Pizza im heimischen Ofen zu backen klingt einfach - ist es aber nicht immer. Es gibt viele Dinge zu beachten: die richtige Temperatureinstellung, die Platzierung der Pizza im Ofen und natürlich die Handhabung des Teigs. Eine Frage, die sich viele Hobby-Pizzabäcker stellen, ist, ob man wirklich Backpapier für Pizza benötigt.
Hier erfahren Sie alles über die Vor- und Nachteile der Verwendung von Backpapier und erhalten wertvolle Tipps für ein optimales Backergebnis.
Die richtige Temperatur und Backzeit
Die Temperatur ist einer der entscheidendsten Faktoren. In der Pizzeria wird Pizza meist bei 300 bis 500 °C gebacken - je nach Pizzastil (z. B. klassisch oder neapolitanisch). Zu Hause solltest du deinen Ofen immer auf die maximale Temperatur vorheizen. Die meisten Haushaltsöfen erreichen zwischen 230°C und 270°C.
Die Backzeit hängt von mehreren Faktoren ab, etwa vom Wassergehalt im Teig, der Menge der Beläge und der tatsächlichen Ofentemperatur. Je höher die Hydration des Teigs, desto länger muss die Pizza backen, um überschüssige Feuchtigkeit zu verdampfen. Feuchte Zutaten können ebenfalls die Pizza „verwässern“.
Hier sind einige Richtwerte für die Backzeit bei verschiedenen Temperaturen:
- bei 250°C: ca.
- bei 250°C: ca.
Ich empfehle im Haushaltsbackofen die Kombination Unterhitze + Umluft. Warum? In der Pizzeria arbeiten wir mit statischer Hitze, aber dort sind die Heizelemente viel leistungsstärker und näher an der Pizza. Zu Hause ist die Distanz zwischen Ober- und Unterhitzeelement groß und die Power eher gering.
Lege deine runde Pizza oder dein Backblech direkt auf den Stein. Beachte: Im Haushaltsofen solltest du immer nur eine Pizza auf einmal backen, egal ob rund oder im Blech.
Ein Pizzastein ist eine lohnenswerte Investition, wenn du die Qualität deiner Pizza verbessern willst. Wenn du einen Pizzastein verwendest, kannst du die Pizza zunächst auf Backpapier vorbereiten und damit in den Ofen schieben. Backpapier verbrennt erst bei ca.

Pizza auf einem Pizzastein mit frischem Basilikum
Backpapier: Ja oder Nein?
Die Verwendung von Backpapier beim Pizzabacken ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits kann es das Handling erleichtern, besonders wenn der Teig sehr weich ist. Andererseits kann es die Krustenbildung beeinträchtigen, da es die Hitzeübertragung zum Teig reduziert.
Vorteile von Backpapier:
- Einfachere Handhabung: Besonders bei weichen Teigen lässt sich die Pizza leichter auf das Backblech oder den Pizzastein befördern.
- Sauberes Backblech/Pizzastein: Verhindert das Ankleben und erleichtert die Reinigung.
Nachteile von Backpapier:
- Beeinträchtigung der Krustenbildung: Die Hitze wird nicht direkt an den Teig übertragen, was zu einer weniger knusprigen Kruste führen kann.
- Begrenzte Hitzebeständigkeit: Backpapier kann bei sehr hohen Temperaturen verbrennen.
Alternativen zum Backpapier
Wenn Sie auf Backpapier verzichten möchten, gibt es einige Alternativen, die Sie ausprobieren können:
- Pizzastein oder Backstahl: Diese speichern die Hitze und geben sie direkt an den Teig ab, was zu einer knusprigen Kruste führt.
- Mehl oder Griess: Bestreuen Sie das Backblech oder den Pizzastein mit Mehl oder Griess, um ein Ankleben zu verhindern.
- Dauerbackfolie: Eine wiederverwendbare Alternative zum Backpapier, die hitzebeständiger ist.
Rezept für den perfekten Pizzateig
Ein guter Pizzateig ist die Basis für eine gelungene Pizza. Hier ist ein einfaches Rezept:
Zutaten:
- 400 g Weizenmehl
- 100 g Hartweizengriess (extrafein)
- 2 TL Salz
- 320-330 ml lauwarmes Wasser
- 1 Pck. Hefe
Zubereitung:
- Hefe im lauwarmen Wasser verrühren und 5 Min. stehen lassen.
- Hartweizengriess, Salz und Weizenmehl in einer Schüssel mischen, eine Mulde formen und das Hefewasser zugießen.
- Zu einem Teig vermengen und auf der Arbeitsfläche mindestens 5 Min. kräftig kneten, bis er geschmeidig ist und bei leichtem Druck zurückfedert.
- Teiglinge formen, auf ein leicht bemehltes bzw. mit Grieß bestreutes Blech legen und mit einem in warmem Wasser ausgewrungenen Geschirrtuch abdecken.
- Teig mindestens 2 Std. gehen lassen; dabei alle 30 Min. zweimal falten.

Die Zubereitung des Pizzateigs ist entscheidend für das Ergebnis
Blitz-Pizza: Tortilla-Pizza
Für alle, die es eilig haben, ist die Tortilla-Pizza eine tolle Alternative. Sie ist schnell zubereitet und gebacken.
Warum ist sie so schnell?
- Man muss keinen Hefeteig zubereiten.
- Sie muss nur ganz kurz backen, sogar kürzer als gekaufter Pizzateig.
