Das Fondue ist ein geselliges und vielseitiges Gericht, das in verschiedenen Varianten zubereitet werden kann. Ob als gemütliches Käsefondue, festliches Fondue Chinoise oder deftiges Fondue Bourguignonne - für jeden Geschmack ist etwas dabei. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Fondue-Arten, die passenden Zutaten, Beilagen und Saucen.

Käsefondue: Ein Schweizer Klassiker
Das Käsefondue gehört zu den bekanntesten Nationalspeisen der Schweiz. Dieser Schweizer Klassiker ist bei allen beliebt: Das perfekte Käsefondue gelingt mit dem Fondue-Grundrezept mit Videotipps zu Zutaten und Zubereitung garantiert.
Besonders beliebt ist das Fondue moitié-moitié, doch viele Familien schwören auch auf eigene Familienrezepte oder verwenden immer wieder neue Rezepte. Ein Käsefondue besteht bei weitem nicht aus nur einer einzelnen Käsesorte, sondern es ist die perfekte Zusammenstellung der verschiedenen Sorten, welche den einzigartigen Geschmack eines jeden Fondues ausmachen.
Oftmals werden Appenzeller, Greyerzer und Emmentaler in gleichen Teilen gemischt und dienen als Geschmacksgrundlage für das Käsefondue. Allerdings wissen Sie häufig nur wenig über die Qualität des genutzten Käses und über dessen Herkunft.
Walker's Fondue-Rezept:
Grundsätzlich gilt es erst einmal die richtige Menge zu bestimmen. In der Regel geht man von rund 150 - 250 Gramm Käsemischung pro Person aus. Erwachsene Männer essen in der Regel häufig die 250 Gramm, Kinder und Wenigesser kommen auch mit 150 Gramm Käsemischung aus.
Die Zubereitung
- Schneiden Sie die Knoblauchzehen auf und reiben Sie mit diesen das Caquelon gründlich aus. Es lohnt sich hier ein wenig Zeit zu investieren, da diese Tätigkeit das Aroma des Fondues deutlich beeinflusst.
- Erhitzen Sie nun langsam das Caquelon und füllen Sie die Käsemischung gemeinsam mit dem Wein hinein. Bei unserem Fondue du Valais ist der Wein bereits in der Mischung enthalten.
- Lassen Sie die Mischung leicht aufkochen und rühren Sie immer wieder um. Dies dauert rund 15 - 20 Minuten.
- Mischen Sie die Speisestärke/Maisstärke dazu. In unserem Aletsch Fondue-Mischung sowie im Fondue du Valais ist die Maisstärke bereits enthalten.
- Geben Sie diese Mischung in das Caquelon und stellen Sie den Herd auf eine hohe Temperatur. Unter beständigem Umrühren soll die Mischung nun einmal sämig kochen. Dies dauert rund zwei Minuten.
- Schalten Sie den Herd aus, würzen Sie die Mischung mit frischem Pfeffer stellen Sie das Caquelon auf den Rechaud.
Das sollten Sie vermeiden
Ist das Schweizer Käsefondue erst einmal zubereitet und auf dem Rechaud, sollten Sie die Temperatur so regulieren, dass die Mischung nicht mehr kocht. Durch zu grosse Hitze kann zum einen der Käse am Boden des Caquelon anbrennen und die Mischung kann sich zudem auch trennen.
Schnelle Hilfe bei Problemen
- Ist die Fondue-Mischung zu dick geraten, giessen Sie ein wenig Wein an und lassen Sie das Ganze unter Rühren nochmals erhitzen.
- Ist die Mischung hingegen zu dünn, können Sie entweder noch Käsemischung nachgeben oder mit ein wenig Stärkemehl für mehr Bindung sorgen.
- Auch wenn das Fondue sich scheidet, ist dies kein Problem. Einfach nochmals auf dem Herd erhitzen und ein wenig Stärke- / Weisswein-Mischung dazugeben.
Mehr als nur Brot: Alternativen beim Fondue
Auch wenn Brot der klassische Begleiter zum Käsefondue ist, so können Sie auch mit anderen Zutaten variieren. Beispielsweise harmoniert unsere Käsemischung auch hervorragend mit verschiedenen Gemüsesorten, welche Sie ebenfalls im Fondue eintauchen können. Diese sollten allerdings zu diesem Zweck immer nur bissfest gekocht werden, damit sie nicht von der Gabel rutschen.
Sehr beliebt sind:
- Kartoffel
- Champignons
- Blumenkohl
- Bohnen
- Pfirsich
Getränkeempfehlung
Vermeiden Sie beim Fondue zu kalte Getränke, sondern entscheiden Sie sich am besten für einen passenden und angenehm leichten Walliser Weisswein. Die Säure des Weins harmoniert sehr gut mit dem doch recht deftigen und schweren Fondue und begleitet diesen optimal. Alternativ können Sie auch Schwarztee mit Milch servieren, welcher ebenfalls den Geschmack des Fondues deutlich unterstreicht.
