Halloween steht vor der Tür, und überall grinsen Kürbisse, Skelette und Gruselmasken. Für Kinder ist Halloween ein Highlight, ein Fest, an dem sie sich verkleiden und von Tür zu Tür ziehen, um Süßigkeiten zu sammeln. Doch wie viele Süßigkeiten bekommen Kinder eigentlich an Halloween, und woher kommt dieser Brauch?

Die Ursprünge von Halloween
Viele wissen, dass der Brauch vom Kürbisschnitzen aus den USA kommt. Dabei hat Halloween eigentlich europäische Wurzeln. Halloween an sich wurde nicht in den USA erfunden. In Irland hiess das Fest lange «All Hallows’ Eve» - also der Abend vor Allerheiligen und wurde von der christlichen Bevölkerung gefeiert. Irische Einwanderer*innen brachten die Tradition dann in die USA. Wie viele andere christliche Feiertage beinhaltet auch Halloween Elemente aus vorchristlichen Traditionen.
Die Antwort findet sich in der keltischen Mythologie. Die Kelten feierten am 31. Oktober das Fest Samhain. Sie zelebrierten ihre Ernten und läuteten die kalte Jahreszeit ein. Die Kelten glaubten, dass in dieser Nacht die Geister ihre Vorfahren zu Besuch kommen könnten und legten deswegen Köstlichkeiten vor die Haustür. Auch die Kürbisfratzen haben im keltischen Neujahrsfest ihre Wurzel - genau gleich wie unser Räbeliechtli-Umzug.
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"Süsses oder Saures": Ein Brauch erobert die Welt
Der Brauch, «Süsses» (Treat) zu fordern oder mit «Saurem» (Trick/Streich) zu drohen, entstand im Amerika der 30er-Jahre. Dabei gehen Kinder von Tür zu Tür und lehren die Nachbarn das Gruseln. Sollte der Hausherr nicht mit den gewünschten Süssigkeiten herausrücken, kann es so weit kommen, dass sich sein Briefkasten wie von Geisterhand mit Rasierschaum füllt.
Das heutige «Trick or Treat» ist ein Mischmasch aus verschiedenen älteren Traditionen. Wie Halloween selbst kommt auch der Brauch von Haus zu Haus zu ziehen und um Knabbereien zu bitten aus Irland und einigen Teilen Grossbritanniens.

Die Kommerzialisierung von Halloween
Halloween gilt als einer der kommerzialisiertesten Feiertage überhaupt. So reibt sich die Süssigkeitenindustrie schon jedes Jahr erwartungsfroh die Hände, wenn sie an die Gewinne denkt, die sie mit Halloween machen wird. Kein Wunder, dass dann auch örtliche Geschäfte nur allzu gern auf diesen Zug aufspringen und ihre Auslagen mit allem vollstopfen, was irgendwie gruselig wirken könnte.
Amerikaner geben etwa 6,9 Milliarden Dollar für Halloween aus - das meiste davon für Süssigkeiten, Kostüme und Partys. Von den 6,9 Milliarden Dollar, die in den USA jährlich ausgegeben werden, fliessen 2,08 Milliarden Dollar in Halloween-Süssigkeiten. Der Durchschnittsamerikaner isst an Halloween etwa 1.7 Kilogramm Süssigkeiten - das entspricht dem Gewicht eines kleinen Chihuahuas im Halloween-Kostüm!
Wie viele Süßigkeiten sind zu viele?
Kinder futtern an Halloween etwa 7.000 Kalorien. (Um auf 7.000 Kalorien zu kommen, müsste man 66 Bananen essen.) Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, den Konsum von Süssigkeiten wie Schokolade bei Kindern einzugrenzen. Täglich sollten nicht mehr als zehn Prozent der Gesamtenergiemenge von Süssigkeiten stammen. Für Kleinkinder bedeutet das, dass eine kleine Portion von zehn bis 15 Gramm Zartbitterschokolade gelegentlich konsumiert werden kann.
Empfohlene Zuckermenge für Kinder
Die folgende Tabelle zeigt, wie viel Zucker Kinder unterschiedlichen Alters täglich maximal zu sich nehmen sollten:
| Alter | Empfohlene maximale Zuckermenge | Beispiel |
|---|---|---|
| Kleinkinder (1-3 Jahre) | 10-15 Gramm | Eine kleine Reihe Schokolade |
| Kinder (4-6 Jahre) | 140 Kilokalorien (ca. 20-25 Gramm Zartbitterschokolade) | Knapp eine Reihe Schokolade |
Tipps für einen gesünderen Umgang mit Halloween-Süßigkeiten
- Überprüfe die gesammelten Süssigkeiten: Sind sie noch geniessbar?
- Verteile Alternativen: Mandarindli sind auch was Süsses. Oder Kleberli mit Katzenmotiven.
- Achte auf versteckten Zucker: Viele wissen nicht, dass Schokolade nicht nur Zucker, sondern auch Koffein enthalten kann.
- Biete gesunde Snacks an: Wenn du eine Auswahl an «guten Naschereien» bereithältst, die sowohl lecker schmecken als auch lange satt machen, kannst du den Zuckerkonsum bestens limitieren.
- Etabliere Rituale: Rituale rund um die Ernährung sind wichtig. Aber welche passen zu deiner Familie?

Halloween muss nicht nur Süßigkeiten bedeuten. Mit ein paar Tricks und kreativen Ideen können Eltern ihren Kindern einen unvergesslichen und dennoch gesunden Halloween-Abend bereiten.
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