen, Äpfel, getrocknete Beeren, Salat, gekochte Kartoffeln, Tomaten, Trauben, Bananen, Haferflocken Brot, Backwaren
Eichhörnchen Haselnüsse, Walnüsse, getrockneter Mais, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Rosinen, frisches Obst (Apfelstücke, Trauben) Erdnüsse, Mandeln

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