Süßigkeiten gehören fest zu unserem Alltag. Ob Gummibärchen, Schokolade oder Lollis - die süßen Leckereien versüßen uns den Tag. Doch woher kommen diese Köstlichkeiten eigentlich? Begeben wir uns auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Süßigkeiten!
Konfetti: Mehr als nur bunte Papierschnipsel
Am 11. November beginnt vielerorts die Fasnacht, und damit auch die Konfetti-Zeit. Die bunten Papierschnipsel sind von keiner Fasnacht wegzudenken. Aber wer hat das Konfetti erfunden?
Die Quellenlage zum Ursprung der Konfetti ist dünn, aber laut der «Welt» nimmt der 1855 bei Berlin geborene Buchbindermeister Paul Demuth für sich in Anspruch, Urheber des modernen Konfettis gewesen zu sein. Auf die Idee sei er 1887 in Venedig gekommen, wo am Karneval Konfekt, also Zuckerware, im Publikum verteilt worden war. Und da Konfekt in Italienisch «confetto», beziehungsweise «confetti» (Plural) heisst, scheint diese Darstellung der Geschichte ziemlich glaubwürdig.
Die österreichischen Koriandoli wiederum bezeichnen mit Koriander gewürzte Süssigkeiten. Auch der Basler Fasnächtler Faes glaubt, dass die Konfetti ursprünglich aus Italien kommen. Im 18. und 19. Jahrhundert sollen laut Fuchs Gipskörner als Wurfgeschosse verwendet worden sein. Bei Triumphzügen soll das Publikum mit Getreide und Münzen beworfen worden sein.
Laut «Handels-Zeitung» deckt die Firma Kurt Hauser in Näfels im Kanton Glarus 70 Prozent des Schweizer Bedarfs an Konfetti ab.
Seither hat sich einiges getan: Das Konfetti wandelte sich in Material, Form und Farbe. So gibt es extra langsam fallende Konfetti aus Seidenpapier, solche in Stern- oder Herzform - schimmernd oder matt, in allen Farben.
In Sachen Kreativität fällt der 31-jährige Leipziger Grafikstudent Tim Klinger am meisten auf: Er hat seine «Porno-Konfetti» nach eigenen Angaben zu 99,5 Prozent aus deutschen Erotikmagazinen hergestellt - ein Partyknüller.

Konfetti beim Karneval in Köln
Kaugummi: Von Maya-Harz zum modernen Genussmittel
Der Kaugummi ist heutzutage ein unverzichtbarer Teil unseres Alltags. Doch wer hat ihn überhaupt erfunden? Die Geschichte des Kaugummis ist eine lange und komplexe.
Die Süße Geschichte des Kaugummis: Die Kaugummi Geschichte
Die Idee, Kaugummi zu kauen, geht auf die alten Maya und Azteken zurück, die ein klebriges Harz aus der Kautschukbaumrinde kauten, um ihren Atem zu süßen. Im 19. Jahrhundert begannen Geschäftsleute aus den USA und Europa, dieses Harz zu importieren und es als Kautabak zu verkaufen.
Im Jahr 1848 erfand der amerikanische Zahnarzt Dr. Thomas Adams den ersten Kaugummi, den er aus Kautschuk und Zuckersirup herstellte. Er nannte ihn „Adams New York Chewing Gum“. Adams war einer der Ersten, der Kaugummis in großem Maßstab produzierte und verkaufte. Sein Kaugummi wurde bald zu einem Verkaufsschlager, und andere Unternehmen begannen, ähnliche Produkte herzustellen.
Vor langer Zeit wurde der Kaugummi erfunden eher zufällig, als der amerikanische Zahnarzt Thomas Adams im Jahr 1871 aus Versehen eine neuartige Mischung aus Paraffinwachs, Gummiguttierung und Zucker herstellte. Er nannte das Ergebnis „Adams New York No. 1“ und versuchte, es als Mittel zur Linderung von Zahnschmerzen zu verkaufen.
Der Kaugummi wurde ursprünglich von einem amerikanischen Apotheker namens Thomas Adams erfunden, der den Kaugummi 1871 patentieren ließ. Adams hatte ein Produkt entwickelt, das aus dem Kautschuk des Kautschukbaumes hergestellt wurde.
