Weizenbrot ohne Hefe mit Thermomix: Rezepte und Tipps

Du liebst den Duft von frischem Brot? Du möchtest deine Küche in eine Backstube verwandeln und hausgebackene Brote wie vom Bäcker zaubern? Mit krosser Kruste und saftiger Krume? Das gelingt mit deinem Thermomix wirklich leicht, wenn du seine Funktionen voll ausschöpfst um Mehl selbst zu mahlen, schwerer Teige zu kneten und Rustikales mit oder ohne Sauerteig anzusetzen.

Denn so brauchst du keine fertigen Brote mehr zu kaufen, deren Zutatenlisten voller Zusatzstoffe sind und die immer gleich schmecken. Du wirst vom einfachen 3-Zutaten-Brot über das knusprige Sonntagsbrötchen bis zum Sauerteigbrot mit langer Teigführung alles selbst herstellen können, was du liebst.

In den Ratgebern erfährst du die geheimen Tricks zu den gängigen Triebmitteln, was du tun kannst, wenn du kein Mehl im Haus hast und wie du dein Brot wirklich lange lagern kannst. Zudem erläutert das grosse Lexikon der Bäckermeister alle wichtigen Handgriffe vom Rundwirken bis zum Falten mit lückenlosen Schritt-für-Schritt-Bildern.

Dabei wirst du sehen, wie einfach der Thermomix mit seiner Durchführung ist. Das Backbuch enthält über 100 Rezepte zum Brotbacken. Darüber hinaus bekommst du hunderte wertvolle Tipps, welches Zubehör du zum Brotbacken wirklich brauchst und wie dir damit alle Gebäcke wie vom Profi gelingen.

Backe ab jetzt Gesundes und Leckeres mit Dinkel, Urkorn, Roggen, Weizen oder Hafer und lerne die Vorzüge von Hefe- und Sauerteig kennen.

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Brotbackens und lernen Sie gemeinsam mit einer erfahrenen Bäckerin, wie Sie eine Vielzahl köstlicher Brote und Brötchen zaubern können. In unserem Kurs erfahren Sie alles über verschiedene Backvarianten und die einzigartigen Eigenschaften der Mehle - ganz ohne Fertigmischungen und Zusatzstoffe.Sie werden in den Umgang mit Hefe, Sauerteig und weiteren wichtigen Zutaten eingeführt. Zudem erwarten Sie wertvolle Tipps und Tricks zu Gärprozessen, dem Formen von Teig und vielem mehr, die Ihren Kochalltag bereichern werden.

Dieser Kurs richtet sich an alle.

Alternativen zur Hefe beim Brotbacken

Du hast nur noch ein Päckchen Backhefe übrig? Mit der altbewährten „Pâte fermentée-Methode“, bei der ein Vorteig erstellt wird, reicht das völlig aus. Stelle etwas Brot- oder Pizzateig mit der verbleibenden Hefe her. Einen guten Anfang machen Pizzateig, Baguette oder Brötchen.

Sobald der Teig vollständig aufgegangen ist, nimm eine kleine Menge (etwa die Grösse eines kleinen Brötchens) davon ab, vermische sie gut mit der gleichen Menge Wasser und Mehl und lass alles in einem Vorratsglas oder einer Schüssel über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen. Am nächsten Morgen hast du dann ein schönes Quellstück, das du statt Hefe in jedem Rezept verarbeiten kannst.

Es kann etwas länger dauern, bis der Teig aufgeht, hab also etwas Geduld. Gut, dass du sowieso zu Hause bist … Die Belohnung? Ein komplexer, reichhaltiger Geschmack, der nur durch stundenlange Gärung ermöglicht wird. Denke nur daran, einen Teil des neuen Teigs für die nächste Runde beiseite zu legen.

Wenn du überhaupt keine Hefe hast, ist es vielleicht an der Zeit, dein eigenes Sauerteig-Quellstück zu züchten. Sauerteig gab es schon lange, bevor die erste Hefe im Handel erhältlich war, und er ist das beste Triebmittel für vorzügliches, selbstgebackenes Brot.

