Spätzle mit Vollkornmehl: Ein herzhaftes Rezept

Spätzle sind eine beliebte Beilage, die in verschiedenen Varianten zubereitet werden kann. Eine besonders schmackhafte und vollwertige Variante sind Spätzle mit Vollkornmehl. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Zubereitung dieser köstlichen Spezialität.

Spätzli gehören zu den beliebtesten Beilagen der Schweiz und sind auch in Süddeutschland, besonders in Schwaben, als Leibspeise bekannt. Sie kommen gerne in Form von Käsespätzle oder Eiernockerl auf den Teller. Es müssen nicht immer Kartoffeln als Beilage sein - bringen Sie wieder mehr Getreide auf Ihren Teller!

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Was sind Spätzle und Knöpfli?

Spätzli oder Knöpfli: Eine reine Formsache! Ob länglich oder rund - Spätzli und Knöpfli unterscheiden sich nur in der Form. Für Spätzli wird der Teig von einem Brettchen in schmalen Streifen direkt ins siedende Wasser geschnitten. Für rundliche Knöpfli wird er durchs Knöpflisieb gestrichen. Doch ungeachtet der Form ist je nach Region und Dialekt eher der eine oder der andere Begriff verbreiteter. Ob länglich oder rundlich ist daher Nebensache. Heiss geliebt werden die Spätzli oder Knöpfli auf jeden Fall!

Der Spätzliteig: So einfach gehts

Der Spätzliteig besteht aus Mehl, Milch, Wasser und Eiern. Spezielles Knöpflimehl gibt den Spätzli mehr Biss. Etwas Hartweizengriess hat denselben Effekt. Aber auch Weiss-, Ruch- oder ganz fein gemahlenes Vollkornmehl lässt sich gut verwenden. Die Zugabe von Mais-, Kastanien- oder Buchweizenmehl verleiht den Spätzli eine ganz besonders feine Note.

Normalerweise braucht der Spätzliteig Zeit, um sich zu entwickeln. Mit dem Spätzli-Blitz ist er in wenigen Minuten zubereitet, und man braucht ihn nicht einmal mehr quellen zu lassen.

Variationen für den Spätzliteig

  • Farbige Spätzli: Ob grün mit fein gehacktem Spinat, ob gelb mit Safran, Kurkuma oder Curry, ob orange oder violett mit Rüebli- bzw. Randensaft: Farbige Spätzli oder Knöpfli sind auf dem Teller ein toller Hingucker!
  • Süssliche Note: Leicht süsslich schmecken die Spätzli oder Knöpfli, wenn etwas Quittengelee oder Hagebuttenkonfitüre unter den Teig gemischt wird.
  • Röstaroma: Ein feines Röstaroma erhalten sie, wenn man geröstete, fein gemahlene Haselnüsse beigibt.

Spätzle in Rekordzeit

Ein Spätzleteig ist mit diesem Rezept einfach und schnell gemacht.

Verwendung von Vollkornmehl

Normalerweise werden Spätzle aus weißem Mehl zubereitet. Mit Vollkornmehl benötigen diese etwas mehr Flüssigkeit, da dass Vollkornmehl mehr Flüssigkeit aufnimmt. Der Teig sollte nicht zu weich und nicht zu fest sein, damit die Spätzle leicht durch den Spätzle-Hobel gedrückt werden können. Falls der Teig zu fest ist, einfach etwas Flüssigkeit dazugeben und durchrühren.

Zubereitung

Das Mehl in eine Schüssel geben und die Eier einrühren.

Wasser mit Salz aufkochen. Teig portionenweise auf das Knöpflisieb geben, mit der Teigkarte durch die Löcher direkt in das leicht siedende Salzwasser streichen. Knöpfli ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche kommen. Mit einer Schaumkelle herausheben, gut abtropfen, in vorgewärmte Schüssel geben.

Als Suppenbeilage können die Spätzle direkt in der Suppe gekocht werden.

Küchenhelfer

Der Spätzle Hobel ist ein einfaches Gerät mit kleinen Löchern und einem Schaber. Einfach mit dem Schaber etwas Teig auf die Löcher geben und mit dem Schaber den Teig durch die Löcher spachteln. Der Hobel muß dabei direkt über dem Topf positioniert werden, sodaß die kleinen Spätzle direkt ins Wasser fallen.

Serviervorschläge

Spätzli und Knöpfli sind neben Rotkraut die klassische Beilage zu Wild. Sie schmecken aber auch wunderbar zum Sonntagsbraten oder zu anderen Fleischgerichten mit Sauce. Und sie passen gut zu den fruchtigen Beilagen, die üblicherweise zu Wildgerichten serviert werden.

Vollkorn Spätzle sind ideal als vollwertige Suppeneinlage oder als Beilage zu Ihrem Hauptgericht geeignet.

Weitere Variationen

Pizokel und Pizzoccheri: Buchweizen-Spätzli

Jede Bündner Familie hat ihr eigenes, gut gehütetes Rezept für die Spätzli-Köstlichkeit Pizokel. Der Teig besteht aus Buchweizenmehl, Weissmehl, Milch, Wasser und Eiern. Die fertigen Spätzli werden mit angebratenem Speck, Salbeiblättern, blanchiertem Spinat, Wirz sowie gekochten Bohnen vermischt und serviert.

Spätzliteig ist ein wichtiger Bestandteil einer weiteren Bündner Spezialität: den berühmten Capuns. Ihre Füllung besteht aus Knöpfliteig mit gewöhnlichem Mehl (nicht Buchweizenmehl) und Salsiz, die Hülle aus blanchierten Mangoldblättern. Die Wickel werden anschliessend in einer Rahmbouillongekocht.

Die Pizzoccheri sind eine Spezialität aus dem Veltlin und dem Puschlav (dort heissen sie Pizzöcar). Trotz der Namensverwandtschaft gehören diese Teigwaren streng genommen nicht zur Knöpfli-Spätzli-Familie: Es handelt sich dabei um kurze, breite Nudeln aus Buchweizenmehl.

Enge Verwandte: Schupfnudeln und Gnocchi

Ebenfalls aus dem süddeutschen Raum kommen die Schupfnudeln, wegen ihrer charakteristischen Form auch Bubenspitzle oder Bubenspätzle genannt. Sie sind mit den Spätzli eng verwandt, werden aber wie die italienischen Gnocchi aus einem Kartoffel-Mehl-Teigzubereitet und von Hand geformt.

Schupfnudeln werden oft zusammen mit Sauerkraut gegessen oder als Beilage zu Wildgerichten oder Zwiebelrostbraten.

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