Das beste italienische Pizzarezept für Zuhause

Willst du echte neapolitanische Pizza zuhause machen? Ich auch und zwar schon lange. In Italien dreht sich alles um die Kunst der Pizza, besser gesagt um den Teig, denn dieser bildet das Herzstück aller Pizzen.

Hier ist ein umfassendes Rezept, um den authentischen Geschmack Italiens in Ihre Küche zu bringen.

Die beste NAPOLI PIZZA die DU zuhause backen kannst!

Die Grundlagen des Pizzateigs

Mehl, Salz, Wasser, Hefe - mehr brauchst du nicht für einen perfekten Pizzateig. Eine echte Neapolitanische Pizza besteht aus einem luftigen Rand und einer ganz dünnen ca. 4 mm dicken, etwas weicheren Mitte. Wie mir Alberto erklärt hat, darf der Teig nur 4 Zutaten enthalten: Hefe, Wasser, Mehl und Salz.

Da die Zutaten nicht schwer zu bekommen sind, solltest du auf jeden Fall auf den richtigen Mehl Typ achten. Achtung! Für authentischen Pizzateig brauchst du Mehl (Tipo 00), Hefe, Wasser und Salz. Mehl Typ 00 findest du in jedem gut sortierten Supermarkt.

Damit die wenigen Zutaten zu einem knusprigen, luftigen und aromatischen Boden werden, ist allerdings Handarbeit gefragt. Richtig guter italienischer Pizzateig braucht einfach eine lange Gehzeit. Er darf gerne 48 Stunden im Kühlschrank bleiben.

Wenn Pizzabäcker in Italien mit voller Leidenschaft ihren Pizzateig kneten, machen sie das nicht nur, um die Zutaten zu verbinden. Beim Kneten baut sich das Gluten-Gerüst im Teig auf. Es macht ihn elastisch und sorgt dafür, dass beim Backen viele feine Poren entstehen. Das erledigst du am besten mit der Hand auf einer Arbeitsfläche.

Als Nächstes lässt du den Teig ruhen. Eine Stunde? Zwei Stunden? Nein, du solltest den Pizzateig tatsächlich 48 Stunden gehen lassen. Dafür kommt der Pizzateig zunächst für die Stückgare für 24 Stunden in den Kühlschrank. Dann wird er in die gewünschten Portionen aufgeteilt und kommt weitere 18 Stunden für die Stückgare in den Kühlschrank und am Ende sollte er 6 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen. Hintergrund ist, dass der Teig auf diese Weise in Ruhe fermentieren kann. Dadurch bauen sich bestimmte Zucker, die natürlich im Weizenmehl vorhanden sind, ab.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Teigzubereitung

  1. Nimm dir eine grosse Schüssel und stelle dir 650 ml eiskaltes Wasser bereit.
  2. Gib das Mehl in die Schüssel und giesse zunächst etwa 500 ml Wasser dazu.
  3. Verknete das Mehl und das Wasser in der Schüssel zu einem schönen Teig.
  4. Nimm dir eine kleine Porzellan Schüssel, lege die Hefe rein und giesse 100 ml Wasser dazu.
  5. Nimm den Deckel von der Schüssel mit dem Teig wieder ab und giesse die Hefelauge dazu.
  6. Knete den Teig mit den Händen zunächst in der Schüssel bis die Hefe richtig gut in den Teig eingearbeitet ist.
  7. Knete in die Mitte vom Pizzateig eine kleine Kule, streue das Salz hinein und giesse das restliche Wasser dazu.
  8. Verschliesse die Kule mit etwas Teig und fange wieder an zu kneten, bis du das Salz im gesamten Teig gleichmässig verteilt hast.
  9. Nun kommen wir zum Teig schliefen. Das bedeutet, dass wir die Oberfläche von der Pizzateigkugel ganz glatt machen wollen.
  10. Lege die glatte Teigkugel, in eine Schüssel und verschliesse diese mit einem Deckel, stelle die Schüssel mit dem Teig für 24 Stunden in den Kühlschrank.
  11. Nach der Stockgare bereiten wir den Pizzateig für die Stückgare vor.
  12. Nimm dir einen Teigschaber zur Hilfe, und teile nun den Pizzateig in kleine Portionen.

Gut zu Wissen: Bei 200g Pizzateig fällt die Pizza etwas kleiner aus, als die vom Italiener.