Ein Sauerteig-Quellstück aus Mehl und Wasser zu erhalten dauert etwa fünf Tage bis eine Woche. Jeder Bäcker hat seine eigene Methode, manche vermengen einfach Weizenmehl und Wasser, andere fügen Roggenmehl, Äpfel oder Trauben hinzu, um den Gärvorgang anzuregen.

Das Grundprinzip besteht jedenfalls daraus, der natürlich im Mehl vorhandenen Hefe zur Entwicklung zu verhelfen, indem man regelmässig Wasser und Mehl hinzugibt.

Backpulver und Natron eignen sich nicht nur für süsse Speisen. Mit ihnen kann man auch auf die Schnelle Broten zum Aufgehen verhelfen. Wenn du dann irgendwann wieder Hefe ergattern kannst, hast du vermutlich so viel Freude mit den Alternativen gehabt, dass das übliche Brotbacken für dich gar nicht mehr in Frage kommt!

Hat man einen Teig fertig im Kühlschrank, ist es ganz leicht, in letzter Minute frisches Brot zum Frühstück zu backen. Nimm die Hälfte an Hefe und lass den Teig bis zu drei Tage mit Frischhaltefolie bedeckt im Kühlschrank ruhen. Ein langsam und kalt gegangener Teig entfaltet ein noch intensiveres Aroma.

Entnimm am Morgen genügend Teig, um Brötchen zu formen (je ca. 50 g). Schleife ihn vorsichtig mit bemehlten Händen zu Kugeln. Halte dabei so viel Luft wie möglich im Teig und lass ihn kurz gehen, während du den Ofen auf 180-200ºC vorheizt. Backe ihn 15-18 Minuten lang und geniesse frisch gebackenes Brot zum Frühstück.

Teig geht am besten zugfrei bei 24-27 °C. Der Teig-Test: Um zu testen, ob der Teig genug gegangen ist, drücke ihn vorsichtig mit der Fingerspitze ein. Die Druckstelle sollte langsam wieder verschwinden. Verschwindet sie zu schnell, ist der Teig noch nicht ausreichend aufgegangen. Wenn die gedrückte Stelle eingedrückt bleibt, ist er zu stark aufgegangen. Zu stark gegangener Teig wird beim Backen im Ofen nicht viel weiter aufgehen. Schon fertig? Nimm den Laib aus dem Ofen und klopfe auf die Unterseite. Wenn er hohl klingt, ist das Brot gar.

🍞 Nimmersatt-Brot im Thermomix® – knusprig, saftig & einfach himmlisch! ✨ | Thermomix® Brot Rezept

Fladenbrot: Eine einfache und schnelle Alternative

Am Anfang war das Fladenbrot. Die Urform des Brotes ist rund um den Globus bekannt. Für viele Gerichte ist frisches Fladenbrot kaum mehr wegzudenken. Gut also, dass du Fladenbrot ganz einfach in der Pfanne und ohne Hefen selber backen kannst.

Fladenbrot macht süchtig! Ich muss gestehen, bei gutem Brot werde ich schwach. 😍 Besonders bei Fladenbrot. 🫓 Wenn in einem Restaurant das Fladenbrot vor den Mezze auf dem Tisch steht, ist es verputzt bevor der Kellner die mediterranen Leckereien bringt.

Die Geschichte des Fladenbrotes

Fladenbrot ist das erste Brot, das die Menschen gekannt haben. Es wurde 5000 Jahre vor Christus von den alten Ägyptern und den Sumerern erfunden. Damals war es auf Stein gebackener Getreidebrei und noch nicht das luftige Fladenbrot wie wir es heute kennen. Es waren auch die Ägypter die angefangen haben Hefekulturen zu kultivieren und damit das Fladenbrot dahin zu entwickeln, wie wir es heute kennen. Nach Europa kam das Fladenbrot übrigens erst 2000 Jahre später. 🗺

In Europa denken wir, dass die ganze Welt das gleiche Brot isst wie wir. Brot in Form eines Laibes, Baguettes 🥖 oder im angelsächsischen Raum als Toast. 🍞 Fladenbrot betrachten wir als etwas Exotisches. Tatsächlich ist es aber so, dass Fladenbrot weltweit die am weitesten verbreitete Brotform ist.

