Tomatensoße Pizza Jamie Oliver Rezept: Eine kulinarische Entdeckungsreise

Die italienische Küche ist bekannt für ihre Einfachheit und den Fokus auf qualitativ hochwertige Zutaten. Ein Paradebeispiel dafür ist die Tomatensoße, oder Sugo di Pomodoro, die als Basis für viele Gerichte dient, darunter auch die allseits beliebte Pizza. Es gibt nicht das eine, richtige Rezept, sondern vielmehr eine Vielzahl von Variationen, die sich an den Vorlieben und dem Vorratsschrank des jeweiligen Kochs orientieren.

Die Instagramgemeinde feiert ihn, während die Presse hämische Kommentare über seine Kochkünste macht. Beides ist irgendwie nicht ganz angemessen.

Brooklyn Peltz Beckham, der älteste Sohn von Victoria und David Beckham, träumt von einer TV-Kochshow und teilt seine Kochkünste mit Millionen Followern auf Instagram. Er hat keine Kochausbildung, und seine Rezepte sind bei genauerem Hinschauen nichts, auf das man nicht auch selber gekommen wäre.

Im neusten Instagram-Beitrag ist zu sehen, wie er einen Teig anrührt, Pelati aus der Büchse knetet und eine Handvoll Pilze in Scheiben dünstet. Fertigkeiten für diese «fresh pizza» braucht es keine. Brooklyn Peltz Beckham kann vielleicht gar nicht kochen.

Aber die Pizza sieht toll aus.

Die Basis: Sugo di Pomodoro

Die einfachste und grundlegendste aller Pastasaucen war schon immer die Summe der Bestandteile aus dem Vorratsschrank. Schaut man sich in italienischen Hausküchen herum, stellt man fest, dass öfters als nicht lediglich die folgenden Zutaten Verwendung finden:

  • Olivenöl
  • Knoblauch (und/oder Zwiebel)
  • Pomodori pelati und/oder passata di pomodoro
  • Ganz wenig Zucker
  • Salz

Denkt daran: Mehr Zutaten bedeutet nicht unbedingt mehr Geschmack oder mehr Genuss. Kochte ich früher Tomatensaucen, die reihenweise Teelöffelchen Senfpulver, getrockneten Oregano oder Balsamico-Essig beinhalteten, mundet mir heute eine Sauce, die aus einer guten Passata, etwas Olivenöl und einer angedrückten Knoblauchzehe besteht, genauso sehr.

Zum Tomatensugo passen in der Regel Penne. Geht man weiter Richtung Süden Italiens, sind Spaghetti ebenfalls üblich. Aber auch hier wiederum gibt es keine Regel.

Die italienische Tomatensauce soll leicht und bekömmlich sein, nicht buttrig und schwer. Und One-Pot-Pasta ist schlicht Blödsinn. Abgesehen davon, dass durch diese Kochmethode Konsistenz und Geschmack komplett anders werden, sollte jemand, der Probleme damit hat, ein kleines Töpfchen mehr abzuwaschen, gleich zur Fertigsauce greifen.

Und wie viel Pasta nimmt man pro Person?

  • 80 g, wenn es sich um die Vorspeise handelt.
  • Etwas mehr, ergo 100 g, wenn es die Hauptspeise ist.

So wirst du nicht dick.

Sugo di pomodoro base

Für 6 Personen (ja, 6 - einfach damit man keine halb vollen Flaschen und Dosen herumstehen hat)

Zutaten:
  • 400 g (1 Dose) pomodori tritulati oder polpa
  • 700 ml (1 Flasche) passata di pomododoro
  • 2-3 EL Olivenöl
  • 1-2 Knoblauchzehen, halbiert
  • etwas Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • ein paar Blätter frischer Basilikum, grob geschnitten, oder von Hand zerrupft
Zubereitung:
  1. Olivenöl erhitzen, Knoblauch beigeben und 2 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten.
  2. Tomaten und Passata beigeben, mit Salz und Zucker abschmecken.
  3. Aufkochen und danach zugedeckt auf kleiner Flamme mindestens 20 Minuten köcheln lassen.
  4. Den Basilikum beigeben, abschmecken und zu Penne oder Spaghetti servieren. Dazu kann man geriebenen Parmesan servieren.

Du möchtest statt Knoblauch eher Zwiebel? Kein Problem: Eine halbe weisse Zwiebel fein hacken und im Olivenöl auf mittlerer Hitze ein paar Minuten lang glasig dünsten. Danach Pelati und Co. beigeben und fortfahren wie gehabt.

