Das perfekte Rezept für Linzer Augen: Welche Marmelade macht den Unterschied?

Geküsst von einem Guetzli? Ja genau so fühlt sich das an, wenn wir diese Linzer Küssli essen. Ein Augenblick des Genusses und der Behaglichkeit. Herrlich zarter Zimt-Mürbeteigboden, mit erfrischender Konfitüre gefüllt und getoppt mit einem zarten Mandelhäubchen. Ein Moment, um die Augen zu schliessen und einfach den Moment zu geniessen.

Linzer Augen zählen zu den klassischen Plätzchen der österreichischen und deutschen Weihnachtsbäckerei. Sie bestehen aus zwei Teilen eines Mürbeteigs, die mit Marmelade gefüllt und verbunden werden. Der obere Teil weist typischerweise drei kleine Löcher auf, die wie Augen wirken, woraus der Name resultiert. Diese Kekse werden häufig mit Johannisbeermarmelade, Himbeermarmelade oder Marillenmarmelade gefüllt und mit Puderzucker bestäubt.

Die Zubereitung basiert auf einem butterreichen Mürbeteig mit gemahlenen Haselnüssen oder Mandeln, der gekühlt, ausgerollt und mit speziellen Ausstechformen geformt wird. Die Backtemperatur liegt zwischen 170 und 190 °C, wobei die Backzeit etwa 10 bis 12 Minuten beträgt. Quellen betonen die Bedeutung des Kühlens des Teigs, um ein Zerlaufen zu verhindern, und empfehlen kühle Zutaten sowie ausgekühlte Backbleche.

Linzer Augen sind auch als Spitzbuben bekannt, wobei Unterschiede in der Lochform - wie Herzen, Sterne oder ein großes zentrales Loch - vorkommen können. Das Grundrezept für Linzer Augen variiert leicht zwischen den Quellen, zeigt jedoch konsistente Elemente: Ein Mürbeteig aus Mehl, Butter, Zucker, Nüssen, Eiern oder Dottern, Zitronenschale, Vanillezucker und Salz.

So ist es für uns ganz klar, dass auch diese Guetzli dieses Jahr ein Muss sind in der Weihnachtszeit. Und hey, wenn du nun denkst… Weihnachtszeit? Das geht ja noch ewigs! In zweieinhalb Wochen ist bereits der 1. Advent! Der ist dieses Jahr nämlich schon am 27. November!

Grundrezept für Linzer Augen

Aus dieser Tabelle ergibt sich ein durchschnittliches Rezept für etwa 40-50 Linzer Augen:

Zutat Menge
Mehl 350 g
Butter 225 g
Zucker (inklusive Vanillezucker) 140 g
Gemahlene Haselnüsse oder Mandeln 90 g
Eier oder Dotter 2
Abrieb einer Zitrone Nach Geschmack
Prise Salz Etwas
Marmelade 200 g
Puderzucker zum Bestäuben Nach Bedarf

Die Verwendung glatten Weizenmehls wird empfohlen, während andere Quellen normales Mehl angeben. Die Zubereitung beginnt mit dem Mischen der trockenen Zutaten. Butter zusammen mit dem Puderzucker und dem Orangenabrieb weich rühren. Restliche Zutaten beigeben und miteinander vermengen. (Nur so lange, wie unbedingt nötig).Teig zu einem flachen Rechteck drücken, in Folie einpacken und 30 Minuten kühl stellen. (Kann auch bereits am Vortag gemacht werden, dann einfach 15 Minuten vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen).

Zubereitung der Tupfen (Tüpfli)

Das Eiweiss zusammen mit dem Salz auf höchster Stufe aufschlagen. Es sollte so fest wie möglich sein. Dann weiterschlagen und den Zucker langsam dazu rieseln lassen. Weiter schlagen, bis eine schnittfeste Masse entstanden ist. Den Orangenabrieb, Zimt und die gemahlenen Mandeln langsam und vorsichtig unterheben. Masse in einen Spritzsack geben (egal ob Lochtülle oder Sterntülle), und Tupfen auf ein mit Backpapier belegtes Blech dressieren. Notfalls können auch mit dem Löffel Häufchen gemacht werden.