Wir empfehlen zum Fondue weisse Walliser Weine. Am meisten Genuss bieten die Weine aus den sogenannten „autochthonen Sorten“ (also Sorten, die es nur hierzulande gibt): Heida, Fendant, Amigne, Petite Arvine oder Humagne.
Original Schweizer Käsefondue
Fondue Chinoise: Festliches Tauchvergnügen
Fondue chinoise gilt als Festessen par excellence. Fürs Fondue chinoise braucht es eine kräftige Bouillon. Knorr Rindsbouillon-Würfel bilden die Basis für ein gutes Chinoise. Es empfiehlt sich, das zweite Caquelon für Gemüsebouillon zu nutzen. Gemüsebouillon eignet sich als Basis vegetarischer Suppen und als würzige Zugabe für Risotto. Fondue chinoise geht auch vegan.
Pasta in brodo ist ein Klassiker der italienischen Küche. Entsprechend sind gefüllte Teigwaren oder Gnocchi ein Geheimtipp fürs Fondue chinoise. Die Voraussetzung dafür ist eine minimale Kochzeit. Je nach Sorte die Pasta oder die Gnocchis ca.
Eine erfrischende Beilage für Chinoise: Exotische Früchte. Mit ihren knalligen Farben sind exotische Früchte sowieso schon echte Hingucker.
Manche munkeln sogar, dass Chinoise nur wegen der Saucen so beliebt sei. Rezepte für Fondue-chinoise-Saucen, die der ganzen Familie schmecken: darunter ein Cocktail-Dip mit Orangensaft und Ketchup sowie Mango-Curry-Sauce.
In der Regel wird zum Fondue chinoise Salat serviert. Wie wäre es, statt normalem Blattsalat mit einem gepickelten Gemüsesalat? Wer Zeit und Lust hat, bäckt das Brot dazu selber. Als warme Beilage gibt es meist Reis oder Pommes Frites.
Unter Kennern gilt die Suppe danach als Krönung des Tauchvergnügens.
Sofern das Fleisch frisch und nicht bereits einmal tiefgekühlt war, können Fleischreste gut verpackt eingefroren werden.

Überraschende und leckere Beilagen fürs festliche Fondue Chinoise
Abwechslung macht das Essen gut, deswegen sollte man zum Fondue chinoise so viele Beilagen wie möglich anbieten! Neben Klassiker wie Reis, Chips und eingelegtem Gemüse, kann man dem Traditions-Menü auch mit neuen Geschmacksnoten einen Pfiff verleihen.
1. Feiner Safranreis im Gourmet-Stil
Normaler Reis ist von gestern! Deswegen solltet ihr dieses Jahr zum Festmenü eine neue Geschmacksexplosion versuchen - nämlich mit Safran! Das rote Gewürz verleiht dem Reis die richtige Gourmet-Note!
Safranreis Zubereitung
- Zuerst den Reis waschen: Dazu den Reis in einem Sieb unter kaltem Wasser spülen, bis dieser klar ist. Danach gut abtropfen.
- Die Zwiebeln schälen und in kleine Stücke hacken. Diese anschliessend in Olivenöl anrösten.
- Den Reis mit Wasser und dem Safran dazugeben und aufkochen.
- Die Platte abschalten und den Reis zugedeckt rund 15 Minuten köcheln lassen. Tipp: Nie den Deckel abheben!
- Den Reis kurz mit einer Gabel auflockern und heiss servieren.
Tipp: Den Reis in mehreren Portionen kochen, dann ist er immer heiss.
2. Knusprige Süsskartoffel-Pommes
Knuspriges Pommes liebt jeder! Hat aber auch jeder schon einmal probiert. Deswegen solltet ihr es dieses Jahr mit einer neuen Geschmacksnote versuchen und die 08/15-Kartoffel mit einer Süsskartoffel austauschen!
Zubereitung
- Als Erstes die Süsskartoffeln waschen und schälen. Danach in rund 1 cm dicke Stifte schneiden und diese für 60 Minuten wässern.
- Die Schnitze trocknen und in eine grosse Schüssel geben und mit dem Olivenöl und Salz, Pfeffer und Rosmarin mischen.
- Die Schnitze auf ein Backblech (mit Backpapier!) verteilen. Dann das Backblech in den vorgeheizten Backofen bei 250 Grad Celsius (Ober-/ Unterhitze) für rund 15 bis 20 Minuten backen.