  1. Stelle dir eine geeignete, verschliessbare Box bereit, in der die Teigkugeln nebeneinander noch einmal im Kühlschrank ruhen können.
  2. Nimm die Teigportionen nacheinander in die Hand und gehe wieder wie oben vor: schleife die Oberfläche vom Teig an der Arbeitsfläche bis du richtig glatte Teigkugeln hergestellt hast.
  3. Lege die Teigkugeln für die Stückgare nebeneinander in die Box und verschliesse sie mit dem Deckel.
  4. Hole die Box mit den Teigkugeln aus dem Kühlschrank und lasse sie weitere sechs Stunden bei Zimmertemperatur stehen.
  5. Gib etwa 250 g Semola (Hartweizengriess) auf die Arbeitsfläche, nimm dir eine Teigkugel aus der Box heraus und tauche diese in Semola.
  6. Nun formst du den Pizzaboden indem Du den Teig erstmal etwas auseinanderziehst und dann von Hand zu Hand hüfen lässt, so dass der Teig sich rundlich formt.

Hier ist wichtig, dass der Rand schön dick bleibt und nur die Mitte sich vergrössert/dünner wird.

Pizza formen: den Teig in 250 g Stücke teilen und zu kleinen Kugeln formen. Nochmals ca. 20 Min. bei Raumtemperatur gehen lassen. Nun die Teigkugeln nehmen und mit einer Hand in der Mitte leicht am Boden drücken und mit der anderen den Teig im Kreis grösser ziehen.

Die Zubereitung des Pizzateigs ist entscheidend für den Geschmack.

Das Belegen und Backen der Pizza

Die Qualität der Zutaten ist entscheidend: Das gilt insbesondere für das purste Pizzarezept, die Urmutter aller Pizzen sozusagen, die Pizza Margherita. Ein guter Pizzateig - selbst gemacht oder auch gekauft -, aromatische Tomatensauce aus reifen Tomaten und frischer Schweizer Mozzarella.

Die Pizza belegen kann man mit fast allem, was schmeckt: Salami, Spinat, Prosciutto (Rohschinken), Pilze oder Gemüse. Wir haben ein bisschen Pizzaiolo gespielt und knusprig feine Pizzarezepte für diverse Pizzen, Calzone oder auch Pizza-Schnecken zusammengestellt.

Die Zutaten auf die 4 Pizzen verteilen. Sugo, Parmesan, Basilikum, Mozzarella in dieser Reihenfolge auf die Pizza legen. Nach dem Backen kommt auf jede Pizza noch etwas Olivenöl, dies intensiviert den Geschmack der Pizza. Fett ist ein Geschmacksträger, daher schmecken alle Zutaten dann noch intensiver.

Tipp: Der Pizzateig verträgt beim Backen ordentlich Hitze, 300 °C dürfen es ruhig sein.

Backanleitung

  1. Ofen auf 240 Grad vorheizen.
  2. Blech umgedreht in den Ofen schieben.
  3. Backen: Jede Pizza einzeln im vorgeheizten Ofen auf dem umgedrehten Blech für ca. 15 Min. backen.

Datterini Tomaten halbieren, mit der Büffelmozzarella dem Pesto und dem Olivenöl auf der gebackenen Pizza verteilen.

Eine frisch gebackene Pizza Napoletana.

Calzone: Die gefüllte Schwester der Pizza

Calzone original wie in Neapel - mit Ricotta, Fior di Latte & Salami. Schritt-für-Schritt-Rezept für den perfekten Pizza-Genuss aus dem Haushaltsofen.

Wer sie einmal frisch aus dem Ofen probiert hat, wird sie nie wieder vergessen: die Calzone - Italiens legendäre Pizza ripiena, die gefaltete, saftig gefüllte Schwester der klassischen Pizza. Tatsächlich entstand diese Spielart der Pizza im süditalienischen Neapel als herzhafter Imbiss für unterwegs. Heute ist die Calzone in ganz Italien beliebt - jede Region interpretiert sie ein wenig anders. Mal fein gefüllt mit Ricotta und Spinat, mal herzhaft mit Salami piccante, Tomaten und Fior di Latte. Das Schöne an der Calzone Pizza? Sie lässt sich wunderbar kreativ befüllen.

Wichtig: Die Zutaten sollten möglichst trocken sein, damit die Pizza im Inneren nicht zu feucht wird. Die gefüllte Pizza liebt Hitze. Frisch aus dem Ofen duftet die Calzone nach Italien pur.

