Die Besten Pasta aus Gragnano im Test: Ein umfassender Überblick

Frische italienische Pasta hat sich als Symbol der italienischen Küche etabliert und ist gleichzeitig ein kulinarisches Highlight, das in vielen Haushalten und Restaurants weltweit nachgekocht wird. Doch welche Pasta ist die beste? Dieser Frage gehen wir hier auf den Grund.

Was macht gute Pasta aus?

Entscheidend ist doch die Sauce, sagt man, und ob jemand lieber auf «al dente» beisst oder auf Weichgekochtes. Unterschiede haben wir doch einige gefunden in unserem Test. Etwa bei den Oberflächen der Spaghetti: Wird etwa getrocknete Hartweizenpasta durch Bronzeformen (oder durch Metall) gepresst (im Jargon: al bronzo), sorgt das - im Gegensatz zur Behandlung mit Teflonformen - für eine raue Oberfläche. Und damit natürlich für mehr Goût, die Sauce haftet besser.

Testkriterien

Ebenso haben wir Aussehen, Geruch, Dicke und Länge untersucht, und vor allem, ob die Tomatensauce sich mit den Spaghetti vermählt, wie man so schön sagt.

Die Testkandidaten im Detail

Im Folgenden werden verschiedene Pasta-Sorten und Marken detailliert betrachtet und bewertet:

Spaghetto Classico, Globus

Diese Spaghetti, das sieht man gleich, sind dick und machen bestimmt glücklich. Es sind, das stellt sich am Ende heraus, die längsten unter den Getesteten, mi piace molto. Aber nicht die besten, selbst wenn sie einen goldenen Schimmer aufweisen. In ihrer Dicke würden sie als Spaghetto durchgehen, weil sie das Kochwasser gut aufgenommen haben. Die Sauce allerdings will nicht recht haften bleiben, da die Oberfläche zu glatt ist.

Note: 4

Preis pro 100g: 1.30 Fr.

Spaghetti Combino, Lidl

Strohgelb ist die Eigenmarke von Lidl, so wie auch der Hartweizen gefärbt ist. Der Geschmack des Weizens ist prominent und gefällt. Auch an ihnen bleibt die Salsa kaum kleben. Was unspektakulär aussieht, katapultiert mich in die Kindheit zurück: So hat früher ein Teller Tomatenspaghetti geschmeckt. Also gut!

Note: 5

Preis pro 100g: 0.13 Fr.

Bio-Spaghetti, Aldi

Sie schmecken ein bisschen süsslich, muss das so sein? Sie fallen schön und haben einen guten Biss, aber überzeugen können sie nicht. Vielleicht, weil sie ein bisschen mager sind? Beim Geschmack gibt es Abzüge, es riecht nach Keller oder Karton. Diese Sorte ist heller und etwas dünn, also nicht so aufnahmefähig. Die Garzeit auf der Packung müsste man erhöhen, die Bio-Spaghetti waren zu bissfest. Beim Geschmack gibt es Abzüge, es riecht nach Keller oder Karton. Die Sauce kaschiert den Nachgeschmack.

Note: 3

Preis pro 100g: 0.25 Fr.

Rummo

Das sind dicke, schön fallende, fast aromatische Spaghetti. Deutlich dunklere Nuance der Farbe. Auch wurde mehr Wasser aufgenommen, was für Qualität spricht. Auf der Packung lesen wir, dass sie nach «Methode Lenta Lavorazione» produziert wurden (zu Deutsch: langsame Verarbeitung). Nicht für die volle Punktzahl reicht es, weil auch hier die Sauce nicht recht haften bliebt.

Note: 5,5

Preis pro 100g: 0.59 Fr.

Agnesi, Migros

Die beige Agnesi-Spaghetti riecht in der Nase neutral. Geschmacklich sitzen dann Karton und Langeweile mit auf der Gabel. Und muss als Magenfüller abgestempelt werden. Das Mundgefühl? Naja. Ein bisschen seltsam, diese Spaghetti fühlen sich künstlich an.

Note: 3,5

Preis pro 100g: 0.50 Fr.

Spaghetti, Denner

Man bekommt fast ein bisschen Angst: Die sind so hell, was für gewöhnlich kein gutes Zeichen ist. Aber dann! Wie die riechen! Nach Geborgenheit. Nach Italien. Buonissimo! Sehr überraschend ist die Packung aus dem Denner. Zitroniger Gusto mit guter Dicke und Biss. Endlich bleibt auch die Tomatensauce mithaften. Delizioso!

Note: 5,5

Preis pro 100g: 0.28 Fr.

Barilla Spaghetti Nr. 5

Den goldfarbenen Barilla-Klassiker serviert auch die Spaghetti Factory zu ihren Saucen. Kein Wunder: Den Hartweizen schmeckt man auch durchs Olivenöl hindurch gut. Sie bleiben etwas an den Zähnen kleben, wenigstens mit Sauce. Golden sehen sie aus, diese Nudeln! Und dann schmecken sie … okay. Sauberer Durchschnitt, würd ich sagen, mehr nicht.

Note: 4

Preis pro 100g: ab 0.33 Fr.

Prix Garantie, Coop

Auch diese Pasta hat viel Wasser gezogen, ist perfekt im Biss und Elastizität. Wegen der gelblich-goldenen Farbe isst auch das Auge mit. Bloss hat sie null Geschmack, aber tunkt man sie in die Sauce, will man immerhin noch eine zweite Gabel testen. Saucenkleber numero uno, ganz klar! Tja. Das schmeckt jetzt ein bisschen sehr nach Karton… IST es vielleicht sogar Karton? Die Sauce und die Spaghetti gehen dafür eine Mariage ein, wie sie in den besten Liebesromanen vorkommt.