- Die Kartoffel mit etwas Meersalz bestreuen und sofort heiss servieren!
3. Eingelegtes Gemüse
Saure Spargeln, Silberzwiebeli, Maiskölbli und Essiggurken - das darf beim Fondue Chinoise auf keinen Fall fehlen! Wer nicht schon total im Weihnachtsstress versinkt, kann so diese feinen Essiggurken sogar selber zu Hause zubereiten!
Zubereitung
- Die Gurken waschen und schälen. Dann der Seite lang halbieren und die Kerne mit einem Löffel herauskratzen.
- Die Gurken in etwa 2 cm breite Stücke schneiden und in eine Schüssel mit Salz geben.
- Die Gurken abgedeckt für rund 24 Stunden kühl ziehen lassen und dann abtropfen.
- Den Meerrettich schälen und in rund 1 cm grosse Stücke schneiden.
- Essig, 500 ml Wasser, Zucker, Senf, Lorbeerblätter und Meerrettich in einem Topf aufkochen.
- Die Gurken hineingeben und alles einmal aufkochen. Die Mischung kurz abkühlen lassen und etwa 24 Stunden ziehen lassen.
- Am nächsten Tag die Kräuter waschen, trocknen und von den Stängeln zupfen. Wasser in einem grossen Topf mit den Kräutern aufkochen.
- Die Gläser mit den Gurken kurz für 5 Minuten ins kochende Wasser geben und abtropfen lassen.
- Gurkenstücke mit den Kräutern in die Gläser verteilen
Die Gurken halten ca. 1 Jahr im Kühlschrank.
Auch Früchte kann man zum klassischen Fondue Chinoise geniessen. Ananas, Mango, Kiwi und Co. erfrischen das Menü mit fruchtiger Note. Hier ist es am besten, das Obst gleich in mundgerechte Stücke zu schneiden. Wer noch etwas extra Zeit hat oder seine Kinder beschäftigen will, kann Fruchtspiesse daraus machen. So sieht es beim Anrichten und am Tisch auch viel schöner aus!
5. Gemüse-Chips
Fade Chips kennt doch jeder und über die Kalorien will man sich am liebsten gar keine Gedanken machen! Damit ihr mit den Neujahrsvorsätzen bereits jetzt beginnen könnt, zeigen wir euch unten die einfache und gesunde Alternative:
Zubereitung
- Das Gemüse putzen und schälen. Dann das Gemüse mithilfe eines Gemüsehobels in feine Scheiben schneiden. Je dünner die Scheiben, desto knuspriger die Chips!
- Die Gemüsescheiben in eine Schüssel geben und Olivenöl, Salz und andere Gewürze dazugeben.
- Die Scheiben auf ein Backblech mit Backpapier legen und die gleichmässig verteilen.
- Das Backblech in den vorgeheizten Ofen bei 140 Grad Celsius (Umluft) geben und für rund 40-45 Minuten backen.
Tipp: Den Ofen immer wieder öffnen, damit der Wasserdampf entweichen kann. So werden die Chips besonders knusprig!
Chips sofort servieren!
Zu Fondue Chinoise gibt es immer eine leckere Sauce. Traditionelle Fonduefans finden, Knoblauch und Pfeffer reichten völlig, allerhöchstens noch eine Prise Muskat.
Original Schweizer Käsefondue
Fondue Bourguignonne: Fleischgenuss pur
Fondue bourguignonne ist die festlichste und gleichzeitig gemütlichste Art, Fleisch zu frittieren. Zugegeben, Fleischfondue mit Öl ist nicht gerade kalorienarm - dafür aber auch sehr reich an Geschmack. Denn auf dem Fleisch bildet sich eine leichte, feine Kruste. Damit dafür genug Zeit bleibt, gibt’s keine Scheiben, sondern Fleischwürfel.

Zubereitung
- ÖlAlles zusammen abgedeckt bei Zimmertemperatur 2-3 Tage ziehen lassen. Rosmarin und Pfeffer vor dem Erhitzen aus dem Öl entfernen.
- Saucen
- Currymayonnaise mit gerösteten Kokosflocken: Kokosflocken in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten. Erkalten lassen. Mayonnaise mit Salz, Pfeffer und Currypulver glatt rühren. Mit Zitronensaft würzen. Kokosflocken darüberstreuen und servieren.
- Tomatendip mit Frühlingszwiebeln und Pinienkernen: Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und mit den Pinienkernen im Olivenöl leicht anbraten. Tomaten grob schneiden, mit dem Zucker zugeben und bei milder Hitze 12-15 Minuten köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren. Mit Salz würzen und lauwarm servieren.
