Waffeln oder Pfannkuchen: Was ist der Unterschied?

Omas Waffeln sind ein Klassiker und eine tolle Alternative zu Pfannkuchen, Kaiserschmarrn oder Pancakes. Doch was unterscheidet Waffelteig von Pfannkuchenteig und wie gelingen beide Varianten am besten? Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede und gibt Tipps für die Zubereitung.

Die Grundlagen: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Sowohl Waffelteig als auch Pfannkuchenteig basieren auf ähnlichen Grundzutaten: Mehl, Eier, Milch und Zucker. Der Hauptunterschied liegt in der Konsistenz und den zusätzlichen Zutaten. Waffelteig ist in der Regel etwas dicker und enthält oft mehr Fett in Form von Butter oder Öl, was zu einer knusprigeren Textur führt. Zudem wird dem Waffelteig häufig Backpulver zugesetzt, um ihn luftiger zu machen.

Pfannkuchenteig hingegen ist dünnflüssiger und kann sowohl süß als auch herzhaft zubereitet werden. Im Gegensatz zum Waffelteig wird bei Pfannkuchen oft ein Teil der Milch durch Mineralwasser mit Kohlensäure ersetzt, um eine zusätzliche Lockerheit zu erzielen.

Die Zutaten im Detail

Mehl

Für Waffelteig eignet sich Weizenmehl Type 450 am besten, aber auch helles Dinkelmehl Type 630 kann verwendet werden. Pfannkuchenteig wird traditionell ebenfalls mit Weizenmehl zubereitet, wobei auch hier Dinkelmehl oder andere Mehlsorten verwendet werden können.

Eier

Zimmerwarme Eier sind sowohl für Waffeln als auch für Pfannkuchen wichtig, da sie die Teige fluffiger und lockerer machen.

Milch

Milch macht den Teig cremiger und flüssiger. Ob man eine fettarme Variante oder Vollmilch verwendet, spielt keine große Rolle.

Zucker

Normaler weißer Zucker süßt nicht nur, sondern erzeugt auch Volumen.

Butter

Weiche Butter sorgt für das feine Aroma sowie die saftige Konsistenz von Waffeln. Bei Pfannkuchen kann statt Butter auch Öl verwendet werden, um ein Anbrennen in der Pfanne zu vermeiden.

Backpulver

Wird oft dem Waffelteig zugesetzt, um ihn luftiger zu machen. Bei Pfannkuchen kann ebenfalls eine Prise Backpulver verwendet werden, um die Konsistenz zu verbessern.

Die Zubereitung: Schritt für Schritt zum perfekten Ergebnis

Waffelteig

Teig vorbereiten: Weiche Butter mit Zucker schaumig schlagen. Zimmerwarme Eier einzeln dazugeben. Mehl mit Backpulver und Salz mischen und im Wechsel mit der Milch unterrühren. Dabei so viel Milch verwenden, dass der Teig schwer reißend vom Löffel fällt - minimal flüssiger als bei einem normalen Rührteig für Kuchen.

Waffeln backen: Ein gutes beschichtetes Waffeleisen einfetten und erhitzen. Ca. 3 Esslöffel Teig in die Mitte geben, schließen und bei mittlerer Hitze 1.5-2.5 Minuten goldgelb backen.

Pfannkuchenteig

Teig vorbereiten: Eier mit Zucker schaumig schlagen. Milch unterrühren. Mehl und Salz unter Rühren zugeben und alles mit einem Handmixer zu einem glatten, homogenen Teig verrühren. Den Teig rund 15 Minuten ruhen lassen.

Pfannkuchen backen: Eine kleine Pfanne erhitzen (mittlere Temperatur) und ein wenig Butter oder Öl hineingeben. Etwa ein Achtel des Teigs in die Pfanne geben und gleichmäßig darin verteilen. Sobald er sich von der Unterseite lösen lässt, den Pfannkuchen mit einem Pfannenwender umdrehen.

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Süße und herzhafte Varianten

Waffeln

  • Süße Varianten: Schlagsahne, Quarkcreme, Schokosoße, Schokoraspeln, Nutella, Karamellcreme, Obst, Apfelmus, Rote Grütze.
  • Herzhafte Varianten: Speck, Rührei, Frischkäse, Lachs, Meerrettich.
  • Kakaowaffeln: Zusätzlich ca. 40 g Backkakao und 30 g Zucker zum Teig geben.

Pfannkuchen

  • Süße Varianten: Zucker und Zimt, Apfelmus, Nutella, Ahornsirup, Obst.
  • Herzhafte Varianten: Speck, Käse, Pilz- oder Gemüsefüllungen.