Fladenbrot gibt es überall, vom italienischen Focaccia und Piadina, über das griechische Pita, das Pide in der Türkei, das arabische Chubz bis zum indischen Naan oder mexikanischen Tortilla. Sogar das schwedische Knäckebrot ist eine Art Fladenbrot. 🫓

Verschiedene Arten von Fladenbrot

Fladenbrot selber machen

Bei diesem Rezept handelt es sich um die Urform des Fladenbrotes, wie es in Ägypten und im Mittelmeerraum hergestellt wurde. Ursprünglich wurde das Brot auf einem heissen Stein gebacken, Feuerholz war rar und deshalb musste es schnell gehen. 🔥 Auch heute soll es schnell gehen, statt dem Stein nehmen wir aber die Pfanne. Das Basisrezept aus Mehl und Wasser ist etwas zu minimalistisch. Mit etwas Salz und Olivenöl erhält das Brot mehr Geschmack. 😋 Damit das Fladenbrot luftiger wird, kommt ein bisschen Backpulver dazu. Zutaten zu einem Teig verkneten. Kurz stehen lassen. In die Pfanne. Fertig. So schnell geht Fladenbrot ohne Hefe!

Fladenbrot passt zu Mezze wie unserem Hummus oder Muhammara. Natürlich könnt ihr Fladenbrot auch zu indischen Currys wie dem superleckeren Aloo Gobi servieren. Manchmal mag ich es ganz einfach, übergiesse etwas Harissa* mit gutem Olivenöl und tunke dann das Fladenbrot darin. Dazu ein paar Oliven und ich bin glücklich. 😀

Eine besondere Art des Fladenbrotes ist Manakish, diese belegte Variante wird auch als libanesische Pizza bezeichnet (nicht zu verwechseln mit Lahmacun, der türkischen Pizza). 🇱🇧🍕

Damit der Text nicht länger wird als die Zubereitung wünsche ich euch jetzt viel Spass beim Backen. 👩🏻‍🍳

Rezept für Fladenbrot ohne Hefe

Hier ist ein einfaches Rezept, um Fladenbrot ohne Hefe zuzubereiten:

Zutaten Menge
Weissmehl 330 g
Salz 1 TL
Backpulver 1 TL
Olivenöl 1 EL
Wasser (lauwarm) 200 ml

Zubereitung

  1. Trockene Zutaten in eine Schüssel geben und mischen.
  2. Wasser und Olivenöl dazugeben und von Hand oder mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten, dann 10 Minuten ruhen lassen.
  3. Dann den Teig in 6 Portionen teilen, zu Kugeln rollen und mit der Hand flachdrücken.
  4. Wenig Öl in einer Bratpfanne erhitzen und die Brote nacheinander 2-3 Min pro Seite goldbraun backen.

Der Teig ist klebriger als Hefeteig.

Ruchbrot ohne Hefe

Das Ruchbrot ist ein Brot, das es nur in der Schweiz gibt. Das Dialektwort «Ruch» steht für «rau» oder «grob».

Zutaten für Ruchbrot

  • Ruchmehl
  • Kaltes Wasser (ca. 20 Grad)
  • Backhefe
  • Salz

Zubereitung

  1. Ruchmehl in eine Schüssel geben und mit 6 dl kaltem Wasser (ca. 20 Grad) übergiessen.
  2. Gut mischen und ca. 15 Minuten stehen lassen.
  3. Dem Teig die Backhefe, das Salz sowie das restliche Wasser beigeben und alles zusammen zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  4. Mindestens 2 Stunden ruhen lassen.
  5. Dann den Teig zu beliebigen Brotlaiben formen und 20 Minuten gären lassen.
  6. Backofen auf 240 bis 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  7. Die Teiglinge mit Mehl bestäuben, drei- bis viermal längs einschneiden und in den Ofen schieben.
  8. Backtemperatur auf 220 Grad zurückstellen und ca. backen.

Brot und Kartoffel-Reste lassen sich ganz einfach zu einem schmackhaften Zmittag oder Znacht verwerten. Einfach, schnell und warm. Und erst noch ausgewogen!

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