Note: 4,5

Preis pro 100g: 0.14 Fr.

Sapori, Coop

Haften schön. Und schmecken gut. In der Nase mache ich einen leicht metallischen Geschmack aus. Die beige, fette Spaghetti von Sapori fällt zwar in der Nase und fürs Auge ab, doch weil die Oberfläche rau ist und die Sauce gut kleben bleibt, gibt es doch eine hohe Punktzahl.

Note: 5

Preis pro 100g: 0.52 Fr.

Campagna, Aldi

Die Aldi-Spaghetti sind weisslich-eierschalenfarbig. Auch hier habe ich wieder eine Getreidenote geschmeckt, aber ebenfalls etwas Papieriges. Bleibt die Sauce hängen? Jawohl. Die Zähne haben was zu tun, ohne dass Resten kleben bleiben. Ah nein. Schon wieder Papiermaché-Spaghetti! Auch sie haften gut, wie jene von Prix Garantie «aus Karton».

Note: 4,5

Preis pro 100g: 0.25 Fr.

M-Budget, Migros

Sehen aus, wie Spaghetti auszusehen haben - die Farbe tendiert Richtung Gold, selbst wenn sie etwas blass sind. Sie fühlen sich dick an im Mund, da ist Geschmack, gerade genug, und die Sauce haftet wie bei keinen anderen. Die letzten sind die besten! Die Budget-Spaghetti der Migros begeistern mich. Die strohgelben Teigwaren haben ordentlich Kochwasser aufgenommen, und auf der Gabel sind sie wunderbar geschmeidig. Auch die Tomatensauce bleibt schön hängen. Unumstrittenes Siegerprodukt.

Note: 6

Preis pro 100g: 0.14 Fr.

Zusammenfassung der Testergebnisse

Nach dem Blindtest müssen wir überraschenderweise einsehen: Es sind mitnichten die Al-bronzo-Teigwaren, die am besten abschneiden. Getestet haben wir ausschliesslich Hartweizenpasta (keine Spaghetti mit Eiern). Zubereitet wurden sie von Profis in der Spaghetti Factory in Bern, und zwar gemäss den auf der Packung angegebenen Zeiten. Die Restaurantkette verwendet übrigens die Marke Barilla Nr. 5, die wir auch getestet haben.

Hier eine Übersicht der getesteten Spaghetti mit ihren jeweiligen Noten und Preisen:

Pasta-SorteMarkeNotePreis pro 100g (Fr.)
Spaghetto ClassicoGlobus41.30
Spaghetti CombinoLidl50.13
Bio-SpaghettiAldi30.25
RummoDiverse5,50.59
AgnesiMigros3,50.50
SpaghettiDenner5,50.28
Barilla Spaghetti Nr. 5Diverse4ab 0.33
Prix GarantieCoop4,50.14
SaporiCoop50.52
CampagnaAldi4,50.25
M-BudgetMigros60.14

So kochst du Nudeln RICHTIG!

Frische Pasta selbstgemacht

Im Gegensatz zu industriell gefertigter Pasta, die aus Hartweizen hergestellt wird, wird frische Pasta in der Regel mit Eiern und Weizenmehl zubereitet. Sie ist weicher, geschmackvoller und nimmt Soßen besser auf.

Grundrezept für frische italienische Pasta

Ein grundlegendes Rezept für frische italienische Pasta besteht aus Weizenmehl, Eiern und Wasser. In einigen Regionen Italiens wird auch Olivenöl oder Salz hinzugefügt, um den Geschmack zu verfeinern.

Zubereitung:

  1. Kneten: Die Mischung sollte zu einem glatten, elastischen Teig zusammengeschlagen werden. Falls der Teig zu trocken ist, etwas Wasser hinzugeben.
  2. Ausrollen: Den Teig nach der Ruhezeit in mehrere Portionen teilen.
  3. Kochen: Die frische Pasta in kochendem Salzwasser für 1-3 Minuten garen lassen.

Tipps für die perfekte frische Pasta

  • Verwende frische Zutaten: Die Qualität der Eier, des Mehl und des Wassers hat einen großen Einfluss auf das Endprodukt.
  • Achte auf die Konsistenz des Teigs: Der Teig sollte nicht zu trocken oder zu feucht sein.
  • Ruhezeit ist wichtig: Der Teig sollte mindestens 30 Minuten ruhen, damit die Glutenproteine sich ausrichten können.
  • Ausrollen: Der Teig sollte dünn genug ausgerollt werden, damit die Nudeln beim Kochen nicht zusammenfallen.

Die Renaissance der Bronzeformen

Die Pasta-Hersteller aus Gragnano und Umgebung spielten bisher einen grossen Trumpf ziemlich exklusiv aus. Die Familienbetriebe setzten auf das Verfahren «Pasta trafilata al bronzo». Der Nudelteig wird durch Bronzeformen gezogen, die Oberfläche ist so rauer. Was mindestens zwei Vorzüge hat: Die rauhe Oberfläche nimmt die Pasta-Saucen besser auf. Und die in Italien zwingende Garstufe «al dente» wird mühelos erreicht. Barilla springt auf den Zug auf: «Barilla al Bronzo» leuchtet neu feuerrot aus dem Regal.

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