Für den Wow-Effekt: Die Pizza am Tisch aufschneiden - der heiße Dampf steigt auf, der Käse zieht Fäden, die Füllung verströmt ihr ganzes Aroma. Ein echter Momento di gioia! Dazu passt ein frischer Rucola-Salat und ein Glas Primtivo. Wer gerne dippt, serviert dazu ein hausgemachtes Pesto Genovese oder eine scharfe Arrabbiata-Sauce. In Italien würde man wahrscheinlich die Stirn runzeln - die gefülllte Pizza ist dort ein in sich perfekter Genuss.

Calzone vs. Pizza: Was ist der Unterschied?

Pizza wird flach ausgebreitet, belegt und offen gebacken - der Belag liegt sichtbar obenauf.

Calzone dagegen wird gefaltet: Die Füllung kommt in die Mitte, der Teig wird zu einem Halbmond geschlossen, und im Inneren gart alles im eigenen Dampf.

Kurz gesagt: Pizza ist offen und belegt, Calzone geschlossen und gefüllt.

Calzone vs. Panzerotti: Was ist der Unterschied?

Beide sind gefüllte Teigtaschen, doch Calzoni werden im Ofen gebacken, Panzerotti dagegen in Öl frittiert.

Calzoni sind meist größer und werden - wie Pizza - aus einem elastischen, luftigen Teig zubereitet.

Für Panzerotti verwendet man oft einen etwas festeren Teig, teils mit Milch oder Ei, damit er beim Frittieren schön goldbraun wird.

Panzerotti stammen ursprünglich aus Apulien und gelten als beliebtes Streetfood.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Calzone-Zubereitung

  1. Heize den Backofen auf maximale Temperatur vor. Wenn du mit einem feuerfesten Stein arbeitest, lege ihn rechtzeitig in den Ofen, damit er vollständig aufheizen kann.
  2. Breite in der Zwischenzeit den Teig aus. Forme jeden Teigling von Hand vorsichtig zu einem runden Fladen aus. Verwende kein Nudelholz. Arbeite ausschließlich mit sanftem Druck der Fingerspitzen. Achte darauf, das der äußere Rand nicht zu dünn wird.
  3. Rühre den Ricotta mit einem Löffel glatt. Bestreiche eine Hälfte jedes Teigfladens großzügig mit Ricotta. Verteile darauf Mozzarella, geriebenen Parmesan, gewürfelte Salami und gezupfte Basilikumblätter. Würze mit frisch gemahlenem Pfeffer.
  4. Klappe die unbelegte Teighälfte über die Füllung, sodass ein Halbmond entsteht. Drücke die Ränder sorgfältig an. Reiße drei kleine Löcher in die Oberseite, damit Dampf im Ofen entweichen kann.
  5. Bestreiche die Oberfläche der Calzone dünn mit Tomatensoße. Verteile darauf etwas Mozzarella, zusätzliche Salamiwürfel und geriebenen Parmesan. Beträufle alles mit einem Schuss Olivenöl.
  6. Schiebe die Calzone mit dem Pizzaschieber auf den heißen Stein in den Ofen. Backe sie bei maximaler Hitze fünf bis sechs Minuten. Drehe sie nach etwa vier Minuten, damit sie gleichmäßig bräunt.
  7. Nimm die Calzone aus dem Ofen, sobald der Teig knusprig und die Füllung vollständig geschmolzen ist. Beträufle sie mit etwas Olivenöl und garniere mit frischen Basilikumblättern.

Eine köstliche, frisch zubereitete Calzone.

Weitere Pizza-Variationen

Pizza ist vielfältig! Hier sind einige inspirierende Variationen:

Land Variante Beschreibung
Spanien Hot Chorizo Pizza Mit würziger Tomatensauce, Manchego, scharfer Chorizo, Piementos de Padrón, Aragon-Oliven und Champignons.
Indien Indian Dal Pizza Mit Linsendal-Sauce, Blumenkohl, TK-Erbsen, roten Zwiebelscheiben und Mozzarella. Vegan ohne Käse.
Thailand Pizza Pad Kra Pao Mit leicht scharfer Tomatensauce, gebratenem Hackfleisch mit Fisch- und Sojasauce, Ei und Mozzarella.
USA Buffalo Chicken Pizza Mit Buffalo Sauce, Mozzarella, gegrillten Hähnchenbrustwürfeln und Gorgonzola. Nach dem Backen nochmals Buffalo Sauce.
Brasilien Pizza Moqueca Mit Tomaten-Kokosnuss-Sauce, Mozzarella, marinierten Garnelen und Paprikaringen.

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