Die Tortilla-Pizza ist perfekt für eine kleine Geburtstagsrunde für Kinder oder Teenies. Jeder kann seine eigene Pizza nach Lust und Laune belegen, und in nur wenigen Minuten ist sie gebacken. Auf ein Backblech passen zwei Stück, und bei Umluft kann man locker 4 oder 6 Stück auf einmal backen.
Ich versuche immer die Vollkorntortillas zu nehmen, damit sie länger satt halten. Das Gute ist, dass man den Kids auch mehr Gemüse “unterjubeln” kann, denn der Teig ist sehr dünn, und somit isst man automatisch mehr Gemüse als sonst viel Weizenmehl, der sich im Hefeteig befindet.
Als ich die Pizza zum ersten Mal gemacht habe, war ich zuerst skeptisch, ob das wirklich an Pizza erinnern wird. Aber dann, nach dem ersten Biss, war ich begeistert! Meine Familie ebenfalls und hat gleich gesagt, dass müssen sie zu Hause nachmachen.
Diese Pizza kann man natürlich in verschiedenen Varianten zubereiten, z.B. statt Tomatensauce Pesto verwenden. Oder Saure Sahne, Griechischer Joghurt usw. dann erinnert es an eine Flammwaie. Créme Fraîche geht natürlich auch, hat aber reichlich Fett!
Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Also los geht`s, kreiert eure eigne schnellste Pizza der Welt!
Wie man Pizza macht | SWR Handwerkskunst
Weitere Tipps und Tricks
- Pizzateig selber machen: Pizzateig selbst zu machen ist kein grosses Ding. Eilige greifen zu einem Fertigteig aus der Migros.
- Kreativität beim Belegen: Generell sollst du beim Pizzabacken kreativ sein. Du liebst Ananas und Champignons? Go for it. Aber eine Regel gibts bei den Zutaten: Weniger ist mehr. Denn ist dein Fladen zu üppig beladen, wird der Teig nicht knusprig.
- Die richtige Tomatensauce: Tomaten: Passierte oder mit der Gabel zerdrückte Tomaten sind der Schlüssel zum Erfolg - mit Tomatenmark wird die Pizza zu trocken, mit Tomatensauce zu nass.
- Mozzarella richtig vorbereiten: Mozzarella: vor dem Belegen mit Haushaltspapier abtupfen.
Hausgemachte Pizza Bianca mit Artischocken
Was lieben und was wollen wir von einer Pizza? Sie soll unglaublich köstlich und knusprig sein. Außerdem günstig - ich bin es leid, immer so viel Geld für Pizza auszugeben. Was ist es denn schon: ein bisschen Mehl und etwas Käse. Also bitte! Das kannst Du auch in Deinem Backofen zaubern. Das glaubst Du nicht? Dann dieses Rezept sofort ausprobieren.
Zutaten:
- 400 g Weizenmehl
- 100 g Hartweizengrieß extrafein
- 2 TL Salz
- 320-330 ml lauwarmes Wasser
- 1 Pck. Hefe im lauwarmen Wasser verrühren und 5 Min. stehen lassen.
Zubereitung:
- Hartweizengrieß, Salz und Weizenmehl in einer Schüssel mischen, eine Mulde formen und das Hefewasser zugießen.
- Zu einem Teig vermengen und auf der Arbeitsfläche mindestens 5 Min. kräftig kneten, bis er geschmeidig ist und bei leichtem Druck zurückfedert.
- Teiglinge formen, auf ein leicht bemehltes bzw. mit Grieß bestreutes Blech legen und mit einem in warmem Wasser ausgewrungenen Geschirrtuch abdecken.
- Teig mindestens 2 Std. gehen lassen; dabei alle 30 Min. zweimal falten.
- Backofen mit Ober-/Unterhitze so heiß wie möglich vorheizen; Backblech auf der 2. Schiene von unten mit aufheizen. Bei mir sind es 280 °C. Bei 220-230 °C verlängert sich die Backzeit entsprechend.
- Pizzateiglinge mit der Hand formen, dabei den Rand etwas dicker lassen als die Mitte.
- Pizza auf ein bemehltes Backpapier legen und dieses auf einen Pizzaschieber oder ein umgedrehtes, vorgeheiztes Backblech ziehen.
- Pizza Bianca belegen: zuerst Olivenöl, dann Mozzarella, Artischocken, rote Zwiebelringe und frisch geriebenen Parmesan.
- Die Pizza mitsamt Backpapier in den Ofen hineingleiten lassen. Bei maximaler Hitze 3-7 Min. backen, bis der Rand schön gebräunt ist und der Käse geschmolzen ist. Bei geringerer Temperatur entsprechend länger backen und im Blick behalten.
- Pizza vorsichtig mit Pizzaschieber oder Zange herausnehmen (Backpapier ist sehr heiß). Mit Basilikumblättern, etwas Olivenöl und nach Belieben Parmesanspänen vollenden und sofort genießen.
Hinweis: Eine 26-cm-Pizza hat ca. 230 g Teig. Aus der angegebenen Teigmenge entstehen ca. 3 Pizzen.
Overnight-Variante
- Teig als Ganzes in einem Behälter mit breitem Boden und Deckel 2 Std. an einem warmen Ort gehen lassen und wie oben beschrieben falten.
- Anschließend im mittleren Fach des Kühlschranks (ca. 4 °C) 12-24 Std. reifen lassen.
- 2-3 Std. vor dem Backen den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, zunächst 1 Std. auf Raumtemperatur kommen lassen. Dann Teiglinge formen, abdecken und nach etwa 1 Std. (idealerweise bei mind.
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