Tipps und Tricks für perfekte Ergebnisse

  • Ruhezeit: Pfannkuchenteig sollte vor dem Backen mindestens 15 Minuten ruhen, damit das Mehl quellen kann und der Teig sich entspannt.
  • Hitze: Beim Backen von Pfannkuchen und Waffeln sollte eine mittlere Hitze eingestellt werden, um ein Verbrennen zu vermeiden.
  • Pfanne/Waffeleisen: Eine beschichtete Pfanne oder ein beschichtetes Waffeleisen sind wichtig, um ein Ankleben des Teigs zu verhindern.
  • Warmhalten: Fertige Pfannkuchen und Waffeln können im vorgeheizten Backofen bei niedriger Temperatur (ca. 50 Grad) warmgehalten werden.
  • Aufbewahrung: Rohen Waffelteig kann man bis zu 4 Stunden abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Fertige Waffeln und Pfannkuchen können im Kühlschrank oder im Tiefkühlfach gelagert werden.

Regionale Unterschiede und Varianten

Pfannkuchen sind weltweit verbreitet und werden in den unterschiedlichsten Varianten zubereitet.

  • Crêpes: Hauchdünne französische Pfannkuchen, die süß oder herzhaft belegt werden können.
  • Pancakes: Amerikanische Pfannkuchen, die viel süßer und luftiger sind als die meisten europäischen Varianten und mit Backpulver zubereitet werden.
  • Blinis: Russische Pfannkuchen, die oft mit Buchweizenmehl, Hefe oder Gries zubereitet werden und süß oder herzhaft serviert werden.
  • Palatschinken: Österreichische Pfannkuchen, die dünner zubereitet und wie Crêpes herzhaft oder süß serviert werden.
  • Kaiserschmarrn: Ein österreichischer Klassiker, bei dem der Pfannkuchenteig während des Backens zerrissen und mit Puderzucker bestreut wird.

Waffeleisen: So gelingen knusprige Backwaren für die ganze Familie

Fluffige Waffeln im Handumdrehen: In einem Waffeleisen bereiten Sie die köstlichen Backwaren ohne Mühe zu. Die praktischen Küchengeräte bringen hilfreiche Features mit und sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich.

Sonntagmorgen zieht der Duft frischer Waffeln durch Ihre Wohnung und macht Lust auf ein gemütliches Frühstück mit allerlei Leckereien. Waffeln mit heissen Kirschen, frischen Blaubeeren oder herzhafte Varianten - in einem Waffeleisen wird aus süssem oder salzigem Teig in wenigen Minuten knusprige Herzen oder dicke belgische Waffeln. Und nicht nur das: In Multifunktions-Eisen mit austauschbaren Einsätzen gelingen auch Donuts, Cupcakes und Waffelhörnchen.

Welche verschiedenen Waffeleisen gibt es?

Waffeleisen sind so vielfältig wie die süssen und herzhaften Speisen, die Sie darin zubereiten können. Unterschiede bestehen vor allem bei den Einsätzen. Sie entscheiden zwischen klassischen Herzwaffeln, viereckigen belgischen Waffeln, Doppelformen für eine grosse Personenanzahl und variabel nutzbaren Waffeleisen.

Herzwaffeln zählen zu den Klassikern: Die Einsätze bestehen aus fünf kreisförmig angeordneten Herzen. So ergibt sich eine runde Form, die Sie dank einer Perforierung einfach teilen.

Belgische beziehungsweise Brüsseler Waffeln sind dicker, traditionell viereckig geformt und enthalten mehr Butter als die herzförmigen Varianten. Sie bestehen aus Hefeteig. Das entsprechende Waffeleisen weist tiefere Einbuchtungen auf, in denen der feste Teig ausreichend Platz hat.

Zwei oder mehr Waffeln in einem Arbeitsgang bereiten Sie in einem XXL-Waffelautomaten zu. Sie werden mit herzförmigen und viereckigen Eisen angeboten.

Eine weitere Variante stellen die Multifunktions-Waffeleisen dar: Dem Lieferumfang liegen verschiedene Einsätze bei, etwa für Eiswaffeln, Muffins und Cupcakes, Donuts oder Poffertjes, den niederländischen Mini-Pfannkuchen.

Welches Waffeleisen passt zu Ihnen?

Bereiten Sie gelegentlich Waffeln zu oder gehören sie zu Ihrer sonntäglichen Routine? Leben Sie alleine oder mit einer grossen Familie? Abhängig davon entscheiden Sie sich für ein Waffeleisen-Format. Für die gelegentliche Nutzung kommen kompakte Herzwaffeleisen infrage. Sie nehmen im Küchenschrank und auf der Arbeitsfläche wenig Raum ein. Für grosse Haushalte sind Doppel-Waffeleisen sinnvoll. So muss niemand am Tisch lange warten und Sie sparen sich das Warmhalten der Waffeln im Ofen, um sie gemeinsam zu geniessen. Schätzen Sie die Abwechslung, investieren Sie in ein flexibles Waffeleisen inklusive vielfältiger Einsätze. Die Geräte sind auch top, wenn Kinder in Ihrem Haushalt leben. Gemeinsam zaubern Sie immer wieder neue Waffel-Varianten.

