Ein perfekter Burger steht und fällt mit dem Brötchen. Ein matschiges Hamburgerbrötchen, das auseinander bricht, kann das gesamte Geschmackserlebnis ruinieren. Doch keine Sorge, mit diesem Rezept gelingen dir weiche, luftige und dennoch stabile Buns, die jedem saftigen Burger standhalten.
Im Gegensatz zu gekauften Buns, die oft wenig Eigengeschmack haben, überzeugen selbstgemachte Hamburgerbrötchen mit einem feinen, leicht buttrigen Aroma. Hier erfährst du, wie du "Die perfekten Hamburgerbrötchen" auf dem Grill zauberst.
Burger sind etwas Grossartiges - ob vegan, vegetarisch, mit Fisch- oder Fleischpatty. Die Burgerbrötchen / Brioche Burger-Buns spielen dabei eine zentrale Rolle.
Burger Buns - Einfach Zuhause Nachmachen
Zutaten für den perfekten Teig
Für ca. 6-10 Hamburgerbrötchen benötigst du:
- 2 dl warmes Wasser (nur leicht warm!)
- 4 EL Milch (optimal mit 2.5% Fettanteil)
- 1 kleine Prise Salz
- 15 g Zucker
- 500 g Zopfmehl (Weissmehl geht auch)
- 1 Stk. Ei
- 80 g Butter (muss sehr weich sein)
- 1 Würfel (ca. 40g) frische Hefe
Für die Optik:
- 1 Handvoll Sesam
- 2 EL Wasser
- 2 EL Milch
- 1 Stk. Ei

Selbstgemachte Burger Buns sind ein Genuss.
Zubereitung: Schritt für Schritt zum perfekten Bun
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Hefe aktivieren: Milch, warmes Wasser, Zucker und den frischen Hefewürfel in eine Schüssel geben. Den Hefewürfel in feine Scheiben schneiden und alles gut vermischen, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Nun das Ganze ca. 5 Minuten stehen lassen, damit die Hefe mit dem Zucker gut reagieren kann!
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Teig kneten: Nach den 5 Minuten ein Ei, die weiche Butter, das Mehl und das Salz hinzufügen. Nun heisst es "kneten, kneten, kneten". Am besten mit einer Küchenmaschine wie Kitchen Aid oder Kenwood Cooking Chef. Hier lasse ich das ganze 15-20 Minuten auf Stufe 2 Kneten. Der Teig wird sehr weich, weicher als üblicher Brotteig, das muss auch so sein.
Ob der Teig genügend geknetet ist, verrät der Fenstertest (siehe Seite 22). Zu Beginn des Knetens wirkt der Teig sehr klebrig.
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Ruhezeit: Anschliessend den Teig eine Stunde an einem warmen Ort ruhen und Aufgehen lassen.
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Formen: Nachdem der Teig ein erstes Mal Aufgegangen ist, werden nun die Brötchen geformt. Je nach Vorliebe kann mehr oder weniger Teig je Brötchen verwendet werden. Man nimmt die gewünschte Menge an Teig und formt eine Kugel (auf dem Tisch rollen oder mit beiden Händen). Anschliessen diese Kugel sanft flach drücken, bis die gewünschte grösse erreicht ist. Nicht zu fest drücken, da sonst der Teigling kaputt geht, dann muss nochmals mit einer Kugel begonnen werden.
Je gleichmässiger du die Scheiben formst, desto schöner wird das fertige Ergebnis. Lasse dir also ruhig Zeit, damit das Endergebnis - das perfekte Brioche Burger Bun - passt.
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Zweite Ruhezeit: Die fertig geformtem Teiglinge direkt auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Keine Angst, die "Brotplatten" dürfen ruhig sehr flach sein, sie gehen spätestens beim Backen wieder schön auf. Mit den Mengenangaben aus diesem Rezept können je nach grösse 6 bis 10 Hamburger Buns erreicht werden.
Ist ein Backblech voll, dann ab damit in den ungeheizten Backofen. Da lässt man nun den Teig nochmals ca. 30 Minuten aufgehen.
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Sesambelag: Hierzu werden in eine Tasse ein Ei, 2 Esslöffel Milch sowie 2 Esslöffel Wasser vermischt. Damit bestreicht man nun einen flachen Teigling und gibt direkt danach den Sesam oben drauf. So bleibt er schön haften.
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Backen: Hierfür verwende ich eine Backzeit von ca. 25 Minuten inkl. Aufheizen des Ofens. Wichtig, bei neuer Backöfen ist die Aufheiz-Zeit sehr kurz, dadurch geht Teig nicht so schön auf, wenn die Möglichkeit besteht, ist es besser in den Einstellungen "langsames Aufheizen" zu verwenden. So gehen meine Buns immer perfekt auf.
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Abkühlen: Nach ca. 25 Minuten sind die Buns fertig. Nun noch etwas abkühlen lassen.

