Flammkuchen und Pizzateig Rezept mit Hefe: Eine umfassende Anleitung

Was gehört neben Fussball zu den grossen Passionen der Neapolitaner? Richtig, das Essen. Genauer gesagt: die Pizza. Schliesslich gilt Neapel als die Wiege dieser Spezialität. Neben einem mit Holz angefeuerten Kuppelofen - wir nehmen einen Pizzastein - braucht der Pizzaiolo natürlich den perfekten italienischen Pizzateig für den aromatischen Belag.

Der perfekte italienische Pizzateig

Viele Zutaten sind für den Teig gar nicht nötig, eigentlich nur kalkarmes Wasser, Hefe, etwas Olivenöl, Salz und Mehl. Da eine gute italienische Pizza aus nur wenigen Zutaten besteht, müssen diese von bester Qualität sein. Nur dann bekommst du ein schmackhaftes Endprodukt. Das beginnt beim Mehl für Pizza. Wichtig ist der Anteil an Klebereiweiss, auch bekannt als Gluten.

Die richtigen Zutaten

  • Mehl: Für die Herstellung von Pizzateig empfiehlt sich ein Mehl mit hohem Proteingehalt zwischen 12,5 und 14 Prozent. Handelsübliches deutsches Weizenmehl hat meist einen geringen Klebereiweissanteil, während italienisches Pizzamehl Tipo 00 einen Proteingehalt von 14 Prozent aufweist.
  • Wasser: Tipp: Verwende in Bezug auf die Mehlmenge immer 60 Prozent Wasser.
  • Hefe: Die beste Hefe für das ultimative Pizzateig Rezept ist Bierhefe. Sie erzeugt einen unverwechselbaren Geschmack. Allerdings ist funktionierende Bierhefe nicht so einfach zu bekommen.

Zubereitung des Pizzateigs

Ein leckerer Pizzateig benötigt gar nicht viele Zutaten. Dafür brauchst du aber etwas Geduld, damit die Hefe schön arbeiten kann. Mehl und Hefe in die Schüssel der Küchenmaschine geben und gründlich verrühren. Nach und nach das kalte Wasser langsam zugiessen und den Teig ca. 5 Minuten verkneten. Salz zugeben und so lange kneten, bis ein glatter Teig entsteht. Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen und mit Olivenöl bestreichen (am besten mit einem Pinsel). Abgedeckt über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen. Du wirst sehen, wie schön der Teig nochmals aufgeht. Teig nochmals verkneten und portionieren. Teiglinge anschliessend nochmals ca. 2 Stunden ruhen lassen. Auch hier vergrössern die Teiglinge nochmal das Volumen.

Jetzt kann die Pizza belegt und dann im Pizzaofen oder alternativ auf einem Pizzastein im Grill gebacken werden. Bereite deinen Grill für indirekte starke Hitze vor. So kann die Wärme von den gegenüberliegenden Seiten des Grills auf die Pizza abstrahlen. Hättest du direkt unter dem Pizzastein zu viel Hitze, würde der Boden verbrennen und die Oberseite mit dem Belag nicht mal gebräunt. Beim Gasgrill zündest du die äusseren Brenner an und stellst sie auf die höchste Stufe. Platziere den Pizzastein in der Mitte des Grillrostes und schliesse den Deckel. In der Regel ist der Stein nach ca. 10 Minuten ausreichend heiss. Während der Pizzastein auf Temperatur kommt, formst du die Pizzaböden.

Nach dem Ruhen der Teiglinge geht es nun ans Formen. Bestreue die Arbeitsfläche und den Pizzaheber mit Mehl. Wichtig ist, dass du den Pizzaheber wirklich gut bemehlst, sonst klebt dir die Pizza am Boden fest. Auch deine Hände bemehlst du leicht. Nimm eine Teigkugel, drücke sie behutsam flach zu einem Kreis und ziehe den Boden aus. Arbeite nicht mit dem Rollholz, sonst drückst du zu viel Luft aus dem Teig. Teigkreis mit beiden Händen am Rand fassen und etwas über die Arbeitsfläche heben. Nun den Kreis vorsichtig, aber schnell mehrmals in eine Richtung drehen, bis du einen schönen, gleichmässigen Teigboden erhältst.

Eine gute Pizza braucht nicht viel Belag. Für die Tomatensauce nimmst du am besten geschälte Tomaten aus der Dose mit einem niedrigen Säuregehalt wie z. B. San Marzano. Die Tomaten salzt du leicht und zerdrückst sie mit der Hand. So hat sie Sauce die perfekte Konsistenz. Mozzarella lässt du im Sieb abtropfen, damit nicht zu viel Feuchtigkeit auf den Teigboden kommt.

Den Pizzastein auf dem Grill gut vorheizen. 10-15 Minuten bei 350 bis 450 Grad sind perfekt. Lege die Pizza mit Hilfe des Pizzahebers auf den vorgeheizten Pizzastein und schliesse den Deckel. Nach ca. 7 Minuten bei 260-270 Grad Celsius ist deine perfekte Pizza fertig. Unten ist sie schön knusprig und stellenweise kräftig gebräunt, der Belag ist ebenfalls leicht gebräunt und blubbert leise. Jetzt hebst du die Pizza mit dem Pizzaheber auf ein Schneidebrett und schneidest sie mit dem Pizzaschneider in handliche Stücke. Träufle noch etwas Olivenöl darüber und bestreue sie mit frischen Basilikum-Blättchen - Buon Appetito.

