Dinkel ist ein vielseitiges Getreide, das sich hervorragend als Reis-Alternative eignet. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie Dinkel wie Reis kochen können und präsentieren ein leckeres Rezept für Dinkel-Kernotto mit Sauerrahm.
Dinkel und Weizen gehören zur selben Familie. Es handelt sich also um zwei verschiedene Mehlsorten, deren Eigenschaften dieselben sind. Dinkelmehl ist zwar nicht unbedingt gesünder als Weizenmehl. Schmackhafter ist es aber allemal. Dinkelmehl könnt ihr wie normales Weizenmehl für Brote, Kuchen, Wähenboden, Guetzli, Pasta, Pizzateig etc. verwenden.
Grundsätzlich kocht man Dinkel mit der dreifachen Menge leicht gesalzenem Wasser.
ganzes Korn kochen
Rezept: Urdinkel-Kernotto mit Sauerrahm
Dieses Rezept ist einfach zuzubereiten und bietet eine köstliche Möglichkeit, Dinkel in Ihre Ernährung zu integrieren. Hier die Zutaten und Zubereitungsschritte:

Zutaten:
- 3 EL Rapsöl
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 300 g UrDinkel-Kernotto
- 150 ml Weisswein
- 600 ml Gemüsebouillon
- 150 g Reibkäse
- 145 g Sauerrahm
- Wenig Salz
- Wenig Pfeffer, schwarz, gemahlen
- Wenig frische Kräuter
Zubereitung:
- In einem Topf Rapsöl (3 Esslöffel) langsam erhitzen, Zwiebel (1) und Knoblauch (3 Zehen) glasig dünsten.
- UrDinkel-Kernotto (300 g) hinzufügen und 2 Minuten mitrösten, bis sie leicht gebräunt sind.
- Den Weisswein (150 ml) hinzufügen und einkochen lassen, bis der grösste Teil verdunstet ist. Gemüsebouillon (600 ml) hinzugiessen und ca. 20 Minuten köcheln lassen.
- Wenn das UrDinkel-Kernotto gar ist Reibkäse (150 g) und Sauerrahm (145 g) unterrühren, cremig werden lassen und mit Salz (wenig) und Pfeffer (wenig) abschmecken.
Nährwerte pro Person: (ungefähre Angaben)
Dinkel vs. Weizen: Was ist gesünder?
Immer wieder hört und liest man, Dinkel sei gesünder als Weizen. Doch ist dem wirklich so? Fakt ist, dass Dinkel mehr Vitamin B2 und B3 als Weizen enthält. Aber sonst weist er keine zusätzlichen gesundheitlichen Vorteile auf.
Weizenallergiker reagieren in aller Regel auch allergisch auf Dinkel. Wer an Zöliakie leidet, kann auch Dinkel nicht geniessen. Dass Dinkel den Blutzucker weniger schnell ansteigen lässt und man mit Dinkel abnehmen kann, konnte ebenfalls nicht nachgewiesen werden.
Viel wichtiger als die Frage nach Weizen oder Dinkel ist aus gesundheitlicher Sicht die Wahl der Mehlart.
Wissenswertes zu Getreide, Reis und Pasta
Getreide spielt eine wichtige Rolle in unserer Ernährung. Hier einige interessante Fakten:
Welche Getreidearten gibt es?
Zu den bekanntesten Getreidearten zählen Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Reis, Mais und Dinkel. Jede Getreideart hat ihre eigenen kulinarischen Verwendungen und Nährstoffprofile.
Welche Rolle spielt Getreide in der Ernährung?
Getreide ist eine wichtige Quelle für Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe. Sie bilden die Grundlage vieler traditioneller Ernährungsweisen weltweit und liefern Energie sowie Sättigung.

Wie unterscheiden sich Vollkornprodukte von raffinierten Getreideprodukten?
Vollkornprodukte enthalten das gesamte Korn einschliesslich des Keims, der Randschichten und des Endosperms. Somit sind sie reich an Ballaststoffen, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen. Raffinierte Getreideprodukte werden dagegen von den Randschichten und vom Keim getrennt und enthalten hauptsächlich den stärkehaltigen Endosperm.
Welche Getreidesorten sind glutenfrei?
Glutenfreie Getreidesorten sind beispielsweise Reis, Mais, Hirse, Buchweizen und Sorghum. Menschen mit Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie können diese Getreidesorten sicher geniessen. Hafer ist von Natur aus glutenfrei, wird aber oft in den kleinen Mühlen wie glutenhaltiges Getreide verarbeitet. Aus diesem Grund sollte bei Haferflocken immer auf die Glutenfrei-Zertifizierung geachtet werden.
Welche Reissorten gibt es und was sind die Unterschiede?
Weltweit gibt es über 10’000 Reissorten, nicht leicht, da den Überblick zu behalten. Auch die Arten der Zubereitung sind schier unendlich. Die Grösse ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, und so wird in die drei Hauptgruppen Langkornreis, Rundkornreis und Mittelkornreis unterteilt. Des Weiteren wird bei Konsistenz, Verarbeitung und Geschmack ein Unterschied gemacht. Zu den bekanntesten Reissorten gehören Jasminreis, Basmatireis, Carnaroli-Reis. Wildreis ist übrigens kein Reis im eigentlichen Sinne. Es handelt sich um eine schwarze, feste Süssgrasart mit Ursprung in Nordamerika. Der Wildreis, der in Schweizer Supermärkten erhältlich ist, ist meist eine Mischung aus Basmatireis und Wildreis.
Warum können einige Menschen Getreideprodukte nicht gut verdauen?
Manche Menschen können Getreideprodukte aufgrund von Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) oder Weizenallergie nicht gut verdauen. Bei anderen kann die Verdauungsempfindlichkeit auf komplexe Kohlenhydrate zurückzuführen sein. Komplexe Kohlenhydrate enthalten zwar wertvolle Nährstoffe und sättigen länger, sind aber schwerer zu verdauen, was bei Personen mit Verdauungsempfindlichkeit zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Blähungen oder Durchfall führen kann.
Wie kann man sicherstellen, dass Getreide, Reis und Pasta nicht mit Pestiziden oder anderen Schadstoffen kontaminiert sind?
Wer sicher gehen will, dass Getreide, Reis und Pasta frei von Pestiziden und anderen Schadstoffen sind, der sollte auf Produkte mit Bio-Label zurückgreifen. Bio-Produkte unterliegen strengeren Anbau- und Qualitätskontrollen. Wichtig ist auch, das Getreide vor der Zubereitung gründlich zu waschen und gegebenenfalls zu schälen. Bei Reis sollte auf Sorten geachtet werden, die weniger anfällig für Schadstoffe sind.