Zutat Menge
Pomodori tritulati 400g
Passata di pomodoro 700ml
Olivenöl 2-3 EL
Knoblauchzehen 1-2
Salz etwas
Zucker 1/2 TL
Basilikum ein paar Blätter

Selbstverständlich ist diese Sauce ebenfalls perfekt für eine selbstgemachte Pizza.

Variationen für Feinschmecker

Es gibt etliche Varianten dieser Grundformel. Solche, welche die Beigabe von frischem Rosmarin oder getrocknetem Oregano bedürfen. Oder Safran. Oder Rosinen, gar. Gibt man Guanciale oder Speck hinzu, ist das alla amatriciana, gibt man gebratene Auberginen hinzu, hat man alla Norma. Es gibt Saucen, die im Ofen zubereitet werden und selbstverständlich auch solche, bei denen man frische Tomaten (die man zuerst mittels Tauchens in kochendem Wasser zuerst schält) verwendet. Letzteres lohnt sich übrigens, wenn man mal richtig gute frische Perini-Tomaten bekommt.

Hier sind drei meiner Favoriten:

Sugo semplicissimo di pomodorini

Für 4 Personen; ca. 350 g Pasta

Zutaten:
  • 500 g frische Cherry-Tomaten
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 halbe Knoblauchzehe
  • etwas Salz
Zubereitung:
  1. Alle Zutaten in einen Topf geben (die Cherry-Tomaten kannst du bei Bedarf grob hacken - oder ganz lassen) und aufkochen.
  2. Hitze auf niedrig drehen, zudecken und mindestens eine halbe Stunde köcheln lassen.
  3. Abschmecken.

Am Besten mit einer eher kurzen Pasta-Form servieren, welche die Sauce gut aufnehmen kann - conchigliette, etwa, oder gnochetti Sardi.

Sugo alla puttanesca

Für 4 Personen

Zutaten:
  • 2 EL Olivenöl
  • 1-2 Zehen Knoblauch, grob gehackt
  • 5 Sardellen-Filets, abgetropft
  • bei Bedarf 1 getrocknete Chili, zerbrösmelt
  • 400 g (1 Dose) pomodori pelati triturati
  • 1 Handvoll Kapern, abgetropft
  • 1 Handvoll schwarze olive di Gaeta (falls möglich entsteint; Wenn nicht, dann einfach ein wenig aufpassen beim Essen!)
  • bei Bedarf etwas frischer prezzemolo (die flachblättrige italienische Petersilie), fein gehackt
Zubereitung:
  1. Olivenöl in einer flachen Pfanne auf mittlere Hitze erhitzen. Knoblauch auf mittlerer Hitze anbraten.
  2. Sardellenfilets beigeben und «schmelzen». Hier kann man bei Bedarf auch ein wenig getrocknete Chili beifügen.
  3. Sobald der Knoblauch etwas Farbe annimmt, die Pelati beigeben und kurz aufkochen.
  4. Hitze auf niedrig drehen und Kapern und Oliven beifügen. Eventuell abschmecken (obwohl der Salzgehalt der Sardellen meistens genügt).
  5. Mit Spaghetti servieren, bei Bedarf mit etwas fein gehacktem frischen Prezzemolo. Parmesan wird zu diesem Gericht nicht gereicht.

Sugo all'arrabiata

Für 4 Personen

Zutaten:
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe, halbiert
  • 1-2 (nach Geschmack) Peperoncini, bei Bedarf entkernt, fein gehackt
  • 400 g (1 Dose) pomodori pelati triturati
  • 1-2 EL prezzemolo, fein gehackt
  • Pecorino Romano, gerieben
Zubereitung:
  1. In einer flachen Pfanne Olivenöl erhitzen, Knoblauch und Chili beigeben und 2 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten.
  2. Pelati beigeben und kurz aufkochen. Hitze danach auf niedrig stellen.
  3. Prezzemolo untermischen und vorsichtig abschmecken (der Pecorino wird ordentlich Salzigkeit verleihen)
  4. Mit Penne servieren; dazu geriebenen Pecorino reichen.

3-Minuten-Tomatensoße | Jamie Oliver auf Deutsch

Egal für welche Variante Sie sich entscheiden, die Tomatensoße ist ein vielseitiges und köstliches Element der italienischen Küche, das sich perfekt für Pizza und viele andere Gerichte eignet.

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