Die ideale Backzeit für die perfekte Pizza vom Grill liegt bei 90 Sekunden bei 450 Grad Celsius. Je höher die Temperatur, desto kürzer die Backzeit und desto besser das Ergebnis. Mit Briketts dauert es etwas länger (ca. 7-8 Minuten), mit Holzkohle geht es schneller (ca. 4-5 Minuten), da du hier höhere Temperaturen erreichst. Natürlich haben wir für die perfekte Pizza vom Grill auch das passende Pizza Zubehör!

Pizzateig und Hefe gehören untrennbar zusammen? Nicht unbedingt, es gibt verschiedene Gründe, die für Pizzateig ohne Hefe sprechen. Zum Beispiel, weil du nicht viel Zeit hast. Damit der Pizzateig auf dem Grill trotzdem luftig aufgeht, brauchst du ein anderes Triebmittel - am besten Backpulver. Für einen Pizzateig ohne Hefe nimmst du pro 500 g Mehl 2,5 TL Backpulver.

Wer an Zöliakie leidet oder Gluten nicht gut verträgt, braucht nicht auf knusprigen Grillgenuss zu verzichten. Damit dein Pizzateig glutenfrei wird, nimmst du eine passende Mehlalternative, die kein Gluten oder nur verschwindend geringe Mengen enthält. Dazu gehören beispielsweise Mais-, Reis- oder Buchweizenmehl. Probiere am besten aus, welche Variante dir am besten schmeckt. Wer keine eigenen Experimente wagen möchte, greift zu fertigen glutenfreien Backmischungen speziell für Pizzateig oder zu entsprechenden Universalmischungen.

Pizzateig mit Backpulver ist zwar nicht original italienisch, aber eine gute Option, wenn es schnell gehen soll - oder wenn du keine Hefe magst. Dafür kannst du ein Pizzateig-Rezept deiner Wahl verwenden. Statt einem Päckchen Trockenbackhefe fügst du einfach 5 TL Backpulver hinzu. Der Pizzateig mit Backpulver sollte dann allerdings nicht so lange fermentieren.

Auch wenn klassischer Pizzateig aus Weizen hergestellt wird, ist das kein Muss. Möchtest du deinen Weizenkonsum etwas reduzieren und bist auf der Suche nach einem Mehl, das sich beim Backen ähnlich verhält? Dann bist du mit Dinkelmehl gut beraten. Du kannst das Weizenprodukt damit 1:1 ersetzen, ohne etwas beachten zu müssen.

Der Magen knurrt, der Hunger ist gross und du hast keine Lust, nun noch über eine Stunde zu warten, bis der Pizzateig endlich aufgegangen ist? Verständlich! Das heisst aber noch lange nicht, dass du auf deine selbstgemachte Pizza verzichten musst. Du kannst dir die Gehzeit ganz einfach sparen, indem du auf die Hefe im Teig verzichtest. Greife stattdessen zu Backpulver! Ersetzen lässt sich Hefe auch mit Quark und Öl, was in Amerika sehr beliebt ist. Fügst du statt einem Päckchen Trockenbackhefe 250 g Quark und 75 ml Öl hinzu, erhältst du einen dicken blasenwerfenden Boden.

Wenn du doch wenigstens 30 Minuten Zeit hast, kannst du auch einen Blitz-Pizzateig mit Hefe zubereiten. Pizzateig besteht im Grunde nur aus fünf Zutaten: Mehl, Öl, Wasser, Salz und Hefe. Keine davon stammt von tierischen Quellen, weshalb jeder klassische Pizzateig vegan ist. Allerdings spaltet sich die vegane Community beim Thema Hefe dennoch. Deklariert wird sie zwar als nicht-tierisch, allerdings handelt es sich hierbei um lebende Organismen. Es gibt durchaus vegan lebende Personen, die deshalb auch auf Hefe verzichten. Erwartest du Gäste, dann frage lieber im Vorfeld nach, wie sie zum Thema veganer Pizzateig stehen.

Du möchtest auf deine Ernährung achten und viele kurzkettige Kohlenhydrate vermeiden? Dann ist ein Low Carb Pizzateig ohne Mehl genau richtig für dich. Wie wäre es mit einem Pizzaboden aus Blumenkohl? Koche zunächst den Blumenkohl weich und zerdrücke ihn mit einer Gable, nachdem du das Wasser abgegossen hast. Vermenge den Blumenkohl mit Käse und dem Ei und würze es mit Salz und Pfeffer und anderen Gewürzen deiner Wahl. Verteile die Masse auf ein Backblech und belege sie mit deinen Wunschzutaten.