Einige Forscher sind sogar der Ansicht, dass Kaugummi bereits vor dem ersten schriftlichen Zeugnis der menschlichen Zivilisation hergestellt wurde. Laut einer Studie der University of Sheffield ist der älteste Kaugummi der Welt stolze 5000 Jahre alt. Die Forscher fanden das Kaugummi in einem Schlamm bei Ausgrabungen in Großbritannien.

Zeitleiste der Kaugummi-Geschichte
Schokolade: Von der Maya-Währung zur Schweizer Spezialität
Die Schokolade macht glücklich und ist des Schweizers liebste Süssigkeit. Schweizer naschen am liebsten Schoggi. Kein Wunder bei den vielen Schokoladenherstellern in der Schweiz.
Die ersten, die Kakao anbauten, waren die Maya, eine der ältesten Hochkulturen Amerikas. Sie verwendeten die Kakaobohnen als Tauschwährung für Nahrungsmittel oder Kleidungsstücke.
Die Maya verwendeten die Kakaobohnen auch zur Zubereitung eines bitteren Getränks, dem xocolātl, der nichts mit der Schokolade, wie wir sie heute trinken, zu tun hat. Dieses Getränk bestand aus gegrillten und gemahlenen Kakaobohnen, die mit Wasser und Gewürzen vermengt wurden. Der Schokotrank war für Adelige und Krieger reserviert.
Die allererste Schokoladentafel wurde 1847 von Fry and Sons, einem Geschäft in Bristol, entworfen. Fry kombinierte Kakaobutter, Schokoladenlikör und Zucker zu einer festen, giessbaren Form und stellte in der Folge den ersten massenproduzierten chocolate bar her.
Die Schweiz führt mit 10,5 Kilogramm Schokolade pro Einwohner pro Jahr im Jahr 2017.
Es existiert eine Korrelation zwischen Schokoladenkonsum und Anzahl Nobelpreisträger pro Nation.
Anhand einer 2011 in Grossbritannien durchgeführten wissenschaftlichen Studie konnte bewiesen werden, dass Schokolade den Körper stärker stimuliert als Küssen.
Rund sieben Kilogramm Milchschokolade musst du verdrücken, bis du einer Schokoladenvergiftung (auch bekannt als Theobrominvergiftung) erliegst.
Gemäss italienischem Gesetz (und jenem etlicher anderer Nationen) gilt Nutella legal als Haselnuss-Aufstrich, da es die Kriterien eines Kakao-Minimalanteils für Schokoladenaufstrich nicht erfüllt.
Schweizer Schokoladenhersteller:
- Lindt und Sprüngli aus Kilchberg
- Alprose aus dem Tessin
- Camille Bloch aus Courtelary
- Pfister aus Illnau
- Favarger aus Versoix
- Barry Callebaut (einer der grössten Schokoladenhändler der Welt)
- Frey Buchs (Migros Tochter)
- Chocolats Halba Wallisellen (Coop Tochter Firma)
- Läderach Chocolatier aus Glarus Ennenda
- Maestrani Flawil
- Cailler Vevey (Nestle Tochter)
- Stella Giubiasco
- Villars Maitre Chocolatier aus Fribourg

Schokoladenkonsum pro Kopf in der Schweiz
Polkagris: Eine schwedische Zuckerstangen-Spezialität
Wer hat gerne Süsses? Hand hoch! Ich schreibe heute nämlich über Süsses, genauer gesagt über Polkagris. Das sind die rot-weissen Zuckerstangen mit Pfefferminz-Geschmack. Hergestellt werden sie in Gränna von mehreren kleinen Herstellern.
Erfunden hat das Schleckzeug Amalia Erikson. Amalia erblickte 1824 das Licht der Welt und mit 25 Jahren wurde sie Witwe und alleinerziehende Mutter. Mittellos und mit einer Tochter am Rockzipfel versuchte sie sich eine Existenz aufzubauen. Anfangs stellte sie in ihrer Küche Bonbons für Veranstaltungen her. Als ihre Tochter Ida eines Tages krank war, kam Amalia die grossartige Idee, sie könnte doch etwas Pfefferminzöl in die Bonbons geben.
