Flammkuchen Teig selber machen – Ein einfaches Rezept

Der traditionelle Elsässer Flammkuchen ist eigentlich nichts Neues. Schon vor vielen Jahren haben Bäcker und Hausfrauen diese leckere Spezialität, mit Crème Fraîche, Speck und Zwiebeln, gebacken. Da es aber sooo lecker schmeckt, ist es halt eben doch einen Eintrag in jedes Rezeptbuch wert.

Dieses Grundrezept für Flammkuchen bietet viele Möglichkeiten als Belag. Der Teig ist einem Pizzateig ähnlich, wird dünn ausgerollt und beliebig herzhaft belegt mit Sauerrahm, Speck und Zwiebeln wie z. B. beim Elsässer Flammkuchen. Es gibt aber auch süsse Flammkuchen-Varianten - was das Herz begehrt...

Hier finden Sie ein umfassendes Rezept, um Ihren eigenen Flammkuchenteig zu Hause zuzubereiten. Mit detaillierten Anweisungen und nützlichen Tipps gelingt Ihnen ein knuspriger und schmackhafter Teig, der die perfekte Grundlage für Ihre Lieblingsflammkuchen bildet.

Ein traditioneller Flammkuchen.

Zutaten für ca. 4 Portionen

  • 400 g Weissmehl (Weizen)
  • 10 g Salz
  • 20 g Hefe
  • 220 g Wasser
  • 10 g Olivenöl (ca. 1 EL)
  • 2 EL Speiseöl, z. B. Sonnenblumenöl
  • Klarsichtfolie
  • Backpapier
  • Blech
  • Speckwürfeli
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • EL Butter, flüssig, ausgekühlt

Alle Zutaten bereitstellen.

Zubereitung des Flammkuchenteigs

  1. Teig zubereiten: Mehl, Salz und Zucker mischen, eine Mulde formen. Hefe in wenig Wasser auflösen. Mit restlichem Wasser und Butter in die Mulde giessen. Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten.

  2. Gehen lassen: Zugedeckt unter Klarsichtfolie bei Raumtemperatur aufs Doppelte aufgehen lassen.

  3. Teig auswallen: Teig auf wenig Mehl ca. 1-2 mm dick auswallen (28-35 cm Ø). Auf das mit Backpapier belegte Blech legen, mit einer Gabel mehrmals dicht einstechen.

  4. Backofen vorheizen: Backofen auf 220°C Heissluft/Umluft (idealerweise mit zusätzlicher Unterhitze) vorheizen (Ober-/Unterhitze 240°C).

  5. Belegen: Teig mit Crème fraîche bestreichen, dabei rundum 1 cm Rand freilassen, Zwiebeln und Speck darauf verteilen.

  6. Backen: Bleche miteinander in den Ofen schieben (ca. 1. und 4. Rille von unten).

Weissmehl und Salz kurz zusammen mischen. Hefe dazubröseln, Olivenöl und Wasser beigeben. Alles in der Küchenmaschine während ca. 8 Minuten auf der zweiten Stufe zu einem elastischen Teig kneten. Den Teig auf eine bemehlte Oberfläche legen und mit einem Plastik oder feuchten Küchentuch zudecken. Ca. 1 Stunde bei Zimmertemperatur aufgehen lassen. Den Backofen auf 230 °C (Umluft) vorheizen und ein flaches Backblech mit Backpapier belegen. Den Teig in vier Teile aufteilen, dünn ausrollen (siehe Bild) und auf das vorbereitete Blech legen. Das Ausrollen des Teiges geht einfacher, wenn man ihn in mehreren Schritten ausrollt. Dazu kann man beim ersten Teigstück beginnen, es so weit ausrollen, bis man merkt, dass die Elastizität nachlässt. Dann wird es etwas gelockert (vorsichtig die flachen Hände links und rechts unter den Teig schieben, das Ganze etwas hochheben und leicht Locker-Schütteln), zur Seite gelegt und mit dem nächsten Teigstück genau gleich verfahren. Haben alle Teigstücke den ersten Ausroll-Durchgang abgeschlossen, gehts an die nächsten Runden, in denen man genau gleich verfährt.