In den auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorgeheiztem Backofen für ca. 16 Minuten backen.

Ausstechen und Backen

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca.2-3mm dünn ausrollen und ca. 3-4 cm breite Kreise ausstechen. Kurz kühl stellen, so bleiben sie gut in Form und verlaufen nicht. (Wir legen sie samt Blech kurz auf den Terrassenboden bei kühlen Temperaturen). Im auf 180 °C Umluft vorgeheiztem Backofen ca. 8 Minuten backen.

Nach dem Kühlen wird der Teig portionsweise verarbeitet. Der Ofen wird auf 170 °C Umluft, 180 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Der Teig wird auf bemehlter Fläche 3-4 mm dünn ausgerollt. Eine Frischhaltefolie darüber legen erleichtert das Ausrollen.

Mit einer runden Ausstechform werden Kekse gestochen: Die Hälfte als volle Böden, die andere Hälfte mit drei kleinen Löchern in der Mitte (typisch für Linzer Augen). Quelle empfiehlt eine spezielle Linzer Ausstechform, die Böden und Deckel unterscheidet. Gleich viele Böden und Deckel ausstechen, da sie paarweise verbunden werden. Die ausgestochenen Kekse auf das Blech legen. Deckel benötigen ggf. etwas weniger Backzeit.

Backen dauert 10 Minuten, Ränder sollten Farbe annehmen, ohne braun zu werden. Mehrere Bleche nacheinander backen erfordert Abkühlung des Blechs zwischendurch, da warmer Blech den Teig zum Zerlaufen bringt. Im Winter das Blech kurz auf den Balkon stellen.

Füllen und Fertigstellen

Auf die ausgekühlten Bödeli jeweils einen Tupfer Konfitüre darauf machen und mit einem gebackenen Tüpfli bedecken. Abgekühlte Böden mit Marmelade bestreichen oder mit Spritzsack auftragen. Typische Füllungen sind Johannisbeergelee, Ribiselmarmelade, Himbeer-, Marillen- oder Erdbeermarmelade. Mehr Marmelade in die Mitte auftragen, damit die Löcher sich füllen. Deckel daraufsetzen und mit Puderzucker bestäuben, vorzugsweise nur die Deckel, um Zucker zu sparen. Selbstgemachte Marmelade verbessert den Geschmack.

Fertigstellung: Auf die ausgekühlten Bödeli jeweils einen Tupfer Konfitüre darauf machen und mit einem gebackenen Tüpfli bedecken.

Linzer Augen » Beliebtes Backrezept in Österreich

Tipps und Tricks für perfekte Linzer Augen

Ein zentrales Problem ist das Zerlaufen der Kekse, das nicht am Rezept, sondern am Mürbeteig liegt. Ursache: Zu weiche Butter im Teig. Kühle Zutaten verwenden. Teig durchkneten vor dem zweiten Ausrollen, da Halbieren das Ausrollen erleichtert.

Linzer Augen sind flexibel. Klassisch drei kleine Löcher, aber ein Loch, drei Löcher oder Formen wie Herz, Stern oder G’sichterl möglich. Sternförmig oder mit großen Löchern. Nussvariationen: Haselnüsse oder Mandeln. Marmelade nach Geschmack: Ribisel, Johannisbeere, Himbeer, Erdbeere, Marille.

Nach vollständiger Abkühlung (ca. 3 Stunden) in verschließbare Dose schichten, zwischen Schichten Butterpapier als Trennlage. So bleiben sie mürbe.