Bevor Amalia Erikson 1859 ihr eigenes Geschäft eröffnen konnte, musste sie einige „bürokratische“ Hürden überspringen. Es war Frauen in dieser Zeit untersagt ein eigenes Geschäft zu führen. Egal, jedenfalls bekam, nach dem sich sogar der König in die Angelegenheit eingeschaltet hatte, Amalie Erikson von Bürgermeister Carl Johann Wennberg die Erlaubnis Süssigkeiten und Backwaren herzustellen und sie auch zu verkaufen. Amalia Erikson hat die Polkagris erfunden.
Man nimmt an, dass Gris früher der Name für Bonbons war. Und Polka war ein Tanz, der in der im 19. Jahrhundert sehr beliebt und modern war. Die Jungen Männer hatten oftmals Süssigkeiten dabei, und wenn sie eine Dame zum Tanz aufgefordert haben, dann boten sie ihnen diese Süssigkeiten an. So vermutet man, war der Zusammenhang.
Im Prinzip ist es ganz simpel. Man kocht ein Gemisch aus Wasser, Essig und viel Zucker bis eine zähe Masse entsteht. Dabei muss man immer die Temperatur im Augen halten. Ist die Masse perfekt, wird sie auf dem Knettisch weiterverarbeitet.
Die Original Polkagris sind rot und weiss und haben Pfefferminz-Geschmack. Unterdessen gibt es aber ganz viele neue Farben und Aromen. Neuster Coup von Polkapojkarna ist die Variante Gin Tonic.

Polkagris aus Gränna, Schweden
Zucker: Süsse Verführung mit Schattenseiten
Unser Körper braucht keinen raffinierten Zucker um gesund zu sein, im Gegenteil: Er verträgt ihn nur schlecht. Dennoch wird Zuckerrohr für die Gewinnung von Zucker heute auf 26 Millionen Hektar Land weltweit angebaut.
Schon vor über zweieinhalb Tausend Jahren haben findige Menschen in Indien herausgefunden, dass man aus Zuckerrohr reine Sacharose gewinnen kann, den raffinierten Zucker.
Vor 50 Jahren wurde pro Kopf noch etwa 28 Kg jährlich konsumiert, heute satte 42 Kg. Das sind mehr als 115 gr reiner Zucker pro Tag.
Weil die Nahrungsmittelindustrie nach dem 2. Weltkrieg die Nahrungsmittel möglichst günstig herstellen wurde, wurden diese mit grossen Mengen an Zucker und Weissmehl gestreckt und aromatisiert. Ballaststoffe wurden aus den industriell hergestellten Lebensmittel weitgehend entfernt.
Heute steckt bei weitem nicht nur in Süssem Zucker, Zucker findet sich unter verschiedensten Namen auch in Pizza, Würsten, Salatsauce und Ketchup, Brot und vielem mehr. Dies macht es besonders schwierig, den Zuckerkonsum zu reduzieren.
Besonders viel Zucker steckt in Süssgetränken, darum wurden diese vor etwa 30 Jahren auch als künstlich gesüsste Variante angeboten.
Seit ich es gelesen habe, trinke ich vor jedem Essen ein Glas Wasser mit etwas Essig drin. Probieren Sie es mal aus. Sie werden staunen!
Süssigkeiten ABC: Fakten und Wissenswertes
In unserem Süssigkeiten ABC Fakten und Wissen finden sie interessante Hinweise und Tipps zu Süssem und Leckereien wie in einem Lexikon. Lesen und stöbern sie. Feine Schleckwaren gab es nicht nur bei Schlecker. Süsswaren sind in aller Munde.
Was wäre ein Leben ohne Süssigkeiten? Ohne den genussvollen Griff in die Gummibärchentüte oder das langsame Entrollen eines in Papier gewickelten Schokoladenstücks? Ohne Kekse und Bonbons wäre die Welt sicher nur halb so schön.