Ein Tipp: Geräte mit extra grossem Funktionsumfang umfassen auch Einsätze für Sandwich-Toasts oder kommen mit Raclette-Grill oder Fondue-Einsatz daher. So nutzen Sie ein Haushaltsgerät für zahlreiche Zubereitungsformen.

Antihaftbeschichtungen und Co. für eine saubere Zubereitung

Die meisten Waffeleisen sind mit antihaftbeschichteten Einsätzen versehen. Der Teig klebt nicht fest und die Reinigung gelingt ohne grossen Aufwand. Die Beschichtungen bestehen aus verschiedenen Materialien:

  • Teflon als preisgünstige Lösung
  • Keramik für eine robuste Oberfläche
  • Titan als kratzunempfindliche Alternative für hochwertige Waffeleisen

Eine Alternative finden Sie in Waffeleisen aus Gusseisen. Sie kommen ohne Beschichtung aus und erfreuen sich bei Profiköchen und -bäckern grosser Beliebtheit.

Tipp: Fetten Sie die Oberfläche stets mit ein wenig Speiseöl ein, auch bei antihaftbeschichteten Versionen. So erzielen Sie knusprige Ergebnisse und verhindern zusätzlich, dass Teig kleben bleibt. Darüber hinaus ist in der Regel bereits bei einfachen Geräten ein Überlaufschutz inklusive. Dank des sehr hohen Rands bleibt der Teig im Eisen und läuft nicht über.

Welche Leistung sollte ein Waffeleisen haben?

Sie können es kaum abwarten, bis die erste duftende Waffel auf dem Teller liegt? Eine hohe Wattleistung verkürzt die Aufheizzeit und die Backdauer. Hier kommt es auch auf die Grösse des Eisens an: XL-Modelle heizen eine grössere Fläche auf und sollten daher mit höherer Kraft arbeiten. Die Temperatur passen Sie bei vielen Eisen individuell per Drehregler oder Touchdisplay an. So justieren Sie sie abhängig von der Konsistenz des Teiges und vom gewünschten Bräunungsgrad. Einfache Modelle kommen oftmals ohne Regler aus. Hier hängt das Ergebnis von der Backzeit und der Teigmenge ab. Kleine Mengen und eine längere Backzeit ergeben knusprige Waffeln; grosse Mengen und kürzere Zeiten dicke, fluffige Waffeln.

Tipps für perfekte Waffeln

Es gibt zahlreiche Waffelrezepte zu bestaunen, darunter für klassische Waffeln, Buttermilch-, Schokowaffeln, belgische und herzhafte Waffeln. Damit die Backwaren gelingen, kommt es auf die optimale Konsistenz des Teigs an. Er sollte etwa für Herzwaffeln nicht zu flüssig sein. Teig für belgische Waffeln benötigt ein wenig mehr Zeit, da die Hefe mindestens eine, besser zwei oder drei Stunden aufgeht. Damit der Teig nicht klumpt, verwenden Sie einen leistungsstarken Handmixer für die Verteilung der Zutaten. Auch in einer Küchenmaschine gelingt Waffelteig, ohne dass Sie selbst Kraft aufwenden müssen.

Suchen Sie noch nach einem Waffelrezept? Dieses Grundrezept für vier Personen lässt sich vielfältig abwandeln:

  • 6 Eier
  • 130 Gramm weiche Butter
  • 150 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 150 Milliliter Milch
  • 100 Milliliter Mineralwasser
  • 250 Gramm Mehl

Schlagen Sie die Eier auf und trennen Sie das Eigelb vom Eiweiss. Letzteres schlagen Sie mit dem Schneebesen oder dem Mixer zu Eischnee auf und stellen es zur Seite. Geben Sie die Eigelbe, Zucker und Vanillezucker, Mehl, Milch und Mineralwasser in eine Schüssel und vermengen Sie die Zutaten. Heben Sie anschliessend vorsichtig den Eischnee unter die Masse. So wird der Waffelteig herrlich fluffig. Lassen Sie ihn etwa eine halbe Stunde ruhen, bevor Sie das Waffeleisen einschalten.

Tipp: Setzen Sie anstelle der Milch auf Buttermilch oder mischen Sie drei bis vier Esslöffel ungesüsstes Kakaopulver darunter.

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