Es gibt kein geselligeres Essen als ein Käsefondue mit Freunden und Familie. Gemütlich an einem Winterabend am Tisch sitzen und die Gabel bestückt mit Brot durch den geschmolzenen Käse zu ziehen. Dieses Fondue-Brot ist für alle, die gerne Fondue essen, aber nicht gerne Brot schneiden. Und für alle, welche nicht wirklich Freude empfinden, wenn sich Brotkrusten-Splitter über den ganzen, hübsch gedeckten Tisch und den erst vor kurzem geputzten Fussboden verteilen. Denn dank der flachen, vorgestanzten Form lässt sich das Brot direkt am Tisch ganz unkompliziert auseinander zupfen.
An dieser Stelle möchte ich mich kurz bei meinen Freunden Rinon & Gloria und ihrem Wunsch nach einem Fondue-Brot-Rezept bedanken - ohne sie beide, wäre dieses Rezept vermutlich noch lange nicht entstanden. Für ihr Lieblings-Fondue-Brot, das es nur in der einen Bäckerei im Kanton Zug zu kaufen gibt, nahmen sie bisher eine Strecke von 68 km (Hin- und Rückweg) auf sich, was pro Weg ungefähr einer halben Stunde Fahrtweg entspricht. Eine Strecke die sie sich gerne gespart hätten.
Ich liebe es einfach, dass Brot selber zu backen und dieses Fonduebrot wird es nun öfters geben. Das Brot ist auch super lecker zu einem Zvieriplättli oder als Apero. Der Duft im Haus ist unbeschreiblich.
Hier ist ein detailliertes Rezept, um Ihr eigenes Fondue Brot mit Trockenhefe zu backen:
Zutaten:
- Weissmehl
- Ruchmehl
- Salz
- Malzextrakt
- Frischhefe
- Wasser
- Milch

Zubereitung:
- Weissmehl, Ruchmehl, Salz und Malzextrakt zusammen abwägen.
- Frischhefe dazubröseln und alle Zutaten kurz mischen.
- Wasser und Milch beigeben und ca. 6 Minuten auf der ersten Stufe der Küchenmaschine kneten lassen.
- Dann auf die zweite Stufe hochschrauben und weitere 8 Minuten kneten, bis ein elastischer Teig entsteht.
- Nun den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen und 90 Minuten zugedeckt (z.B. mit einem aufgeschnittenen Plastiksäckli oder einem Küchentuch) bei Raumtemperatur ruhen lassen (Stockgare).
- Nach Ablauf dieser Zeit, wird der Teig in zwei Stück aufgeteilt (je ca. 435 g), welche dann locker zu runden Teiglingen geformt werden.
- Die Teiglinge ein bis zwei Minuten zugedeckt ruhen lassen, damit sie sich etwas entspannen können.
- Anschliessend mit der Handfläche leicht flach klopfen, mit einem Nudelholz flach und rund ausrollen (ca. 18 bis 20 cm Durchmesser) und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Es sollten beide Teiglinge zusammen auf einem Blech Platz finden.
- Die Teiglinge zudecken und 30 Minuten ruhen lassen.
- Unterdessen den Ofen auf 210°C (Ober- und Unterhitze) aufheizen.
- Nun kommt das Vorschneiden oder besser gesagt Abdrücken der Brote, so dass sie nach dem Backen ganz einfach auseinander gezupft werden können. Dazu die Teiglinge mit einem Teighorn oder einem Messer fünfmal längs und fünfmal quer abdrücken, sodass sie in kleine Würfel eingeteilt werden. Der Teig soll komplett durchtrennt sein, darf dabei aber nicht auseinander geschoben werden.
- Die Teiglinge mit etwas Milch bestreichen, das Blech auf der untersten Schiene in den Backofen schieben.
- Brote für circa 20-22 Minuten backen.
Sofort mit einer Sprühflasche Wasser in den Ofen spitzen oder wer eine Dampffunktion hat einen Dampfstoss abgeben.
Tipp: Mit Hilfe einer Teigkarte oder einem Messer längs und quer alle 2,5cm abdrücken. So das kleine Würfel eingeteilt werden. Der Teig sollte leicht getrennt sein, darf dabei aber nicht auseinander geschoben werden. So kann man das Fonduebrot nach dem Backen ganz einfach auseinander gebrochen werden.
Du hast das Rezept bereits getestet?
Wie man ein echt gutes Brot backt | SWR Handwerkskunst
Weitere Tipps und Tricks rund ums Fondue
Das Fondue gilt als Schweizer Nationalgericht. Aber wer hat es erfunden? Wir Schweizer haben es erfunden. Oder doch die Franzosen?
Menge: Pro Person sollte man mit 200 g Käse rechnen. Das gleiche gilt für das Brot (ca. 150 bis 200 g).
Verdauung: Bei der Verdauung des Käses helfen Schwarztee oder Kräutertees. Denn die in den Kräutern enthaltenen ätherischen Öle fördern die Ausschüttung von Verdauungsenzymen und helfen die Nahrungsbausteine für die Verdauung aufzuspalten. Natürlich hilft auch Wein und vor allem Kräuterschnäpse. Wichtig ist allerdings die Menge. Mehr als 2cl Schnaps oder 1,5dl Wein wirken nicht mehr anregend, sondern betäubend auf die Verdauung.
Käsesorten für ein perfektes Fondue
Zum Grundrezept gehören Gruyère und Vacherin, aber man kann auch verschiedene andere Käsesorten verwenden, z. B.: Emmentaler, Raclettekäse, Appenzeller, Tilsiter und Sbrinz. Weichkäse sind eigentlich nur gedacht, um den Geschmack zu verändern. Die Mutigsten können es also wagen, ein Stückchen Gorgonzola oder Schabziger in das Caquelon geben.
Pimp das Fondue
Nicht nur Käse verleiht dem Fondue einen einzigartigen Geschmack, auch Kräuter, getrocknete Tomaten, Trüffel und vieles mehr gibt dem Fondue ein spezielles Aroma.
Konsistenz des Fondues
Wenn das Fondue zu dünn ist, entweder noch etwas Käse dazugeben oder Speisestärke mit etwas Kirsch oder Wasser verrühren und dann unter Rühren zugeben. Wenn das Fondue zu dick ist, etwas Wein unterrühren. Gerinnt das Fondue, vermischt man einen Spritzer Zitronensaft und 2 Tl Speisestärke mit wenig Kirsch in einem Glas und gibt es in das Käsefondue. Wichtig ist, dass man wartet bis das Fondue vollständig geschmolzen ist, bevor man Handelt.
Umweltverträglichkeit
Mit dem einfachen Punktesystem erkennst du auf einen Blick, wie umweltfreundlich dein Rezept ist. Dabei wird auch die Saisonalität der Zutaten berücksichtigt, weshalb sich die Skala monatlich ändern kann. Sie berechnet die Umweltbelastungspunkte deines Rezepts auf Basis der Ökobilanz und fasst zentrale Faktoren zusammen, wie zB. dlWasser
Umweltverträglichkeitsskala:
- 5 von 5: sehr hohe Umweltverträglichkeit
- 4 von 5: hohe Umweltverträglichkeit
- 3 von 5: mittlere Umweltverträglichkeit
- 2 von 5: geringe Umweltverträglichkeit
- 1 von 5: sehr geringe Umweltverträglichkeit
Ich liebe es einfach, dass Brot selber zu backen und dieses Fonduebrot wird es nun öfters geben. Das Brot ist auch super lecker zu einem Zvieriplättli oder als Apero. Der Duft im Haus ist unbeschreiblich.
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