Sesam verleiht den Buns eine tolle Optik.
Tipps und Tricks für perfekte Burger Buns
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Auf Vorrat backen: Buns auf Vorrat zu machen ist einfach und spart Zeit am Grilltag. Einfach die Buns fixfertig backen und in noch ganz leicht lauwarmen Zustand in einem Gefrierbeutel einfrieren. Morgens am Grilltag nur noch die Buns aus dem Gefrierer nehmen und vor dem belegen noch rasch leicht angrillen. So schmecken sie wie frisch gebacken.
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Mehlkochstück für mehr Fluffigkeit: Damit die Brötchen noch fluffiger werden, füge ich dem Teig ein Mehlkochstück bei. Auch die Hefe-Menge habe ich reduziert.
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Den Teig beim Gehen locker mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken: Stelle die Teigschüssel bzw. den Teig an einen warmen Ort.
Variationen für besondere Burger Buns
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Schwarze Burger Buns: Bei der Zubereitung Schritt 2 fügst du einfach noch 30 g Tintenfisch-Tinte (Sepia) und ca. 25 g Mehl hinzu.
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Farbenfrohe Buns: Knallige Farben erreichst du mit Safran oder Kurkuma für Gelb, Spinat Pulver für Grün oder Rote Beete Pulver für Rot bzw.
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Vegane Burger Buns: Für vegane Burger Buns tauschst du die Buttermilch einfach gegen Sojamilch aus und kannst sogar, wenn du magst, das Weizenmehl durch Vollkornmehl ersetzen.
Low Carb Burger Buns
Low Carb Burger Buns? Oh ja! Ich würde behaupten das waren die besten Burger Brötchen, die ich bisher gegessen habe. Einfach in der Herstellung, ohne lange Gehzeiten, innen fluffig, aussen knusprig, so soll es sein.
Alle Zutaten bis auf das Wasser vermischen. Das kochende Wasser hinzugeben, die Masse kurz mit den Händen durchkneten bis ein glatter Teig entstanden ist und diesen 15 Minuten quellen lassen. Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Aus dem Teig können nun 4 kleine oder 2 grosse Burger Brötchen geformt werden, je nach Belieben, ich habe mich für 2 grosse entschieden. Die Brötchen auf ein Backblech legen und 20-25 Minuten goldbraun bracken. Danach auf einem Küchengitter abkühlen lassen.

Low Carb Burger Buns sind eine leckere Alternative.
Aufbewahrung und Wiederverwendung
Man kann die Brioche Burger Buns gut einfrieren nach dem Backen, da hat man immer welche bereit. Ich lasse sie 2-3 Stunden im Kühlschrank auftauen, nehme sie dann heraus und röste sie wie beschrieben in der Pfanne an.
Anrichten und Geniessen
Hamburgerbrötchen sind gekauft einfach nicht akzeptabel. Wenn ich schon einen Burger esse, dann muss das was besonderes sein - und da gehört ein feines Brötchen dazu. Ich röste die beiden Hälften des Hamburgerbrötchens vor dem Belegen mit etwas Butter langsam in der Pfanne an.
Dafür rüste und schnibble ich meistens die Rohkost-Zutaten zum Belegen des Burgers im Voraus und fülle sie in kleine Schüsselchen ab. Direkt am Tisch kann sich dann jeder Gast auf dem Tischgrill (aufgeklappter Sandwich-Toaster) sein Fleisch selber anbraten und den Burger nach Lust und Laune belegen.