Pizza geniessen und dabei noch auf die Linie achten, geht das? Klar, ketogener Pizzateig macht es möglich! Er verzichtet komplett auf Getreidemehl und ist damit völlig frei von Kohlenhydraten. Die einfachste Grundlage, um eine ketogene Pizza zuzubereiten, liefern dir Mozzarella und Frischkäse. Vermenge die Zutaten gleichmässig und würze sie nach belieben. Lege den Teig auf einem Backblech aus und belege ihn wie du es möchtest.

Neapel gilt als der Geburtsort der Pizza. Hörst du also vom Pizzateig Neapel, ist das klassische Grundrezept gemeint. Verrühre die Trockenhefe mit dem lauwarmen Wasser und lasse sie für 10 Minuten stehen. Gebe in der Zwischenzeit alle trockenen Zutaten in eine grosse Schüssel und verrühre sie mit einem Schneebesen. Danach gibst du das Wasser-Hefe- Gemisch und das Öl hinzu. Verknete alles mit den Händen für 10 Minuten lang. Sobald der Teig schön geschmeidig ist, lässt du ihn für 30 Minuten, zugedeckt, an einem warmen Ort aufgehen. Jetzt kannst du den Teig nach belieben belegen.

Wer online nach Backrezepten sucht, stösst schnell auf einen ganz besonderen YouTube-Account: Sallys Welt. Hier findest du unzählige Anleitungen und Tipps für verschiedenste Genüsse. Selbstverständlich gibt es auch Rezepte für Pizzateig von Sally. Mische zuerst das Wasser mit der Hefe und etwas Zucker. Während die Wasser-Hefe Mischung geht, verrührst du die übrigen Zutaten. Gebe die Mischung und das Öl hinzu und knete ihn ordentlich durch. Lasse den Teig im Anschluss gehen, bis er sein Volumen verdoppelte hat.

Der Thermomix gehört mittlerweile zu den beliebtesten Hilfsmitteln in der Küche. Selbstverständlich kann er auch hervorragenden Pizzateig herstellen! Alles, was du tun musst, ist, die Zutaten, die dir auf dem Bildschirm angezeigt werden, einzuwerfen und zuzuschauen, was das Gerät daraus zaubert. Hierbei kannst du dich an deinem Lieblingsrezept für Pizzateig orientieren.

Wenn es besonders schnell gehen soll, geht nichts über die gute alte Tiefkühlpizza. Aber es muss nicht immer eine gekaufte sein. Am besten frierst du ihn flach und nicht als Kugel ein. Nachdem der Teig schön aufgegangen ist, rollst du ihn wie gewohnt aus. Mitsamt Backpapier landet er dann flach im Tiefkühler. Möchtest du gleich mehrere Teige einfrieren, kannst du sie auf diese Weise flach übereinanderstapeln.

Wenn der Pizzateig klebt, hast du ihn eventuell noch nicht lange genug geknetet. Die Zutaten brauchen etwas Zeit, um sich ordentlich zu vermengen. Erst wenn das Mehl das Wasser vollständig aufgesogen hat, zeigt sich, wie es wirklich um die Konsistenz deines Teigs bestellt ist. Ist er auch nach mehreren Minuten kneten noch sehr klebrig?

Macht gekaufter oder selbstgemachter Pizzateig das Rennen? Diese Frage scheidet die Geister. Es wird immer Personen geben, die nie von ihrem gekauften Pizzateig abschwören würden. Aber schmeckt es selbstgemacht nicht eigentlich immer ab besten? Klar, das ist Ansichtssache. Fakt ist, dass Backmischungen sowie fertiger gekaufter Pizzateig gute Alternativen für alle sind, die es gern schnell und einfach mögen.

Flammkuchen Rezept

Backofen auf 220°C Heissluft/Umluft (idealerweise mit zusätzlicher Unterhitze) vorheizen (Ober-/Unterhitze 240°C). Flammkuchenteig auf die mit Backpapier belegten Bleche auslegen. Mit einer Gabel mehrmals dicht einstechen.

Belag

Teig mit Crème fraîche bestreichen, dabei rundum 1cm Rand freilassen, Zwiebeln und Speck darauf verteilen. Würzen. Flammkuchen auf der untersten Rille des vorgeheizten Ofens 13-16 Minuten backen.

Zubereitung: 10min

Kochen/Backen: 13min

Auf dem Tisch in: 23min

Zeiten für verschiedene Pizzateig-Varianten

Teig-Variante Vorbereitungszeit Ruhezeit Backzeit
Klassischer Pizzateig 10 Minuten Mind. 2 Stunden (oder über Nacht) 7-15 Minuten
Neapolitanischer Pizzateig 30 Minuten 30 Minuten 7-15 Minuten
Blitz-Pizzateig mit Hefe 15 Minuten 30 Minuten 7-15 Minuten
Pizzateig ohne Hefe 15 Minuten Keine Ruhezeit 7-15 Minuten
Low Carb Pizzateig 35 Minuten Keine Ruhezeit 7-15 Minuten
Ketogener Pizzateig 15 Minuten Keine Ruhezeit 7-15 Minuten

Pizza selber machen! Inkl. Teig und Pizzasoße. Wie aus dem Steinofen!

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