- Aioli mit Zitrone und rosa Pfeffer: Knoblauch und Salz mit dem Messerrücken zu einer feinen Paste verreiben und mit der Mayonnaise glatt rühren. Mit Zitronensaft und rosa Pfeffer würzen.
- Beilagen
- Gebratene Kartoffeln mit Rosmarin und Meersalz: Kartoffeln längs halbieren und in einer Pfanne im Olivenöl bei mittlerer Hitze 10-12 Minuten braten. Dabei öfters wenden. Die letzten 5 Minuten Rosmarin zugeben. Mit Meersalz würzen und servieren.
- Salat mit Oliven-Vinaigrette, Thymian und roten Zwiebeln: Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden, Oliven in dünne Scheiben schneiden. Thymian von den Stielen zupfen. Essig mit den vorbereiteten Zutaten, Salz und Pfeffer verrühren. Olivenöl darunterrühren. Salat waschen, trocken schleudern, in Streifen schneiden und in eine Schüssel geben. Vinaigrette darübergeben und vorsichtig vermengen.
Geben Sie jedem Gast zwei Teller: einen für das rohe Fleisch, den zweiten für die Beilagen und Saucen.
Original Schweizer Käsefondue
Weitere Tipps und Tricks
Vor dem Fondue servierst du am besten etwas Trockenfleisch (z.B. Bündnerfleisch, Walliser Trockenfleisch oder Mostbröckli), rohe Gemüse-Sticks mit leichtem Quark-Dip oder einen frischen, knackigen Salat.
Zu Fisch und Fondue trinkt man nur Weisswein. Falsch! Schon lange gilt diese Regel nicht mehr zwingend und auch in traditionellem Umfeld wird zum Käsefondue durchaus auch mal ein Rotwein serviert. Wichtig dabei: Dieser sollte fruchtig, eher leichterer Natur und mit nicht zu viel Gerbsäure belastet sein.
Falls du lieber auf Nummer sicher gehst, hältst du dich an trockenen Weisswein (z.B. Fendant oder einen Waadtländer Chasselas), Champagner, milden Schwarztee und - vor allem für Kinder - kühlen Apfelsaft oder einfach Wasser.
Tradition beim Fondue hat das kleine Gläschen zwischendurch: Ein Schluck Kirsch, Williams, Calvados, Grappa oder Pflümli sorgt für die Extraportion Würze - und Hitze!
Die typischen Fondue-Brotwürfel sind meistens aus Weissbrot, aber auch Halbweiss- oder Ruchbrot funktionieren bestens. Wer mag, kann auch Vollkornbrot oder in Butter geröstetes Toastbrot auf die Fonduegabel stecken.
Eine weitere Möglichkeit sind geschwellte Kartoffeln, blanchiertes Gemüse oder Früchte (z.B. Birnen, Äpfel oder Trauben).
Ein Fondue ist alleine bereits ein kulinarisches Ereignis - mehr braucht es nicht. Wichtig ist, dass die Grösse des Topfes stimmt - für ein Fondue für 6 Personen sollte dieser mindestens zwei Liter Fassungsvermögen haben.
Hast du einen Induktionsherd? Dann besorg dir ein Gusseisen-Caquelon, denn dieses funktioniert bestens mit Induktion. Fonduetöpfe sind in der Regel nicht spülmaschinenfest - es gibt aber speziell ausgezeichnete Caquelons, die in die Maschine gesteckt werden können.
Klassische Rechauds werden mit Brennsprit gefüllt. Modernere Varianten lassen sich mit Brennpaste bestücken, was den Vorteil bietet, dass die Paste nicht auskippen und zu einem Brand führen kann.
Wer nach dem Fondue noch Platz für einen Nachtisch hat, freut sich bestimmt über etwas Leichtes. So runden zum Beispiel ein leckeres Sorbet, eine nicht zu schwere Glace oder ein frischer Fruchtsalat das Schlemmermal perfekt ab.
Geschichte des Fondues
Die genaue Herkunft des Käsefondues ist umstritten. Sowohl die Schweiz als auch Savoyen in Frankreich erheben Anspruch auf den Ursprung des Fondues. Und auch in der Region Aosta in Italien kennt man seit Jahrzehnten geschmolzenen Käse als regionale Spezialität, die Fonduta Valdostana.
Als Schweizer Nationalgericht hat sich das Käsefondue in den 1950er-Jahren etabliert. Und zwar mit der Aufnahme des Rezeptes ins Armeekochbuch. Die Soldaten brachten das Fonduerezept aus dem Militärdienst mit nach Hause in die Familien und sorgten so für die nationale Verbreitung. Erste Fertigfondues gelangten ab 1955 auf den Markt.
In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde das Käsefondue mit der FIGUGEGL-Kampagne der Schweizerischen Käseunion breit beworben.