Ein zu weicher oder zu trockener Teig kann dazu führen, dass die Kekse beim Backen verformen oder zerlaufen. Es ist wichtig, den Teig ausreichend kühlen zu lassen. Ein kalter Teig hält sich besser beim Ausrollen und behält seine Form beim Backen. Laut mehreren Quellen sollte der Teig mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen.

Wenn nicht alle Kekse auf einmal gebacken werden sollen, sollte der restliche Teig gut in Frischhaltefolie gewickelt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wenn die Kekse vor dem Backen bereits ausgestochen wurden, kann es sinnvoll sein, sie noch einmal kurz im Kühlschrank zu lagern.

Wenn mehrere Chargen Kekse nacheinander gebacken werden, sollten die Backbleche zwischendurch auskühlen. Ein heißes Backblech kann dazu führen, dass der Teig beim Ansetzen bereits anfängt zu erwärmen und sich verformt.

Nach dem Backen sollten die Kekse nicht auf dem Backblech auskühlen, sondern auf einem Gitterrost. Auf dem Blech kann sich Kondenswasser bilden, was den Keksen die Mürbe verleiden kann.

Die Guetzli halten sich ca. 2-3 Wochen.

Die Wahl der Marmelade

Die Füllung ist ein zentraler Bestandteil der Linzer Augen. Traditionell wird Johannisbeermarmelade verwendet, doch es gibt auch viele andere Delikatessen, die sich gut eignen. Laut mehreren Rezepten ist es sinnvoll, die Marmelade nicht zu warm zu machen. Ein kaltes oder zimmertemperiertes Marmeladenglas verhindert, dass die Kekse sich nach der Füllung verformen.

Linzer Augen sind flexibel. Marmelade nach Geschmack: Ribisel, Johannisbeere, Himbeer, Erdbeere, Marille.

Aufbewahrung

Linzer Augen haben einen zarten Teig und sollten daher gut gelagert werden, um ihre Form und Geschmack zu bewahren.

  • Ausreichend auskühlen lassen: Vor der Lagerung sollten die Kekse vollständig auskühlen.
  • In eine luftdichte Dose geben: Die Kekse sollten in eine gut verschließbare Dose gelegt werden.
  • An einem kühlen Ort aufbewahren: Die Dose sollte an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt werden.
  • Nicht im Kühlschrank lagern: Obwohl ein kühler Ort empfohlen wird, sollte die Dose nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Laut den Quellen bleiben Linzer Augen etwa 2-3 Wochen frisch, wenn sie richtig gelagert werden. Wer jedoch nicht so lange auf seine Kekse verzichten möchte, kann sie auch einfrieren. Dazu sollten sie gut in Frischhaltefolie gewickelt und in einem luftdichten Beutel im Gefrierschrank aufbewahrt werden.

Die Linzerküssli lassen sich sehr gut aufbewahren. Na ja, theoretisch zumindest. Wir haben nämlich getestet, wie lange sie haltbar sind, da diese Frage immer wieder auftaucht. Das war ehrlich gesagt ganz schön schwierig. Ich musste die Guetzlidose für dieses Vorhaben verstecken.

Nach 3,5 Wochen haben wir dann den Rest noch gegessen. Sie sind also mindestens 3,5 Wochen haltbar. Ich denke aber locker 4-5. Aber eben, die Theorie und die Praxis unterscheidet sich hier definitiv stark. Da wurden wir echt strapaziert beim Testen. Wir mussten uns echt Mühe geben mit unserer Disziplin, um der Verführung nicht zu erliegen.

Linzer Augen sind ein Klassiker der Weihnachtsbäckerei und eignen sich hervorragend für Festtage, aber auch für besondere Anlässe im Jahr. Mit einem einfachen Rezept und ein paar Tipps ist es möglich, die perfekten Kekse zu backen. Wichtig sind ein gut kühler Teig, die richtige Form und eine passende Füllung. Durch die verschiedenen Varianten und Anpassungen bleibt das Rezept flexibel und kann individuell nach Geschmack gestaltet werden.

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