Nicht nur für Kinder sind die süssen und bunten Leckereien ein Hochgenuss, auch Erwachsenen helfen sie auf fröhliche Weise den Alltag zu überstehen und schenken eine willkommene Erholung in stressigen Stunden der grauen Bürowelt.
Fakten zu Süssigkeiten:
- 22 Millionen Schleckstengel und Lollies werden in der Schweiz jährlich verkauft
- Jelly Belly Beans wurden 1976 in Amerika erfunden, zuerst nur mit 8 Sorten
- Rund 10 Kilo Schokolade isst jeder Europäer jedes Jahr
- Schokolade macht glücklich dank Endorphinen
- 40% aller Kakaobohnen kommen aus Afrika und zwar aus der Elfenbeinküste
- Lindt hat die Conchiermaschine erfunden, eine Maschine zum Rühren der Kakaomasse
- Schokolade niemals in den Kühlschrank. Sie nimmt sonst einen anderen Geschmack an
- Tag der Lakritze ist der 12. April 2016 in ganz Europa
- Lakritze wird auch „schwarzes Gold“ genannt und stammt aus einer Wurzel
- Keine Schokolade für Hunde. Schon 10 Gramm wirken wie ein Nervengift. Sie können sterben
- Grösste Schokolade der Welt ist 4.4 Tonnen schwer (2011)
- Grösste Skulptur der Welt aus Schokolade ist ein 10 Meter Baum
- 100 Jahre alter Schokoriegel kostete 749 Euro (John Scott Südpol Expedition)
- Gummibärchen heissen auch Fruchtgummi oder Weingummi
- Mäusespeck ist besser bekannt unter Marshmallow
- Chicle werden im spanischen die Kaugummis genannt und wurden aus Latex hergestellt
- Kaugummis sind mind. 2000 Jahre alt und wurden von den Mayas erfunden
- Künstliche Süssstoffe (Xylit, Sorbit, Maltitol, Lactitol) können Durchfall erzeugen
- Dunkle Schokolade ist gesünder als helle (Antioxidantien für Herz-Kreislauf)
- Anklage wegen zu viel Schokolade. 2002 wurde Mars wegen Übergewicht angeklagt
- 1973 wurde die Lila Kuh von Milka erfunden
- Bestseller 2015: 1. Lindor Kugeln, 2. Adventskalender M&M , 3. Adventskalender Kinder
- Halloween wurde etwa vor 6000 Jahren erfunden
- Kinder essen an Halloween Süssigkeiten mit 7000 Kalorien = 66 Bananen
- 25% essen einmal pro Woche eine Tafel Schokolade
- Männer essen mehr Schokolade als Frauen
- Kakao (Xococ) ist ein Wort der Mayas und heisst bitter
- HARIBO = Hans Riegel aus Bonn 1920
- Haribo macht Kinder froh wurde für Lakritze erfunden und nicht für Gummibärchen
- Haribo Gummibärchen hiessen früher Tanzbären
- 100 Millionen Gummibären werden jeden Tag produziert
- Jeder Deutsche gibt pro Jahr 109.16 Euro für Süsswaren aus (2015)
- Beliebteste Schokoladen: 1. Milka, 2. Ritter, 3. Lindt
- 19. Februar ist Jelly Bean Day, Tag der Gelee Bonbons
- Zucker gilt als das neue Kokain, es macht genauso süchtig
- In der Natur gibt es keine süsse Lebensmittel, welche giftig sind. Somit gilt Süsses als Sicherheitsgeschmack der Evolution
- Asiaten und Afrikaner werden wegen einer bestimmten Genvariante beim Verzehr von Süssem weniger dick als wir Europäer
- löslicher Kaffee besteht zur Hälfte aus Zucker
- bereits vor 15’000 Jahren haben die Melanesier (pazifische Inselgruppe) Zuckerrohr bereits als Pausensnack verwendet
- bis ins 18. Jahrhundert wurde Süsses als Arznei eingesetzt (gegen Fieber, Husten, Durchfall)
- 1747 entdeckte Marggraff, dass man aus Runkelrüben auch Zucker gewinnen kann
- früher wurde die Runkelrübe als Tierfutter verwendet
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