Die Zutaten der Reihe nach in eine Rührschüssel geben und mit dem Handmixer (Knethaken) zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt ca. 20 Min. bei Raumtemperatur ruhen lassen. Den Teig in 6 gleich grosse Portionen teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche möglichst dünn auswallen. Die Teigstücke auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche geben. Die Teigstücke beliebig belegen. Ein Blech in das obere Drittel des vorgeheizten Backofens schieben. Backzeit: etwa 8 Min. Ober- und Unterhitze: 250 °C, Heissluft: 230 °C. Den Vorgang mit den übrigen Flammkuchen wiederholen.

Teig nach der Zubereitung 30 Minuten bei Raumtemperatur aufgehen lassen. Anschliessend in Folie packen und 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Teig nach der Zubereitung sofort in Folie packen und tiefkühlen. Haltbarkeit: 6 Monate. Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und bei Raumtemperatur 1-1½ Stunden aufgehen lassen. Oder Teig nach der Zubereitung auswallen, auf Backpapier ziehen, aufrollen, in Folie gewickelt tiefkühlen.

Hefe in wenig Wasser auflösen, mit restlichem Wasser und Öl in die Mulde giessen. Alles mischen und zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten: Teigmaschine: 5-8 Minuten (erst auf niedriger, dann auf mittlerer Stufe) / Von Hand: ca. Schüssel in einen grossen Plastikbeutel stellen und diesen verknoten oder Schüssel mit Folie zudecken. Bei Raumtemperatur erst 1 Stunde aufgehen lassen. In der nächsten Stunde Teig 2-mal aufziehen und falten. Fertigstellen: Teig auf wenig Mehl hauchdünn zu 2 blech­grossen Rechtecken oder anderen Formen auswallen, auf die vorbereiteten Bleche legen. Teige mit einer Gabel einstechen. Backen: Ofen auf 230 °C Heissluft/Umluft, wenn möglich mit zusätzlicher Unterhitze, vorheizen. Bleche nacheinander auf der untersten oder 2.-untersten Rille des vorgeheizten Ofens 8-10 Minuten backen. Oder beide Flammkuchen miteinander backen und die Bleche nach der halben Backzeit tauschen.

Übrigens - für alle die es nicht gewusst haben (so wie ich): Seinen Ursprung hat dieses Salzgebäck bei der Brotherstellung in der Region Elsass. Als man noch keine modernen Thermometer zur Bestimmung der Ofen-Temperatur zur Hand hatte, musste diese aufgrund Erfahrungswerten und Schätzungen bestimmt werden. Ein gutes Hilfsmittel dabei, bot der Flammkuchen. Nicht nur konnte die hohe Anfangshitze nach dem Befeuern des Ofens optimal ausgenutzt werden (fürs Brot wäre diese zu heiss gewesen), sondern es konnte auch aufgrund der Backgeschwindigkeit des Flammkuchens die Temperatur geschätzt werden.

Tipps und Tricks:

  • Den Teig nur kurz gehen lassen (20-30 Minuten), in Folie packen und im Kühlschrank 1-2 Tage aufbewahren.
  • Teig vor dem Aufgehen in Folie packen und tiefkühlen. Haltbarkeit: ca. 6 Monate. Den eingepackten Teig über Nacht im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur auftauen lassen.
  • Wird das Blech mit Butter bestrichen und mit Paniermehl bestreut, wird der Boden besonders knusprig.
  • Paniermehl selber machen: Nicht mehr ganz frisches Brot bei Raumtemperatur trocknen lassen oder die Restwärme des Ofens dafür nutzen. Anschliessend im Cutter mahlen.

Alternativen und Variationen:

Der Plastikbeutel bzw. die Folie kann mehrmals verwendet werden.

Lagerung und Aufbewahrung:

Weitere Rezeptideen:

Original Flammkuchen Rezept aus dem Elsass - schnell und lecker

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